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Leben in Sanaa....... von Sylvia M.

Leben in Sanaa.......


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11.05.2006 um 0:06 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Manchmal ist das Leben so seltsam, dass man am liebsten die Küchentür hinter sich zumachen würde. Fatima bereitet das Frühstück. Sie hockt auf dem steinernen Fußboden, wo sich eine Schüssel mit Brotteig, den sie mit einem Messingstößel knetet. Ab und zu stößt sie den dreijährigen Jussif beiseite, ihren Jüngsten, der immer wieder versucht, auf ihren Schoß zu klettern:Yallah, lass mich in Ruhe!
Fatima ist verwirrt. Es hätte ein ganz normaler Tag werden können: Morgens Brot backen, später beten, Reis kochen, Tee trinken mit der Familie, abends Ziegen füttern im Hof. Aber nun ist alles anders. Fremde sind im Haus, die gestern angekommen sind.
Durch die Küchentür hört Fatima Stimmen. Anfangs hat sie sich gewundert über den merkwürdigen Dialekt der drei Besucherinnen. Bis sie gemerkt hat, dass sie gar kein Arabisch sprechen, sondern eine völlig fremde Sprache. Zwei von den dreien können überhaupt kein Arabisch, die armen Seelen!
Fatima kennt ausländische Frauen bisher fast nur aus dem Fernsehen. Was heißt kennen: Manchmal, beim Essen oder beim Fegen, wirft sie einen flüchtigen Blick auf das geschminkte Gesicht einer ägyptischen Filmschauspielerin oder die exaltierten Lippenbewegungen einer amerikanischen Moderatorin. Was sie sieht, macht sie nicht wirklich neugierig.
Natürlich, die Ausländerinnen haben schöne Kleider, Autos und oft reich aussehende Männer. Aber was hat man von alldem, wenn man dafür jeden Tag unverschleiert aus dem Haus gehen muss?
Fatima wundert sich, wie vieles diese drei nicht können und nicht wissen. Zum Beispiel sind sie kaum imstande, mit den Fingern zu essen. Fatima hat ihnen daraufhin Gabeln hingelegt, ein Geschenk der in Saudi Arabien verheirateten Tochter, das hier im Hause niemand nutzt.
Und sie stellen so seltsame Fragen. Ab wann ein Mädchen sich verschleiern muss. Muss!!!! Als sei es nicht eine Ehre und ein Zeichen weiblicher Reife, sich vor den Blicken Fremder zu verbergen. Gestern, beim Tee, wollte die eine, die Arabisch spricht, wissen, ob Fatimas ältester Sohn verheiratet ist. Vor so viel Direktheit ist Fatima regelrecht erschrocken. Was sollte sie mit so einer als Schwiegertochter? Würde die ernsthaft erwarten, dass man für sie Brautgeld zahle?
Fatima hat den Gästen Tee eingeschenkt und Weihrauch für sie angezündet, hat ihnen gezeigt, wie man sich die Schale so unter den Rock hält, dass der duftende, erfrischende Rauch die Beine hinaufstreicht.
Und gleich wird sie ihnen Brot backen, gutes Frühstücksbrot aus Weizenmehl. Mit einer Zange stanzt Fatima ein feines Strichmuster in die Fladen.
Die Gäste staunen und Fatima lächelt. Es ist ungewohnt und zugleich schmeichelhaft, für Dinge bewundert zu werden, die eigentlich selbstverständlich sind. Stolz zählt Fatima auf, was sie alles kann: Backen, kochen, nähen lesen und schreiben.
Und das hier kann sie auch. Sie setzt eine vielsagende Miene auf und schlägt mit der Faust ein paarmal gegen die flache Hand. Die Gäste kichern. Fatima lächelt. Ausländerinnen hin oder her - unter Frauen versteht man sich doch irgendwie.
Um die Mittagszeit geht Fatima aus dem Haus. Vorher legt sie den Scharschaf an, das schwarze Übergewand aus Mantel, Kopftuch und Gesichtsschleier. Sie tut das mit flinken, beiläufigen Handbewegungen, so, wie eine Europäerin sich an einem kalten Wintertag noch einen schal umlegt. Dann macht sie sich auf den Weg zum Haus ihrer Schwägerin Asme, zusammen mit Jussif und dem sechsjährigen Ibrahim, ihrem Zeitjüngsten.........
Wie ein Schatten huscht sie mit ihren Söhnen durch die Gassen. Fatima hat sich am Hauseingang die Schuhe abgestreift und den Gesichtsschleier zurückgeklappt. Sie muss nicht befürchten, in diesem Haus nicht-verwandten Männern zu begegnen. Sie nickt kurz ihren Schwägern und Neffen zu. Dann geht sie in den 4. Stock zu den Frauen.
Ein Fremder, der nach längerem Aufenthalt in einer konservativen arabischen Stadt unverhofft in den oberen, den privaten Teil eines Hauses geriete, ein solcher Fremder müsste spontan den Eindruck gewinnen, dass es in der Stadt zwei völlig verschiedene Arten von Frauen gibt: Schwarze, schweigsame, scheu zu Boden blickende Schattenschwestern auf der Straße und bonbonbunte, redselige, ausgelassen lachende Müßiggängerinnen in den oberen Etagen der Häuser.
Zu zwölft hocken sie in einem Raum. Die Enge lässt die Versammlung noch bunter wirken: Eine Symphonie aus lila, rosa, hellgrün- und orangefarbenen, zum Teil ziemlich durchsichtigen Gewändern und Kopftüchern. Kinderschwärme driften vom Flur ins Zimmer und wieder hinaus, Gebetsteppiche werden ausgerollt und Koransuren gemurmelt, während drumherum weiter Melonenkerne geknackt und Neuigkeiten ausgetauscht werden.
"Ich hab dich gestern in Sihail gesehen". "Übermorgen treffen wir uns bei Chudra, kommst du auch?" "Wie findest du diesen Stoff?" "Meine Nachbarin macht Ärger wegen des Telefons".......usw.
Nun kommen auch die Gäste von Fatima, Fadl hat sie zu Asmes Haus begleitet, denn alleine hätten sie Asmes Haus nie gefunden. Ausführlich und mit einem gewissen Stolz erklären die Frauen den Ausländerinnen das weitverzweigte Geflecht der Familie. Hennarote Finger recken sich hoch, um Geschwister und Kinderzahlen aufzuzählen, kreuzen sich, um Verwandtschaftsgrade zu veranschaulichen. Fatimas Gäste lächeln freundlich, aber etwas verwirrt.
Jetzt wollen die Frauen erst einmal wissen, wie es um die Verhältnisse der Fremden bestellt ist. Seid ihr verheiratet? Habt ihr Kinder? Nur zwei? Nur eins? Gar keins? Ach.
Ihr müsst arbeiten?? Warum denn???? Habt ihr keine Männer???
Es scheint, als folge dieses Beisammensein, so ungezwungen es wirkt, einer unausgesprochenen Dramaturgie.
Schön langsam wird Fatima wieder nach Hause gehen. Es wird Abend, die Sonne ist untergegangen. Fatima hockt im Hof und füttert ihre Ziegen. Ihre Nachbarinnen sind auch gekommen, wie jeden Abend. Hier im Hof ist es dunkel, dass sich die Frauen mit hochgeklappten Gesichtsschleier unterhalten können.
"Ich habe 30 Ziegen, sagt Medine, die Nachbarin. Drei sind schwanger. Und dies hier ist ein Böckchen, fühl mal, was es für einen Penis hat.....haha!!!!!!!
Ein Windstoß bläst eine Staubwolke in den Hof. Fatima erhebt sich, schüttelt den Staub vom Scharschaf. Sie wird jetzt ins Haus gehen, Ahmed und den Kindern das Abendessen bereiten. "Unser Leben ist schön, nicht wahr?" - UND ES HATTE NICHT WIE EINE FRAGE GEKLUNGEN.

Anmerkungen:

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Wolfgang Kairat, 11.05.2006 um 0:16 Uhr

Habs doch noch gelesen. Gut, dass ich es gemacht hab.
Hat sich gelohnt, deine Geschichten sind es wert, sich die Zeit zu nehmen.
GLG
Wolli



Thomas Keil, 11.05.2006 um 4:37 Uhr

Wunderschöne Häuser, tolle Farben schöner Blickwinkel und Super Text
LG Thomas



Karl Honemann, 11.05.2006 um 6:31 Uhr

Schönes Foto, interessanter Text!

lg Karl



Helmut Taut, 11.05.2006 um 7:37 Uhr

Eine Stadt die mir gefällt. Wie ich sehe fängt man jetzt sogar schon mit öffentlichen Blumenschmuck an.
Liebe Grüße
Helmut



Karl Honemann, 11.05.2006 um 8:02 Uhr

"Mens Sanaa in corpore Sanaa" ist mir grad eingefallen, aber ich glaub nicht, dass das gut ist! ;-))

lg Karl



Marguerite L., 11.05.2006 um 8:03 Uhr

Eben diese faszinierende Architektur, diese andere Leben, wunderbar.
Und Deine Geschichte aus dem täglichen Leben hat mich berührt.... sehr sogar.
Grüessli Marguerite



Eva Lea B., 11.05.2006 um 8:07 Uhr

Unglaublich faszinierend! Diese Häuser sind einfach fantastisch anzusehen. Den Text muss ich mir auf später vertagen, ich habe zu viel Arbeit.... seufz......! Hänge nämlich am Dictaphon. LG; Eva
PS Hab's nun doch noch gelesen... Dictaphon hin oder her. Sehr interessanter Text. Nicht schlecht - diese Ansicht. Aber ehrlich - ich arbeite GERN und bin noch lieber unabhängig und leiste mir, wozu ich Lust habe, ohne meinen Mann um Erlaubnis und Geld zu bitten.
Dies ist so, weil wir anders aufgewachsen sind. Weil wir nicht glauben, dass nur ein Mann etwas wert ist. Weil wir ans Prinzip der Gleichstellung glauben. Weil ich unglücklich wäre, wenn ich NICHTS tun müsste, ausser Haushalt. Ich liebe meinen Job sehr und wäre ohne sehr unglücklich, obwohl er mir auch viel Stress bringt.Zusätzlich, ich arbeite sehr gern für einen Nobelpreisträgr und finde es faszinierend. Es sind unsere verschiedenen Welten, die uns geprägt haben. Keine ist schlechter als die andere, aber anders. Glaube mir, Du würdest es nicht aushalten. Ich spreche aus Erfahrung. Ich habe 1 Jahr in einem thailändischen Haushalt gelebt ohne zu arbeiten und war relativ frei im Vergleich zum Leben in einer muslimischen Familie. Nach 3 Monaten hatte ich genug davon, obwohl es sehr schön war - in einem Blumengarten zu leben, jeden Morgen die Orchideen zu begrüssen, den Bettelmönchen Essen zu spenden, etc. Es war mir intellektuell langweilig (sorry, das tönt zu prahlerisch, ich meine es nicht so!). Ich hatte keine Möglichkeit zu arbeiten, da ich keine Bewilligung bekommen habe. Das Leben hatte schon seine Faszination, und ich habe vieles gelernt und schön gefunden. Aber es war für mich persönlich zu wenig herausfordernd. Vielleicht kann das niemand verstehen, aber so war es.
LG; Eva



Mario M., 11.05.2006 um 9:33 Uhr

Mehr wie einfach faszinierend fällt mir da vor Schreck auch nich ein ;-)
Klaaasse!!!
LG Mario



Klaus Kieslich, 11.05.2006 um 9:49 Uhr

Hier hast Du wieder ganz fntastisch uns da Leben dort in Wort und Bild beschrieben !
Gruß Klaus



Joerg Schneider, 11.05.2006 um 10:53 Uhr

habe den Text rausgedruckt: Sehr gut, informativ und gleichzeitig einfühlsam geschrieben. Vielen Dank.
Herzlich
Joerg



Kerstin Und Lothar Schmidt, 11.05.2006 um 11:08 Uhr

Ein schönes Foto mit beeindruckenden Text
haßt du wieder präsentiert.
VG kul



Anna C. Heling, 11.05.2006 um 12:35 Uhr

foto sowie text sind sehr beeindruckend. die geschichte, der ausflug in eine andere kultur, hat mir sehr gut gefallen. lg. c


foto fex, 11.05.2006 um 17:02 Uhr

Ist das nun eine FC oder eine LC?
Schönes Foto!
LG
HH



Sylvia M., 11.05.2006 um 17:29 Uhr

@Vielen Dank an ALLE für Interesse und Anmerkungen.
@Eva: Ich glaube ich verstehe dich!!!!!
Danke für deine ausführliche Anmerkung!
@HH: Den Text habe ich extra für Helmut Taut so ausführlich geschrieben, er liest soooo gerne.
:-)))))



Helmut Taut, 11.05.2006 um 17:45 Uhr

@Sylvia: Ich habe Zeit und habe Deinen Text gelesen.
Sehr gut und interessant.
Liebe Grüße
Helmut
PS: Dafür scheint bei uns noch immer die Sonne.



Joh. Messner, 11.05.2006 um 22:13 Uhr

Die Stadt sieht wirklich toll aus. Johann


Anderl Perreiter, 11.05.2006 um 22:25 Uhr

Sehr schön!
Die Beschreibung ist auch sehr interessant; danke!

LG Anderl



Edeltraud Vinckx, 12.05.2006 um 7:25 Uhr

sehr interessant was du so alles zu schreiben hast...und immerwieder diese reizvollen Häuser...ich bin begeistert...
lg edeltraud



Doc Kramer, 12.05.2006 um 13:54 Uhr

es schaut sehr entspannt
und gemütlich aus.
die architektur ist immer wieder
ein traum.

klasse doku wie immer.

lg vom doc



J. Und J. Mehwald, 12.05.2006 um 17:43 Uhr

Hier hast Du mal wieder ein schönes Bild, in zweierlei Hinsicht: Das Foto ist schon klasse, aber das Bild der Frau, das Du zeichnest ist hammermäßig toll gemacht.
Beim Betrachten und lesen spürt man Deine Liebe zu dieser Kultur und Du vermittelst sie sehr gut.
Ein schönes WE wünscht Dir Jutta,
die aber gerne eine Deutsche ist. :-))



Inge Hoenekopp, 12.05.2006 um 18:58 Uhr

mein Kompliment. Bin sehr beeindruckt. Du kannst nicht nur sehr schön fotografieresn sondern weisst auch, um was es geht !
Das ist jetzt von mir nicht sehr literarisch formuliert, aber kommt von Herzen
da fällt mir jetzt eine bessere Formulierung ein: Du siehst auch mit dem Herzen, nicht nur durch den Sucher.
liebe Grüsse

Inge



Sylvia M., 12.05.2006 um 19:04 Uhr

@Inge: Das ist das SCHÖNSTE Kompliment!
Bin berührt. DANKE!
@AN ALLE: Danke für Interesse und Anmerkungen.



Carol Zwilling, 12.05.2006 um 20:06 Uhr

Ausergewenlich schon mit ein Super Text Silvia.
Habe ein schonen WE.
Liebsten GruB
Carol



Klaus Markhoff, 12.05.2006 um 23:11 Uhr

Sehr schön - wenn nur nicht immer die Stromkabel da wären !? :-))
Sylvia du hast den Beruf verfehlt !!!
Viele Grüße Klaus

>>>>>>> schönes WE ! <<<<<<<



Rainer Switala, 13.05.2006 um 12:37 Uhr

ich nehme mir immer zeit deine geschichten zu lesen
eine andere welt die du uns nahe bringst
ich mag diese feinen struckturen dieser bauweise
gibt für mich immer viel zu sehen
das stromkabel muß sein
zeigt es doch das auch diese welt ohne erungenschaften der technik nicht mehr besteht
gruß rainer



Trautel R., 14.05.2006 um 17:56 Uhr

mir geht es wie rainer, die zeit für deine geschichten zu lesen muss sein und ich habe mir auch dieses motiv lange betrachtet, viel gibt es hier zu sehen.

lg trautel



Falk Ubel, 26.05.2006 um 6:41 Uhr

hallo

sehr schön sind deine fotos und die zeilen dazu,
danke auch für die anmerkungen,
viele liebe grüsse ...
falk



Sylvia M., 4.06.2006 um 19:24 Uhr

@Vielen Dank an ALLE!


Manfred Jochum, 4.06.2006 um 20:22 Uhr

Sylvia, das Bild hat mich wie Deine anderen Yemen-Bilder sehr angemacht und der lange Text hat mich völlig abgeschreckt. Dann las ich oberflächlich quer über die Anmerkungen und dann beschloss ich den Text zu lesen -- und bin sooooo froh dass ich es getan habe. Lege Dir alle meine Komplimente zu Füßen! Mehr sowas!
Liebe Grüße
Manfred



Sylvia M., 4.06.2006 um 20:43 Uhr

@Manfred: Ich danke dir - solche Anmerkungen ermutigen mich zum weitermachen hier in der FC!
Herzlichst Sylvia



Gerhard Hein, 5.06.2006 um 11:36 Uhr

Hallo Sylvia,
mir ging's wie Manfred. Soooo ein langer Text. Aber ich habe es genossen zu lesen. Eingetaucht für einen kurzen Moment in eine andere Kultur, die ich faszinierend finde. Von alltäglichen Dingen, die wir nicht so mitbekommen. Vor allen Dingen der letzte Satz ist wichtig. Wir dürfen nicht vergessen, dass unsere Sichtweise der Rolle der Frau im Islam unbedeutend ist, denn diese Frauen wachsen in dieser Rolle auf und kennen dies nicht anders und wollen auch dies meist nicht anders sehen.

Bitte weiter so!

Gruß Gerhard



Germán Porten, 23.07.2006 um 22:47 Uhr

Erstaunlich!
Eine ganz andere Welt, in der man sich erstmal wirklich hineindenken muss.
Wie immer, eine faszinierende Stadtaufnahme von Dir, mit einer wunderbaren Beschreibung des Alltags von Fatima.
Ich bin mir sicher, dass Du bei dem Text jedes einzelne Wort sorgfältig ausgewählt hast, damit uns die Weltanschauung dieser Menschen auch richtig nahekommt. Das ist, meines Erachtens, auch der einzige Weg zur Volkerverständigung. Wie ich es sehe, handelt es sich keinesfalls um andere Weltanschungen zu ändern (oder etwa die eigene verändern); es handelt sich vielmehr um andere Denkensweisen kennen zu lernen, um uns untereinander besser verständigen zu können. Aus Deinem Text ist zu ersehen, dass es für Fatima unmöglich ist, unsere hastige Welt zu durchschauen, genauso wie wir ihre Weltanschaung nicht 100%tig wahrnehmen können. Selbst ihre tochter ist ihr vielleicht schon ein wenig "fremd" geworden, da das Besteck aus Saudi-Arabien, als eine Art "Sourvenir" betrachtet wird. Daran glaube ich zu erkennen, dass im arabischen Raum selbst, das jegliche Weltbild von Ort zu Ort, und von Stamm zu Stamm, ganz unterschiedlich ist (keine Neuigkeit, im Westen ist es ja auch der Fall). Leider habe ich den Eindruck dass die Differenzen in Zukunft immer gewaltiger sein werden, da nur wenige Menschen den Mut haben etwas daran zu ändern, und das meine ich jetzt auch beidseits. Ich hoffe Deine Botschaft nicht falsch verstanden zu haben und Danke Dir für Deinen ständigen Einsatz für den Frieden und die Völkerverständigung.
Möge Gott, der einzige Gott aller Menschen, wie immer er auch genannt wird, Dir und uns allen helfen.
Liebe Grüße aus dem Winter am Río de la Plata, unter dem Kreuz des Südens,
Germán



Sylvia M., 24.07.2006 um 15:56 Uhr

@Ich freue mich riesig über die Anmerkungen, die hier immer noch eintrudeln.
Dickes DANKE!!!!!!!!!!



D. Ynoche, 11.10.2006 um 1:00 Uhr

eine wunderbare serie ist dir wieder gelungen - der text -as usual herrlich....
das habe ich alles sehr interessiert verfolgt.
und mich jetzt doch auch noch zu einer anmerkung entschlossen....
;-))
greetings
D.



Pezi aus Wien, 11.03.2007 um 18:49 Uhr

Deine Berichte sind genial, wie tausend und eine Nacht verstehst mit den Worten zu spielen, eine Freude zu lesen, die Fotos sind ja immer top.

alles liebe aus Wien...........pezi



Karin Meinert, 24.05.2010 um 18:07 Uhr

Dein Foto und der entsprechende Text sind sehr beeindruckend und interessant und es stimmt schon nachdenklich. Wir kommen wirklich aus ganz verschiedenen Welten und Kulturen und können uns das jeweils andere Leben kaum vorstellen. Wichtig ist einzig und allein, dass der Einzelne glücklich und zufrieden in seiner Welt sein kann.
LG Karin



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