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Die Schlüsselblume, auch Himmelschlüssel genannt, hat in der Volksheilkunde eine lange Tradition als Heilpflanze. Die Griechen nannten sie Dodecatheon, Zwölfgötterblume, die alle Krankheiten aus dem Körper verbanne. Für ihre Einfuhr aus dem Norden wurden stattliche Summen gezahlt. Baldur, der germanische Frühlingsgott, bestrafte denjenigen, der sie ausriss.
„Hymelslozzel“, meinte Hildegard von Bingen, habe alle Kraft von der Sonne und empfahl sie bei Melancholie, Wahnvorstellungen, und Kopfschmerzen. Der Volksmund schrieb dem kleinen Frühlingsblüher auch eine Wirkung gegen die „Gichtgeister“ zu und nannte ihn deshalb Gichtblume.
Die Schlüsselblume enthält vor allem Saponine, Flavonoide, ätherische Öle, Gerbstoffe und Kieselsäure. Der Aufguss der Blüten dient als Tee bei Kopfschmerzen, fieberhafter Erkältung und Katarrh. Eine Kompresse mit dem heißen Aufguss wurde äußerlich bei Nervenschmerzen empfohlen. Auch bei Schlaflosigkeit, Angst und Aufregung soll das Himmelschlüsselchen helfen.
Der Absud der Wurzel, aber auch der Blüten ist als Tee getrunken ein ausgezeichnetes Hustenmittel, das schleimlösend wirkt und chronische Bronchitis oder hartnäckigen Husten lindert. Er wirkt ebenfalls entwässernd. Auch bei Gicht, Arthritis und Rheuma hat das Himmelschlüsselchen Tradition in der Volksheilkunde. Als Kompresse mit dem Absud wird es auf schmerzende arthritische Gelenke gelegt. Ein Dampfbad mit Schlüsselblumen ist ein gutes Hautpflegemittel. Der Kieselsäuregehalt kräftigt das Bindegewebe. Bei Salicylat-Empfindlichkeit sollte die Wurzel der Schlüsselblume gemieden werden. Ebenso sollte auf höhere Dosen während der Schwangerschaft verzichtet werden.
dein schlüsselblümchen sieht so verwunschen aus,auch die info dazu finde ich sehr lehrreich.
wor haben jede menge davon im garten und sie sind so schön anzusehen.
lg erika