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Imperatorgarnele auf Seegurke von Volker Lonz

Imperatorgarnele auf Seegurke


Von 

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21.08.2011 um 12:48 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Indonesien_Nord-Sulawesi_Bunaken Marine Park

SEEGURKEN
Die Seegurken (Holothuroidea), auch Seewalzen genannt, sind eine Klasse im Stamm der Stachelhäuter. Mit etwa 1.200 Arten sind sie die formenreichste Gruppe der Stachelhäuter, zu der auch die Seesterne gehören. In der Tiefsee bestehen 90 Prozent der bodennahen Biomasse aus Seegurken.

Körperbau
Seegurken sind Meeresbewohner mit einem 1 Millimeter (Meiofauna) bis zwei Meter langen walzenförmigem Körper. Die für die übrigen Stachelhäuter typische fünfstrahlige Radiärsymmetrie ist äußerlich nur noch an den fünf Reihen der Ambulacralfüßchen zu erkennen. Durch Anpassungen an das Bodenleben findet sich häufig eine sekundäre Bilateralsymmetrie. Der muskulöse, längliche Körper weist am Vorderende eine Mundöffnung auf, welche häufig von Tentakeln umgeben ist.
Im Gegensatz zu anderen Stachelhäutern besitzen Seegurken nur noch Skelettrudimente in Form von kleinen Kalzitnadeln (Sklerite). Statt eines Skeletts besitzen sie einen Hautmuskelschlauch aus Längs- und Ringmuskulatur sowie einer dicken Schicht mutabilen Gewebes.
Das Blutgefäßsystem ist relativ hoch entwickelt. Es besteht aus einem oralen Ringgefäß, von dem fünf blind endende Radiärgefäße abzweigen. Am Darm führen ein dorsales und ein ventrales Gefäß entlang, die durch pulsierende Verbindungen (Herzen) miteinander in Verbindung stehen. Auch die von einigen Arten ausgebildete Wasserlunge wird netzartig von Gefäßen umsponnen.
Man kann eine Kriechsohle (Trivium) von einem Rücken (Bivium) unterscheiden. Das Trivium besteht aus drei Radien sowie zwei Interradien und ist durch eine hohe Anzahl an Ambulacralfüßchen gekennzeichnet. Das Bivium hingegen besteht aus zwei Radien und drei Interradien. Die Füßchen sind um- oder rückgebildet. Die Fortbewegung der Seewalzen erfolgt mittels der auf der Bauchseite zu findenden Ambulacralfüßchen.
Als weitere Besonderheiten besitzen Seegurken Wasserlungen, bei denen es sich um Ausstülpungen des Enddarms handelt. Im Mittelmeer sitzt in den Wasserlungen der Königsseegurke (Stichopus regalis) relativ häufig der Eingeweidefisch (Carapus acus), zum Teil lebt er auch in den Wasserlungen von Holothuria-Arten. Bei südostasiatischen Holothuria-Arten findet sich regelmäßig ein transparenter Fisch, der den Wirt über den Anus verlassen kann.
Die bei wenigen Arten zu findenden sogenannten Cuvierschen Schläuche dagegen dienen der Verteidigung der Tiere und werden bei Gefahr in Richtung Angreifer gespritzt. Sie bilden klebrige Schleimfäden, welche den Feind verwirren und unter Umständen sogar kampfunfähig machen können. Die Klebstoffe können auch Gifte enthalten (Holothurine). Des weiteren ist es den Seegurken möglich, einen Teil ihrer inneren Gedärme bei einem Angriff als Ablenkung des Gegners auszuwerfen. Diese werden später nachgebildet.

Nahrung
Bei den Seewalzen sind Sedimentfresser und Planktonfresser bekannt.
Bei den Sedimentfressern (darunter alle europäischen Arten) kriechen die adulten Tiere über den Boden des Meeres und nehmen dabei Sedimente mit organischen Bestandteilen wie Detritus, Algen und Sandlückenfauna auf. Die organischen Bestandteile werden verdaut und das unverdauliche mineralische Sediment wieder ausgeschieden. Man könnte diese Seewalzen als „Meeresstaubsauger“ oder Sedimentsortierer bezeichnen.
Die planktonfressenden Seewalzen haben einen stark vergrößerten Tentakelkranz, mit dem sie Plankton aus dem Wasser fangen.

Fortpflanzung
Die Seewalzen sind getrenntgeschlechtlich und geben ihre Geschlechtsprodukte direkt ins Meerwasser ab. Innerhalb einer Bucht läuft dies meist synchron ab. Sie richten sich dazu mit dem Vorderende senkrecht auf und entlassen an der Spitze eine weißliche (Spermien) bis gelbliche (Eizellen) Flüssigkeit. Ihre bilateral-symmetrischen Larven leben planktonisch und werden als Auricularia bezeichnet. Neben der geschlechtlichen Fortpflanzung können sich viele Seegurken auch durch Teilung vermehren.

I Quelle: Wikipedia I

Anmerkungen:

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Roland Sax, 21.08.2011 um 18:04 Uhr

wunderbares Bild, mit super Komposition, Schärfeverlauf und Perspektive. Spitze!
lg roli



scubaluna, 22.08.2011 um 7:43 Uhr

Wie gewohnt in einmaliger "Lonz-Qualität". Die Seegurke macht den perfekten Hintergrund. Diese Imperatorgarnele hat du super auf Augenhöhe erwischt. Die Details und die Farben sind berauschend schön. Sehr gut gemacht.

scubaluna



Uwe Schmolke, 22.08.2011 um 8:38 Uhr

Handwerklich sehr gut gelöst mit exzellenter Schärfe.

Trotzdem will mich dieses Bild nicht ansprechen.
Ich grüble noch warum.

Viele Grüße
Uwe



tbanny, 22.08.2011 um 11:08 Uhr

Ich kann Roland nur beipflichten, die Bildkomposition und speziell der Schärfeverlauf gefallen mir sehr sehr gut! Glückwunsch zu dieser beeindruckenden Aufnahme.

VG
tbanny



Ute Niemann, 22.08.2011 um 21:28 Uhr

... da muss ich wohl in Zukunft mir die Seegurken näher ansehen - das Foto ist beeindruckend!
Liebe Grüße - Ute



Peter Bublitz, 23.08.2011 um 10:41 Uhr

Beeindruckendes Makro, Gratulation, einfach stark....

Grüsse aus Lauf
Peter



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