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Nicht nur dass die Fenster so völlig losgelöst von ihrem Gebäude erscheinen, macht dieses Bild so interessant, sondern auch der leichte, aber doch deutlich wahrnehmbare Schwung in den vier von den Fenstern bei ihrem Flug in die Ferne gebildeten Linien. Bin begeistert!
VG Michael
Ein mehr als tausendfach abgelichtetes Motiv mit immer gleicher Interpretation die der Architekt vorgegeben hat. Wirklich selten laufen einem Bilder über den Weg bei denen man sagen kann ... jaaaa .... das isses.
Hier ist wieder eins das dem Betrachter dieses Motiv in stark reduzierter Weise nahe bringt. Aufwärts oder auch losgelöst von der Realität so erscheinen die Fenster. Der Weiße Hintergrund ohne Struktur oder Anhaltpunkten fordert auf eine eigenen Interpretation zu finden. Genau das ist ja was den Betrachter länger im Bild hält, oder halten sollte. Je nach dem welche Bereitschaft angetroffen wird die grauen Zellen zu beanspruchen.
Dein Titel erschien mir im ersten Moment völlig plausibel ... aber das hat sich für mich schnell geändert. Nach mehrmaligen anschauen und zwischen durch mal sacken lassen kam eine neue Interpretation zum Vorschein. Also Titel geistig ausgeblendet und meine eigene Geschichte geschrieben. Augenfällig für mich sind die 2 Gruppen die in einem völlig sterillem Raum der lichtdurchflutet ist, fast schon grell. Dort sehe ich eine Art Versammlung. Eine große Gruppe rechts und eine kleine links. Die letztere ist in der Minderheit, so scheint es zumindest. Aber sie ist durch den 90 Grad Winkel erhöht und hat eine höhere Position. Irgend wie scheinen die beiden Gruppen einen Dialog zu führen. Eine Meinung hier .. eine Meinung da ... welche ist gewichtiger ... wer hat das Recht auf ein letztes Wort? Die Masse rechts oder die Minderheit oben (links). Auf dieser Basis kann sich der Betrachter endlose Geschichten selber stricken. Vielleicht gibt es hier auch Angeklagte die sich der Mehrheit unterwerfen müssen. Oder .. oder .. oder. Für mich schon allein deshalb ein Bild das fesseln kann und Kreativität fördert (sollte).
Eine kleiner Knackpunkt sind die knappen Ränder links und rechts. Sie engen die Szene horizontal sehr ein. Die Weite die am oberen Rand noch zum tragen kommt, auch durch die Verkleinerung der Fenster, schlägt links und rechts in das Gegenteil um. Hier spürt man nichts von Weite. Ich fühle mich dort eingeengt und unter Druck gesetzt. Ich würde hier mindestens den Abstand von unten übernehmen. Oder ohne Rücksicht auf das Format den Abstand von oben auf alle Ränder übertragen. Das öffnet dein Bild ungemein und es löst sich völlig von der Realität. Das wiederum bietet dem Betrachter noch mehr Freiraum für eigene Interpretation.
Hier wurde ja schon alles gesagt... ich schließe mich ganz einfach mal der allgemeinen Begeisterung an.... :o)
Fensterkunst vom Feinsten gekonnt ins Format gepackt!!!!
LG Moni