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von Dichtern und Denkern zu Richtern und Henkern von Diamonds and Rust

von Dichtern und Denkern zu Richtern und Henkern


Von 

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24.05.2012 um 21:17 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
D80, 70-200 VR; 200mm, F2.8, ISO 100, 1/1250 Sek.

~

Hommage an Marcel Reich-Ranicki

~

Im Hintergrund J. W. v. Goethe, dessen Statue aus dem blattlosen Tiergarten auf das Stelenfeld des Shoa-Mahnmals in Berlin blickt.

Der Bildtitel geht zurück auf den österreichischen Schriftsteller Karl Kraus, der über das NS-Deutschland schrieb:
„Die deutsche Bildung ist kein Inhalt, sondern ein Schmückedeinheim, mit dem sich das Volk der Richter und Henker seine Leere ornamentiert.“

über Goebbels zitierte Karl Kraus aus Goethes Faust II (Walpurgisnacht):

Wie sie dem Satyrvolk behagen;
Ein Bocksfuß darf dort alles wagen.

~

Marcel Reich-Ranicki: http://de.wikipedia.org/wiki/Marcel_Reich-Ranicki

Karl Kraus: http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Kraus

Johann W. v. Goethe: http://de.wikipedia.org/wiki/Goethe

Joseph Goebbels: http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Goebbels


~

Meine Augen schauen von Diamonds and Rust
Meine Augen schauen
Von
19.5.12, 15:44
9 Anmerkungen

Anmerkungen:

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Jörg Klüber, 24.05.2012 um 21:56 Uhr

*
Danke Carlos, das spricht mir aus dem Herzen!
LG Jörg



Adrena Lin, 24.05.2012 um 22:13 Uhr

Wie mein Vorschreiber...und.....eine absolut geniale Perspektive !
LG Andrea
Fav



Clara Hase, 24.05.2012 um 23:08 Uhr

hallo carlos
ich kenne diese stelen nicht - aber alleine die anwesenheit der statue lässt mich nachdenken um was es da geht
dein text dazu vervollkommnet

die zitate haben es in sich

der schnee auf den flächen sticht hier nicht so ins auge, da die Figur das ganze ich sag mal - abrundet



Joscha Be, 24.05.2012 um 23:13 Uhr

Da stellt sich, auch und gerade im Bezug auf den Titel,
für mich die Frage: Wo kann man denn dazwischen das Volk der Deutschen verorten, bzw. wo positioniert es sich selbst?




miraculix.xx, 25.05.2012 um 12:29 Uhr

Ich denke, eins ist so falsch wie das andere. Es gab nie ein Volk der Dichter und Denker, denn das Volk hat nicht gedichtet und gedacht. Das ist so ein Unsinn wie "Wir sind Papst." Und es gibt auch kein Volk der Richter und Henker, das wäre nicht fair gegenüber denen, die das System bewusst nicht unterstützt oder sogar dagegen gekämpft haben.
Das Bild ist aber trotzdem gut, weil es so Gegensätzliches zeigt.



Tussa, 25.05.2012 um 21:59 Uhr

Das Bild ist gut....sicher...
Nur der Beton hat schon Risse



Joscha Be, 25.05.2012 um 22:28 Uhr

Möglicherweise rühren die Risse daher, dass das Degesch-Tochterunternehmen Degussa, welches an der Produktion von Zyklon B zur Ermordung von Juden im Dritten Reich verdiente, wiederum vom Bau des Stelenfeldes profitierte (Betonverflüssiger und Anti-Grafitti-Anstrich).


Siegfried Schmidt HT, 27.05.2012 um 21:04 Uhr

Nachdenklicher Titel
für ein Foto zum nachdenken.

lg von Siegfried



PicaPix, 30.05.2012 um 11:28 Uhr

In diesem Bild liegt wirkliche Größe. Nicht sichtbares wurde sichtbar gemacht und Zusammenhänge geschaffen, die sich nicht von selbst ergeben. Der Text macht daraus eine runde Gesamtaussage.

Respektvolle Hochachtung
Ralf



andrea aplowski, 30.05.2012 um 12:04 Uhr

Mit der Statue im Hintergrund erhält dieses Mahnmal noch mehr Dringlichkeit. Mir gefällt der Ausschnitt so sehr.
lg andrea



kira2501, 30.05.2012 um 23:03 Uhr

fantastisch in der Bildwirkung
LG Ute



Diamonds and Rust, 1.06.2012 um 22:52 Uhr

@ Jörg: gerne!
@ Andrea: danke!
@ Clara: es sind nur Worte...
@ Joscha: Wo verortest Du Dich? Wo verortest Du das deutsche Volk?
@ mira: Aber das Volk hält in Ehren: mal die Denker, mal die Henker.
@ Tussa: wie angemessen; wenigstens der Beton!
@ Joscha: Das ist wahr und die Diskussion wurde geführt: "Degussa ist Gründungsmitglied der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft. Michael Jansen, ehemaliger Degussa-Generalbevollmächtigter, war von 2000 bis Juni 2004 Vorstandsvorsitzender der vom Deutschen Bundestag ins Leben gerufenen Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, die Wiedergutmachungen an ehemalige NS-Zwangs- und Sklavenarbeiter zahlt." Q: http://de.wikipedia.org/wiki/Evonik_Degussa#Geschichte

@ Siegfried: Zu welchem Ergebnis kommst Du?
@ Ralf: danke!
@ Andreas: danke!
@ kira: danke!

@ Ein Bild, das erst über den Intellekt das Gefühl anspricht: Wir haben nicht die Wahl zu sagen: "Goethe, ja und Hitler, nein" Beides ist für mich Teil der bitteren deutschen Geschichte.
carlos



Karl-Ernst Wodzicki, 2.06.2012 um 22:31 Uhr

Ganz starke Perspektive.
Schärfe und Unschärfe. Hell und Dunkel, dazwischen viele Grautöne. Eine geschickte Komposition.
LG Karl-Ernst



werner weis, 19.06.2012 um 13:41 Uhr



eine enorm-gehaltvolle Bilder-Serie
ein Werk wie ein Gedenkbuch

eine Anregung zur sinnstiftenden
Diskussion der Ohnmacht,

um ihrer Überwindung willen

(mir fehlen hier Worte,
und es sind schon Worte ausgewählt,
die gut die Bilder ergänzen und intensivieren)

ich schaue mir die Bildserie langsam mehrmals an
vorwärts und rückwärts



Kugelbauchi, 21.07.2012 um 10:28 Uhr

erstaunliche und hervorragende Perspektive!!!
LG Susanna



Bea Dietrich-Gromotka, 18.08.2012 um 20:40 Uhr

..mein Lieblingsbild aus dieser serie;-))


Michael Jo., 16.09.2012 um 13:45 Uhr

von Deinen Holocaust-Mahnmal Aufnahmen
gefällt mir die hier am besten
- auch (bzw. besonders) unter diesem Titel ....

Zum meister Goethe allerdings habe ich ein
doch etwas distanziertes Verhältnis:
dieser Schöngeist, der seine Ehefrau
schmachvoll alleine sterben liess ..

Lb. Gruß, Michael

Selektion von Michael Jo.
Selektion
Von
11.10.08, 11:37
13 Anmerkungen


im 'Holocaust-Turm' von Michael Jo.
im 'Holocaust-Turm'
Von
15.12.11, 1:37
17 Anmerkungen


Nachruf für  Christa W. von Michael Jo.
Nachruf für Christa W.
Von
3.12.11, 23:48
36 Anmerkungen



Pizponet, 4.01.2013 um 22:51 Uhr

Einen passenderen Titel (auch wenn es den schon vorher gab) hättest Du für das Bild wohl nicht finden können! Ich bin der Meinung, dass der Titel das i-Tüpfelchen eines jeden Bildes ist; er rundet nicht nur ab, sondern impliziert auch immer eine bestimmte Art der Wahrnehmung, sofern er überlegt und passend ist. Erst durch den Titel gewinnt dieses Bild Profil, das ansonsten so unscheinbar und wohlbekannt daherkommt...


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