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Erstaunliche Tiefe von Ralf Fackiner

Erstaunliche Tiefe


Von 

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2.03.2004 um 19:44 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Um die Leistungsfähigkeit der D10 von Frank Stefani zu dokumentieren (siehe Bilder unten),
habe ich aus dem mit meiner Selbstbau-Nachführung gemachten Original-Foto
einen kleinen Ausschnitt 1:1 herausgeschnitten und anhand einer Prüftafel festgestellt,
dass Sterne mindestens bis zur 12 Größenklasse eindeutig erkennbar sind.
Und das bei einer Belichtungszeit von 2,5 Minuten und der Blende 5,6 der Teleobjektivs.

Die Nachführung haben wir nur über eine Libelle
und den Mittagsstand der Sonne (Meridiandurchgang, Linie ziehen) ausgerichtet.
Weiteres (Polsucher usw.) war überflüssig.

Anmerkungen:

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Stefan Klindtwordt, 2.03.2004 um 20:55 Uhr

Für eine Eigenbaunachführung finde ich es ziemlich gelungen, man kann sogar den Reflexionsnebel andeutungsweise erkennen. Nur eine Sache stört mich. Wäre es nicht von der Bildqualität her besser gewesen, mit ISO-400 und dafür länger zu belichten? Oder bringt das die Nachführung nicht? Ansonsten könnte man auch mehrere ISO-1600 Aufnahmen stacken (was aber glaube ich hier gemacht wurde, wenn ich mir das relativ geringe Farbrauschen betrachte)


Marco Janaschek, 2.03.2004 um 21:24 Uhr

danke für die infos


Frank Stefani, 2.03.2004 um 21:32 Uhr

@Stefan: Weil ich der Fotograf bin ... du siehst da oben einen absolut unveränderten Originalausschnitt aus dem Bild, das direkt von der Kamera kam - also kein Stacken.

Ich habe mich für die 10D ganz wesentlich aus dem Grund entschieden, weil der Chip vergleichsweise rauscharm ist (sieheDunkelbildvergleiche bei http://www.dpreview.com)
.

Dieses Bild ist schärfer fokussiert als das ebenfalls oben verlinkte Bild "Subaru", auf dem die Nebel deutlich besser rauskommen, weil es doppelt so lang belichtet ist. Leider ist "Subaru" aber etwas unscharf, was ich auf dem kleinen Display in der Nacht nicht erkennen konnte.

Viele Grüße aus den Alpen, Frank



Peter Gobber, 2.03.2004 um 23:34 Uhr

Hallo Ralf, Hallo Frank

Ich finde toll, was man so alles mit Selbstgebautem machen kann. Sollte hier nicht ein Link hinein, wo man nachschauen kann, wie die Nachführung funktioniert, um sie eventuell auch nachzubauen - wenns denn dem Erfinder recht ist?

Peter



Ralf Fackiner, 3.03.2004 um 10:37 Uhr

Hallo Peter,
Du hast völlig recht: Das ist logisch und konsequent.
Den ersten Teil einer Anleitung habe ich seit über einem Jahr im Internt, allerdings auf einer privaten Seite, für Leute, die direkt anfragen. Ich habe ihn jetzt hier zum allgemeinen Gebrauch eingestellt: http://ast-ra.de


Diese Nachführungen sind seit Jahren eine Domäne technisch kreativer Astrofreunde (siehe Seiten im Internet). WER HATTE SIE HIER IN DER SEKTION NICHT VOR WENIGEN MONATEN ERST VORGESTELLT?
Ich möchte nicht, dass auch dieser Bereich noch der GELD-Astronomie bzw. -fotografie in die Hände fällt.
Daher habe ich auf einige Details, die die Präzission ausmachen, ein Gebrauchsmuster eintragen lassen.
Wer bei mir persönlich anfragt, kann dazu weitere Detail bekommen oder den Bausatz bestellen, dessen Preis unter den privaten Einkaufskosten liegt.

Gute Astrofotografie MUSS nicht teuer sein. Wer mit Kreativität und geringem Geldeinsatz Gutes zustande bringt, hat meine Hochachtung. Was nicht selten im Internet zu lesen ist, was man angeblich alles braucht, um nachgeführte Astrofotos zu machen, läßt sich mir die Haare sträuben.
Eine solche oder ähnliche Nachführung, eine gebrauchte und daher billige Spiegelreflex mit guter Optik (max. 50 Euro) und ein Diaprojektor für 10 Euro. Das war´s!

In diesem Sinne freue ich mich auf Anfragen.
Viele Grüße von Ralf

Zum Ende des Jahres will ich in Zusammenarbeit mit der Astrozeitschrift "Astronomie und Raumfahrt" einen Wettbewerb für junge Leute/SchülerInnen organisieren, wo einfache und gute Nachführungen vorgestellt werden.
Da kommen dann bestimmt noch weitere Ideen zusammen.



Tobias Nackerlbatzl, 3.03.2004 um 12:20 Uhr

Wirklich sehr schön, was die Zusammenarbeit von Dir und Frank da ergeben hat! Und das jetzt alles noch mit einem 1000er Spiegel-Teleobjektiv von MTO...*Augenglänz* Was meinst Du, Ralf, hat Deine Nachführung eine "Begrenzung", was die Brennweite angeht? Ich wäre sehr an der kompletten Bauanleitung interessiert!

LG,
der Nackerlbatzl.



Ralf Fackiner, 3.03.2004 um 12:43 Uhr

Bei dem Test mit Franks Kamera haben wir die Brennweite auf 300mm begrenzt.
Das erscheint mir sinnvoll.
Ich selbst habe mit einem 2,8/200mm auf Kleinbildfilm 100ASA fotografiert, weil ich nur den mit hatte.

Wenn Du mehr willst, musst Du die Ausrichtig sehr genau vornehmen. Dazu wird evtl. eine Kontrolle per Video (habe ja viele Digitalkameras und TV notwenig sein).
Außerdem muss man an das Gewicht denken.
Du kannst aber nach dem selben Prinzip eine größere Nachführung bauen, die dann 500mm * Faktor 1,6 verträgt. Z. B. die 5,6/500er Spiegel verwenden.
So eine Nachführung baue ich mit jetzt mit dieser Zielvorgabe: Der 5,6/500er mit einem 400er Diafilm und 10 Minuten Belichtung.
Die 1000er Tonne mit Blende 10 ist mit zu lichtschwach. Man muss es ja nicht gleich übertreiben!
Es gibt so viel zu sehen und zu fotogrfaieren im Bereich der Brennweiten bis 200mm bzw. 200 x 1,6!
Ich kann Dich mal am Sonntag anrufen, Tobias - kostet mich da nichts!
Viele Grüße von Ralf



Tobias Nackerlbatzl, 3.03.2004 um 15:41 Uhr

Ich hab ein sehr gutes TAIR 300mm 1:4.5 Objektiv hier zu hause, für meine Zenit. Wenn Du magst, kannst Du mir ja mal die Bauanleitung per Email schicken, die Nachführung würde mich ungemein reizen! Wo ich noch dazu ein Bastler bin!


Cyrill Harnischmacher, 6.03.2004 um 19:26 Uhr

Hut ab!! Eine Klasse Konstruktion und ein überzeugendes Ergebnis. Eigenbauten können dem Profi-Equipment oft problemlos das Wasser reichen und was das schönste ist, man hat etwas geschaffen, das es so nicht zu kaufen gibt. Mal ganz abgesehen von dem Bastelspaß :-)
Grüße
Cyrill
P.S. ich tüftel gerade auch an einer Nachführung für meine Kamera, mal sehen was daraus wird.



Ralf Fackiner, 6.03.2004 um 20:10 Uhr

Danke für die Rückmeldung, Cyrill!
Da hast Du doch ein superkompaktes und vielseitiges Fernrohr baut!
Durch den Konverter lässt es sich auch fokussieren?

Das wäre genau die richtige Lichtstärke und Brennweite für die Selbstbaunachführung - ohne Konverter.
Diese Exaktheit erreicht sie.
Es würde mich freuen, wenn wir wegen der Nachführungen in Kontakt bleiben!
Viele Grüße
von Ralf



Dieter Hirschberg, 27.08.2004 um 18:37 Uhr

Ich weiß ehrlich gar nicht, was ich sagen soll - bin absolut beeindruckt ! DAS nenne ich Fotografie und Engagement ... vor allem Deine ausführlichen Erläuterungen ! Eine absolute Bereicherung mit weitem Abstand vom Eintagsbrei. (Sorry ) ;-))

Beste Grüße

Dieter



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