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(Stuttgart) Waehrend ein Feuerwehrmann zusieht, redet eine Polizeibeamtin (M.) am Samstag (26.07.03) einem potenziellen Selbstmoerder (r.) gut zu, der sich von einem Baugeruest am Stuttgarter Rathaus stuerzen wollte. Nach Angaben der Polizei war der arbeitslose Mann zuvor von seiner Freundin verlassen worden. Nach rund einer Stunde konnten die Einsatzkraefte ihn unversehrt auf den Erdboden zurueckbringen.
sag mal, darf man solche fotos, auf denen der vermeitliche selbstmörder zu erkennen ist, einfach so über agenturen etc. veröffentlichen`?
verletzt das nicht die persönlichkeitsrechte?
bist du zufällig vorbeigekommen oder gabs einen tipp per handy etc.?
die persönlichkeitsrechte sind bereits angesprochen worden, und in der tat befidnest du dich hier nicht in einem rechtsfreien raum. diese situation war zwar öffentlicht, stellt aber nicht die freiheit aus, diese fotos zu veröffentlichen.
weder dem vermeitlichen suizid gefährdeten noch den beamten in diensten ist dies zumutbar. erschreckend genug das es solche situationen gibt, diese noch fotografisch festzuhalten um an dem leid fremder zu verdienen ist verbesserungswürdig!
verdienen: geld, aufmerksamkeit ect...was ist nicht vorrangig wichtig, bei solche foto aber muss man sichnicht wundern das die gesetze nochmals verschärft werden für und zum schutz der rechte der abgelichteten.
...und danach durfte die Kollegin seitenweise Berichte schreiben, hat von ihrem Vorgesetzten gehört, dass ihr Dienstfrei fürs darauffolgende Wochenende gestrichen wurde (zuwenig Personal) und das der Personalrat sich nicht durchsetzen konnte und jetzt die 42 Stundenwoche eingeführt wird. Und außerdem bleibt der Beförderungsstopp bestehen.
So alimentiert Deutschland seine kleinen Helden...
Gruß
Bernd
P.S.
@Roman
wer sich in aller Öffentlichkeit umbringen will, muss damit rechnen, dass er abgelichtet wird. Meist ist das auch beabsichtigt, um auf den Hintergrund des Suizid aufmerksam zu machen.
Der Fotograf transportiert in diesem fall nur das, was die neben ihm stehenden Menschen auch sehen.
@Thomas: Ja, gute Frage, warum ist das kein Deutschlandlied. Keine Ahnung. War mehr so eine Bauchentscheidung.
Mit dem Text von Bernd Rückheim könnte es aber eigentlich schon eines sein. Oder?
@Roman F. Hümbs: Der Mann ist durch sein Tun eine relative Person der Zeitgeschichte.
Aber eigentlich geht es nicht so sehr um ihn, sondern viel mehr um die Polizeibeamtin.
MArkus
q markus benk: was du als relative person der zeitgeschichte abtust um damit das bild rechtzufertigen ist genauso schlimm wie die tatsache das du das bild so veröffentlicht hast! ohne diese entsprechenden personen zu fragen.
dies ist und bleibt eine privatperson, ist keine person der zeitgeschichte!
eine farce deine antwort, es ginge hier um die beamtin der polizei. nicht witzig!
@bernd rückheim: das ein fotograf/in das transportiert was die nebenstehenden menschen auch sehen, ist richtig. das gibt den fotografen/innen nicht das recht, dieses auch zu veröffentlichen! hier werden eindeutig persönlichkeitsrechte verletzt.
wenn diese person das nun so mitbekommt, dann musst du auch damit rechnen, das der suizid gefährdete aus diesem grund erneut auf ein hausdach klettert! und dann? wer hat schuld? die gefährdetet person, weil si ezu wenig vermeitlcihen rückhalt hat? oder der fotograf, weil er seine eigenen sensationslust befriedigt hat?
ich finde es weiterhin mehr als gedankenlos, solche bilder zu veröffentlichen. seriöse verlage berücksichtigen indes das seit langem. durch solche übertriebene sensationlust werden leute dazu geradezu genötigt, weitere dummheiten zu machen.
Roman, der Begriff relative Person der Zeitgeschichte ist nicht von mir erfunden worden, sondern ist ein Rechtsbegriff. In diesem Falle müssen die Abgebildeten nicht gefragt werden. Dieses Bild lief damals übrigens auch akktuell über Agentur. Dass es eigentlich mehr um die Polizistin geht war auch nicht witzig sondern durchaus ernst gemeint. Worum es überhaupt nicht geht ist Sensationslust.
MArkus
Nobbi R., 8.05.2004 um 14:26 Uhr
erstaunlich worüber sich einige leute aufregen müssen, wenn sie zuviel freizeit haben
Nobbi R., 8.05.2004 um 15:04 Uhr
sorry, unter den umständen nehm ichs natüüüüüüüüürlich zurück
@markus benk: genau darum geht es: relative personen der zeitgeschichte dürfen NICHT ohne einverständniss veröffentlicht, gar abgelichtet werden! das der begriff nicht von dir frei erfunden war7ist, ist mir bekannt. darüber gibt es bereits mehrere urteile und zudem:
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Nach § 22 KunstUrhG dürfen Bildnisse grundsätzlich nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden.
Eine Ausnahme hiervon bildet der Fall des § 23 Abs. 1 Nr. 1 KunstUrhG, wonach Bildnisse aus dem Bereich der Zeitgeschichte grundsätzlich ohne Einwilligung erfolgen dürfen.
Die Rechtsprechung unterscheidet hier zwischen relativen und absoluten Personen der Zeitgeschichte. Absolute Personen der Zeitgeschichte sind Menschen, die kraft politischer oder gesellschaftlicher Position oder kraft außergewöhnlicher persönlicher Leistung aus der Masse der Mitmenschen herausragen und deswegen im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen.
Das Gegenteil hierzu sind die sog. relativen Personen der Zeitgeschichte. Hierzu gehören Personen, die erst aufgrund ihrer Verknüpfung mit einem Ereignis der Zeitgeschichte oder aufgrund ihrer Beziehungen zu einer Persönlichkeit des öffentlichen Lebens in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten.
Im vorliegenden Fall , würde die Person somit allenfalls als relative Person der Zeitgeschichte eingestuft werden können:
Menschen können eine relative Person der Zeitgeschichte darstellen, wenn sie zugleich auch Tatzeuge sind (...).
Aber selbst bei sogenannten relativen Personen der Zeitgeschichte dürfen deren Bildnisse nicht schrankenlos ohne jede Einwilligung verbreitet werden. Nach § 23 Abs. 2 KunstUrhG ist eine Veröffentlichung unzulässig, wenn das berechtigte Interesse des Abgebildeten entgegensteht.
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Das sollten Fotojournalisten wissen...es wird aber gern das Gegenteil behauptet, dadurch wird es nicht richtiger. wohl aber ein deutliches Mehr an Klagen:-(
So haben mehrfach LG entschieden.
Hier sind gar drei Personen direkt betroffen!
@nobbi r. : es liegt hier nicht zuviel freizeit vor, hier geht es einmal mehr was ein fotograf sich erlauben darf, und auch nicht. fotografie ist kein rechtsfreier raum, internet auch nicht. vielen ist das nicht wirklich bewusst, man kann darauf hinweisen.
@Roman
"hier geht es einmal mehr was ein fotograf sich erlauben darf"
les dir mal den link durch den ich oben gepostet hab, engländer dürfen es...
bzw bzgl internet bin ich mir nicht sicher, was ist wenn du in amerika den webspace hast, du aber deutscher bist... was trifft dann zu? ich darf ja nazi-inhalte veröffentlichen, wieso also auch net bilder die in D verboten sind?
Schade, dass das Bild niemand so recht verstanden hat. Aber die Rechtsdiskussion war auch nicht schlecht...
Nobbi R., 9.05.2004 um 2:35 Uhr
oja roman
freizeit
stichwort "hinweisen" ... find ich gut
gut dass du darauf hinweist, dass hinweisen nicht gut ist
danke für den hinweis
und auch dir bernd, danke für den hinweis, dass du die einzige anwesende person bist, die sich mit diesem foto ausgiebig auseinandergesetzt hat und der rest dumme proleten sind, die zu blöd sind ne erdbeere von einem sack kartoffeln zu unterscheiden
tut mir leid wenn ich jetzt ausfallend werd .... aber ich hab sowas echt dick
nichts gegen dich persönlich, ehrlich, aber die art ....
ach und tut mir leid markus, dass ich sowas jetzt unter dein foto schreiben muss
Ich bin seit vielen Jahren bei der Feuerwehr und auch
seit kurzem in der Notfallseelsorge tätig.
Dieses Bild hat soviel Inhalt. Es ist mit Worten kaum zu beschreiben. Hier wurde durch höchstmöglichen persönlichen Einsatz und unter höchstmöglichem Stress ein Menschenleben gerettet. Das ist eine Leistung, die ein Mensch in der heutigen Zeit erst einmal für einen Fremden (!) erbringen muss.
Sicherlich ist dieses Bild fragwürdig. Aber wenn ich mir das Fernsehprogramm jeden Tag betrachte und die Bilder dort, dann komme ich zu dem Entschluss, daß von diesen Bildern VIEL mehr gezeigt werden sollten.
Aber das ist wahrscheinlich nicht reißerisch genug. Hier muß man ja bei der Betrachten DENKEN.
Abgesehen von der juristischen Seite: ich habe sehr gute Fotografen kennengelernt, die auf die Veröffentlichung vergleichbarer Fotos verzichtet haben. Schnelligkeit und Technik ist nicht alles.
Voting Center, 12.05.2004 um 20:38 Uhr
Dieses Foto wurde für die Galerie vorgeschlagen, aber leider mit 87 pro und 170 contra Stimmen abgelehnt. Vielleicht klappt es das nächste Mal ;-)
Paula Schulze, 12.05.2004 um 20:38 Uhr
ich finde es ein höchst emotionales menschliches bild.
ich finde, die tendenz in unserer gesellschaft und auch in der fotografie geht immer weiter weg vom "menschlichen" mit all seinen guten und schattenseiten. das gefällt mir nicht.
emotionen werden in der fotografie oft versucht, mehr mit licht, symbolismen u.ä. auszudrücken anstatt sie einfach zu zeigen wo sie sind. wenn, dann sind es eher welche, die wir mit positiven adjektiven versehen. oder inszenierte.
bei mir löst das obige bild mitgefühl aus. in der diskussion steht was drunter, dass es mit den persönlichkeitsrechten des mannes evtl. nicht vereinbar sei. ich frage mich, warum. ich bin für einen offeneren umgang mit gefühlen, im "wirklichen leben" sowie in der fotografie.
ich hoffe, ich habe mich einigermaßen ausgedrückt.
Ich bin ja hin- und hergerissen. Emotionen zu zeigen, dazu zu stehen und damit einverstanden zu sein, dass diese veröffentlich werden ist schön. Aber hier sehe ich (leider) eher einen Voyeurismus und eine Sensationslüsternheit der Fotografin. Ich finde, der suizidgefährdete Mann befindet sich in einer Situation, die es verbietet, ihn dabei zu fotografieren. Und eine Veröffentlichung schon erst recht nur mit seiner Zustimmung.
Das hat auch was mit Achtung der Menschenwürde zu tun.
Daher von mir ein Contra
Ein beeindruckendes Bild, das unter die Haut geht, weil es sowohl Verzweiflung als auch menschliche Anteilnahme zeigt.
Was die Aufnahme in die Galerie angeht, bin ich hin- und hergerissen! Ich halte es fotografisch nicht für beispielhaft, aber die Bildaussage für sehr wichtig!
Deswegen. SKIP
Ich verstehe die Meinungen derer die es für etwas bedenklich halten dieses Bild hochzuladen, aber mich beeindruckt dieses Bild enorm und ebenso bewegt es mich.
Klar es ist fototechnisch sowie gestalterisch nicht der Knaller, aber die Bildaussage ist einfach richtig heftig.
bin mir nicht sicher, ob es der person recht ist, dass dieses bild hier veröffentlicht ist und darüber noch diskutiert wird.
unbestritten sind die emotionen, die hier eingefangen sind. würde es aber aus pietätsgründen nicht in die galerie vorschlagen
Das Foto löst in mir Zwiespalt aus. Zum einen ist es ein emotionales zeitgeschichtliches Dokument. Auf der anderen Seite muß sich von meiner Seite der Fotograf den Vorwurf des Voyeurismus gefallen lassen muß. Und dann ist da ja auch noch das Persönlichkeitsrecht.
Aus rechtlichen und menschlichen Bedenken - CONTRA!
Man könnte stritten über das Persöhlichkeitsrecht aber das ist nach meiner meinung kein diskussion die hier im Voting gehört. Der Man ist keinen Verdächtiger nur einen Hilfloser Mensch die keinen Ausweg für sein Probleme mehr gefunden hat.
Was ich hier sehen ist ein ganz normalen (nicht)Tägliche Einsatz und lasst uns sehen das die Arbeit von Feuerwehr und Polizei nicht nur Löschen und Protokollen schreiben ist.
Ich finde es ein gut gelungenes Bild das mir mehr sagt als Tausend Wörter. Es hat nichts mit voyeurismus zu tun. Jeder kann so etwas sehen in allen Öffentlichkeit. Ist nicht Geheim oder Verboten. Und ein guter (Presse)Fotograf macht Bilder und lasst uns (zB in der Zeitung) sehen was in der Welt passiert. Das gehört so. Und wenn man so etwas nicht sehen darf, ach der schaut besser auch nicht mehr ins Fernsehen.
Obwohl ich dir viel Glück wünsche bekommt dass Bild von mir ein DICKES PRO!
Carlos N. R., 12.05.2004 um 20:38 Uhr
die übliche langweilige nichts bringende fc diskussion
sinnlos
++++!
Paula Schulze, 12.05.2004 um 20:38 Uhr
wieso denken einige, dass sich der mann in einer situation befindet, wo sich fotografieren nicht gehört? was hat das für ihn eigentlich für negative folgen bei betrachterInnen? meint ihr, er steht nicht dazu, obwohl er den öffentlichen weg gewählt hat? was ist es für ein unterschied, ob man ihm einfach nur dabei zugucken kann (was man ja kann) oder es festhält und anderen zeigt, die theoretisch auch dabei hätten stehen können? wieso ist das fotografieren eigentlich so bedeutungsvoll?
wenn wir weinende Leute in Afrika im Fernsehen zeigen, die verhungernde Kinder in den Armen halten, oder Verzweifelte in Palestina, die zerbombte Körper wegtragen, macht sich auch keiner über Voyeurismus Gedanken
pro
Immer dieses Gerede um Veröffenlichungsrechte.....muss doch jeder selbst verantworten, wir sind doch hier nicht bei der Sitte.
Dieses ist für mich Doku.......wirkt in Zusammenhang mit dem Text. Das Bild an sich ist fotografisch sicher nicht der Oberknüller, aber man denkt darüber nach, und das kann man nicht bei jedem Bild finden.
PRO
Bei Selbstmordgefärdeten Menschen handelt
es sich in der Regel um Psysisch kranke Menschen.
Bist du schon mal auf den Gedanken gekommen,
dass sich so ein Mann, wenn er das Bild sieht, aus Scham wirklich um bringt. Gratuliere zu dieser Leistung!
Contra
Ich gehe - wie bei jedem anderen Bild in der fc auch - dass der Fotograf evtl. Rechtsfragen die mit der Veröffentlichung zusammenhängen, im vorfeld geklärt hat, so wie es iirc die Teilnahmebedingungen fordern. Soweit dazu. Zum Bild ist auch schon das Nötige gesagt. PRO!
@Beat: Beim Cafehausbild gings um was ganz anderes. Ob die Leute unkenntlich gemacht waren oder nicht ist egal. Das Bild war mir nicht zu intim, sondern zu schlecht. Die Diskussion die sich entsponnen hatte ebenfalls.
MArkus
Tut mir leid. (und wieder al die Anonyme Voters!!)
vg Paul
Paula Schulze, 13.05.2004 um 22:15 Uhr
ich freue mich sehr, dass sich so einige ihre gedanken gemacht haben. interessanterweise ist heute in der taz auf der ersten seite ein dicker bericht über fotogafie als waffe. nicht uninteressant. auch wenn man danach in die world press award ausstellung geht, so wie ich. aber das ist mir jetzt doch etwas viel aufzuschreiben bzw. auch noch nicht alles durchdacht. ich freue mich jedenfalls weiterhin über "menschliches" in der öffentlichkeit. ja.
Boh ey. Was so ein Bild für eine Diskussion auslösen kann ... RESPECT!! Bildrechte hin und her ... die Menschenwürde bleibt auf der Strecke. Der suizidgefährdete Mann hat schon genug Probleme und man regt sich hier über Bildrechte auf! Finde ebenfalls, dass diese Aufnahme unter die Gürtellinie geht und hier nicht hingehört. Viel schlimmer aber noch ist die Art und Weise, wie sich hier die Community-Mitglieder auslassen ...
Paula Schulze, 12.05.2004 um 20:38 Uhr
ich finde es ein höchst emotionales menschliches bild.ich finde, die tendenz in unserer gesellschaft und auch in der fotografie geht immer weiter weg vom "menschlichen" mit all seinen guten und schattenseiten. das gefällt mir nicht.
emotionen werden in der fotografie oft versucht, mehr mit licht, symbolismen u.ä. auszudrücken anstatt sie einfach zu zeigen wo sie sind. wenn, dann sind es eher welche, die wir mit positiven adjektiven versehen. oder inszenierte.
bei mir löst das obige bild mitgefühl aus. in der diskussion steht was drunter, dass es mit den persönlichkeitsrechten des mannes evtl. nicht vereinbar sei. ich frage mich, warum. ich bin für einen offeneren umgang mit gefühlen, im "wirklichen leben" sowie in der fotografie.
ich hoffe, ich habe mich einigermaßen ausgedrückt.