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Mercedes-Benz Typ 170 V von Christian Wiegand ´71

Mercedes-Benz Typ 170 V


Von 

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5.02.2010 um 17:24 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
vergangenen Juni auf Zollverein:
http://www.oldtimertreff-zollverein.de/

M-Benz 170 A Cabriolet von Christian Wiegand ´71
M-Benz 170 A Cabriolet
Von
21.12.07, 19:27
3 Anmerkungen

Der Pkw Mercedes-Benz Typ 170 V wurde im Februar 1936 auf der Berliner Automobilausstellung vorgestellt. Er ersetzte den Typ 170 und hatte anstatt dessen Sechszylinder-Motors den M 136 mit nur vier Zylindern. Als einziger Vorkriegs-Personenwagen von Mercedes-Benz wurde der 170 V nach dem Krieg weitergebaut.
Er wurde im Jahr 1953 vom W 120 abgelöst.


Der Mercedes-Benz Typ 170 V löste 1936 nach fünfeinhalb Jahren den Typ 170 ab. Bei gleichem Hubraum war das neue Modell leistungsstärker, technisch und stilistisch moderner und dabei billiger als sein Vorgänger.

Das „V“ (wie „Vorn“) in der Typenbezeichnung diente nicht zur Unterscheidung vom Vorgängermodell, sondern vielmehr von dem gleichzeitig vorgestellten 170 H, bei dem der praktisch identische Motor im Heck eingebaut war. Der 170 H (wie „Heck“) fungierte als leistungsstärkerer, verbesserter Nachfolger des zwei Jahre zuvor präsentierten Typs 130, des ersten Mercedes-Benz- Heckmotorwagens.

Der 170 V hatte 28 kW (38 PS) bei 3400 Umdrehungen und eine Verdichtung von 6,5:1. Der seitengesteuerte 1,7-Liter-Vierzylinder hatte einen Benzinverbrauch von unter 10 Litern und einen Drehmoment von 100 Newtonmetern (10,2 mkp) bei 1800 Umdrehungen. Die Spitzengeschwindigkeit betrug 108 km/h. Der Motor, elastisch an zwei Punkten aufgehängt, verlieh dem Wagen eine bis dato für einen Vierzylinder unbekannte Laufruhe. Das schrägverzahnte Viergang-Getriebe war anfangs in den beiden oberen Gängen synchronisiert, ab 1940 waren alle Gänge synchronisiert.


Der Kunde konnte unter mehreren Karosserie-Varianten wählen. Das Programm bestand aus den beiden zwei- und viertürigen „Innenlenkern“ sowie aus einer viertürigen Cabrio-Limousine.

Die beiden Viertürer wurden auch als Kraftdroschke mit Trennscheibe und Kofferbrücke am Heck geliefert. Dazu gab es zwei- und viertürige offene Tourenwagen, das zweisitzige Cabriolet A und das zweitürige, viersitzige Cabriolet B. Das Gepäck wurde bei diesen Modellen von innen im Kofferraum verstaut.

Beim zweisitzigen Roadster verbarg sich unter einer großen Klappe hinter den Sitzen noch eine dünn gepolsterte Zweiersitzbank – der so genannte „Schwiegermuttersitz“ – oder eben Platz für Gepäck. Das Reserverad lag bei allen Modellen in einer Mulde auf dem Heck.

Ferner waren im Angebot: Lieferwagen mit Ladepritsche oder Kastenaufbau, Kranken- und Streifenwagen sowie Kübelsitzwagen für die Bergwacht, Polizei und Wehrmacht.

Ein Nebenzweig der 170er Entwicklung waren die Allrad-Typen 170 VG (Gelände) und 170 VL (Vierradlenkung). Die Evolution dieser Typen wurde als „G 5“ zwischen 1938 und 1941 als „Kolonial- und Jagdwagen“ gebaut. Diese Fahrzeuge waren vornehmlich für den Export gedacht.


Für die in den dreißiger Jahre beliebte Bewährung neuer Modelle bei harten „Querfeldein“-Zuverlässigkeitsfahrten oder -Rennen – heute wären es Rallyes – wurden spezielle Geländesportwagen gebaut. Zweisitzige Roadster, mit tiefer gelegter, sehr leichter Karosserie aus Magnesium und Kotflügeln aus Aluminium. Diese Maßnahmen erbrachten eine Gewichtsersparnis bis zu 260 Kilogramm.

1936/37 hießen sie 170 VR, noch auf Basis des serienmäßigen Roadsters, lediglich ausgestattet mit größeren Rädern, stärkeren Federn und anderer Übersetzung. 1938/39 folgten die stärkeren 170 VS oder SV, Hubraum 1912 cm³, mit 37 kW oder 44 kW (50/60 PS) bei 3600 Umdrehungen, je nachdem, ob es sich um einen oder zwei Vergaser handelte. Die Höchstgeschwindigkeit bei ihnen betrug 110/112 km/h. Der letzte und stärkste dieser Reihe, der intern als W 149 bezeichnete 200 V, Hubraum 2007 cm³, leistete 39 oder 47 kW (53 oder 64 PS) und lief bis zu 120 km/h. Der Verbrauch lag bei 13 Litern.

Einen ganz anderen Zweck erfüllte der mit Holzgas-Generator versehene 170 VG. Gebaut zwischen 1939 und 1942, war er unabhängig vom Benzin, das während des Krieges für den zivilen Betrieb kaum zu haben war. Sein Motor leistet 16 kW (22 PS) bei 3200 Umdrehungen, die Höchstgeschwindigkeit betrug 80 km/h. Das Reserverad wurde aufs Dach geschnallt. Der Verbrauch: 15 Kilogramm Generatorholz auf 100 Kilometer, Reserve 30 Kilogramm. Die von Daimler-Benz entwickelte Gas-Generatoranlage mit „Querstromvergasung und Mischventil“ gab es auch zum nachträglichen Einbau. Sie funktionierte mit jeder Art von Kohle, Torf, Koks, Anthrazit und Holzkohle. Kostenpunkt: 1000 Reichsmark.

Bis zur Einstellung der Pkw-Produktion 1942 wurden über 90.000 Fahrzeuge gebaut. Der Mercedes-Stern saß zunächst unmittelbar auf dem Kühler, die Kühlerverschraubung befand sich unter der Motorhaube. 1937 bekam der Wagen einen etwas anders geformten Kühler, die Einfüllöffnung war wieder von außen zugänglich und der Stern erhielt seinen angestammten Platz auf der Kühlerverschraubung.


Ab Mai 1946 begann die Nachkriegsproduktion bei Mercedes-Benz: Zunächst wurden erst die Kasten- und kleinen Pritschenwagen wieder gebaut, ab Juli 1947 die 170 V Limousine, im Mai 1949 folgte eine Dieselvariante, der 170 D mit dem Motor OM 636. Anders als vor dem Krieg gab es jedoch keine Cabrio-Varianten mehr; die viertürige Limousine war das einzige erhältliche Modell. Für den offiziellen Einsatz wurde in den Jahren 1951 und 1952 allerdings auch die offenen Variante des 170 D OTP angeboten. Die Abkürzung OTP steht dabei für Offener Tourenwagen Polizei. Der 170 D OTP war viertürig und nur mit Steckscheiben und einem dünnen Flatterverdeck ausgestattet. Gemäß seines Einsatzgebietes für Polizei und Bundesgrenzschutz waren alle OTP in „Polizeigrün" lackiert. Lediglich einige wenige Modelle für die Berliner Polizei bekamen die dort verwendete blaue Farbe. Obwohl die Bezeichnung 170 D OTP offiziell Verbreitung fand, hatte der OTP einen von außen zugänglichen Kofferraum, was ihn bereits als 170 Da identifiziert. Darüber hinaus hat er schon einige andere technischen Details, die sich eigentlich erst im 170 Db finden sollten.

Im Mai 1950 erhielten 170 V und 170 D durch Vergrößerung des Hubraums eine Leistungssteigerung. Die Fahrsicherheit wurde durch Einbau von Teleskop-Stoßdämpfern, Verbreiterung der Hinterachs-Spurweite und Verwendung stärkerer Bremsen optimiert. Auch der Komfort wurde verbessert: Sitze und Innenbreite des Fahrgastraums wurden vergrößert, der Kofferraum war nun bequem von außen zugänglich, und vor Zugluft schützten Lüftungsblenden an den Vorderfenstern. Zur Unterscheidung von den ursprünglichen Modellen wurden die verbesserten Varianten intern 170 Va und 170 Da genannt.

Im Mai 1952 wurden beide Modelle erneut überarbeitet: Die Typen 170 Vb und 170 Db erhielten eine nochmals verbreiterte Hinterachs-Spurweite, breitere, nun einteilig ausgeführte Stoßstangen, eine vergrößerte Frontscheibe mit innen verkleidetem Scheibenwischer-Antrieb und waagerecht statt bisher schräg angeordnete Lüftungsschlitze in der Motorhaube. Beide Modelle wurden bis August 1953 produziert; als Nachfolger fungierten die Typen 170 S-V und 170 S-D.

Insgesamt wurden von 1936 bis zum Serienauslauf 1953 fast 140.000 Mercedes-Benz 170 V gebaut. Dazu kamen noch knapp 34 000 Exemplare des 170 D, des ersten Diesel-Pkw der Nachkriegszeit. Der ab 1936 produzierten Mercedes-Benz Typ 170V mit Vierzylindermotor war der meistgebaute Mercedes-Benz-PKW der Vorkriegszeit.

Er wurde gemeinsam mit den Typen 260 D und 170 H 1936 auf der Automobilausstellung in Berlin vorgestellt und löste den Sechszylinder- Typ 170 (Baureihe W15/seit 1931) ab. Die Fahrzeuge wurden von 1936 bis 1943 mit mehr als 70.000 Exemplaren in verschiedenen Karosserievarianten produziert. Standard war der 1,7-l-Motor mit 28 kW (38 PS) bei 3800 min-1.

Benz Typ 170 V von Christian Wiegand ´71
Benz Typ 170 V
Von
5.2.10, 17:22
1 Anmerkung

Produktion: 1936-1942, 1946-1953
Motor: Viertakt-Otto-Motor, vorn längs stehend, Hubraum 1697cm³
Fahrgestell: X-förmiger Oval-Rohrrahmen
Getriebe: Viergang- Schaltgetriebe
Radstand: 2.845 mm
Spurweite vorn/ hinten: 1.320 mm/ 1.310 mm
Länge/ Breite/ Höhe: 4.270 mm / 1.570 mm/ 1.560 mm
Wendekreis: 11 m
Leergewicht: 1.100- 1.160 kg
Höchstgeschwindigkeit: 108 km/h
Verbrauch: 11 l/100km

Preise:
Fahrgestell: 2.850,- RM (Reichsmark)
Limousine 2-türig: 3.750,- RM
Limousine 4-türig: 3.850,- RM
Cabrio- Limousine (4-türig): 3.980,- RM
Tourenwagen (2 Türen, bis 1937): 4.500,- RM
Tourenwagen (4 Türen, ab 1938): 4.600,- RM
Cabrio B 4.750,- RM
Roadster 2+2 Sitze 5.500,- RM
Cabrio A (ab Ende 1935) 5.980,- RM
Polizei- Kübelsitzer 4.350,- RM

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz_W136

Weitere Raritäten findet Ihr
in meinem Fotohome Traumwagen
Ich freue mich über jeden Besuch !

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Lagos24, 5.02.2010 um 17:29 Uhr

Ein Schmuckstück im besten Licht!


Hannes P., 5.02.2010 um 18:21 Uhr

Tolles Foto von einem tollen Wagen !!
Klasse Bildschärfe sowie Bildschnitt !!
Die Erklärung ist ja wohl erstklasig !!

Gruß Hannes



Michael P. Brauner, 5.02.2010 um 22:15 Uhr

Klasse Aufnahme dieses schönen Fahrzeugs, das wahrscheinlich auch ein Vorkriegsbaujahr ist.

Deine Fahrzeug- bzw. Typbeschreibung ist ebenfalls wieder erstklassig. Du leistest dort immer eine enorme Fleißarbeit. Chapeau!

Gruß aus Köln Michael



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