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Vulkanausbruch in der Eifel von Klaus Arator

Vulkanausbruch in der Eifel


Von 

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3.01.2005 um 22:38 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Vulkanlandschaft der Eifel (2)

Ja so könnte ein Ausbruch aussehen.
Hier ein Nebenkrater des Kalem, bei Birresborn bei einem einmaligen Naturschauspiel fotografiert.
Die aufsteigenden Nebel wurden nur
ein wenig mit Feuer versehen und fertig war der Ausbruch.
bitte lest ruhig mal den unteren Text. Soviel steht fest:
"Was sind 10 000 Jahre im Weltengeschehen!"

Vulkanlandschaft der Eifel (1) von Klaus Arator
Vulkanlandschaft der Eifel (1)
Von
2.1.05, 16:48
13 Anmerkungen


Aus SWR.de:

Schlafende Vulkane

Wenn die Eifel Feuer spuckt

Nur kahle Berge und Wälder. So muss es wohl ausgesehen haben, vor 12000 Jahren zwischen dem Rhein und dem heutigen Luxemburg. Und dann brach plötzlich die Katastrophe los. Zuerst nur Qualm aus ein paar Spalten im Berg, dann Explosionen, und schließlich kam das heiße Innerste der Erde zu Tage. Flüssiges Gestein bahnte sich seinen Weg in die Täler, heiße Aschewolken stiegen in den Himmel. Bis zu 40 Kilometer hoch soll die Wolke gewesen sein, welche die gesamte Umgebung bald mit einer 30 Meter dicken Ascheschicht bedeckte. Gemeint ist der letzte große Ausbruch eines Vulkans in Mitteleuropa. Menschen haben diese Katastrophe wohl nicht gesehen, denn die ersten Siedler kamen erst 6000 Jahre später in diese Gegend. Da war die Lava längst erstarrt, die Krater in Seen versunken und die Vulkanschlote unter Bergrücken verborgen.

Die Idylle trügt: Der Laacher See

Auch heute noch trifft man in der Vulkaneifel zwischen Koblenz und Trier auf Zeugnisse dieses Ereignisses. So steigen etwa am Laacher See, der während dieses letzten Ausbruches entstand, Gasblasen an die Oberfläche. Zeichen der brodelnden Vergangenheit des Sees. Sind sie die Vorboten eines neuen Ausbruches? Die Menschen in der Vulkaneifel wollen davon nichts wissen. Sie leben heute ganz gut von dem Vulkan-Tourismus. Ein gerne gekauftes Produkt ist der Vulkanziegenkäse, und die Ziegen wären doch wohl die ersten, die sie vor einem erneuten Ausbruch warnen würden.

Anhand einer Simulation kann man sich im Vulkanmuseum ein Bild davon machen, was bei einem solchen Ausbruch geschehen würde: Von dieser Gegend würde nichts mehr übrigbleiben. Aber wie wahrscheinlich ist diese Gefahr überhaupt? Das wollten Wissenschaftler genauer wissen, und machten sich auf, im Berg nach dem Herz des Vulkans zu suchen. Hunderte Messstationen lieferten zunächst Daten: welche Temperaturen herrschen da unten, wo ist das Gestein fest, wo in Bewegung. Dann wurde alles im Computer ausgewertet. Heraus kam das dreidimensionale Bild des sogenannten "Plume", einer Magmaschmelze in der Tiefe.

Die Eifelvulkane schlafen nur


Computeranimation des "Plume"



Wie eine heiße Säule schiebt sich das eher feste Gestein mit etwa einem Meter pro Jahr in Richtung Erdmantel nach oben, und heizt das Gestein der Erdkruste über sich auf. Unter der Kontinentalplatte angekommen, kann er ein Schmelzen verursachen, das sich dann in Vulkanismus bemerkbar machen kann. Aufzuhalten ist der "Plume" nicht, denn er schiebt sich auch durch sehr festes Gestein. Mit einem Experiment wollten die Wissenschaftler dann herausfinden, ob man voraussagen kann, wo genau die heiße Masse an der Oberfläche ankommen wird. Das Ergebnis: Es ist völlig unberechenbar, wo die Oberfläche erreicht wird. Aber wenn, dann ist der Druck so hoch, dass der Ausbruch alles auf der Oberfläche mitreißt. So wie vor 12000 Jahren.

Doch der Vulkanologe Hans-Ulrich Schmincke beruhigt: "Es ist nicht wahrscheinlich, dass in den nächsten Jahren neue Vulkane ausbrechen werden. Das würde sich rechtzeitig ankündigen. Man sollte einfach solide Arbeit machen und die Behörden informieren für Notfallpläne. Ansonsten sollten sich die Menschen in der Eifel weiter über die Vulkane freuen, denn sie sind das lebendigste Zeugnis, dass die Erde noch aktiv ist. Und man kann in Mitteleuropa nirgends so gut die dynamische Erde studieren wie in der Eifel."

Klar ist aber auch: die Eifelvulkane schlafen nur unter der friedlichen Oberfläche, bereit zum feurigen Ausbruch, wenn es soweit ist.

Anmerkungen:

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Sonja Witter, 3.01.2005 um 22:54 Uhr

Starke Kreation! Hab´s auf den ersten Blick glatt für echt gehalten!

LG
Sonja



Klaus. Arator, 3.01.2005 um 22:57 Uhr

Danke Sonja, brauchte hier wirklich nicht viel zu tun.
Wollte ich auch schon immer mal hochladen!
LG
Klaus



Anne L, 3.01.2005 um 23:05 Uhr

stark, wirklich stark und die beschreibung total interessant.
lg anette



Irene La.Bue, 4.01.2005 um 7:25 Uhr

sehr lehrreiche Information....... gratuliere, sehr schön dargestellt.
Liebe Gr. von Irene



Caroline B., 4.01.2005 um 9:34 Uhr

Sehr fein , dein Bild...die kleinen Häuser unten kommen besonders gut....und Infos mag ich ja überhaupt :-)
lgc



Michael Petz, 4.01.2005 um 10:03 Uhr

Hallo Klaus,
tja, in der Tat, ihr Vulkaneifler lebt gefährlich.
Bild und Doku sind klasse!
lg Michael



Barbara Scheer, 4.01.2005 um 11:28 Uhr

Also so ganz ohne sind diese ruhenden Vulkane wohl nicht. Ich kann nur hoffen, daß es genug funktionierende Frühwarnsysteme gibt,falls es wirklich noch mal zu einem Ausbruch kommen sollte.
Sehr interessanter Text und klasse Fotobearbeitung.
LG Barbara



Freddi Tekook, 4.01.2005 um 12:05 Uhr

Hmm, aber das ist erst der Ausbruch von dem Vulkan, oder? Lag der Nebel genau so auf dem Vulkan? Wenn ja, glaube ich, hätte mir das Bild ohne das Feuer noch einen Tick besser gefallen, aber auch mit Feuer finde ich es sehr gelungen und auf jeden Fall eine deiner besten Ideen, die ich bis heute kenne.
Und vielen Dank für die ganzen Informationen, für Vulkane hatte ich schon immer was übrig.
Freddi



Klaus. Arator, 4.01.2005 um 12:57 Uhr

@Michalel: Ich wohne allerdings in Krefeld/NRW bin aber 3-4mal im Jahr dort zu Besuch.
@Freddi: Ja der Nebel lag zufällig so auf dem toten Krater!
LG
Klaus



Biege ., 4.01.2005 um 17:06 Uhr

Mal wieder sehr interessantes zum Sehen und zum Lesen präsentierst du hier ...
... aber solange man im Sommer dort noch baden kann, kann ich noch beruhigt schlafen.
Gruss Biege



Elmar Weisss, 4.01.2005 um 17:20 Uhr

Das sieht ja dramatisch aus!
Was ist das da unten rechts? Ein Stromkabel? Es stört, finde ich ;-)
MfG, Elmar



Mick-el-Angelo, 4.01.2005 um 17:48 Uhr

Schöne Doku, die wir so nie erleben möchten.
LG, Michael



Marianne Sch, 4.01.2005 um 18:28 Uhr

Da schlummert schon jede Menge Energie
im Schoß der Erde. Hoffentlich bleiben die
Vulkane ruhig.
VG Marianne



Heribert Hansen, 4.01.2005 um 19:16 Uhr

Schlaf lieber weiter, Vulkan.

Und Du, Klaus, bist'n aufgeweckter Bursche!

LG Heri



Moni Immeranders, 4.01.2005 um 20:06 Uhr

so viel kann ick nich lesen... da wird mir ja janz schwarz vor den Augen :-((( Jeht die Welt jetzt unter ? :-((
lg moni



Petra Dindas, 4.01.2005 um 21:03 Uhr

... Du spielst mit dem Feuer... aber das sehr interessant!
lieben Gruß von Petra



Wolfgang T., 4.01.2005 um 21:59 Uhr

Sehr überzeugend... ich werde demnächst einen Schutzhelm anziehen, wenn ich in die Eifel fahre..
W.



Jürgen Martinek, 4.01.2005 um 22:06 Uhr

Ich hoffe mal sie haben einen festen Schlaf...

Deine Montage gefällt mir gut und sehr interessant, der Text dazu !!
Gruß, Jürgen.



Sandra Faust, 5.01.2005 um 4:15 Uhr

Wahnsinnig interessant!
Deine Arbeit am Foto ist auch gut gelungen und eine gute Grundlage fuer den Text.

LG Sada



Max Wecke, 8.01.2005 um 10:26 Uhr

Super Arbeit, dieses Foto, auch Deine Erläuterungen dazu! Ich erinnere nur an das Erdbeben vor einigen Jahren, dessen Ausläufer auch Krefeld erschütterten, das immer noch was in der Tiefe brodelt!
Muß ja nicht gleich ein Vulkanausbruch sein ;o)
Grüße,
Max!



Werner Kast, 15.01.2005 um 18:34 Uhr

Klasse gemacht! Dazu noch eine eindrückliche Beschreibung. Mein Kompliment.
Gruss Werner



Holger1976, 8.11.2009 um 11:43 Uhr

Sehr Interessantens Foto!
Mich würde mal Interessieren, wie dieser Krater genua heißt !!!
LG Holger



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