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Inschrift des Ausgangstores des KZ Buchenwald.
Es zeigt den Zynismus der Nazischergen.
Zynismus deshalb, weil die Schrift innen angebracht ist, so werden die Opfer noch nach dem Tode verhöhnt.
Da das Sprichwort hier auf so unglaubliche Art und Weise
missbraucht wurde, sollte man es nie mehr benutzen!!!
Dieser Spruch weckt in mir sehr zwiespältige Gefühle ... zum einen die Realität dieses KZ mit all seinen Konsequenzen ... zum anderen die Erkenntnis, wie schnell eine eigentlich unverdächtige Redewendung in der Benutzung durch üble Elemente selbst in den Dreck gezogen werden kann.
Mir ist es einmal passiert, dass mich jemand auf diese Redewendung angesprochen hat, als ich noch nicht wusste, dass sie sich hier befindet. Seither bin ich in dieser Hinsicht stark sensibilisiert.
Was das Bild angeht, so überlege ich, ob nicht sogar die Farbversion 'aktueller' wirken würde und damit die KZ-Realität nicht als 'vorbei' gekennzeichnet. Kann aber auch sein, dass ein Farbbild zu 'heiter' wäre. Ist wohl auch eine Frage der Jahreszeit...
Vielleicht hätte man mal die Rollen tauschen sollen ?
SW gefällt mir hier sehr gut zu Deiner Serie.
Eine Serie, nicht nur für's Auge ........... zum nachdenken ......
Liebe Grüße von Irene
Die Krönung "ARBEIT MACHT FREI" war wohl noch eine Steigerung im Zynismus in dieser Zeit, und ich hoffe sie kommt nie wieder für die Menschen dieser Welt.
Vergessen jedoch sollte man sie nie.
So eine unmenschliche zynische Inschrift.
Dahinter die Arrestzellen, die Folterkammern
und das Krematorium. Gott sei Dank sind
diese Zeiten in Deutschland vorbei.
VG Marianne
@: alle:
Ich muss nochmals betonen, dass dies der Blick von innen nach außen ist.
Weiterhin bedanke ich mich bei allen usern, die hierzu eine Anmerkung geschrieben haben. Das sind deutlich mehr, als ich erwartet habe.
LG
Klaus
Schlimm, wie unsere Sprache missbraucht worden ist (und auch noch wird ... teilweise zumindest) und man Sprüche wie diese nicht mehr bedenkenlos anwenden darf :-((
Gruss Biege
war auch in buchenwald und war sehr sehr betroffen. diese bild weckt wieder schlimme gefühle in mir
sw ist wohl mehr als passend zu dieser bedrückenden stimmung
@ Stefan: Ich wollte das so zeigen, wie ein erwachsener Mann das sah. Die Leute haben es sich ja nicht aus der Hocke angesehen. Die Farbversion war schrecklich.
@ Alle: ich bin überwältigt, wieviele Fotografen sich getraut haben zu meinen Buchenwaldbildern was zu schreiben.
Bei meinen Bilder zu dem Euthanasiekrankenhaus Hadamar waren es noch maximal sechs Personen gewesen.
Das lässt doch hoffen.
erinnert mich an meine peinlichste Situation in der Schulzeit..ich schrieb das an die Tafel, ohne zu wissen, woher es stammt und woher ich es hatte..richtig ahnungslos.
Unser Sozilehrer klärte uns dann umgehend darüber auf, uff, tat mir das leid. Es war lehrsam und seitdem kenne ich den Hintergrund.
Heute könnte es vorkommen,dass ein Schüler das vollen Bewusstseins an die Tafel schreibt. Die Braunen formieren sich.
An alle aus Mannheim:
Nazis raus aus unserer Stadt! Keine Chance für Fremdenhass und Gewalt!
Schönau, Viernheimer Weg / Blumenauer Weg (Unterführung), 16.10.04 - 12:00
Von MA nach Paris - Marianne Cohn-Collin, eine deutsche Jüdin im frz. Widerstand
Friedrich-Walter-Saal, Stadtarchiv, Collini-Center, Erdgeschoß, 20.10.04 - 19:00
Dr. Susanne Urban (Yad VAshem, Jerusalem) referiert zu diesem Thema im Rahmen einer Veranstaltung des Stadtarchivs MA und des Frauenkulturrats MA
Klaus - da hast Du eine wichtige Bilderserie geschossen!
@Falk Schaaf:
Diesmal bedauere ich es sehr, hier keine Admin-Rechte zu haben: Sonst würde ich deine Mitgliedschaft hier ohne zu Zögern sofort beenden.
Der Spruch "Jedem das Seine" am KZ in Buchenwald ist sicher einer der zynischsten Sprachverdrehungen der Nazi- Herrschaft - und JEDER Mensch hier in Deutschland sollte arge Bauchschmerzen bekommen, wenn er diesen Spruch bedenkenlos zitiert! es gibt VERBRANNTE WORTE - auch wenn sie in der Umgangssprache hermlos benutzt werden.
Dass die NS-Zeit KEINE Vergangenheit ist - dafür muss man sich nur die derzeitigen Aktivitäten von Reps und DVU und NPD anschauen; in der derzeitigen schlechten Wirtschaftslager finden sie im Lager der Hoffnungslosen, aber auch der ewig Gestrigen immer wieder ihre Sympathisanten und Mitläufer.
Wenn du mit Leuten geredet hättest, die auf dem Unterarm eine Nummer eintätowiert haben (wie ich es regelmäßig tue), würdest du deinen unsäglichen Kommentar sofort löschen - falls du verstehst, was du da geschrieben hast.............
W.
@Falk Schaaf:
Zunächst einmal bin ich der Meinung, dass du dich durch deinen Umgangston hier selbst ins Abseits stellst. Ich glaube dir, dass es sicherlich Menschen gab, die seinerzeit nichts von KZ-Lagern wußten oder wissen wollten. Allerdings bin ich auch sehr wohl der Meinung, dass man eine Meinung haben darf, auch wenn man nicht zur NS-Zeit gelebt hat. Jeder hat oder hatte schließlich Eltern/Großeltern und Lehrer, die man befragen kann/konnte, mal ganz abgesehen vom Geschichtsunterricht. Und wenn man sich auch nur ein bißchen mit dem Thema beschäftigt, so müsste eigentlich jeder wissen, dass man genau diese Gräueltaten, die nunmal passiert sind, nicht vergessen darf und aus der Vergangenheit lernen sollte.
Gruß Gerti
Danke an die Admins, dass der Beitrag eines Falk Schaafs, der die Gräuel des Nazi-Regims hier verharmloste,
gestrichen, sowie sein account gelöscht wurde.
Das wichtigste war ja den acount zu löschen.
Zum besseren Verständnis füge ich den entfernten Text nochmal ein:
Zitat Falk Schaaf:
"Habt ihr den Arsch offen?
JEDEM DAS SEINE wird heute noch regelmäßig benutzt und
jeder ist sich der bedeutung einig...jedem das seine!!!!
Ihr könnt doch nicht jedem Spruch, der während der NS Zeit benutzt wird ein Verbot aussprechen. Wenn ihr das machen würdet, dann wäre der Deutsche Wortschatz schon um die hälfte geschrumpft.
Die NS Zeit ist VERGANGENHEIT UND UNWIDERRUFLICH!!!!! Geht vorran mit eurem leben und trauert nicht den Taten nach, die eure Väter/Großväter vollbracht haben. Wisst ihr denn nicht, dass die meisten Deutschen überhaupt nichts von den KZ Lagern gewusst haben? Menschen in Weimar haben nichts von den Grauetaten in Buchenwald gewusst, obwohl das Lager nur ein paar Km entfernt lag.
Ich bin kein NS Spinner oder ein besserwisser. Ich kann es
nur nicht ab, dass Leute wie ihr, die höchstwarscheinlich
noch nichtmal auf der Welt waren, ihrem Senf zu einem
Thema abgeben worüber sie fast nichts wissen."
MfG
Falk "
Jetzt kann sich jeder ein Bild machen warum wir nie müde werden dürfen gegen das Vergessen zu kämpfen!
Ich denke, es kann nicht oft genug erinnert werden - beiträge, wie der entfernte zeigen, wie viele banalisieren wollen und am liebsten die Geschichte umschrieben...
Sprache IST auch Waffe - zu der des Dritten Reiches empfehle ich immer wieder ""LTI" - Lingua Tertii Imperii - von Victor Klemperer.
Danke an klaus für das Bild und an Wolfgang für seine sehr treffenden Worte.
Welch furchtbar dunkle Zeit.
Diesen Spruch verwende ich auch nicht mehr, seit ich davon weiß. Genauso wenig wie ich als Anmerkung je sagen könnte "Arbeit macht frei". Das sind gebrandmarkte Sprüche, die man nicht mehr verwenden sollte.
Per Zufall bin ich mit mehr als 1 ½ Jahren Verspätung auf dieses Bild gestoßen und war sehr erschrocken.
Danke dafür und für die Information. Ich dachte immer, ich sei sensibilisiert für das Thema, aber die Herkunft dieses Spruches kannte ich bis jetzt noch nicht. Er gehörte nicht zu den Sprüchen, die mir oft von den Lippen gingen, da er – auch ohne die „deutsch-arische“ Geschichte ohnehin schon nicht unbedingt meiner Lebenserfahrung entspricht, aber
Von nun an werde ich ihn auch nicht mal versehentlich benutzen – es bleibt im Halse stecken.
Hier wird wieder deutlich, wie wichtig und hilfreich gegenseitige Information ist. Nochmals: Danke!
Herzlichen Gruß, Ilse Mühlsteph
Wenn man sich schon mit dem sensiblen Umgang mit Worten auseinandersetzt: Wieso eigentlich "Ausgangstor"? Viele Menschen sind ja wohl nicht aus Buchenwald "herausgegangen".
@Axel: Unter Ausgangstor ist gemeint, dass der Text nicht von außen, sondern nur von innen zu lesen ist.
Selbstverständlich gingen die Bewacher dort ein und aus. (siehe die Baracken hinter der Schrift) Es ist richtig, dass da nur ein kleiner Teil der Insassen wieder raus kam, nach der Befreiung durch Einheiten der 3. US-Armee...
LG
Klaus
vergangen ist vergangen.. scheiße wars, gutzumachen ist es nie wieder.
jedem das seine kann freiheit bedeuten.. in diesem fall mehrere arten der freiheit und nichtfreiheit..
um den einen oder anderen mal aufzuklären: der spruch wurde nicht erst von den nazis erfunden und stammt auch nicht ursprünglich vom tor in buchenwald. der begriff suum cuique wurde schon vor 1500 jahren von kaiser justinian als rechtsgrundsatz verwandt.
@ Alle
Ich bin doch recht froh, dass es so viele Menschen gibt, die die Erinnerung an diese Greueltaten bewahren, damit sie sich nicht nochmal wiederholen!
@G.M.Pollmann: Dass es den Spruch schon vorher gegeben hat bestreitet keiner, aber mißbraucht in dieser menschenverachtenden Form haben es nur die Nazis!
LG
Klaus
Ich bin der Meinung, dass selbst die Redewendung nie ganz neutral war, bzw. beinhaltet sie ja gewissermaßen schon etwas Verachtendes - habe jedenfalls noch nie gehört, dass Jemand diese Worte gebraucht hat, um eine ehrliche, von Herzen kommende Toleranz auszudrücken.Im historischen Kontext betrachtet, haben die Nazis dieser Grundtendenz noch einmal ordentlich nachgeholfen - das Foto bringt mich fast zum Weinen, so etwas Abscheuliches den eigenen (Menschen-)Brüdern anzutun, ist eigentlich doch unvorstellbar, wäre es nicht geschehen. Eindrucksvolle Aufnahme, die einem diese schlimme Zeit wieder ins Gedächtnis ruft und einem die Macht der Worte vor Augen führt.
der spruch hatte ursprünglich eine völlig andere bedeutung und wurde eigentlich von dem schwarzadlerorden in der latainischen version gebraucht.was die nazis draus machten zeigst du ja hier sehr eindringlich. sehr gute aufnahme.
als "betroffene", denn 80 % meiner familie wurde ermordet.... bringt mir der spruch blankes entsetzen....
mir sagte mal jemand den spruch "jedem das seine mir das meine", wo ich DEN zusammenhang anders deutete.... und mir jmd. schrieb ich sollte das nicht schreiben. in mir kochten aber alle gefuehle von mord, emigration und zu oft widerspruechliche "akzeptanz" hoch....
und ich bin menschen gegenueber enorm vorsichtig (global) geworden....
vg D.