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Danke euch allen für dieses interessante Voting und das überraschend positive Ergebnis!! :o)
Gut, eventuell geht euch das Bild so langsam auf den Keks...
Ich scanne allerdings zur Zeit einige Bilder nochmal vom Negativ ein und wollte es euch daher auch noch einmal zeigen.
Es zeigt eine von unendlich vielen Szenen dieser Art, die mich extrem berührt haben und von denen ich weniger als eine Handvoll festgehalten habe aus Respekt vor den Menschen und aus schlechtem Gewissen angesichts unserer unterschiedlichen Lebensverhältnisse. Ich weiss, dass man sich darüber streiten kann ob es richtig war, die Dame zu fotografieren und das Bild hier zu zeigen. Ich habe sie nicht um Erlaubnis gefragt und kann mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern, ob ich ihr Geld gegeben habe oder nicht. Ich habe in der Zeit dort schon manchem Menschen Geld gegeben. Man weiss aber gar nicht, wo man aufhören soll und kommt sich als "reicher europäischer Samariter" auch manchmal blöd vor. Ich zumindest. Ob ich etwas gebe oder nicht.
Ich habe das Bild gemacht, WEIL die Szene mich so berührt hat und zeige sie, da ich meine, dass man so etwas nicht oft genug zeigen kann. Jeder weiss, dass auf der Welt Armut herrscht, doch sie zu sehen berührt.
Ich denke nicht, dass jemals jemand dieses Bild sehen wird und die Frau wiedererkennt, geschweige denn, dass es gegen sie verwendet werden würde. Ich weiss nicht, was sie denken würde, wenn sie wüßte, dass es hier gezeigt wird. Sicherlich wird sich keiner über sie oder ihre Situation lustig machen. Vielleicht würde sie sich denken, dass nur gucken nicht hilft. Aber vielleicht guckt ja mal wer und hilft, wo er kann. Auch wenn die Hilfe sie wohl leider nicht direkt erreichen wird.
Vielleicht hat dieses aufmerksam-machen ja auch etwas Gutes. Was meint ihr? Ich sehe es nicht als Voyeurismus. Es ist kein Portrait, sondern - meiner Meinung nach - das Bild als Ganzes eine SITUATION.
ich finde es nicht verwerflich, nicht voyeristisch ... und vertrete im übrigen deine meinung.
auch, wenn diese streitbar ist ...
ein sehr eindringliches bild!
lg holger
ich denke schon, dass Bilder wie diese nicht wenige unter uns dazu veranlasst haben, im Rahmen unserer Möglichkeiten etwas zu helfen. Hilfe ist aber in erster Linie die Aufgabe der Inder selbst, und wenn diese es nicht fertig bringen, wie sollen dann wir helfen. Es gibt Millionen von Dingen, die der Staat tun könnte und nicht tut (wie bei uns), weil es so ja viel bequemer ist. Ein schlechtes Gewissen ist deshalb fehl am Platze.
Ob es Voyeurismus ist? sicher gibt es viele hier, die das meinen, weil ihnen die Hand zittert vor Angst, wenn sie das Objektiv auf einen Menschen richten.
zum Bild: ist viel besser, als der schlechte Papier-Scan. aber die Frafu könnte man noch etwas nachschärfen
es geht nicht darum, ob man randgruppen der gesellschaft ablichtet, es geht um das wie. im falle deines fotos sehe ich eine wache, aufmerksame person. ob sie dich beim fotografieren gesehen hat, oder ob du mit ihr gesprochen hast, kann ich nicht beurteilen, kann es mir aber vorstellen, obwohl es aus einer "sicheren" entfernung gemacht ist.es ist eine situation, ihr umfeld und die straße mit einbezogen. das gefällt mir.
bei dem verlinkten bild vom maik, sehe ich eine schlaffende person, abgeschossen! ohne bezug zwischen dem fotografierten und dem fotografierendem. pseudo-street. sorry.
Situationen wie diese sieht man leider überall auf der Welt und ich finde es sogar wichtig, dass man sie fotografiert, um sie den Menschen hierzulande mal vor Augen zu führen. Aber wie das Bild von Maik zeigt, muss man sich inzwischen nicht einmal mehr in den Flieger setzen um Szene wie diese zu beobachten.
Zum Foto:
Sehr gut gemacht, zieht mich runter, ist aber gut so.
Ich finde solche Fotos darf und muß man auch veröffentlichen.
Es heißt Bilder wären eine mächtige Waffe, manchmal konnten sie Kriege verkürzen weil sie schonungslos und ungefiltert zeigten was wirklich passiert.
Heutzutage sehen viele weg, die Bilderflut in den Medien hat uns abgestumpft, fast jeden Tag sieht man Bombenopfer, ist nichts besonderes mehr.
Gegen Armut ist wohl noch kein Kraut gewachsen, jedoch können solche Fotos jeden einzelnen daran erinnern das wir verdammtes Glück haben hier zu leben. Vielleicht sollte ich an daran denken wenn ich loshetze um Weihnachtsgeschenke zu besorgen, vielleicht sollte ich mir dieses Jahr kein zusätzliches Objektiv kaufen, ich habe eigentlich genug, vielleicht sollte ich einen kleinen Teil davon Unicef spenden....
Sicher, das löst keine Probleme aber für manche ist ein eine warme Mahlzeit am Tag schon ein Reichtum.
Muahh, das hört sich jetzt bestimmt so "Moralapostelmäßig" an, egal, das ging mir so durch den Kopf als ich das Foto sah.
Viele Grüße
Stefan
das einzige, was mich daran stört, ist der Tele. Ich weiß, das ist nicht dein Fall, weil cih dich etwas kenne und auch den Text gelesen habe; aber es kommt so vor, als wenn du aus dem sicheren Hinterhalt die Frau heimlich abgeschossen hättest. Offen und direkt und nah: dann sind die Bilder nciht nur besser, man kommt als Fotograf auch nicht in die Rolle des hinterhaltigen Jägers. Solche Fotografen sind verhasst, nicht ohne Grund.
Lieber J.S.K.B.... tja, mag sein, aber hier täuscht ja keiner Betroffenheit vor. Also ist ja alles gut.
Außerdem solltest du dir vielleicht den Rest der "Arbeit"-Reihe ansehen...
Ich finde das Foto technisch tadellos, die Schärfeebene gut gesetzt und Ausschnitt und Kontrast stimmen.
Viel wichtiger ist mir, dass möglichst viele Menschan dieses Bild zu gesicht bekommen und vielleicht eine Sekunde drüber nachdenken.
Das wird zwar auch im Voting nur auf diejenigen Zutreffen, die sich nicht der Geschwindigkeit von 60 Votes pro Minuten durch die Bilder hangeln, aber ein Versuch ist es mir wert.
Meine Meinung zu diesem Thema: Hier muß man näher ran, ein Augenkontakt mit der Betroffenen, ein Deut auf die Kamera und ein Hochheben genügt, nur dass Sie sieht, Sie wird fotografiert und somit eine Chance hat das evtl. mit einer Handbewegung abzuwehren. Wobei ich weniger die rechtliche Situation meine, sondern die humane. Man könnte auch evtl. helfen, indem man mit ihr spricht und vielleicht gar kein Foto macht. Dann hätte man gleich direkt geholfen, bringt wahrscheinlich mehr, als wenn man versucht mit diesem Foto zu helfen. Das wird schwierig.
Ich könnte auch noch was zur Technik sagen, aber ich lass das mal.
Ich könnte Romane schreiben, aber kurz: Ich glaube nicht, dass dies der richtige Ansatz ist.
Ja, Pr O, ich weiss, was du meinst! Gesehen hat sie mich allerdings schon. Reden scheitert leider häufig an der Sprachbarriere...
Ja, technisch hat es auch Mängel.
für meine begriffe ist das kein "street". mit nem tele aus der distanz menschen vom rande der gesellschaft vorzuführen finde ich unpassend. egal welche guten absichten dahinter stehen mögen; man kann das deutlich besser fotografieren. im zweifel aber gar nicht.
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Wie soll mich ein Foto emotional ansprechen, wenn die Frau mit dem Fernrohr abgeschossen und damit aus jedem Zusammenhang herausgerissen wird? Da hilft dann auch ein noch so gut gemeinter Text nicht.
jein, ich bin bin mir da selber nicht ganz schlüssig und verstehe, was ihr meint. Allerdings - wieso "abschießen"? Öffentlicher kann sie gar nicht sitzen. Sie verkriecht sich in keiner Ecke um nicht gesehen zu werden. Ich verdiene nicht an ihr. Und ist hier irgendwer, der sich wegen diesem Bild vor lauter Sensationsgeilheit die Nase am Bildschirm plattdrückt und dabei auch noch schlecht von ihr denkt? Ich denke nicht. Also lieber die Augen zu machen und so tun, als bestände Delhi nur aus farbenprächtigen Gewändern und grandiosen Bauten? Klar, kann man Armut auch anders fotografieren. Näher. Dabei geht aber die Anonymität flöten. Klein und verloren sitzen die Menschen dort in der Masse. Sie gehen völlig unter. Sie sind Nebensache. "Nähere" Bilder haben eine ganz andere Wirkung. Ich finde beide wichtig.
Und bezüglich des Zusammenhangs muss ich widersprechen: HIER wird der Zusammenhang deutlich - ihr Umfeld und das Drumherum. Bei einem Portrait weniger (natürlich gibt es Ausnahmen).
Außerdem: Wie würdet ihr es denn angehen, mit dieser Dame zu kommunizieren?
Danke für die interessante Diskussion - war mir schon klar, dass die entstehen würde.
Enid, ich denke mit "abschiessen" ist diese Entfernung gemeint, die du auf dem Foto zu der Frau hast. Es wirkt einfach auf mich so, als ob du ziemlich weit weg gestanden wärst und dann mit einem"Fernrohr" das Bild gemacht hättest. Der "fühlbare" Kontakt zu der Frau fehlt, mir zumindest.Der Vergleich mit dem Bild von dem Jungen hilft mir hier nicht, das ist etwas ganz anderes. Ich verstehe auch den Zusammenhang nicht:Zitat:"Also lieber die Augen zu machen und so tun, als bestände Delhi nur aus farbenprächtigen Gewändern und grandiosen Bauten?".Das ist etwas ganz anderes..........und natürlich ist das Umfeld wichtig!
denn es ist ein gutes Bild, mit einer Aussagekraft.........
und es zeigt das es auf dieser Welt noch wichtigeres gibt, als das ganze gelabere von manchen......
allein schon die Anmerkungen bei manchen votings, nicht scharf genug, zu dies... , zu das....,
und wenn man man die Bilder dieser Leute dann anschaut, haben die meisten (mit Ausnahmen) meist keine so guten Bilder......
ein Bild sollte dem Betrachter gefallen,kann technisch perfekt sein, muß es aber nicht, kann auch Kunst sein, oder gar beides, in den Bann ziehen, zur Disskusion anregen..(was dieses Bild ja scheinbar auch macht)
Hi Baerbel, mit dem Vergleich zu dem anderen Bild wollte ich eben das zeigen - dass es etwas ganz anderes ist. Hier sieht man das Umfeld nicht - bei dem Bild von der Frau schon. Mit der Frage meinte ich, ob man lieber die Armut gar nicht fotografieren sollte wenn schon nicht auf die eine, "nahe" Art und Weise.
Wegen dem "Fernrohr-Effekt" - da stimme ich dir zu. Ich hätte lieber näher ran gehen sollen und dann ein anderes Objektiv nehmen. Ich wollte sie nicht so offensichtlich für alle Leute fotografieren. Es weiß ja nicht jeder, was ich mir dabei denke. Dass es nicht bloße Neugier und "Lust am Exotischen" oder dergleichen ist, weswegen sicher viele Touristen die Armen fotografieren. Sie selber hat mich glaube ich gesehen, wie schon gesagt. Obwohl ich das eigentlich nicht unbedingt notwendig finde aus den in der obigen Anmerkung genannten Gründen
Es gibt eine Geschichte, an die mich die fc manchmal erinnert. Die passt jetzt nicht unbedingt nur zu dieser Diskussion, denn gerade hier hat eigentlich jeder irgendwie recht. Doch oft sieht es auch so aus - falls grad mal jemand Zeit dafür hat... :o)
Moral Moral höhöh...
In der glühenden Mittagshitze zogen ein Vater, sein kleiner Sohn und ein Esel durch die staubigen Gassen einer Stadt. Der Vater saß auf dem Esel, während der Junge daneben herging. Da sagte ein Vorübergehender: "Der arme Junge. Seine kurzen Beine können mit dem Tempo des Esels kaum mithalten. Wie kann ein Vater so faul auf dem Esel sitzen, während das kleine Kind vom Laufen ganz müde wird." Der Vater beherzigte diese Worte und setzte den Jungen auf den Esel. Bald darauf kam ein anderer Mann vorbei und rief: "So eine Unverschämtheit. Der kleine Bengel sitzt wie ein Sultan auf dem Esel, während sein armer, alter Vater nebenherläuft." Dies schmerzte den Jungen, der daraufhin den Vater bat, sich hinter ihn auf den Esel zu setzen. Bald darauf rief eine vorbeigehende Frau entrüstet aus: "Hat man so etwas schon gesehen? So eine Tierquälerei! Der Rücken des armen Esels hängt völlig durch, und der alte und der junge Nichtsnutz ruhen sich auf ihm aus, als wäre die arme Kreatur ein Diwan!" Daraufhin stiegen Vater und Sohn wortlos vom Esel herunter. Einige Schritte weiter machte sich ein Fremder über sie lustig: "So dumm möchte ich nicht sein. Wozu führt ihr denn den Esel spazieren, wenn er nichts leistet, euch keinen Nutzen bringt und nicht einmal einen von euch trägt?" Jetzt erst zog der Vater die richtige Schlussfolgerung und sagte zu seinem Sohn: "Gleichgültig, was wir machen, es findet sich immer jemand, der damit nicht einverstanden ist. Ich glaube, wir müssen selbst wissen, was wir für richtig halten."
Ich möchte dann als "Vorschlager" was zum Ausschnitt sagen.
Ich finde, die Art und Weise, wie hier die Person in Szene gesetzt wird, sehr treffend. Die Person ist in ihrer Welt genauso alleingelassen wie sie hier im Bild dargestellt wird. Auf dem größten Teil des Bildes ist neben der Person nur dreckige Strasse zu sehen, erst im oberen fünftel spielt sich das Leben ab.
Klar würde durch eine Aufnahme aus einem anderen Winkel oder Abstand eine andere Wirkung erzielen, aber ich finde den gewählten (oder zufälligen ;-) Ausschnitt gut.
Für mich solche Bild haben immer ein Bildzeitung Charaktere, muss man das zeigen?, ist das nicht bekannte das so was gibt, wer kenn das nicht, diejenigen die so was nicht kenne werden auch von solche Bild sich nicht ändern, die meiste Leute die da Vorbei kommen haben noch nicht mal ein Blick Übrig für die Bettler, denn er könnte zurück Gucken und dann.....
Mit das sehen wollen ist so eine Sachen, wenn am Fernsehen Bilder gezeigt werden, dann wollen viele Gucken, um so schlimm und Blutig um so besser, TV oder ein Papier Bild bringen abstand Zwischen Betrachter und Geschehen und Stört nicht so wie die Realität, in die Realität ist man Direkt Konfrontiert mit das geschehen und wenn es unangenehm ist, dann sehen die Mensch weg, auf Viele Gründ, der Erste Grund denke ich, ist ein Selbstschutzfunktion, den was ich nicht sieht muss ich auch nicht Verarbeiten.
Mit offene Augen durch die Welt zu gehen ist aber für mich Wichtig, den wenn ich etwas Verstehen will, kann ich (zu erste) keine Abstand von die Sachen nehmen.
Da Worte Zu erste im Klamme, den um die Situation Richtig zu analysieren und Verstehen muss ich wieder Abstand dazu nehmen.
Noch mal kurz meine Gedanke zu Abbilden von Mensch in (erniedrigende) Situation.
Es wird oft hier Geschrieben , ich habe dem Gefragt und er war Einverstand das ich dem Fotografiert und dieses Bild Veröffentliche.
Wenn es so einfach wäre und damit alles geregelt ist, nur weile ich gefragt habe, dann könnte man auch ein Kind Fragen ob er Einverstand ist das er nackt Fotografieren wird und dieses Bild Veröffentlich.
Damit will ich nicht sagen, das diese Leute die auf die Strasse Leben, die Konsequenz eine Bild nicht einschätzen können, ich denke ehe das für viele einfach egal ist, egal weile das für die zu Normalität geworden ist und deswegen, auf die Fragen , Kann ich eine Bild von Ihm machen?, sehr oft die antwort kommen wird , ist mir doch egal, oder Ähnlich kommen wird.
Es liegt also an uns , die Fotografen immer zu entscheide , ja dabei habe ich eine Gut gewissen diese Bild kann ich Veröffentlich, oder besser nicht.
Es bedeute aber nicht das man so was nie Fotografieren kann und Zeigen, ich denke im Rahmen eine Reportage oder Studien mit die nötigen Erklärung dazu, ist das ein andere sachen.....
Danke für deinen Beitrag, Christian. Ich finde ihn sehr interessant und er entspricht weitgehend auch meinen Gedanken. Bezüglich der "Erklärungen" - ich habe zu der ersten Version des Bildes schon mal Näheres geschrieben. Natürlich ist das nicht mit einer Studie vergleichbar.
In Delhi finden sich besonders viele Bettler AUF der Straße. Viele sind verstümmelt. Sehr viele Kinder werden von ihren Eltern verstümmelt, damit sie größeres Mitleid erregen. Ich habe einen Mann gesehen, dessen Beine an den Knien in die entgegengesetzte Richtung wuchsen. Viele haben nur Beinstummel. Wenn der Verkehr wie so oft nur zäh fließt, rutschen sie blitzschnell an die Autofenster heran und klopfen gegen die Scheibe. Daher machen die Einheimischen meist die Fenster hoch und schließen die Türen ab.
wenn mich nicht alles täuscht, blickt sie genau in die Kamera. für mich ist es ein starkes Bild, weil es eine starke Wirkung hat. und die hat es, weil es wirkungsvoll gestaltet ist. man muss nicht immer absolut feststehende Kriterien anlegen, die sagen, wie man einen Menschen fotografieren darf und wie nicht.
gute Bilder können auch dann entstehen, wenn man dagegen 'verstößt'. ein Dilemma, immer.
contra, es wurde eigentlich schon alles gesagt. Aus der Entfernung abgeschossen. Ohne jegliche Kommunikation. Für mich ist sowas Photographie, die Betroffenheit erzwingen will, die der Photograph selbst vermieden hat. Es haftet ihnen dadurch etwas Billiges, Sensationslüsterndes an.
Wie schon gesagt - sie steht für eine von Vielen. Keiner beachtet sie. Ein Nähe erzeugendes Bild hätte einen ganz anderen Effekt gehabt.
Hätte ich sie sensationsgeil abschießen wollen, hätte ich mir den gesamten oberen Teil des Bildes sparen können. Und sie vor allem VIEL näher ran holen können! Damit man auch alles GANZ genau erkenen kann! Ich glaube, viele hier fühlen sich von dem Bild peinlich berührt. Find ich gut!
Hallo Enid,
du stellst dir oben die Frage, ob es richtig war sie zu fotografieren. Ich denke, es war nicht richtig. Erst recht nicht, sie hier auszustellen. Daher contra.
Grüsse, Pierre
Wir sollten zunächst versuchen, das Dargestellte, besonders in "Street und Situation" zu untersuchen und zu hinterfragen.
Wir sind in Distanz. In Distanz zu Indien, zu der Frau und in Distanz zu den Bräuchen, die dennoch oft von den eingeführten Gesetzen abweichend gelebt werden.
Die Frau sitzt nicht am Straßenrand, sie sitzt vielmehr darauf oder darin. Nach meinem Exkurs über die Kasten stelle ich mir die Frage, ob die Diskussion über "Distanz und Nähe" zu der Frau in der Fotografie sich nicht von selbst erledigt.
Ist diese Frau dort, wo sie ist nicht schon distanziert - distanziert sie sich selbst, zeigt sie durch den gewählten Platz ihr so sein müssen, sollen oder wollen?
Darf sie überhaupt auf dem Gehweg sitzen?
Ist sie von der Gesellschaft distanziert, distanziert sich die Gesellschaft vobn ihr, distanzieren wir uns von ihr oder sind wir durch das Foto aus der mittleren Entfernung in Distanz gehalten?
Für mich ist der gewählte Ausschnitt, mit Autos, mit Fußgängern und Zweiradfahrern in der herabschauenden Perspektive genau richtig, oder "gut so". So ist die Situation der Straßenszene eingefangen. Die Focussion auf die Frau macht sie wichtig, läßt sie nicht an der Seite, am (im) Rand sitzen. Der Verkehr wird belangloses Beiwerk und nicht umgekehrt.
Das subtil mahnende, mitleidsuchende Moment, durch das sich so viele angesprochen fühlen, aber wissen, daß sie an der Situation so vieler armer und behinderter Menschen kaum etwas ausrichten können, zeigt mir, daß in unserer Zeit eine unbestimmte Ordnung der Verteilung vorherrscht. An dieses Moment werden wir erinnert. Es wird durch die Scharfstellung auf die Frau offenbar und sie selbst Täger dieses Missverhältnisses. Gleichzeitig jedoch bleibt sie, wie oben beschrieben genau in dieser Distanz, in ihrem Umfeld. Es ist Ihr Umfeld, Ihre Straße und ihr Platz.
Wäre nur sie gezeigt, wär es ein Porträt, welches versuchen könnte ihr inneres Sosein, ihre Würde, ihr oder unsere Scham) zu zeigen. Was ein kleinerer Ausschnitt ncht vermag, ist die Distanz zu zeigen, die wir zu ihr und zu ihrem Umfeld haben.
Die selben Leute, die hier Nähe fordern, verlangen ständig unter anderen Bildern die Darstellung des Menschen in seiner Umgebung. Das wurde erreicht.
Nachtweys Ansicht zur Nähe, möglichst mit Weitwinkel, wird verinnerlicht, für alles angewendet und für jeden als Maß der Dinge gefordert. Was für ihn richtig und wichtig ist, muss nicht für alle gelten. Das ist nicht minder fragwürdig als das blinde undifferenzierte Wiederholen von Feinigers Zitat als Entschuldigung für technisch miese Bilder.
Die wenigsten Schreiber konnten wohl wirkliche Nähe zu Menschen in dieser Lage erfahren und wahrscheinlich noch weniger begreifen. Wir sind entfernt – sicher sehr weit entfernt. Somit muss eine entfernte Darstellung nicht zwangsläufig falsch sein.
Es ist immer schön zu sehen, wie (zum Teil sehr) unvollkommene Fotografen sich über die Spielregeln der Vollkommenheit echauffieren und das in absoluter und kompromissloser Form. Als ob es in der Fotografie EIN GESETZ und EINEN WEG gäbe.
Ich mag dazu nur sagen: Um Himmels Willen, wie arm wäre dieses Medium, wenn es diesen Absolutisten, die alles besser wissen, jüngerhaft folgen würde.
So, mehr dazu nicht. Meine Zeit ist mir für diesen Schwachsinn zu schade.
Ah ja, jetzt liegt die Autorin auf dem Scheiterhaufen.
Ihr Bild ist irrelevant geworden.
Angesichts der lodernden Flammen gibt es dann wohlverdienten Wohlstandsorgasmus: "Wieder sonne Hexe niedergemacht!"
Es lebe die Einigkeit gegen die Wahrheit.
christian, deine art hier zu diskutieren erstickt ja jeden argumentativen austausch. du kannst nicht pauschal jeden, der dagegen ist als dogmatiker hinstellen.
da ich selbst (noch) nicht in der lage bin ein reportageartiges foto eines solch schwierigen motives zu machen, hätte ich es einfach gelassen. "arbeit VI" geht noch mehr in diese sensationslüsterne richtung.
gerade wenn man personen vom rande der gesellschaft in ihrem elend dokumentiert, haben die es verdient, dass man das offen tut; sie haben sonst wirklich keine chance "nein" zu sagen. wenn es sich um ganz normale menschen auf öffentlichen plätzen handelt, wäre so ein foto von ganz anderer qualität...
ich geb dir pro
weil es dir überlassen ist wie nah du ran gehst
elend bleibt elend, auch nah dran fotografiert
wundere mich aber, warum diese dikussionen nicht vorher im channel statffinden
lg
Ich mit meiner subjektiven Meinung halte GERADE dieses Bild für besonders rücksichtsvoll gestaltet - er steht für alle Menschen in seiner Situation. Was ist denn daran sensationslüsternd? So ein ruhiges Bild! Entschuldige bitte, aber was sollte er denn gegen dieses Bild haben auf dem ihn kein Mensch erkennen kann??
Das ist ein Bild einer Situation!
Die Ansicht von hinten gehört dazu. Ich habe ihn doch nicht von hinten fotografiert, damit er nicht merkt, dass er fotografiert wird!
Ich habe das Gefühl, du hast dieses Bild nicht eine Sekunde auf dich wirken gelassen und nur gesehen "Bettler von hinten". Es geht doch hier um die gebeugte Haltung, die Geste des Hut-hin-haltens, den leeren Platz vor ihm, keiner, der ihm etwas gibt.
@Guido Lighthunter.de:
Guido, ich habe immer Probleme mit dogmatisch veranlagten Kommentatoren, und es ist nun einmal ein Dogma einer kleinen gruppe von Fotografen hier, die glauben, nur ein Bild, bei dem der Fotograf mit dem WW vor dem "Opfer" stand und "drauf hielt" sei ein authentisches oder ehrliches, oder - weiß Gott was - Begriffe wie Würde, Mitspracherecht und vieles andere werden hier ins Spiel gebracht. Eine fotografische Philosophie, Lehre, oder wie man es auch immer nennen mag, die für sich allein steht und ja auch für den jeweiligen Fotografen akzeptabel sein mag. Aber daraus den öffentlichen Schluss zu ziehen, alles andere sei "Scheiße" (um deutlich zu formulieren, was diese Leute hier mit vielen Worten ausdrücken) erstickt jede Diskussion. Ich habe in über 40 Jahren Fotografie Tausende Menschen fotografiert, teils frontal, teils mit Tele. Ich habe mit sehr vielen von ihnen unmittelbar Kontakt gehabt und habe immer darauf geachtet, Ihre Würde nicht anzutasten (Kannst Dir ja mal meine Bilder ansehen). Es ärgert mich einfach, wenn diese Leute dann über andere FC-Mitglieder "herfallen" und deren Bilder nach ausschließlich ihren Kriterien zerreißen.
Das war mein Motiv für meinen Kommentar (wir können gern an anderer Stelle weiter diskutieren)
@ Christian:Zitat von dir:" Es ist immer schön zu sehen, wie (zum Teil sehr) unvollkommene Fotografen sich über die Spielregeln der Vollkommenheit echauffieren und das in absoluter und kompromissloser Form".......sorry, ich finde das richtig daneben.
naja enid, die argumente derer, die so eine art von "abbilden" nicht gut finden, sind ja nicht gerade auf wackeligem fundament... ich finde die argumentation zum teil sehr gut nachvollziehbar.
dein bild "arbeit VI" wirkt auf mich so, als hättest du nicht den mut gehabt, dem menschen direkt gegenüberzutreten. das ist ja auch nicht schlimm, jedoch kannst du auch akzeptieren, dass für die meisten betrachter ein solches bild als "hinterhältig" rüberkommt.
das mit den "unvollkommenen fotografen" finde ich auch etwas daneben. ich bin sicher auch einer von denen, jedoch kann ich ein gutes bild von einem schlechten sehr wohl unterscheiden. ich bin auch für neues offen und beziehe meine seh-erfahrung nicht nur aus der fc (wäre ja auch schlimm...). sicher gibt es auch immer grenzfälle, ob gut oder nicht.
Pro! Ich find es sehr gut, daß der Mann so "klein" dargestellt wird. Da kommt das "verlorene" besser zum Ausdruck. Ich mag den Verlauf der Schatten und die Autos im Hintergrund im Gegesatz zur Armut vorne.
Zudem, was nichts mit dem Bild zu tun hat, mag die die Absicht dahinter, es zu diesem Zeitpunkt in die fc zu stellen!
Das Reden, Verzeihung, Schreiben über Bilder fällt den meisten schwer.
Das Sprechen, Schreiben über die eigenen Gefühle oder Emotionen noch viel mehr.
Diese Hin- und Herschreibungen beziehen sich, IMHO nur tangential auf das Bild, das Ergebnis selbst.
Wie im richtigen Leben: wenn das "Protokoll" nicht eingehalten wird, dann ist das Ergebnis falsch. Egal wie "Recht" jemand hat, wenn nicht den allgemeinen Gepflogenheiten nach vorgetragen, kehrt sich "Recht" in "Unrecht". Die Diskussion wird auf "Art und Weisen" verlagert, steigert sich in Belegen des "der war schon immer Scheiße-Pics" ... Karma
Karma, denn Arbeit IV wird wichtiger als das zu besprechende Bild.
Enid soll sich also erstmal bewähren? Erst mal ein paar Hundert Bilder machen mit der "richtigen" Motivation ...
Ich denke, der Radfahrer oben rechts, wie er dort "noch" im Bild steht wäre zu diskutieren.
Das seitlich einfallende Licht, welches durch seine Schattenstreifen wie ein Gitter wirkt.
Die große freie Fläche der Straße um die Frau herum.
Die kompositionsunterstützende Linienführung der Bordsteinkante.
Die Präsentation durch sensible Arbeitsflächenvergrößerung, die eine Trennung zum FC-Grau liefert.
Die durch den Schärfeverlauf anonymisierten Nummernschilder.
Die Gegenläufigkeit von Fahrtrichtungen, Blickrichtung der Fotografin, der Dargestellten und der Kompositionslinien ...
"Es ist kein Portrait, sondern - meiner Meinung nach - das Bild als Ganzes eine SITUATION." steht da drunter und ich meine es ist mehr: Bestandsaufnahme.
@ Enid: meinst du das auf diese Bild bezogen oder allgemein? Ich lese hier unter diesem Bild in erster Linie Meinungen, ganz verschiedene, und Ansichten.
Deshlab finde ich auch solche Aussagen wie diese von Christian nicht okay. Meine Meinung.
Hi Bärbel, sowohl als auch. Ich finde es interessant und wichtig, andere Ansichten und Meinungen zu hören. Aber ich mag es nicht, wenn darin "ich mache es richtig und du machst es falsch" mitschwingt.
Wenn man hier alles liest, was geschrieben wurde, kann man doch eigentlich jede Meinung irgendwie nachvollziehen. Finde ich zumindest.
Ich bin schon dafür, dass man solche Bilder zeigt, denn sie sollen betroffen machen und zeigen welche miserablen Zustände es auf dieser Erde gibt und aufrütteln etwas dagegen zu unternehmen. Aber Dein Bild allein reicht dazu nicht aus, die Mehrzahl der Politiker in die Hölle zu schicken. Diejenigen, die solche Bilder nicht sehen wollen, möchten meiner Meinung nach die Augen verschließen und kommen auch noch mit rechtlichen Dingen, als ob es für diese Menschen überhaupt eine Spur von Recht und Menschlichkeit gibt. Deshalb bin ich auch gegen die o.a. Meinungen. Aber ich weiß natürlich, dass ich da zur Minderheit gehöre. Jedenfalls pro, auch wenn es technisch nicht perfekt ist (ich denke da an Feininger).
@ Mary; An enids Stelle würde ich aufgrund dieser Aussage ein Upload mit dem Ausschnitt nur vom Gesicht wagen, um zu zeigen wie präsent sie in die Kamera guckt.
Ich finde hier spricht viel Emotion mit.
Und das nicht Perfekte Digitalbild mit rasierklingenscharfer Schärfe sondern den Moment so festgehalten wie er ist - ungeschönt- macht das Bild für mich besonders intressant.
Die Gedanken sind Frei!
Das Bild zeigt die Frau, wie jeder sie antreffen könnte: Mitten auf der Strasse, aber klein, verloren und alleine.
Dass hier viele die Distanz kritisieren, erschreckt mich fast ein wenig. Die Distanz hat doch ihre Berechtigung: Wer von uns kann behaupten, jemals in so einer Situation gewesen zu sein und zu wissen, wie es dieser Frau geht? Wer von uns kann behaupten, die Distanz, die unweigerlich zwischen ihrer und unserer Welt ist, überbrücken zu können?
Einige haben auch geschrieben, dass die Frau anscheinend nicht weiss, dass sie fotografiert wird. Diese bitte ich, einfach mal die Kommentare des Fotografen durchzulesen - dann wird ihnen klar, dass dem nicht so ist und dass dieser Aspekt bedacht wurde.
@ Enid: Du schreibst: "Moses, ich finds eigentlich gut, dass sie eben nicht so genau erkennbar ist."
Das gild für die FC Oberflähe sicherlich. Würden wir einen großen Gesamtabzug betrachten können, wäre sie präsenter. Das ergibt sich dann so.
Für das Gesamtbild hast Du recht, es ist besser so. Ich reagierte mit der Aussage auf einen Kommentar von Mary, nicht auf Dein Bild.
@ Modell Ellen:
Zitat:Dass hier viele die Distanz kritisieren, erschreckt mich fast ein wenig. Die Distanz hat doch ihre Berechtigung: Wer von uns kann behaupten, jemals in so einer Situation gewesen zu sein und zu wissen, wie es dieser Frau geht? Wer von uns kann behaupten, die Distanz, die unweigerlich zwischen ihrer und unserer Welt ist, überbrücken zu können?
Darum geht es nicht, es geht um das "abschiessen" aus der Distanz bzw. darum, dass es von einigen, incl. mir, bei diesem Foto so empfunden wird.
Den Rest wovon du schreibst, sehe ich hier nirgends geschrieben, ich persönlich habe mich dazu auch nicht geäussert.
Bärbel, mit "abschießen" verbinde ich Schaden zufügen. Ich sehe nicht, wo ihr hier Schaden zugefügt wird. Wie bereits erwähnt, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass sie hier "wiedererkannt" wird. Und ich finde nicht, dass ihre Würde mehr verletzt wird, als sie es sowieso schon ist, dadurch, dass einigen hundert vernünftigen Menschen durch dieses Bild vielleicht noch einmal ins Gedächtnis gerufen wird, dass es ihnen viel besser geht als den meisten Menschen auf dieser Erde. Wahrscheinlich haben sie im Laufe der Zeit schon eine Millionen Menschen gesehen - aber sich nicht annähernd so kritisch mit ihrer Situation auseinander gesetzt, wie wir es hier tun. Ich glaube nicht, dass hier einer ist, der Schlechtes über sie denkt. Über mich vielleicht, aber nicht über sie ;o)
alle Provoter und auch die Autorin sollten etwas sensibler mit den Persönlichkeitsrechten auch der armen Menschen in Indien umgehen. Auch diese Menschen haben eine Recht am eigenen Bild, das man(n) und frau sich erbitten muß und nicht stehlen. Mit langer Brennweite heißt abschießen, heißt sich das Bild stehlen oder haben diese Menschen weniger Rechte? außerdem bewegt man sich dort als Gast, nicht nach Gutsherrenart.
Enid, mit "abschiessen" ist gemeint, dass man mit einem Tele von grosser Entfernung ein Foto macht.....aber das hatten wir schon.
Ich beschäftige mit durchaus auch mit Armut, aber ich denke ich habe hier jetzt einfach genung gesagt bzw. geschrieben........meine Meinung ist einfach so.
ich hab weit vor der mitte aufgehört zu lesen, denn es dreht sich im kreis. enid sagt, alle haben irgendwie recht, und wisst ihr was?
mir gefällt das bild einfach, egal warum (ist mir zu anstrengend, das hier zu diskutieren)
deshalb: pro
@ J.S.K.B.: Du diskutierst den Prozess des Entstehens. Der jedoch ist für das Bild unerheblich. Du sagst unterschwellig alle Provoter gingen unsensibel mit Persönlichkeitsrechten Dritter um. Das ist unfair.
Bildrechte? Eine Erfindung der westlichen Welt, die letztlich den Profit als Ziel hat. Nix weiter.
Du stellst Enid an den Pranger, weil sie nicht generell fragt und versuchst dadurch ein gutes Bild aufgrund der offenbarten Entstehungsgeschichte, aus der sie keinen Hehl macht, schlechtzureden ... jedoch sind das verschiedene Diskussionen.
Abschießen-lange Brennweite: Dieses Bild ist nun mal so gemacht. Es ist da, so wie es ist. Es ist das zu diskutieren, was es zeigt und wie die Elemente zusammenspielen. Was darüber hinaus geht, ist Interpretation. Du empfindest, daß dieses Bild gestohlen ist und verurteilst dadurch Enid.
Wenn sie nun gelogen hätte und darunter gestanden wär: Mutter (55) von 7 Kindern, von 2 Vätern. Ein Kind hat überlebt, arbeitet als Schuputzer. Ein Mann überfahren, der zweite verstümmelt. Sie wollte nicht aus der Nähe fotografiert werden ...
Dann hätteste auch nur das Bild zu diskutieren. Die Umstände und auch die Bewertung des sozialen Umfeldes liegen im Auge des Betrachters ... so, wie bei Vater und Sohn mit ihrem Esel, so wie der Gutsherr Gast sein darf und auch noch wie die Streetfotografie mit 28er aus der Hüfte ...
Hoffe, ich habe Dir genug Aufmerksamkeit gewidmed ...
Contra.
Ist zwar ein tolles Bild (vom Bild her), aber über solche wurde genug diskutiert (Beispiel brachte stefan rohner vor 1-2 Tagen).
Ich verliere da kein weiteres wort mehr drüber.
Von mir ein sehr verspätestes PRO, denn ich kann Deine Absichten verstehen und denke nicht dass Du sensationslüstern durch die Welten läufst........., wie zum Bsp. die Pressefuzzis ?!
Die man nicht immer verstehen kann, obwohl sie sich damit ja ihr Brot auch verdienen müssen !
Wenn ich die Abstimmung mit bekommen hätte, hätte ich pro gestimmt.
Zur Frage ob es rechtens ist solche Bilder zu machen.
So als Europäer finde ich es o.k. es macht auf Missverhältnisse in der Welt aufmerksam.
Meine Frau als Afrikanerin, würde dir deutlich was ganz anderes erzählen.
So sind die Meinungen verschieden.
berührt mich sehr . . . das bild lässt mich nicht los . . . gänsehaut, leid, traurigkeit . . .
es ist wichtig, die schattenseiten der welt zu zeigen, darauf aufmerksam zu machen, wie schlecht es vielen menschen geht, uns "reiche" europäer wachzurütteln!
ev
Ole Bahlmann, 16.11.2005 um 17:56 Uhr
Ich finde das Foto technisch tadellos, die Schärfeebene gut gesetzt und Ausschnitt und Kontrast stimmen.Viel wichtiger ist mir, dass möglichst viele Menschan dieses Bild zu gesicht bekommen und vielleicht eine Sekunde drüber nachdenken.
Das wird zwar auch im Voting nur auf diejenigen Zutreffen, die sich nicht der Geschwindigkeit von 60 Votes pro Minuten durch die Bilder hangeln, aber ein Versuch ist es mir wert.