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..welches wohl zu einem der bekanntesten Fotomotive in ganz Myanmar zählt befindet sich in der Nähe von Nyaungshwe am Inle Lake.
Es muss wohl so gegen 16.00 Uhr gewesen sein als wir, unterwegs auf einem klapprigen birmesischen aus vietnamesischer Produktion stammenden Drahtesel, das Kloster Shwe Yaungshwe erreichten und unverhofft auf DAS FOTOMOTIV stießen. Natürlich kannte ich Bilder aus dem Internet wusste allerdings nicht wo sich dieses ominöse Kloster befindet. Als wir dann die „berühmte“ Frontseite mit den Runden Fenstern zusammen mit dem Massenauflauf an mit Bussen heran gekarrten Touristen begutachteten staunten wir nicht schlecht wie organisiert und diszipliniert die jungen Novicen Model für die zumeist betagten und leicht trampelfüßigen Touristen standen. Das Spektakel ging dann etwa eine halbe Stunde und schwups waren die ganze Touristen samt ihrer Busse wieder verschwunden – die Mönche aber auch... Sch…mein erster Gedanke, DAS MOTIV der Novicen am Fenster verpasst (muss ja keiner wissen wie solche Fotos entstehen) durstig und nun ein leeres Kloster. So warteten wir nun bis sie sich wieder zeigen würden und man hatte das Gefühl sie warteten auch – nicht auf uns, sondern auf eine „Goodies“ gebende Touristenmeute. Aus der Sicht der Novicen kam leider keiner mehr, aus unserer Sicht zum Glück, denn wenig später, in der frühen Abendsonne, trauten sich einige jüngere Novicen wieder ans Fenster wo ich schon wartend stand um „DAS MOTIV“ dann endlich doch, einem Homerun gleich, nach Hause zu bringen….
Nyaungshwe, Inle Lake, Shan State, Myanmar 2007
@Friedfisch: Wir sind in der Nacht angekommen nach über 36 Stunden Fahrt...da ist mir dieses Kloster wirklich nicht mehr aufgefallen...;-) Aber tagsüber solle es einem wahrscheinlich auffallen...
LG Henry
Es scheint auf der Welt überall das gleiche zu sein.
Ich möchte auch lieber den Homerun in Pixel festhalten, als ein gestelltes Touristenfoto.
Dazu braucht man aber Geduld und Zeit. Und diese sprechen aus allen deinen Bilderrn.
Die Verbindung zwischen Personen und Fotografen herzustellen braucht Zeit, braucht Geduld, genauso wie man erst das Einzigartige einer Landschaft sehen muss, ehe man sie aufs Bild bannen kann.
Für einen Touristen ist nur die Bildtrophäe wichtig (ich war da mal), für den echten, interessierten Fotografen verbirgt sich hinter einem Bild ein ganzer Kosmos von Geschichten, Erlebnissen und Gefühlen.
Deshalb, danke, dass du diese schönen langen Texte schreibst. Sie ermöglichen mir in deinem Kosmos zu wandern und mit deinen Augen zu sehen.
@Stefanie: Dadurch das wir nicht mit den Touristenmassen da durchgetrampeln wollten, waren wir sage und schreibe fast 3 Stunden am und im Kloster haben uns intensiv mit den Novicen unterhalten die erstaunlich gut Englisch konnten, und festgestellt das die größten Michael Ballack Fans in diesem Kloster sitzen - die hatten fast alle einen Sticker von Michi im Hausaufgabenheft drin...;-)
LG Henry
Ich bin begeistert von Deinen Bildern und Erzählungen. Wie schön, dass Du uns daran teilhaben lässt. Du lässt uns richtig abtauchen in eine andere Welt!
LG Gundula
@Henry : das mit den TZuristenmassen muss man aber mal relativieren, denn in Myanmar gibt es in einem Jahr ca. 200.000 Turisten. Zum vergleich sind es in Thayland 10.Mio. im Jahr, oder die selben 200.000 in einer Woche ....!!!
Und ja die Burmesen sind absolut Fussballbesessen, denn in Bagan haben wir nach 3 Wochen ohne info morgens auf einer Pagode den Aktuellen Bundesliga Tabellenstand erfahren ;-)))))
ich sag nur fahrt hin und schaut es euch an, es ist traumhaft .....
ein grausiger standard, den wohl jeder fotograf der was auf sich hält in myanmar geschossen haben muß. bin dorthin von diesm nest am inle-see, dessen namen mir einfach nicht mehr einfallen mag mit einem klapprigen geliehenen rad hingefahren, da wußte ich noch nicht das der weg danach zum inle spa über eine schlaglochgezeichnete dreckspiste führte...
Ein wunderschönes Foto hast du da gemacht, aber dein Text unter dem Bild hat mich ein bisschen schockiert. Letzendlich hast du doch nicht anders als die "trampelfüßigen Touristen" auf dein Erinnerungsfoto gelauert....
Ist nicht bös' gemeint, sondern eher als Anregung zur Reflexion. . Ich persönlich habe oft Probleme den Menschen der sog. "dritten Welt" mit meiner Kamera zu Leibe zu rücken, obwohl ich es gern würde, denn die Szenen sind oft so malerisch und "exotisch" ...
Bin da in einem ständigen Konflikt und wüsste gern wie du bzw. wie ihr das "löst" ...
Gruß
Susanne
ein typisches foto von diesem kloster,schade das der schatten oben rechts so reinhaut. aber man kann es sich nicht immer aussuchen.
aber so oder so eine klasse aufnahme.
lg gunter