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Hier zeige ich wie versprochen den Aufbau als Übersicht. Ganz oben ist die Tasse mit einem heraushängenden Wollfaden als Tropfengenerator. So alle 5 sek. kommt ein Tropfen, der dann beobachtet wird und der Auslöser gedrückt wird - schnell, für die Angangsphase oder verzögert für die Spätphase des Tropfenbildes. Das Wassergefäß ist ca. 1/2Meter unter dem Tropfenbeginn. Links ist das Speedlite, das auf den regenbogenfarbigen Karton im Hintergrund blitzt. Das Licht wird noch zusätzlich durch den gelben Karton rechts in Richtung Wassergefäß reflektiert, damit der Tropfen im Gegenlicht liegt. Das ist eigentlich alles, wenn man mal von der 350d mit SIGMA 150/2,8 Makro absieht, das einem einen schönen Arbeitsabstand von ca. 1/2Meter ermöglicht.
Fast hätte ich es vergessen - das Fokussieren - sonst wird die Schärfe zum Lotteriespiel: Ich lege einen Stahldraht quer auf das randvolle Glasgefäß genau an dem Abstandspunkt, wo der Tropfen auf den Draht trifft - dann fokussiere ich auf den Draht - achte bei der ganzen Aktion immer darauf, dass es im Raum nicht zieht (sonst fällt der Tropfen ständig anders) Dann wird der Draht entfernt und es kann losgehen. Dabei arbeite ich mit Blende 22, was mir Sicherheit in der Tiefenschärfe gibt. Übrigens habe ich meine Tropfenerkennungs-Lichtschranke gar nicht mehr nötig, denn mit etwas Übung kann man genügend genau auslösen - vorausgesetzt, die Fallhöhe ist nicht zu gering. der Mensch hat eine Anfangsverzögerung, die aber etwa konstant ist - zumindest bei mir, dann hat man von 10 Schuß 9 Treffer - ohne Übertreibung.
Da war ja noch was: Ich hatte anfangs immer die Glasbehälter innen mit Gasbläschen beschlagen, was sich erheblich negativ auswirkt - die Abhilfe ist abgekochtes Wasser nehmen! Ich habe auch Versuche gemacht mit ein paar Tropfen Spülmittel im Wasser des Gefäßes, was ganz andere Formen ergibt, die ich noch später bringe. Das Tropfwasser war immer normales Leitungswasser.
Interessant ....ich nehme meist den internen oder einen Aufsteckblitz. Die Tropfen lasse ich manuell aus einer Spritze fallen und löse per Fernauslöser aus. Mit dem 150er bist du im Vorteil - bei meinen 90 muss ich öfter mal wischen ;O))
gruss, matthias
Hört sich so einfach an, ist aber doch wohl wesentlich komplexer. Zumindest viel Erfahrung und unendliche Versuche gehören dazu. Aber der Aufwand hat sich gelohnt, diese Tröpfchenbilder in ihren herrlichen Farben sind einfach umwerfend schön.
LG Klaus
Danke, sehr interessant, jetzt weiß ich auch wie du zu der Perspektive kommst :-)
Ich habe schon jahrelang kein Tropfenfoto mehr gemacht ... damals am Waschbecken war das mit der Auslöseverzögerung einer Kompaktkamera eine echte Herausforderung.
@Hans: ja, so habe ich auch angefangen am Waschbecken mit der G3. Das größte Problem war nicht den Tropfen zu treffen, sonder einzig und allein das Fokussieren - das war frustrierend. Da hatte man eine Serie geschossen, war mit dem Monitorbild zufrieden und dann am PC war alles zum kippen.