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Energiegewinnung von Edgar Brocher

Energiegewinnung


Von 

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4.11.2004 um 11:41 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
Das Foto ist in der Dunkelkammer entstanden. Hab 2 Negative nacheinander auf Fotopapier belichtet. Beim Belichten die Ränder abgewedelt und anschliessend braungetont.
Die beiden Fotos sind entstanden im Abbaugebiet der Firma Rheinbraun. Der Bagger wurde während des Kohleabbaus fotografiert und das Haus in einem verlassenen Ort, der dem Kohleabbau weichen musste.

Anmerkungen:





Franz-Josef Wirtz, 4.11.2004 um 11:53 Uhr

Eine sehr sinnfällige Montage, wirklich gut gemacht. Ein kleiner Haken ist vielleicht das nicht stimmende Größenverhältnis, was natürlich trotzdem ok ist. Ist ja schließlich künstlerische Freiheit


Edgar Brocher, 4.11.2004 um 12:01 Uhr

Danke für die Anmerkung Franz-Josef. Selbstverständlich ist das Größenverhältnis absolut unrealistisch. Aber es ging mir bei der Montage auch mehr um die Aussage. Ich wollte damit auf das Schicksal vieler Menschen hinweisen, die durch diese Art von Energiegewinnung ihre Heimat und ihre Häuser verlieren. Viele Menschen in Deutschland können sich das sicher nur schwer vorstellen, aber wir wohnen praktisch unmittelbar am Rande des "Abgrunds" und da bekommt man das hautnah mit.
Gruß
Edgar



Thomas W. M., 4.11.2004 um 12:03 Uhr

Die Montage ist gut gelungen, Und das Motiv ist sehr aussagestark. Nur der abgewedelte Rand lenkt meiner Meinung nach zu sehr ab.

Gruß
Thomas



Franz-Josef Wirtz, 4.11.2004 um 12:15 Uhr

Ich hätte mir gedacht, durch ein größeres, nicht ganz abgebildetes Schaufelrad könnte man die Übermacht noch stärker versinnbildlichen.

Wie das Ganze dann in der Realität aussieht, kann man ja hier z.B. sehen. Die Zerstörung von Schloss Harff
http://www.morkenharff.de/


Und so ein bisschen drumherum ziemlich gut erzählt:
http://www.cohn-music.de/Tagebau-Inden-Inde-Umleitung-Indeumleitu
ng-Altdorf-Pier.htm



Edgar Brocher, 4.11.2004 um 12:26 Uhr

@ Franz-Josef

Ja, du hast recht, mit einem großen Schaufelrad wär´s möglich gewesen, das Größenverhältnis stimmiger hinzubekommen. Aber ich hatte angst, dass man dann den Rheinbraunbagger nicht mehr erkennt.

Danke für den interessanten Link. Das zerstörte Haus ist exakt in dieser dort abgebildeten letzten Häuserzeile in Inden entstanden. In dem vorne zu sehenden Hof, hinter dem Scheunentor hab ich noch einen zerstörten Innenhof fotografiert.

Edgar



Franz-Josef Wirtz, 4.11.2004 um 14:25 Uhr

An den Verlust der Erkennbarkeit hatte ich auch schon gedacht... Die ungeheure Riesenhaftigkeit von allem, was mit dem Braunkohletagebau zu tun hat ist für die Darstellung und das Verständnis auf jeden Fall ein Problem. Wenn das Schaufelrad im originalen Größenverhältnis dargestellt würde, wäre es vielleicht auch wiederum zu unrealistisch, weil die, die das nicht aus eigener Anschauung kennen, es einfach nicht glauben. Die größten Bagger der RWE haben eine Förderleistung von

240.000 m³/Tag oder
10.000 m³/Stunde oder
167 m³/Minute. D.h. bei einer Dichte von 4t/m³ von Erdreich macht so ein Schaufelrad in jeder Minute 17 40t-Sattelschlepper voll, bräuchte für einen solchen LKW lediglich 3-4 Sekunden.

In jener Häuserzeile hatte ich übrigens auch mal ein Motiv gefunden:

Nimmt man das ganze Gehöft, kann man das Detail am Briefkasten nicht erkennen. Nimmt man den Briefkasten, verliert man den Kontext.



Markus S., 5.11.2004 um 17:20 Uhr

Sehr schöne Montage. Habe auch schon einmal an einigen Tagebauten nach verfallenen Häusern mit Baggern im Hintergrund geschaut. Es ist aber nur bei "bedrohten Bäumen" geblieben.
Grüße
Markus



Franz-Josef Wirtz, 7.11.2004 um 1:54 Uhr

Ist ja auch praktisch unmöglich, da einen Zusammenhang in der realen Welt her zu stellen. Die Häuser kommen ja als erstes weg. Dadurch bleiben dann diese merkwürdigen Dörfer mit (zum gewissen Grad) intaktem Baumbestand in den Alleen, Parks und Gärten übrig. Bis der dann auch nach und nach abgeräumt wird und den großen Baggern nur noch eine plane bestenfalls grasbewachsene Landschaft zum Fraß vorgeworfen wird. Die direkte Gegenüberstellung zu riskieren würde wohl dem Image von RWE doch nicht gefallen.



Arno Königs - Fotografie-Fotodesign, 24.11.2004 um 22:27 Uhr

Eine tolle und verdammt starke Arbeit.





LG Arno



Edgar Brocher, 25.11.2004 um 12:26 Uhr

@Arno,
vielen Dank für das Kompliment und für die Fotos, hab sie mit Interesse betrachtet.
In Otzerath war ich übrigens am 6.11. noch bei einer Feuerwehrübung, dort wurde an einem leerstehenden Haus der Ernstfall geprobt. Mein Foto "Helfer in der Not" ist dort entstanden. Ist schon traurig, wenn man sieht, wie viele guterhaltene und erst vor kurzem renovierte Häuser leerstehen.

Gruß
Edgar



Jacques Splint, 4.12.2004 um 18:12 Uhr

Beindruckend diese Machine and beangstigend zugleich. Eine Frage: kann man sich dort rumschauhen und die Machine an der Arbeit sehen?
lg jacques



Dieter Hirschberg, 7.12.2004 um 13:19 Uhr

Gewinnt durch den Rand an Dynamik, Tönung gut jedoch nicht mehr... Rand vielleicht noch ne Spur größer und perfekt ist's ..

Gruß

Dieter



Edgar Brocher, 8.12.2004 um 6:40 Uhr

@Dieter,
mit dem Rand hast du natürlich recht, er müsste breiter sein. Das Problem war folgendes: Es handelt sich ja wie beschrieben um eine recht aufwendige Dunkelkammerarbeit und das Foto hab ich auf ein 30,5 x 24 cm großes Fotopapier belichtet. Da mein Scanner aber nur bis 21 cm scannt, ist der Rest vom Rand nicht mit drauf. Hätte es mit Bildbearbeitungsprogramm nachbearbeiten sollen.
Danke für die vielen konstruktiven Anmerkungen unter meinen anderen Bildern.
Freut mich, dass sie dir gefallen.
LG
Edgar



Jürgen Boix, 7.01.2005 um 16:43 Uhr

Hallo Edgar,
meiner Meinung nach eines deiner besten Bilder überhaupt. Wenn man die Tatsache noch in Betracht zieht, das es sich hierbei nicht um eine digitale Aufnahme handelt sondern um eine DuKa-Arbeit ist das Bild sehr gut.
Da ich das org. Bild gesehen habe kann ich bestätigen, dass die Tönung dort besser ist.
LG
Jürgen



Johannes Berghoff, 10.04.2005 um 0:45 Uhr

Hallo Edgar,

Heimat ist nicht dort, wo man gerade ist - Heimat ist ein Gefühl - und genau das hast Du mir mit diesem Bild gegeben - ein Stück Heimat...

Glück auf,

Johannes



Nicole New, 27.01.2007 um 23:39 Uhr

Hallo Edgar,
Deine Darstellung gefällt mir sehr gut,
ganz besonders in Anbetracht der Entstehung!
LG Nicole



Sanne BZ , 30.11.2007 um 12:28 Uhr

Hallo Edgar!
Eine sehr gute Umsetzung dieses Themas, wie ich finde! Auch ich kann da nur sagen, wie unwohl einem bei diesem Anblick wird. Man geht in so einen Ort, wo jegliches Leben den großen Baggern entflohen ist! Die Orte sind teilweise wunderschön mit vielen uralten Häusern und Gärten und bald ist dort nur noch ein riesen Loch. Diese STimmung und Ausstrahlung der alten Orte wird in den neu gebauten niemals mehr zu erlangen sein! Hoffen wir, daß sie nicht bis zu uns vordringen werden!
Lg
Sanne



Ralf Brocher, 18.09.2009 um 23:36 Uhr

hallo edgar,
bin durch zufall auf deine bilder gestossen und bei diesem hier hängen geblieben, weil es direkt mit unserem lebensraum zu tun hat. für mich zählen hier weniger technische kriterien wie grössenverhältnis etc.
für mich ist die aussage wichtiger.
The Village 5 von Ralf Brocher
The Village 5
Von
23.2.09, 17:57
1 Anmerkung

beste grüsse von einem namensvetter ;-))
ralf





 
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