Foto aus dem Akt-ChannelTeilnahme am ForumFotos verkaufenMehr Foto-Ordner anlegen?Mehr Favoriten speichern?Mehr Freunde speichern?Mehr Fotos speichern?Am Galerie-Voting teilnehmenProfilbesucher anzeigenMehr Fotos veröffentlichen?Zugang in allen Sprachversionen?WerbefreiheitBezahlende User können schon ab 4 € im Monat alle Funktionen der fotocommunity nutzen.
Ein Märchen des steirischen Heimatdichters Peter Rosegger (1843 – 1918).
Die Statue steht seit 1885 im Grazer Stadtpark , wobei der Künstler das Alter des Mädchens wohl sehr eigenwillig gesehen hat – sie ist in der Geschichte erst zwölf. :-)
„......es hat sich in dieser Zeit was zugetragen, drüben in den Karwässern. Der Bertold, dessen Familie von Jahr zu Jahr wächst und von Jahr zu Jahr weniger zu essen hat, ist ein Wilderer geworden. Das Holzen wirft viel zu wenig ab für eine Stube voll von Kindern. Für das kranke Weib eine kräftige Suppe, für die Kinder ein Stück Fleisch will er haben und schießt die Rehe nieder, die ihm des Weges kommen. Dazu tut die Leidenschaft das ihre, und so ist der Bertold, der vormaleinst als Hirt ein so guter, lustiger Bursch gewesen, durch Armut, Trotz und Liebe zu den Seinigen recht sauber zum Wilddieb geworden. „
Seine älteste Tochter Lili soll Milch beim Klausner erbetteln, verirrt sich am Rückweg im Wald, da es stark zu schneien und stürmen beginnt, wird verzweifelt von Bertold und Nachbarn gesucht bis niemand mehr glaubt, dass sie noch lebt......
„Am Abend des dritten Tages haben sie die Waldlilie gefunden. Abseits in einer Waldschlucht, im finsteren, wildverflochtenen Dickichte junger Fichten und Gezirme, durch das keine Schneeflocke vermag zu dringen und über dem die Schneelasten sich wölben und staunen, dass das junge Gestämme darunter ächzt, in diesem Dickichte, auf den dürren Fichtennadeln des Bodens, inmitten der wärmenden Leiber einer Rehfamilie von sechs Köpfen ist die liebliche, blasse Waldlilie gesessen.“ .........
„So hat es sich zugetragen. Und wie der Bertold gehört, die Tiere des Waldes hätten sein Kind gerettet, das es nicht erfroren, da schreit er wie närrisch: „Nimmermehr! Mein Lebtag nimmermehr!“ Und seinen Kugelstutzen, mit dem er seit manchem Jahr Tiere des Waldes getötet, hat er an einem Stein zerschmettert.“
Steirische Heimatkunde vom Feinsten! So mag ich das!
Ich mach mir nur ein wenig Sorgen um den Bertold- hoffentlich hat sein Sinneswandel nicht dazu geführt, dass er mitsamt seiner Familie doch noch verhungern musste! LG Hawi und Dir noch einen schönen Sonntag!
.. so als Idee würde ich die Hintergrundfarben reduzieren. und nur das Grün der Dame wirken lassen.. ok???
aber sonst ein sehr nettes Bild und ein interessantes Märchen!
lieben Gruß von Petra
dieses Märchen kenne ich nicht, aber wofür ist man schließlich in der fc *lach*
"Als ich Christtagsfreude holen ging" ist mir hingegen sehr eindringlich in Erinnerung
lg - edith
Eine sehr schöne, passende Aufnahme und ein tolles Märchen dazu.
Ein super Beitrag für dieses nicht enfache Projekt (wir haben nämlich bisher noch keine Idee) ;-))
LG Marion