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Es wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt. Unbewußt habe ich das Geräusch der fahrenden Züge wohl schon recht früh gespeichert. Das Haus steht am Kilometer 108 der Berlin-Dresdener Eisenbahn. Auf dem Bild fährt 01 069 mit dem D 673 in Richtung Heimat, also nach Dresden.
Hinter dem Zug steht die alte preußische Schrankenwärterbude mit der Nummer 63. Viele Stunden meiner Kindheit und Jugend habe ich dort verbracht.
Auch bei den Schrankenwärtern gab es ganz verschiedene Typen. Einer hat in den Zugpausen gebrauchte Nägel gerade geklopft und bei uns auf dem Hof das Kaninchen geschlachtet, ein Anderer kümmerte sich um die üppige Blumenpracht im Vorgarten und hinter dem Häuschen und der nächste flocht Körbe und band Reisigbesen. Damals war die Strecke noch eingleisig und die Zugpausen länger als in den 80er Jahren, als ein Zug dem anderen folgte. Das zweite Gleis liegt vielleicht noch heute irgendwo in Russland.
Mein Lieblingsschrankenwärter war ein ehemaliger Heizer, der nun als Invalide sein Auskommen auf diesem Posten fristete. Er verhalf mir damals auch zu einer ersten Führestandsmitfahrt auf einer 52er beim Arbeitszug bis nach Doberlug. Rückfahrt mit einem SKL. Seine Geschichten haben keinen Zweifel mehr an meinem zukünftigen Beruf zugelassen. Das Signalbuch aus dem Schränkchen zählte schon damals zu meiner Literatur. Ich erinnere mich, dass ich die Sache mit den Doppelten Kreuzungsweichen (sächsisch: Engländer) nicht gleich kapiert habe. Als ich dann auf Hörweite eine 22er von einer 03 unterscheiden konnte war er doch etwas erstaunt.
Auch die verschiedenen Triebwagen, die als "Hungaria" und "Vindobona" verkehrten, waren sehr interessant. Ich erinnere mich auch, dass eimal ein M.495 anstelle des vorderen Maschinenwagens mit einer tschechischen Diesellok angebrummt kam. Einmaliges Bild und keiner hat es ...
So, für heute genug, aber es geht weiter...
Tom@ ; hab dich schon vermisst. Das Bild hier existiert noch als Dia, aber arg ramponiert. Es war auch kein Qualm da und Dampf nicht wegen der Wärme. Telegrafenmasten waren auch schon verschwunden. Aber wozu haben wir den Pinsel
Liebe Grüsse Bernd
Ich bin ja ganz platt, über deine so klasse Malereien....bist ja ein großes Talent-ich bewundere immer Leute, die das können...und du kannst es auf jeden Fall !!! :))) ich würde mich freuen,euch öfter zu sehen, so ein Austausch der bringt ja immer neue Erkenntnisse mit sich, aber vor allem macht er eines, nämlich unheimlichen Spaß in geselliger Runde.. :)) lg M.
Hallo Bernd,
das ist traumhaft! Solche Bilder kannte ich bisher nur aus Großbritannien. Du b ist beneidenswert - kannst Dir die Motive so "zurechtbasteln" wie Du sie in Erinnerung hast oder haben willst. Wir Fotografen müssen mit dem zufrieden sein, was wir kriegen. Wenn wir dann mal großzügig nachbearbeiten heißt es "so was macht man doch nicht".
Werde bald noch mal in ruhe "vorbeischauen".
Komm gut ins neue Jahr! Ich wünsche Dir ein schönes Jahr 2009 mit Gesundheit und Glück und Gelegenheit für viele tolle Fotos.
VG Iris
Und dieses schöne Bild hast du gemalt, Kompliment...ich male auch, allerdings in Öl, aber seit ich mich verstärkt der Fotografie und Bildbearbeitung widme, ist das Malen in den Hintergrund getreten, nun ja, auch nicht weiter schlimm, aber dein Bild und ein Stück Lebensgeschichte, die du hier erzählst, sehr interessant :))
schönes Foto und Geschichte, Bernd. vG Gert
ich meine das Foto von deinem erstaunlichen Gemälde ;-)
Du hast ja jede Gleisschraube und alle Details an der Lok erfasst, so eine Engelsgeduld haben Lokführer? ja, weil sie ihre schwarzen Rösser lieben.