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Ich habe versucht, ob man den Neuschneeberg, den der Wasserfall an seinem Fuß aufgehäuft hat,
begehen kann. Er war recht weich und ein paar Meter hoch. Darauf floss Wasser,
welches nach ein paar Metern im Schnee versickerte. Ich war mit unsicher,
weil sich unter dem Schnee eine tiefer Gumpen befindet, und ich habe den sich ständig verändernden Bachlauf
immer im Auge behalten. Dem wollte ich nicht zu nahe kommen.
Ich hoffe Euch nicht zu langweilen, habe aber im Moment nichts als Eis ;-)
vor Ort kommt man oft auf´s Hochformat (ich zumindest), weil man eben das ganze Umfeld sieht - in dem Fall z .Bsp. die Größe des Wasserfalls, ein Bildbetrachter sieht eben das was auf der Aufnahme zu sehen ist (ist von nichts weiteren abgelenkt) - hier ist die Aufnahme durch die nicht alltäglichen Eisschichtungen interessanter - also ich mag beide sehr - das Hochformat hat einen engeren Bezug zum Wasserlauf.
Ich schlage mich auf die Seite der Hochformatler, weil es mehr der natürlichen Verlaufsform des Wasserfalls und der Eiszapfen entspricht.
Ausserdem kommt die Struktur des Gesteins besser zum Ausdruck und das oben einfallende Lichtgefällt mir.
Ich muß aber auch einräumen, dass das Querformat durch die stark strukturierten Seitenwände eine etwas mehr spektakuläre Tiefenwirkung hat.
PS: schön, dass Du wieder Zeit hast, Deine Fotos hier zu präsentieren, Stefan !
Ich hatte auch mal ein Jahr ausgesetzt ;-)
Viele Grüsse
Peter
Was ich hier an Verbesserungsvorschlag hätte, wäre ein Shift Objektiv zu verwenden. So sieht es schon etwas 'schräg' in Beziehung auf die Perspektive aus. Wahrscheinlich ist allerdings das Quadrat als Format am besten *g*
Ohnehin muss ich feststellen, dass Du über die herausragende Gabe verfügst, an seltsame Farben und Formen heranzulaufen - ich finde, dieser Wasserfall ist wieder mal eine typisch Rohloff'sche Trouvaille ;-)
Besonders aufregend finde ich die Eisformationen am rechten Bildrand, die einerseits unglaublich gut im Licht stehen (viel besser jedenfalls als jene am linken Bildrand) und die in meinen Augen so richtig plastisch heraustreten – zudem fungieren diese Formen auch gleich als eine Art Wegweiser zum Wasserfall, wenn Du weisst, was ich meine... deshalb würde ich mir das Bild zwar quer, aber weit weniger wasserfallmittig wünschen... am liebsten also so, wie wenn Du mit dem Weitwinkel sich richtig nah an die rechten Eis-Weiser gehst und den Wasserfall mehr an den linken Bildrand schiebst... falls das überhaupt möglich ist, woran ich zweifle, nachdem ich Deine früheren Bilder des Falls zu Rate gezogen habe :-/
Aber: Diese Eisformationen wären mir auch ein eigenes Bild wert ohne Wasserfall... Du merkst: Ich finde die richtig cool ;-)
Ich hab ziemlich lang gebraucht, bis ich dem Schatten auf dem "Kunstschnee" auf die Schliche gekommen bin, denn ich habe lange daran herum gedacht, wie denn um Himmelswillen Schatten auf den Schnee kommen kann... bis mir wieder das von Dir erwähnte Wasser in den Sinn kam, das im Schnee versickert... Mann, hab ich ne lange Leitung!
Gruss
Carlo
Mir gefällt insgesamt auch das Querformat besser. Vor allem wegen den Eis auf beiden Seiten und der Tiefenwirkung. Im Hochformat gefällt mir das Bächlein besser und das Zusammenspiel von Wasserfall und Eishöhle, aber den dunklen Bereich links oben finde ich zu dominant.
@ Carlo
Über diese Gabe freue ich mich auch, falls sie denn mal durchschlägt ;-) Fühle mich oft auch wie auf Schatzsuche :) Gefunden habe ich dieses Schatztruhe im Sommer und war bestimmt schon 10x dort. Oft wirkt es dann aber auf dem Bild langweiliger als wenn man davor steht ... na ja, da beginnt dann ja eigentlich die Kunst des Fotografen ;-)
Beim Fotografieren habe ich den Unterschied in der Eisqualität rechts und links nicht wahrgenommen. Da muss ich nächsten Winter mal drauf achten. Über eine außermittige Gestaltung hatte ich auch nachgedacht, aber mich nicht mit mir einigen können. Hatte nur das Eis links in Betracht gezogen, weil sonst der Wasserfall aus dem Bild heraus weist (?) Richtig nah ran ans Eis wäre schon gegangen, der Schnee liegt ja bis zum Rand. Über "nur Eis" habe ich nur kurz nachgedacht, war zu sehr auf den Fall fixiert.
Wenn ich etwas konsequent mache, Stefan, dann den Sättigungsregler überstrapazieren ;-) Und nach dem Sättigungsregler kommt an zweiter Stelle gleich das Schärfungstool... ;-)
Gruss
Carlo