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SOMMERMORGEN IV von Hubert Bauer-Falkner

SOMMERMORGEN IV


Von 

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2.07.2002 um 22:52 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Büchlberger Sommermorgen! Ich bin auf dem Weg zur Arbeit. Mit dem Auto natürlich. Mit was sonst den. Ab und zu auch mit dem Fahrrad. Aber wirklich nur ab und zu. Ich fahre nicht über Passau nach Patriching zu meiner Arbeitsstätte. Ich fahre hinten herum. Das heißt über Oberkümmering., Wolkar, Büchlberg, Hutthurm, Fischhaus und Ruderting. Wo ist das den? Das ist etwas weiter. Dafür ist nicht soviel Verkehr. Ich muß auch keinen Stau durch stehen, wenn ich hinten herum fahre. Es ist ein schöner Sommermorgen im Juni. Ich bin spät dran. Was heißt spät. Ich fahre um halb acht Uhr von zu Hause los. Wie immer. Um 8 Uhr werde ich in der Arbeit sein. Spätestens. Denke ich. Wie immer. Doch die Strecke führt auch durch Büchlberg. Da sind immer Nebelfelder, ab und zu. Das weiß ich. Das habe ich schon öfters beobachtet. Weil ich ja immer hinten herum fahre. Heute auch? Die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich, aber die Sonne noch nicht. Ich sehe schon eine schöne Morgenstimmung vor mir. Vorerst nur gedanklich vor Augen, vor mir. Da weiß ich einen Platz bei Hutthurm. Da kann man diese Gedanken sehen. Da hat man eine schöne Aussicht auf Büchlberg, dort wo es auch Nebelfelder gibt. Nicht immer. Aber ab und zu. Das ist auf einer Anhöhe. Der Platz, die Wiese ist gleich neben der Straße. Man muß nur auf eine Straße einbiegen, die zu einem alten Hof führt. Gleich nach der Einbiegung muß man stehen bleiben. Kann man stehen bleiben, neben den Sträuchern. Von dort kann man den Sonnenaufgang über Büchlberg und die Nebelfleder beobachten, genießen, fotografieren. Wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Also wenn die Sonne hinterm Firmament gerade aufsteigt. Gibt es herrliche gelblich- orangefarbene Stimmungen im diffusen Sonnenlicht am Morgen durch Nebelfelder auf sanftwirkende hügelige Landschaft. Ich glaube ich komme gerade zur richtigen Zeit an den richtigen Ort, gerade vorbei. Ich habe aber normal nicht viel Zeit. Ich bin ja auf dem Weg zur Arbeit. Ich muß ja zur Arbeit und Geld verdienen. Das ich brauche. Auch für Fotografieren. Also darf ich mir ein bißchen Zeit nehmen auf dem Weg zur Arbeit. Aber woher? Ich habe Gleitzeit. Gott sei Dank. Also habe ich jetzt Zeit. Ein wenig. Ich kann ja etwas später in die Arbeit kommen. Und weil ich ja gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin. Als Hobbyfotograf, natürlich mit Kamera und Objektiven im Fotorucksack, im Kofferraum, im Ka. Das ist mein Auto. Der heißt so. Das ist kein Hund. Ich habe keinen Hund. Ich habe eine Kamera. Ich bin Hobbyfotograf. Als Hobbyfotograf kann man aber nicht immer Fotografieren. Vor allem dann nicht, wenn z.B. schönes Wetter oder eine schöne Lichtstimmung oder Wetterstimmung ist, weil ich ja arbeiten muß. Das ist meistens so. Ich muß also, ich darf also deshalb auch jetzt kurz am Morgen fotografieren. Einige Minuten nur. Eine viertel Stunde. Das reicht. Länger dauert die Morgenstimmung auch nicht. Ich genieße es noch kurz. Nach dem vielen Fotografieren. In einer viertel Stunde. Drei Filme, a 36 Aufnahmen. Es ist schön hier auf dieser Anhöhe. Auf dem Weg zur Arbeit. Hinten herum.

Sommermorgen

Morgensonne hell entfacht.
Sonnenstrahl des Himmels Macht.

Lichtermeer diffuses Trübe.
Landschaft wiegt sich nebelig müde.

Farbenstimmung roter Ton.
Sanfte Hügel warten schon.

Wiesen Wälder eingetaucht.
Harmonie sich angehaucht.

Zittrig Wolken Wind getrieben.
Weiß auf Blaues war geschrieben.

Luft und Erde sich vermischen.
Form, Konturen sie verwischen.

Aus der Diashow: Die vier Jahreszeiten im Waldgebirge!

Anmerkungen:

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Elke Benz, 2.07.2002 um 23:16 Uhr

Uff,ne Menge Text.Hat sich aber gelohnt.Das was Dir mit dem Auto passiert,passiert mir mit dem Fahrrad(dann kann ich direkt am Rheinufer langfahren und überall anhalten).Ich hab auch Gleitzeit und einen gnädigen Chef(das ist auch schon mal 10.00 geworden).
Das ist eine sagenhafte Morgennebelstimmung(Neid).
Gruss Elke



Gerd Rossen, 2.07.2002 um 23:21 Uhr

Der helle Wahnsinn ... sowas habe ich hier noch nicht erlebt ... na ja, bin auch Langschläfer, vielleicht liegts daran ...

Grüsse, Gerd



Roland Goeb-Hecklau, 3.07.2002 um 1:00 Uhr

eine wunderbare serie -ich weiß garnicht was ich sagen soll- beneide dich für den schönen morgen- und jetzt ist es schon wieder so späht.. aber es regnet -da werde ich nichts versäumen. und so schöne anhöhen haben wir auch nicht hier im norden.
gute nacht
gruss roland



Günter Lange, 3.07.2002 um 8:15 Uhr

Hallo Hubert,
das ist mein Favorit dieser Serie. Wunderbare Farben in dieser gut eingefangenen Morgenstimmung. Der Text ist ebenso klasse. Ich muss zugeben, ich weiss nicht, ob ich nach so einen Anblick noch Lust auf Arbeit hätte. Vielleicht solltest du dir noch ein Handy zulegen. Dann kannst du deinem Chef gleich beim Sonnenaufgang mitteilen, das du einen Tag Urlaub brauchst...wenn du wieder mal hinten herum fährst.

Viele Grüße
Günter



Thorsten Hagedorn, 3.07.2002 um 8:17 Uhr

Meiner Meinung nach das schönste der Serie. Tolle Morgenstimmung und gute Werbung für den Bayerischen Wald. Vieleicht fahre ich dieses Jahr wieder hin, wenn's da nur nicht so viele Zecken geben würde.. Man sieht mal wieder, dass man die kamera immer dabei haben sollte, auch auf dem Weg zur Arbeit.
Schöne Grüße
Thorsten



Andras Fabian, 3.07.2002 um 8:47 Uhr

Also das Bild ist wirklich stark. Die Farben ... wahnsinn. Ich stelle mitr vor, dass das Ganze die vollendete Wirkung hätte wenn die Bäume in der Nähe noch etwas schärfer umrissen wären :-) (aber das sind nur so gedanke, denn eigentlich kommt die Stimmung auch so prima rüber).


Petra Kuhlmann, 3.07.2002 um 9:06 Uhr

Du verstehst es wirklich gut, besondere Stimmungen rüberzubringen...mir gefällt die ganze Serie, wobei natürlich dieses hier etwas besonderes ist...ich habe das Gefühl, über den Wolken in den Morgen zu schweben. Der Maler in mir überlegt schon, welche Farben er einsetzen kann :-)
LG Petra



Thomas Ermer, 3.07.2002 um 9:49 Uhr

Klasse. Weniger ist (manchmal) mehr.
Gruß Thomas



Detlef Liebchen, 3.07.2002 um 13:33 Uhr

Bildaufbau und Farben finde ich sehr ansprechend. EIn wenig mehr Kontraste und ich würde es glatt über mein Bett hängen. So geht das eigentliche Motiv etwas in dem Schleier unter.

Gruß Detlef



Frank Moser, 3.07.2002 um 18:17 Uhr

Wer hier Legastheniker ist, der muß ganz schön kämpfen...! Aber es lohnt sich!
Das Bild ist wirklich stark. Wunderbare Morgenstimmung mit sehr schöner monochromen Farbgebung. Darum stimme ich auch Thorsten und Günter zu.
Saustarke Arbeit! Mehr sog i net!
Gruß an Dich, alter Bayer, von Frank.



Hubert Bauer-Falkner, 3.07.2002 um 19:44 Uhr

Ja lieber Frank, haben wir den in der Pisa-Studie wirklich so schlecht abgeschnitten!


Martin Goblet, 3.07.2002 um 21:05 Uhr

Das Bild ist Top, und ich bin zu faul um heute noch den Text zu lesen. Vielleicht mache ich es morgen.
Mach weiter so.

Gruss
Martin



Gerd Rossen, 3.07.2002 um 23:51 Uhr

Jetzt, wo ichs mir zum zwieten mal anschaue, muss ich sagen, Du hast es ein wenig zu stark komprimiert. Gerade bei diesen leichten Farbübergängen stören die grössen Pixel etwas. Vielleicht noch mal neu hochladen, mit fast keiner Komprimierung... ??

Liebe Grüsse, Gerd



Karl Seidl, 12.05.2004 um 19:35 Uhr

Das sind immer die besten Bilder, die wenig zeigen
und viel ausssagen, wo die Objekte nicht farbig sind,
die Bilder aber strahlen.
Gratulation

Karl



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