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In einem Traum bin ich fähig gewesen zu fliegen, kopfüber, rückwärts, in jeder Lage, und gefährlich waren einzig der Erdboden und seine trügerische Festigkeit. Ich habe den Traum vom Fliegen verstanden. Es geht gar nicht um Freiheit, denn was sollte das schon sein? Es geht um die Möglichkeit des Absturzes.
Ich bin so gesättigt gewesen, so ü b e rsättigt, dass mir nichts mehr schmecken konnte. Alles hatte diesen klebrigen Geruch aufgewärmten Mittagessens, und als ich merkte, dass mein Verstand sich mit sich selber langweilte, merkte ich auch, dass der Verstand nicht mein Geschäft ist, dass er höchstens eine Tochterfiliale von mir bekommen wird. Sein Produkt ist wertlos ohne den Zusatz schallenden Übermaßes. Verzweiflung beispielsweise ist ihm nur Veranlassung zur Müdigkeit, weil er einzelne Wörter zu ernst nimmt, sie als Substanzen versteht statt als Behelf. Was also könnte ich in der Filiale "Verstand" vertreiben? Trügerische Festigkeit, ganz wie die des Bodens im Traum vom Fliegen. Reine Geldmacherei, dieses Geschäft, niemandem ist damit geholfen.
Nichts ist zu etwas gut, das nicht dem Leben dient. Der Boden wird gefährlich, wenn er "Heimat" heißt statt "Pause". Der Traum vom Fliegen ist nichts anderes als Dankbarkeit für die Möglichkeit des Absturzes. Worte sind die Start- und Landebahn. Dazwischen ist es wichtig, gut zu atmen.
[ich werde geraume Zeit keine Dunkelkammer mehr haben, außerdem nahen Ende des Studiums und Neuorientierung... ich freue mich wahnsinnig darauf, wieder regelmäßig Kamera und Chemiekanister in die Hand nehmen zu können!]
Wenn die Vorstellung, es gäbe so etwas wie reine
Geldmacherei, es sich zu leicht machte? Sie täuschte
Festigkeit vor, indem sie dieselbe verneint, und schützte
sie bloß vor sich selbst, die Erkenntnis, die (immer noch)
atmende [nicht mehr, nicht weniger]. ... interessante Perspektive! :-} pro
Look Book , 8.01.2009 um 20:15 Uhr
das müssen einfach noch mehr menschen sehen und lesen