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Hallo zusammen! Tut mir leid, dass ich mich nicht vorstellen kann. Ich habe nämlich noch keinen Namen, bin ja grade mal erst ein paar Tage auf dieser schönen Welt. Wollte mal ein munteres Rehlein werden. Aber heute hat der Bauer die Wiese, in der ich wohne, gemäht und mir dabei die Beine kaputt geschnitten.
Diesem Foto sieht man sofort an, dass etwas nicht stimmt. Kein wildes Tier, nicht mal ein gerade gesetztes Rehkitz, würde sich freiwillig so schutzlos auf eine frisch gemähte Wiese legen. Hab es von der Straße aus gesehen und sofort angehalten, um nach dem Rechten zu sehen. Der rechte Vorderlauf war im Fesselbereich verletzt, der rechte Hinterlauf am Unterschenkel amputiert. Habe die Jägerin angerufen, die einen Gnadenschuß empfahl. Wollte ich aber nicht, also hab ich mit dem Tierarzt telefoniert. Auch der meinte, da wäre nichts zu machen, das regelt die Natur von selbst. Jeder Fuchs würde das Blut auf große Distanz riechen können. Inzwischen war es dunkel geworden und ich beschloß, die Sache erstmal zu überschlafen. Indes fiel mir mein Großvater ein. Er war Briefträger und mußte die Post in die entlegensten Gehöfte unseres Dorfes tragen. Er hat öfter mal ein verletztes Tier mit nach Hause gebracht, das er unterwegs gefunden hatte. Ich erinnere mich an Weißstorch, Buntspecht, Mäusebussard, Blauracke und Pirol. Auch zwei Rehkitze hat er mit der Flasche großgezogen, ich glaube mit Ziegenmilch und Honig. So wollte ich es auch tun. Aber am nächsten Morgen war das Kitz nicht mehr auf der Wiese. Ich hoffe, dass seine Mutter es in das hohe Gras des nahen Sumpfes locken konnte und es dort von Fuchs, Seeadler und Krähen nicht gefunden wird.
Ich erspare Euch Fotos mit den Wunden des Kitzes. Ich zeige dieses Bild, um auf ein Problem aufmerksam zu machen. Jedes Jahr werden in Deutschland bei der Wiesenmahd etwa eine halbe Million Tierkinder getötet oder verstümmelt, neben Rehkitzen vor allem Junghasen sowie Rebhuhn- und Fasanenküken. Wenn Ihr Landwirte kennt, dann sprecht mit ihnen und bietet Eure Hilfe an. Jagd Eure Hunde am Tage vor der Mahd durch die Wiese, stellt Fähnchen, Vogelscheuchen oder alte Futtersäcke auf und macht Lärm. Die Ricke holt dann in der Nacht ihre Kitze aus der Gefahrenzone heraus. Das Versprühen chemischer "Duftzäune" ist weniger effektiv, da dies eine Einwirkzeit von 2-3 Tagen vor der Mahd erfordert, der Landwirt sich aber oft sehr kurzfristig zur Mahd entschließen muss. Es gibt auch Infrarot-Detektoren, die auf den Mähmaschinen installiert werden können, aber die Anschaffungskosten von etwa 600 Euro werden von den meisten Landwirten gescheut. Wir Naturfreunde können helfen, indem wir mit solchen Fotos viele Menschen betroffen machen und diese zur Mithilfe motivieren. Ich hoffe, dass Ihr mein Anliegen versteht.
Nikon D700, Nikkor VR 200-400mm /4G bei 400 mm, Blende 5.6, 1/400s, ISO 800, 19.06.2009
Vielen Dank an Roman Kaßelmann für den Galerie-Vorschlag. Für mich persönlich hat dieses Foto keine großen fotografischen Ansprüche. Ich wollte in diesem viel besuchten Forum auf ein Problem aufmerksam machen und Vorschläge unterbreiten, den vermeidbaren Tod unzähliger Tierkinder zu verhindern. Eure Beiträge zeigen, dass der Mehrheit diese Schicksale gleichgültig sind. Wenn meine Botschaft aber doch bei zwei oder drei Leuten ankommt, war mein Aufruf nicht umsonst.
Das ist heute das dritte traurige Bild was ich heute von meinen Buddys zu sehen bekomme.
Mir laufen nur noch die Tränen, wie schrecklich ist das denn....
Danke das Du es zeigst und dabei auf diesen Missstand hinweist...
Gruß MO
Ein trauriges Bild und die Dokumentation dazu unterstreicht es noch einmal mehr!
Leider ist es so wie es ist. Hier bei uns habe ich auch von einem Fall gehört wo beim Mähen gleich drei Kitze ums Leben kamen! Obwohl, dort sind 5 Mann, sogar auch mit Hunden die Wiesen abgegangen, die Kitze waren so gut getarnt das sie nicht gefunden wurden. Zudem sie auch keinen Eigengeruch haben können sie von Hunden auch nur schwer aufgespürt werden.
Gruß Annette
@an Annette: Du hast völlig Recht, dass die Kitze keinen Eigengeruch haben und die Hunde sie nicht wittern können. Aber darum geht es ja auch nicht. Die Hunde sollen das Muttertier beunruhigen, damit sie ihre Kitze an einen anderen Platz führt. Dein resignierendes "es ist wie es ist" kann ich nicht akzeptieren. Selbstverständlich werden niemals alle Tierkinder gerettet werden können und es wird in jedem Jahr "Ausmäh-Verluste" geben. Trotzdem möchte ich mit diesem Foto Aufmerksamkeit und Engagement entfachen, mit den erwähnten Mitteln doch das eine oder andere Kitz, Häschen oder Küken zu retten.
Liebe Grüsse, Micha
Ein Motiv das einem zum Nachdenken bringt! Finde ich gut das du das hier reingestellt hast! Hoffentlich kann es dazu beitragen das etwas passiert! VG Daniel
Mich sprechen nicht nur Deine Bilder an, sondern auch Deine Kommentare und Deine Naturverbundenheit.
In dem von mir betreuten Revier stellen wir kurz vor der Mahd (wichtig wegen des Gewöhnungseffektes) Stangen mit Ausleger auf, an denen im Wind baumelnde, weiße
Styroporplatten hängen und beunruhigen die Wiese mit
Vorstehhunden. Lieben Gruß Johannes
-((((
Sehr, sehr traurig.
Felder werde ich bei mir vor der Haustür bald weniger sehen, da die Nordumgehung gebaut wird mit 26 Brücken!!!! Diese wurde vor 40 Jahren geplant und die jetzige Partei hat es jetzt durchgesetzt. Bald werde ich Bilder sehen, von Tieren, die von den Autos angefahren wurden - was genauso schlimm ist, wie Dein Bild.
LG Kerstin
Hallo Michael,
das ist ein wirklich trauriges Thema, welches ich den Usern ersparen wollte. Trotzdem mutig von Dir, mal darauf aufmerksam zu machen. Ich hoffe, Du hast nichts dagegen, daß ich den Link mal einer Anmerkung von mir zufüge. Passt da nämlich ausgezeichnet.
Warum sollte man solche themen in der fc aussparen Monty, gerade hier ist es doch wichtig sowas anzusprechen. Ich wusste zum beispiel auch nicht, dass man die kitze garnicht findet wenn man vor der mahd die wiese abgeht, ich dachte das reicht auch.
Funktioniert die Beunruhigungs-taktik auch bei der frühen mahd ende mai wenn die kitze noch ganz klein sind?
Hallo Michael
ich bin ziemlich betrübt über diese Naturdokumentation und ich hoffe das es so ausgegangen ist wie Du dir es vorgestellt hast, leider ist in diesem Jahrhundert noch immer der Mensch der größte feind der Natur und als Naturfotograf macht mich das immer sehr traurig. Danke für das Wachrütteln damit wir uns wieder einmal mehr an die sensibiliät dieses Planeten erinnern.
Lg aus Wien Lydia
Lg Lydia
Genau diese traurige Thematik hatte ich auch schon.
Habe letztes Jahr ein Kitz gefunden, dem die Schädeldecke abgemäht wurde. Lag mit offenem Kopf da - kein schöner Anblick - und die Ricke war außer Rand und Band und versuchte sogar noch das tote Kitz zu verteidigen.Ich wette durch das Mähen kommen jedes Jahr mehr Kitze, Hasen, Rebhühner usw. ums Leben, als durch die Raubtiere, deren Abschuss ja immer damit begründet wird.
Nun, habe mir Deine Galerie durchgeschaut, dieses Bild gefunden. Ich kann das oft sehen, zumal ich die ganze Zeit auf den frisch gemähten Wiesen verbringe um Greifvögel zu fotografieren.
Ja, das Bild ist sehr traurig, da verstehe ich nicht, warum der Marco zwei Anmerkungen weiter oben "wundervoller Schuss" schreibt. Auch wenn er den Text nicht gelesen hat, dem Reh sieht man die Qual an.
Der Großteil der Landwirte (mit großer Sciherheit bis zu 90 Prozent!!) interessiert das nicht. Schließlich tun ihnen die ganzen Kühe/Schweine die sie zur Schlachtbank bringen auch nicht leid.
Die Bauern lassen die Tiere häufig liegen, wenn sie nicht weg sind am nächsten Morgen, dann tun sie diese auf den Rand.
Das mit dem durchtreiben ist keine schlechte Idee, aber der Bauer wird Dir das niemals zulassen. Schließlich trampelst Du ihm so das ganze Gras platt.
Übrigens sind es auch so viele Wiesen, dass das raustreiben unmöglich ist (versuch mal 15 ha zu durchkämmen ).
Dann ist da auch noch der Punkt, dass die Bauern sich freuen, wenn sie den bösen Fuchs zusammenmähen.
Ich habe bemerkt, dass wenn einmal in ein Kitz auf einer Wiese reingemäht wurde, sind die Wiesen in den Folgejahren leer.
In diesem Jahr gab es kein einziges Mähopfer, bei den ganzen drei Bauern, die hier alle riesige Wiesen am Wald haben. Nicht mal eine Katze. Glücklich zu hören, aber wenn ich denke, dass 2010 kommt, und wir 4 Katzen haben, die in der "Gefahrenzone" des ersten Schnittes jagen, ist mir angst und bange.
LG Aaron
Es ist richtig, solche Fotos hier zu zeigen, da sie die traurige Realität auf dem Land zeigen. Dazu erschließt sich die Dramatik sowieso nur den Menschen, welche noch Mitgefühl habe. Der Kommentar von Marco Klein (Auch hier, ein wundervoller schuss...auf sowas muss ich noch warten...Püppi macht es mir nicht leicht !!!
grins !!! HAMMER Foto !!! Lg.Marco) zeigt das dies nicht mehr alle haben.
Und da komme ich gleich zu meinem zweiten Punkt. Ich finde es sehr schlimm, dass Du erst mal eine Nacht "drüber schlafen" musstest. Die Beschreibung der Wunden weisen auf eine sehr hohe Schmerzbelastung hin. In diesem Fall ist nur die sofortige Behandlung durch einen Tierarzt, oder das Töten durch einen Jäger sinnvoll. Alles andere führt zu akzeptierten Leiden des Tieres. Und dies ist grundsätzlich abzulehnen.
Unterstützen möchte ich hingegen Deinen Aufruf, sich um die Tiere in den Feldern vor und während der Mähsaison zu kümmern. Ich selbst bin im Tierschutz tätig und habe die gleichen Erfahrungen mit der Bereitschaft der Bauern, in Bezug auf die Kontrolle der Felder vor dem Mähen gemacht. Dem größten Teil ist es egal! Soviel zur Achtung der Natur. Umso wichtiger ist es, auf diese Leute einzuwirken und immer wieder auf diese Missstände hinzuweisen. Für diejenigen welche sich hier nicht zu viel einbringen möchte noch eine Bitte: Zur Grundausstattung gehört unbedingt ein Zettel mit den aktuellen Telefonnummern von Tierärzten, Jägern und Veterinären in die Tasche. Wenn ihr solche eine Situation wie oben erlebt, handelt bitte schnell!
Nicht allein wegen des Fotos, sondern auch wegen der Geschichte die dahinter steckt. Wir alle können dazu beitragen, durch dieses Foto die unschuldigen Wildtierbabys vor Qualen zu schützen. Dieses Foto transportiert Emotionen und soll wachrütteln und könnte eine Kampagne zu diesem Thema begleiten. Dem Fotografen ist es gelungen, diese Aussage ohne grausame Bildelemente (Blut etc) rüberzubringen. Dieses Gesamtpaket macht es zu einem absolut Galeriewürdigen Foto.
Ob es dem Kitz besser gefällt von meinen Hunden zerrissen zu werden?
Ich weiß von Bauern, die sich viel Mühe geben, um so etwas zu vermeiden. Ich denke niemand möchte, daß es zu solchen Ereignissen kommt. Warum hat dieses arme Tier keinen Gnadenschuß bekommen?
Eine Nacht drüber schlafen, um dann eine Entscheidung zu treffen??? Bei den geschilderten und auch noch von Dir fotografierten (!) Verletzungen?!
Sorry, das nenn ich ein widerwärtiges Verhalten!!!
Geschichte:
Ich habe einmal höllischen Ärger bekommen, als ich ein Bock-Kitz mit inneren Verletzungen zum Veterinär gebracht habe. Technisch gesehen ist das Wilderei.
Hier sind IMMER die Jäger zuständig.
Ein Reh mit abgetrennten Hinterlauf hat meines Erachtens KEINE Überlebenschance, hier kann man nur schnell erlösen!
Ich selbst bin Jungjäger und möchte an dieser Stelle sagen, dass die bauern rücksichtslos ihre Felder mähen, es gibt jährliche Absprachen zur durchgehung der Felder bevor sie gemäht werden, jedoch sind unsere bauern zu ungeduldig und mähen los...Somit gibt es bei uns viele tote Kitze...Es ist ein Unding!
Ich finde es gut das auch hier in der Fotocommunity auf dieses Problem aufmerksam gemacht wird, denn es sterben jährlich viele Kitze nicht Waidgerecht und auf eine qualvolle Art!!!
- Nicole Philipp -, heute um 10:06 Uhr
Eine Nacht drüber schlafen, um dann eine Entscheidung zu treffen??? Bei den geschilderten und auch noch von Dir fotografierten (!) Verletzungen?!
Sorry, das nenn ich ein widerwärtiges Verhalten!!!
ich kann mich da Nicole nur anschliessen...
eine Nacht drüber schlafen... ich bin sprachlos.
Manchmal frag ich mich dermassen über das Heuchlerische dieser Menschheit.. mir wird echt schlecht bei dieser Geschichte!
@Kevin und jetzt??? weil es hier in der FC gezeigt wird
ändert sich was?? wie naiv sind die Menschen hier
eigentlich? Und was ist ein Jungjäger?
schade dass das Kitz nicht älter wurde, sodass du es abknallen kannst???
"schade dass das Kitz nicht älter wurde, sodass du es abknallen kannst???"
Richtig muss es heißen: Ansprechen und waidgerecht die Kugel antragen.
Aber prügel bitte nicht so pauschal auf die Jäger ein! Ich kenne viele, denen die Natur am Herzen liegt und es sind oft vermeintliche Tierschützer, die sich gegenüber kranken/sterbenden Wildtieren falsch verhalten, da sie mit viel Mitleid aber wenig Fachwissen gesegnet sind.
habe mich hier mal durchgelesen.... ist das bescheuert...
Alle wissen es besser, nur wer sowas erlebt steht nun mal ratlos da und entscheidet mit dem Herzen..... Tanya mein pro hast du weil du mit dem Herzen entschieden hast... ob richtig oder falsch dahingestellt.....
LG Eva
@Redfield.. naja ich würde jetzt mal behaupten das ist die Minderheit
aber das mit den vermeintlichen Tierschützern stimmt, da geb ich dir recht.
mir geht diese Heuchlerei und Oberflächlichkeit tierisch auf die Nerven hier,
sorry wenn das bisschen heftig rüberkommt.
@Eva.. auch mit dem Herzen kann man falsch entscheiden. Es wäre besser auf die Fachleute zu hören.
Ich habe immer eine Lösung gefunden, aber
sie ist halt nicht immer angenehm. Das Tier sollte
einfach nicht leiden müssen.
Bei verletzten Tieren NIEMALS den Jäger rufen! Wenn ein Mensch verunglückt ist, ruft ihr doch auch nicht den Henker! Bringt die Tiere zum Tierarzt, das Land oder die Kommune kommt per Gesetz für die Tierarztkosten auf! Das ist nur leider kaum bekannt.
Tolle Dokumentation, leider ohne Happy End. Schade dass du es nicht mehr retten konntest. Wenn die Mutter es mitgenommen hat, schön, aber überleben wird es mit der Wunde wohl kaum.
So ein UNSINN.
Unglaublich.
Als ob jeder Jäger nur durch die Gegend rennt und alles was zuckt abknallt.
Finde es erstaunlich, wie wenig Leute überhaupt eine Ahnung davon haben, wozu unsere Jäger eigentlich gut sind.....
Zum Fotografen. Ich bin schockiert...
So unmenschlich muss man erstmal sein.
Einem leidenden Tier die Erlösung zu verwehren. Ich würde Nachts kein Auge mehr zubekommen, wenn ich wüsste, da draußen liegt ein Tierbaby, dass dank mir von Füchsen zerrissen wird, oder qualvoll vor sich hin siecht, nicht mit der Herde mithalten kann, schmerzen hat und das nicht nur für einen Tag, sondern im schlimmsten Fall über mehrere Tage leidet.
@Redfield.. ich habe mich mehrmals in so Jägerforen umgesehen.
Also manchmal frag ich mich schon ob noch von Tieren
oder nur noch von "Sachen" gesprochen wird.
Vielfach geht unter, dass die Tiere auch Angst und Schrecken erleiden können.
Aber da wird wohl ewig darum gestritten werden.
Was die Regelung der Natur angeht, sag ich nix dazu.
Wir Menschen spielen viel zu oft Gott.
Das gehört allerdings nicht hierher.
Ich wäre hier dafür gewesen das gequälte Tier zu erschiessen oder zu "erlösen". Auf jedenfall.
Ich weiss es braucht Jäger .. aber der Ruf kommt nicht
von irgendwo her. Ich glaube das weisst du auch selber.
Die Katze meiner Freundin wurde von Jagthunden so
gejagt und gequält, dass sie danach vom Jäger erschlagen wurde (er hätte ein Gewehr dabei gehabt!) .Sie hat es zufällig erfahren.
DAS sind die Geschichten die mir weh tun..
ne nacht darüber geschlafen?!!
dafür würd sich das kitz bei dir bestimmt sowas von bedanken *kopfschüttel*
die wunden noch fotografiert...ich glaub da fehlen paar latten am zaun..
Nach meiner Meinung muss ein Bild nicht immer selbsterklärend sein, sondern darf auch eine geschriebene Botschaft haben. Es gibt keinen Grund, Michael Wolta für sein Verhalten zu verurteilen, im Gegenteil. Es ist immer leicht, hinterher mit Abstand und vor allem aus der Entfernung alles besser zu wissen. Michael Wolta hat das bewegende, eindrucksvolle und damit sehr wohl gelungene Foto, die furchtbare Geschichte und seine Gewissensqualen öffentlich gemacht und Alternativen benannt. Man sollte zwischen notwendiger Dokumentation und schönem Foto unterscheiden.
PRO – auch für andere Tiere (nicht nur Rehe kommen durch Mähdrescher um).
Finde ich unmöglich ne Nacht drüber zu schlafen ....Mann hätte auch die Polizei rufen können die erledigen sowas auch ,hoffe du konntest du gut schlafen ..
hab den Text jetzt erst mal durchgelesen.
Wie der Jäger sagte, Gnadenschuß.
Hättest es nicht gefunden, hätte die natur es geregelt, stimmt.
Du hast es aber gefunden und stehst somit in der Veantwortung!
Das Kitz hilflos liegen lassen? Nein.
Bei einem Mensch wäre es unterlassene Hilfeleistung und strafbar!
nachträgliches contra!
mein pro bezog sich lediglich auf das Foto welches mir ohne Hintergrundwissen gefallen hat, nun nicht mehr weil es einen faden Beigeschmack erzeugt.
@Lausmann:
Du hast Recht. Es gibt schlimmeres Übel und vielleicht auch bessere Orte, um so etwas zu diskutieren. Andererseits bin ich froh, dass sich einige Menschen auch um Tierschutz kümmern. Mir sind nur die Herangehensweisen oft schleierhaft. Ungefähr so, wie mir die "Jägersprache" schleierhaft ist - eine eigene Sprache, die bemüht ist, abgeklärtes Handeln in Worthülsen zu verpacken, die über die Tatsachen hinwegtäuschen sollen. Da wird z.B. Tieren nicht das Fell abgezogen; nein, sie werden "aus der Decke geschlagen". Ein anderes Beispiel hatten wir hier ja schon. Es könnte fast lustig sein. Solche Dinge werden m.E. allzu oft viel zu einseitig betrachtet. Tierschutz aber leider manchmal auch.
Roman Kaßelmann , 24.03.2010 um 11:06 Uhr
Nicht allein wegen des Fotos, sondern auch wegen der Geschichte die dahinter steckt. Wir alle können dazu beitragen, durch dieses Foto die unschuldigen Wildtierbabys vor Qualen zu schützen. Dieses Foto transportiert Emotionen und soll wachrütteln und könnte eine Kampagne zu diesem Thema begleiten. Dem Fotografen ist es gelungen, diese Aussage ohne grausame Bildelemente (Blut etc) rüberzubringen. Dieses Gesamtpaket macht es zu einem absolut Galeriewürdigen Foto.