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Lieber möchte ich hier etwas zur Entstehung des Bildes erzählen. Der Niederrhein ist das Hauptüberwinterungsquartier der Blässgänse, die sich vor allem an frostigen Tagen konzentriert an wenigen Stellen aufhalten. Eine solche Stelle suchte ich auf und hatte Glück, dass auf der Wiese, auf der die Gänse ästen, auch eine Viehhütte stand. Diese war zudem noch von Kopfbäumen umstanden. Hinter dieser Hütte parkte ich, um die äsenden Gänse in Ruhe zu fotografieren. Die Gänse nehmen von Autos nur relativ wenig Notiz. Sie weichen etwas zurück, fliegen aber nicht weg, so lange man vorsichtig ist. Nach einiger Zeit vergaßen die Vögel mich in dem Auto und näherten sich wieder auf rund 30-40 m. Zu meinem großen Glück kamen immer neue Gänsegruppen angeflogen, die ich schon in der Entfernung sehen konnte- die mich im Auto aber wohl nicht wahrnehmen konnten. So konnte ich die anfliegenden Gänse in Ruhe anfokussieren und ihnen mit der Kamera folgen, bis sie zum Landeanflug ansetzten. Allerdings waren die Kontraste sehr stark und nur im absolut richtigen Einfallswinkel der Sonne zu bewältigen, auf den meisten der von mir gemachten Bildern erschienen die Flügel der Gänse dennoch nur schwarz. Auch mit der Scharfeinstellung aufs Auge der Gans war mein Objektiv leicht überfordert- hier ist das Nikkor an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit angelangt und zu wirklich guten Ergebnissen kam ich erst, nachdem ich nach dem Einfokussieren auf manuelle Fokussierung umschaltete. Eine Festbrennweite wie Sönke Morsch oder Werner Oppermann sie verwenden, wäre natürlich hier das Paradies gewesen.
Rund 250 Aufnahmen habe ich gemacht (vielleicht 20 davon gut brauchbar) und erst aufgehört, nachdem mir der Kopf vom eisigen Ostwind zu weh tat und die Hände schmerzten (kann leider mit Handschuhen nicht fotografieren). Da waren aber auch schon etwa 3-4 Stunden vergangen.
Grimmig schein sie zu schauen, ohne dabei die ideale Aerodynamik zu stören...
Man spürt förmlich, wie wenig Widerstand sie der Luft bietet.
Bweundernswert anch die Fluglage, leicht angestellt, ohne die die Flügel nicht tragen könnten.
Ein Vorbild sicher auch für Flugzeugbauer...in vielerlei Hinsicht.
Ein superscharfes und wohl nicht zu verbesserndes Bild.
Gruß
Jörg
Das ist ja eine fantastiche Story...und aufnehmen mit Handschuhen...kann ich auch nicht...
Dennoch kann ich dich bewundern für deine Ausdauer...und sie hat sich gelohnt....
Ich finde das ist eine sehr gute Flugstudie und ich finde die Schärfe topp...Sehr schön das funkeln im Auge zu sehen...Glückwunsch....
lg edeltraud
Sehr spannend, die Freuden und Leiden eines leidenschaftlichen Tierfotografen anhand Deiner Schilderung mit zu erleben. Jetzt weiß jeder FCler, wie Deine phantastischen Vogelproträts entstehen: Ohne Fleiß, kein Preis.
Solche Ausdauer und Energie werde ich nicht aufbringen, muß mich daher nicht so beweglichen Motiven zuwenden (die dennoch meistens noch unscharf sind). Das Fotografieren soll bei mir noch ein Hobby bleiben.
Gratulation zu diesem Einsatz, der sich gelohnt hat!!
:-) LG, Ludger
...und jetzt kann ich als Nicht-Vogelfotograf dein Bild noch besser einschätzen!
Dabei fang ich jetzt aber an zu zweifeln, ob ich wirklich so geeignet wäre, mit der entsprechenden Kamera (die ich noch nicht habe!) erfolgreich Vögel zu fotografieren ;-)
Ich hätte wohl schon nach 1 Stunde aufgegeben...
Das Bild ist auf jeden Fall wohl nicht besser zu machen!!!
LG conny
tja, ist dir doch auch ohne Festbrennweite sehr gut gelungen;
wenn ichs mir leisten könnte, würde ich mir auch mal Festbrennweiten zulegen!!!^^
also bis dann + viele Grüße!
flo
Tolles Flugbild mit der kompakten Körperform. Ich weis nicht warum, aber es erinnert mich an die Schispringer früherer Tage noch nicht die V-Form und die Hände über den Kopf gestreckt.
Liebe Grüße
Viktor
ps. bis heute kannte ich nur BlässHÜHNER.
Ziemlich schwierig überhaupt was brauchbares zu produzieren wenn nicht alles 100%ig passt. Unter diesen Umständen sind Deine Blässgansaufnahmen ganz anders zu beurteilen. Vielleicht hast Du ja nochmal die Gelegenheit, aus geringerer Entfernung und bei besserem Licht zu starten. Ich kann Dir nur beipflichten. Unter 900mm effektiv kann man vieles überhaupt nicht umsetzten.
Ein herrlisches Blässgansfoto. Wer da unten am Niederrhein schon mal auf Gänse ( als Fotograf )angesessen ist der weiß was H.W. schildert. Wenn dann auch noch die Ausbeute so ist wie hier gesehen dann kann man zufrieden sein. Ich wünsche Dir noch viele solcher Bilder, selbst wenns manchmal kalt ist.
LG, Leo
Blos jetzt nicht den Eindruck erwecken das man mit Festbrennweiten diese Aufnahme leicht toppen könnte...mit Nichten ! Es braucht unabhängig von dem gewählten Objektiv sehr viel Ausdauer und Erfahrung,wie Du schon selbst sehr gut veranschaulicht hast. Ich glaube nicht das mir auf Anhieb oder auch nach Stunden so eine Aufnahme überhaupt gelingen würde..mit oder ohne Festbrennweite.
das muß Dir erst einer nachmachen! Eine saubere Arbei im wahrsten Sinne des Wortes - Deine "Überschallgans"
Ich beneide Dich um eine so schöne Aufnahme. - Günter