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Guardroom von Agora Bilddiskussion intensiv

Guardroom


Von 

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2.05.2012 um 21:21 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv


Wichtig:

1. Das Foto darf noch nicht auf der fotocommunity veröffentlicht worden sein
2. Der Fotograf bleibt bis zum Schluss anonym und darf sich erst in einem Schlusskommentar äußern, den er an uns ( Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net ) vorher sendet.
3. Bitte teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf ( UserID) nach der Diskussion genannt werden möchtest.
4. Schreibe 2-3 Sätze zur Entstehung des Fotos

Wer gerne selbst einmal ein Foto diskutieren lassen möchte, sende es bitte an: Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net


Ein Unterstand für die Nachtwache eines privaten Anwesens in Glazoué, Bénin. Direkt gegenüber dem Bethel Motel. Geschossen um etwa 11:00 Uhr beim Warten auf unsere Verabredung, die eigentlich um 09:30 dort sein wollte.

Um 11:30 war er dann da und konnte unsere Verwunderung nicht verstehen. Die nachfolgende lautstarke und sehr emotionale Diskussion führte zu nichts - da sind die Kulturen wohl zu verschieden.

Anmerkungen:





Agora Bilddiskussion intensiv, 2.05.2012 um 21:22 Uhr

Der Fotogrsf schreibt:


Ein Unterstand für die Nachtwache eines privaten Anwesens in Glazoué, Bénin. Direkt gegenüber dem Bethel Motel. Geschossen um etwa 11:00 Uhr beim Warten auf unsere Verabredung, die eigentlich um 09:30 dort sein wollte.

Um 11:30 war er dann da und konnte unsere Verwunderung nicht verstehen. Die nachfolgende lautstarke und sehr emotionale Diskussion führte zu nichts - da sind die Kulturen wohl zu verschieden.



Alfons Gellweiler, 2.05.2012 um 21:38 Uhr


Schön, dass das Foto all das zeigt,
was der Fotograf uns erzählen möchte.



Clara Hase, 2.05.2012 um 22:00 Uhr

ja alfons - leere - und ein stuhl der nicht zum anlehnen gedacht ist



jbw, 2.05.2012 um 22:58 Uhr

Ja, sie sind verschieden...da gibt sich der eine mit einem alten Stuhl zufrieden und der andere knipst ihn (aus Langer -weile?)
Da gerade vorher von Regeln in der Fotografie gesprochen wurde:diese Linien,Flächen und der Boden Lichtfleck laden geradezu dazu ein,wenigstens, eine anderen Schnitt zu wählen.Aber vielleicht wäre es dann auch nur für mich gefälliger,das möchte ich jetzt aber nicht Verallgemeinern.



Kirsten, 3.05.2012 um 6:53 Uhr

alle zeit dieser welt, um das motiv zu gestalten, zu beobachten, wie die sonne über den boden wandert ;-)
das motiv gibt für mich was her, als störend empfinde ich jedoch die schräge des podestes im vordergrund. also die (gewollte?!) mittigkeit aufgeben, fenster (und stuhl?) anschneiden für eine frontale ansicht? ich denke, das könnte die spannung des wartens erhöhen.....
lg
kirsten



elevatorjwo, 3.05.2012 um 18:08 Uhr

http://www.punctumsaliens.ch/docs/ahbah/index.html

zu finden, wenn man im geöffneten Anmerkungsfenster auf das kleine blaue (i) neben seinem FC-Namen klickt.

LG
elevator



christine frick, 3.05.2012 um 18:33 Uhr

Also , ich hätte das noch unten gerade gerückt und dann um den Türrahmen im gleichen Abstand geschnitten. So wirkt es auf mich einfach fotografiert und zu wenig bearbeitet. Die Kontraste hätte man auch verstärken können.Den Stuhl hätte ich unter das linke Fenster gestellt, damit der Schalter oder was das sein soll zu sehen ist.
Ist aber ein interessantes Motiv und man darf gespannt sein was einen erwartet nach der Warterei.
LG Chris



Clara Hase, 3.05.2012 um 19:31 Uhr

christine, man darf doch nicht in fremden gebäuden stühle umstellen,
zudem hätte es den schönen fensterschatten evtl gestört

und wenn ein haus an einer schrägen straße steht ist das so - da kann man doch keinen karton draus machen?

ich habe inzwischen mal imbenin ordner geguckt
wie man bei soviel buntem treiben nun grad so ein foto macht - das ist unbegreiflich - sonne ist da ja auch reichlich.



Ingo Engelmann, 3.05.2012 um 19:34 Uhr

Das sind eben so die Eigenheiten - die eine hätte den Stuhl an eine "passendere" Stelle gerückt, der andere (ich zum Beispiel) würde nie (fast nie??) etwas anfassen, was geknipst werden soll. So sind sie, die Menschen...


elevatorjwo, 3.05.2012 um 21:20 Uhr

@ Clara Hase: danke für Deine persönliche Quickmassage. Eigentlich warst Du nicth direkt angesprochen aber der/dem Autor/in des Bildes würde eine sachliche Bildkritik im Sinne meinse o.a. Links sicher helfen, sich weiter zu entwickeln. Alle, die hier Fotos einstellen, meinen von sich, wie Du und ich, dass ihre Fotos gut sind. Helfen wir ihnen und uns dabei, sie besser zu machen. Übrigens ist das der Sinn von Bilbesprechungen.
LG
elevator



Clara Hase, 3.05.2012 um 21:49 Uhr

ich möchte mich auch noch einmal melden, obwohl ich diese woche keine zeit dafür mehr habe
wenn jemand etwas ironisch meinen sollte - ich hab da was so aufgefasst - es wäre gut dahinter einen smilie zu setzen - so in etwa ;-)
aber, ich meine es :-/ ernst



rhin, 3.05.2012 um 22:49 Uhr

Das Bild gefällt mir ganz gut - durch klare Linien und Reduktion auf wenige Farben. Die schräge Stufe unten stört mich nicht wirklich, aber ein Ausschnitt im Format 4:3, der oberhalb der Kante ansetzt, läßt das Bild noch etwas konzentrierter erscheinen. Ich finde (je nach Motiv natürlich), Hochformatbilder mit Seitenverhältnis 3:2 wirken ohnehin häufig etwas langgestreckt.
Noch eine Anmerkung, die vielleicht etwas off topic ist: Mich wundert, dass ich so viele Hochformatbilder mit 1000 Pixel größter Kantenlänge sehe. Selbst bei meinem Monitor mit untypischen 1200 Pixel vertikaler Auflösung muß ich nach unter scrollen, auf dem Laptop ist das Bild dann gar nicht mehr ganz zu sehen. Weniger wäre hier für meinen Geschmack mehr.
Gruß, Rüdiger



Matthias von Schramm, 4.05.2012 um 9:27 Uhr

dies ist doch ein wunderbares beispiel dafür, dass man die gestaltungsregeldiskussion unter dem letzten bild weiter führen könnte, und ein beispiel dafür wohin es führen kann, wenn man sich grundlegend nicht damit beschäftigt. nämlich zu diesem bild. natürlich, wenn ich eine authentische situation abbilden kann, verrücke ich keine möbel. ich zumindest tue das nicht, schon gar nicht in dieser gegend, wo man dafür auch schon mal über den haufen geschossen werden kann. und womit? mit recht!

herrliche situation, schöne erzählung, die durch das foto aber nicht transporiert wird. das bild erzählt mir im gegensatz dazu eine romantische idylle. was sind hier also die hervorzuhebenden elemente. der stuhl - das licht. der schatten auf dem boden. eigentlich alles etwas trist. dies hätte ich hervorgehoben. das triste meine ich. hier kommt auch negativ der schiefe treppenabsatz zum tragen. ich wäre näher rangegangen und hätte die dramatik des schattengitters auf dem boden hervorgehoben. grade oder schief. und den tristen stuhl vielleicht mittig direkt vor mir. ganz genau finde ich das schwierig zu sagen. man müsste davor stehen und machen und ausprobieren. so wirkt mir das bild einfach zu lieblos und gleichzeitig zu warm. seltsame kombination.




Wolf Schroedax, 4.05.2012 um 11:07 Uhr

Passt eigentlich die Struktur des Fensters zu derjenigen, welche die Sonne davon auf den Boden projeziert ???

Drückende Wärme scheint mir mit das Wichtigste, was Sonne und Fenster dem Bild beigeben ....



outergate, 4.05.2012 um 11:29 Uhr

die geschichte ist interessant und erzeugt bilder, die ich in diesem foto nicht transportiert sehe. für eine reisedoku fehlt mir der kontext, für eine eher grafische arbeit die konsequenz. das motiv ist mir irgendwie zu naheliegend abgebildet. es fehlt mir ein wenig die klarheit der gestaltungsidee.


E.lis-A, 4.05.2012 um 14:03 Uhr

Bei 2 h Wartezeit könnte man wesentlich mehr herausholen, offenbar war es so langweilig, das sich dies leider auch im Foto widerspiegelt...
Besser - neu machen (halt irgendwo anders, bei ähnl Situation oder... etc. etc. ;-).
Einfach mal Perspektiven probieren, mit der Blende spielen, was auch immer... Fotografieren geht (oft) nicht, ohne sich dabei auch zu bewegen. Eine passende, moderate Bea und ausgeklügelter Schnitt, gerade bei solchen Motiven (!), täte auch gut.
Den Stuhl hätte ich allerdings aber auch etwas verrückt, ganz dezent ;-)).
lg Kati



Bochum1957, 4.05.2012 um 19:37 Uhr

Licht und Schatten...
Tolles Motiv.
Leider stört die Türlleibung.

M.f.G Bochum1957



- pierrick -, 4.05.2012 um 21:14 Uhr

gefällt mir so wie es ist, lg pierrick


Max Stockhaus, 4.05.2012 um 21:22 Uhr

Mir gefällt das Foto.
(auch die Laibung)
Was mich nicht losläßt und ich nicht kapiere ist der Schattenwurf des Fensters auf dem Boden.
Daraus kann ich mir keinen Reim machen,
wüsste gern wie der zustande kommt.
Vermutlich ein Geheimnis!

Neben dem Licht lebt das Bild auch von den Elementen und deren Anordnung: Stuhl, Fenster, Türlaibung, dieser kleine runde Punkt...
Jedes Element hat das Zeug eine Geschichte zu erzählen.
Den Titel find ich gut gewählt.
Die Bildbeschreibung hab ich auch gelesen.
Es ist eine zusätzliche Information, die zwar für das Bild nicht wichtig ist, aber durchaus interessant ist doch.

lgm




jbw, 4.05.2012 um 21:45 Uhr

Wachhäuschen: ziemlich hoher Sonnenstand und zweites,hier nicht sichtbares, Fenster...vermute ich einmal.


Max Stockhaus, 4.05.2012 um 21:55 Uhr

ja,
vermutlich ist links noch ein Fenster,
stimmt.
(Die Sonne steht links, man sieht's an dem Schattenwurf des Daches im HG)

lgm




Wolf Schroedax, 4.05.2012 um 22:00 Uhr

@Max Stockhaus :::: "Schattenwurf des Fensters" :::: Es könnte die Struktur eines transparenten gewellten Vordachs sein, das über dem Fenster aussen angebracht ist... ...


Detlef Rüping, 4.05.2012 um 22:03 Uhr

Der Unterstand schützt vor tropischem Regenguss und vor sengender Sonne. Zwischen offenen Fensterlamellen und der offenen Tür scheint man den willkommenen Luftzug zu spüren. Sitzen erlaubt, aber Einschlafen nicht! Zweckmäßig, das Ganze. Wer hier gezwungenermaßen zwei Stunden ausharren muss, wird die Befindlichkeit eines Wachmannes besser nachvollziehen können. Vor allem hat er Gelegenheit, über die Situation nachzudenken, die solchen Aufwand erzwingt. Wer muss da bewacht werden, wer vor wem beschützt werden - und warum?
Mir schien dem Bild zunächst etwas Entscheidendes zu fehlen, etwas, das ihm Leben einhauchen könnte: der Wächter selber. Jetzt aber weiß ich, dass dessen Nichtvorhandensein, die Leere, dem Bild Allgemeingültigkeit verleiht, d.h. es ist Transfer möglich - solche Unterstände (und Umstände) gibt es nicht nur in Benin. So kann diesem schlichten Foto unvermutet eine mahnende Wirkung zugesprochen werden.



Max Stockhaus, 4.05.2012 um 22:05 Uhr

@Schroedax:
ich glaub eher, das Aufseherhäuschen hat links noch ein Fenster, ähnlich wid das auf dem Bild, nur schmaler
(die Seite des Häuschens ist vermutlich auch schnmaler) und die hellen Sonnneflecken entsehen dadurch, dass dort direktes Sonnenlicht durch die verstellbaren Lamellen fällt.

(nur ne Vermutung)

lgm

Zusatz:
Wenn der Aufseher auf dem Stuhl sitzt, kann er aus dem Fenster sehen wer kommt!



Max Stockhaus, 4.05.2012 um 22:13 Uhr

@Detlef Rüping:
Wenn der Wärter mit drauf wäre, ergäbe das ein ganz anderes Bild.
Für dieses Bild ist es gut, dass er nicht mit drauf ist.



Ingo Engelmann, 4.05.2012 um 22:14 Uhr

Auf jeden Fall sind die Farben für mich zenttral. Immer wieder wenn ich das Bild ansehe fesseln mich diese gelben Lamellen: versifft, gelb-braun, ein wichtiger Gegenpart zu dem gefegten Drumherum, frisch verputzt und irgendwie steril-spießig. Die Lamellen sind dagegen irgendwo zwischen eitergelb und dem Schmierfilm, den auch Zigaretten hinterlassen wenn jahrzehntelang nicht gestrichen wurde, nur hier waren es nicht die Zigaretten, sondern es war die Stadt, das Leben, und das finde ich nicht langweilig. Wegen der Lamellen.


Detlef Rüping, 4.05.2012 um 22:24 Uhr

@Max: Sag´ ich doch!


Clara Hase, 5.05.2012 um 0:10 Uhr

bin doch noch da :-)
Der Schatten - der Dreck ist derart lichtundurchlässig
das wir im Fenster zwar Dreck der Stadt entziffern - aber im Schatten wäre das nicht möglich zu unterscheiden.

ausserdem -links oben sind die Klappen geöffnet - das spiegelt sich aber auch nicht bei diesem Schattengitter wieder - vermutl. tatsächlich ein Seitenfenster und überhaupt kein Lichteinfall vom sichtbaren Fenster??
ein Rätsel

wo einige hier über die zwei Stunden Wartezeit stolperten - das wäre auch interessant, was der fotograf/in tat derweil in dern sengenden Sonne vermutlich

PS im Text steht, es it der Unterstand der NACHTwache - ist ja dann kein Wunder bei Tageslicht, das niemand dort verweilt - grins und eine anschliessende lautstarke Diskussion - ich schmeis mich weg... selbst mit termin, wenn ich um 6 Uhr morgens Feierabend hätte, täte ich mich nur ungern um 9:30h aus dem Bett pellen.



Detlef Rüping, 5.05.2012 um 9:25 Uhr

@Clara: Wenn man unter jedem Foto das Kleingedruckte lesen müsste ... - Zum Glück muss man nicht! Ein gutes Foto spricht für sich selber. Der Titel "Guardroom" lässt jedenfalls vermuten, da müsse auch tagsüber irgendwo ein Wachmann sein. Dies entspräche dann der realen Situation in vielen afrikanischen Wohnsiedlungen, wo die Reichen sich rund um die Uhr bewachen lassen müssen.

PS: Vielleicht kann ich noch bei der endlosen Diskussion um den "rätselhaften" Lichteinfall behilflich sein. Das Land liegt dicht am Äquator. Das bedeutet, dass Lichteinfall und Ausdehnung von Schatten nicht unseren Alltagserfahrungen entsprechen.



Claudia Jenniges, 5.05.2012 um 9:55 Uhr

Die klare Gliederung des Fotos führt das Auge des Betrachters in ein Gebäude zu Stuhl - Fenster - Ober/Seitenlichteinfall (ich rätsele da auch, wo dieses Licht herkommt, da fängt der Kopf an über die Architektur des Gebäuspdes nachzudenken :)
Durch die Wahl, Hauswand mitzuzeigen, erhält das Foto einen eigenen Rahmen und gliedert das Foto zusätzlich in Flächen und Ebenen, erhält etwas von Dreidimensionalität.
Fragen zur Anregung:
Warum ist FotografIn nicht einen Schritt weiter nach rechts gegangen, um die Aufsicht zu komplettieren?
Warum wurde nicht etwas mehr Haus gezeigt?

Dass die Szenerie nicht belebt ist, halte ich in diesem Fall für eine Stärke, da BetrachterIn ins Denken kommt, wer könnte das Haus verlassen, betreten, von links oder rechts, wo befindet es sich.
Leider hat Autorin durch die Beschreibung zum Foto - eine nette, beziehungsweise, in diesem Fall eher unerquickliche Geschichte für sie - die, aus meiner Sicht in keinem Zusammenhang zum Gezeigten steht, diesen Spaß verdorben.



Claudia Jenniges, 5.05.2012 um 10:02 Uhr

@Detlef und schrieb:
>PS: Vielleicht kann ich noch bei der endlosen Diskussion um den "rätselhaften" Lichteinfall behilflich sein. Das Land liegt dicht am Äquator. Das bedeutet, dass Lichteinfall und Ausdehnung von Schatten nicht unseren Alltagserfahrungen entsprechen.<

Dann sei doch bitte so lieb und erkläre mir den Lichteinfall :)
Ich tippe auf seitlich links oben.



Detlef Rüping, 5.05.2012 um 10:25 Uhr

Dem schließe ich mich an. Ein Fenster mit zwei offenen Lamellen.


Claudia Jenniges, 5.05.2012 um 10:28 Uhr

Um elf Uhr?


Wolf Schroedax, 5.05.2012 um 10:29 Uhr

Lichteifall durch Fenster links seitlich ist am wahrscheinlichsten, stimme zu. Dann müsste es aber im Dezember aufgenommen sein .... Ändert nicht an den mindestens 30°C ...


elevatorjwo, 5.05.2012 um 10:32 Uhr

Ich habe sehr lange auf dieses Foto geschaut., denn der erste Gedanke war "verheerend". Aber er erweist sich als trügerisch, wenn man sich einlässt.
Was mir gefällt:
- das Bild ist klar gegliedert und führt den Betrachter
- die Wahl der Zentralperspektive mit mittig liegendem Fluchtpunkt als Gestaltungsform unterstreich die seltsam ruhige Simmung des "place celui tristess"
- der Tonwertumfang ist hervorragend dargestellt
- die Farben, die die Langeweile unterstreichen sind unverfälscht
- die Perspektive stimmt. Alle senkrechten Linien sind senkrecht und alle wagerechten sind wagerecht (die Treppenstufe muss bauseitig schief sein)
- das Rätsel mit dem Schatten des linksseitig ligenden Fensters
- der versuchte Ausbruch aus der Tristess über die leicht geöffneten Lamellen im oberen, linken Fensterbereich, die einen kleinen Blick in die Umgebung gewähren.

Was mir nicht gefällt:
- nichts

LG
elevator



Alfons Gellweiler, 5.05.2012 um 10:56 Uhr


»Hier konnte niemand sonst Einlass erhalten, denn dieser Eingang war nur für dich bestimmt. Ich gehe jetzt und schließe ihn.«

Vielleicht ist das das Bild, das dem Mann vom
Lande am Ende von Kafkas Parabel sich bietet.

Den Gedanken an »high noon« habe ich aufgrund
der genauen Zeitangabe (11:00) verwerfen müssen.



der Falk, 5.05.2012 um 11:29 Uhr

Agora ist m.E.ein Ort um Bilder zu besprechen;
nicht ein Ort, an dem man wenig weltoffen andere Kulturen kritisieren soll. Das hast Du zwischen den Zeilen sehr deutlich getan.
Der Hinweis auf eine (unnötige), emotionale Diskussion um den Umgang mit "Verabredungen" ist einseitig beleuchtet auch nicht wirklich ruhmeswert.

Das nächste Bild diskutiere ich gern mit, wenn es einen nicht so ärgerlichen und ablenkenden Text beinhaltet.



Matthias von Schramm, 5.05.2012 um 11:47 Uhr

im gegensatz zu dem einen oder anderen fall, fand ich den begleitenden text diesmal vollkommen in ordnung, da er eine atmosphäre beschreibt in der sich der fotograf befand und zum glück nicht das bild, was weiteres kommentieren ja fast überflüssig macht. insofern fand ich den text auch überhaupt nicht ablenkend, sondern eine gute geschichte. diese hat mir nämlich gezeigt, dass dieses bild die geschilderte atmosphäre nicht wiedergeben konnte, eben auch weil der fotograf bei der umsetzung sorgfalt vermissen ließ.


ki7, 6.05.2012 um 0:08 Uhr

Schönes, ruhiges Motiv, die Stimmung kommt ganz gut rüber.
Ich würde allerdings die untere Kante der Stufe abschneiden und hätte ein Querformat vorgezogen, da dieses stabiler/ruhiger wirkt. Hochformat ist eher aktiv, labil, was für mich mit der Aussage nicht einher geht.
Auch macht der Kontrast aktives Format vs. ruhiges Motiv an dieser Stelle für mich keinen SInn. Es liegt keine Spannung in der Luft, die durch das Hochformat angedeutet werden könnte – so empfinde ich es zumindest. Zumindest spüre ich den angedeuteten Konflikt nicht durch diese Gegenüberstellung.
Was mir gefällt ist die Farbe, ich glaube in s/w würde es viel von der Wirkung verlieren.
Danke für's Zeigen.
Aber mit dem Thema Pünktlichkeit: das ist mir auch negativ aufgestoßen: andere Länder andere Sitten, man muss halt lernen, damit umzugehen. Und ob unsere deutsche Pünktlichkeit so viel zur Lebensqualität beiträgt, wie wir gerne glauben, lässt sich diskutieren.



Ralf Hosenfeld, 6.05.2012 um 10:34 Uhr

ich sehe eine Wand mit einer zentralen Öffnung. Licht fällt durch ein Fenster auf den Boden und bildet dort ein helles Muster. im Raum ein Stuhl mit defekter Lehne. Die Farben sind alle in ähnlichem Ocker.
Was mir sofort aufgefallen ist, der schöne Lichtpunkt am Boden. Dieser stellt für mich das Zentrum dar um das sich alles andere fügt. Der defekte Stuhl und das eintönige Farbspiel unterstreichen die Tristesse an diesem Ort.
Schade finde ich den unteren schrägen Abschluss des Bildes, den hätte ich weggeschnitten. Ein Querformat mit noch mehr Wand hätte ein weiteres Merkmal des Eintönigen hinzugefügt.
Toll hätte ich auch einen etwas mehr dezentralen Aufbau gefunden, bei dem das Auge etwas länger nach rechts hätte laufen müssen, also die Öffnung weiter rechts gewesen wäre.
Alles in allem ein Motiv zum Nachdenken, aber auch mit noch einer Menge an Potential. Vielleicht ist ja noch genug Material um diesen Ausschnitt herum verfügbar, um das ein oder andere noch umzusetzen.
Gruß Ralf

(sent via fotocommunity Android App)



Dominik Berneker, 6.05.2012 um 12:39 Uhr

Für mich drückt das Bild eher Musse aus als Warten. Von der Stimmung her ein sehr sprechendes und auch ansprechendes Bild.
Den" schrägen" Boden finde ich nicht problematisch, er durchbricht die ansonsten strenge Geometrie, der ev. durch etwas weniger Rand auf der linken Seite unterstützen könnte.
Allerdings ist die Türe das Fenster minim nach links hängend, das würde ich auf jeden Fall korrigieren.

Alles in allem: Ein stimmungsvolles Bild.

lg
Dominik



Agora Bilddiskussion intensiv, 6.05.2012 um 18:40 Uhr

Hier entlang zur nächsten Diskussion:
Selbst von Agora Bilddiskussion intensiv
Selbst
Von
6.5.12, 18:37
29 Anmerkungen


Christopher 'Chrickel' Diedrich bedankt sich für die Diskussion.





 
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