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Die Uhr des Lebens ist für diesen Baum leider abgelaufen. Eine Kettensäge bereitete dem Baum ein jähes Ende.
Ohne Hilfsmittel zu erkennen: Im Zentrum liegt das Mark, das von einem breiten Holzkörper umschlossen wird. Dieser setzt sich aus dem durch Wechsel in Struktur und Färbung voneinander abhebenden Jahresringen zusammen. Den Abschluss des Baumes nach außen bildet die Borke aus toten Korkzellen und abgestorbenem Bast (im Bild links oben).
Die Harzansammlung in Gefäßen (rechts im Bild) erinnert an einen Uhrzeiger. Im Laufe eines jeden Jahres wird in Richtung Peripherie ein neuer Jahresring sichtbar...
Aufnahme mit der G2
ein Bild zum Nachdenken.....
29 oder 30 Jahre jung....wurden errechnet.
Heinz meint 5 Min. vor 12 für die Welt könnte ein guter Titel für dieses hervorrgagende Bild und die Info sein.
Es könnte aber auch schon 5 Min. nach 12 Uhr sein.....
Ein sehr lehrhafter Text, toll erklärt! Dazu ein schönes Foto und ein Titel, der Interesse weckt, Kreativität freisetzt (siehe Heinz und Gustav) und zum Nachdenken anregt... so positiv kann Internet wirken, wenn die richtigen Leute (Rudolf) an den Tasten sitzen! danke! Gruß hawi
Danke für das Interesse und die Bewertungen!
Eine Ergänzung (aus "Der Brockhaus multimedial 2002"):
Da es in den Tropen keinen Wechsel von kalten und warmen Jahreszeiten gibt, bilden dort die Bäume auch keine Jahresringe. Die Jahresringe entprechen dem Wachstum der Bäume zwischen Frühjahr und Herbst, und entsprechend der Witterung fällt die Breite der Ringe unterschiedlich aus. In feuchten, warmen Jahren sind sie breiter, in kühleren schmaler.
Mit besten Grüßen
Rudolf
schönes Bild, interessante Erklärung !
Eins ist mir aber unklar: bekanntlich wachsen Bäume in den Bergen langsamer und deren Holz ist "wertvoller" ...
Wie erklärt sich dies und hat dies Auswirkungen auf die Jahresringe ???
Hallo Rudi,
Holz in seiner natürlichen Schönheit ist doch ein wunderbarer Werkstoff. Das hast Du mit Deinem interessanten Foto gezeigt. Die Idee mit dem Uhrzeiger finde ich klasse.
Gruß Wolfgang
Eine gute Idee und ein treffender Titel,
auch die Bildgestaltung: Borke oben links und die Uhrzeiger unten rechts finde ich spannend.
Gruß Christiane
@Hermann Bönicke,
Ja, die Jahrringe der meisten Hochgebirgspflanzen sind sehr viel dichter beieinander. Besonders beeindruckend finde ich sie bei den Wachholderbüschen.
Ein interessantes Gebiet ist auch die Dendrochonologie.
Christiane Wild
Für mich als Tischler ein sehr schönes Motiv. Was ist das für ein Baum ? Eine Kiefer ? Naja vielleicht täusche ich mich da auch. In Fachkunde habe ich oft geschlafen ... es waren früh die ersten zwei Stunden *gähn* ... Naja, jetzt aber ab mit dem Stamm in´s Sägewerk und hinein in´s Gatter. Danach kann ich Dir ja was schönes daraus bauen :o) ...
schon etliche Male bleibt mein Blick an diesem Foto hängen. Hab mir schon überlegt, was ich dazu zu sagen hab.
Hier nur soviel: mancher sieht das schöne Foto des abgesägten Baumes. Aber für manchen es ist wohl auch Methapher für das, was man mit diesem Thema für sich verbindet.
Ich freu mich über dieses nachdenklich machende Foto!
Hallo Rudi,
glücklichweise haben Menschen keine Jahresringe und kein Verfalldatum, schon garnicht, wenn sie sich mit unserem Hobby beschäftigen. Deine Aufnahme ist sehr gekonnt und ebenso interessant.
hg Bernd