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Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisen-Bläuling
(Glaucopsyche nausithous) gehört zu den wohl erstaunlichsten Faltern Europas (dies gilt auch für die anderen Ameisenbläulingsarten).
Der Falter lebt fast nur im eng begrenzten Umfeld des Großen Wiesenknopfes (Sanguisorba officinalis), er ernährt sich von seinem Nektar, schläft, balzt und paart sich auf ihm und das Weibchen legt schließlich ihre Eier darauf ab, wenn er kurz vor dem Aufblühen steht.
Nach circa acht Tagen schlüpfen die Raupen, bohren sich in eine Blüte und ernähren sich von ihr. Nach zwei bis drei Wochen haben sie ihre Gestalt verändert, die gelblich weißen Raupen werden durch das Fressen der Wiesenknopfblüte rot und sie bekommen ein asselähnliches Aussehen. Nun kriecht die Raupe aus der Blüte und läßt sich auf den Boden fallen. Unter Pflanzen versteckt wartet sie jetzt auf einen ihrer Todfeinde, die Rotgelbe Knotenameise (Myrmica rubra).
Da die Raupe über spezielle Duftdrüsen, mit denen sie vermutlich den Duft der Ameisenbrut imitiert, und über Honigdrüsen verfügt, wird sie von den Ameisen nicht angegriffen, sondern mit den Fühlern betrillert und ins Nest geschleppt. Um die Täuschung perfekt zu machen, krümmt sich die Raupe und bläht ihre vorderen Körper auf, so daß sie einer Ameisenlarve ähnelt.
In den unterirdischen Brutkammern frißt die Raupe einen Teil der Brut der Ameisen und wird auch noch von den Ameisen versorgt. Der Ameisenbau, in dem sie 10 Monate bleibt, bietet der Raupe neben Nahrung auch Schutz und einen warmen Ort zum Überwintern.
Im Juni des folgenden Jahres verpuppt sich die mittlerweile recht dicke und große Raupe. Rund 25 Tage dauert das Puppenstadium, danach müssen die geschlüpften Falter so schnell wie möglich den Ameisenbau verlassen, da sie ihre Gastgeber nun nicht mehr täuschen können. Als Schutz gegen die Attacken der Ameisen, ist der ganze Körper der Falter mit wolligen Schuppen bedeckt, die in den Kiefern der Angreifer zurückbleiben, wenn sie zubeißen. Erst an der Erdoberfläche pumpen die Falter Luft und Flüssigkeit in ihre Flügel, die sich dann strecken und aushärten.
Diese doppelte Abhängigkeit der Schmetterlinge von Ameisen und Pflanzen führt dazu, daß die Ameisenbläulinge auf den Roten Listen bedrohter Tierarten stehen.
Was für ein tolles Foto - und die Informationen vom
Feinsten. Sehr interessant. Immer wieder staune ich
über die Wunder der Natur.
Schönes Wochenende auch für dich.
LG charly
Hallo Gunther,
danke für den sehr ausführlichen und informativen Text.
Habe ihn mit Interesse gelesen, das Bild ist natürlich auch sehr gut, wie immer !
lg Stefan
Ich nehme mal an, Königsbrunn? Schön, dass Du uns den präsentierst, ich komm leider nicht da raus. Eine gelungene Aufnahme von diesem Exemplar.
Gruß Ingolf
Das Foto ist zwar dunkel, doch die Farben sind schön und der Falter ist in wunderbarem Detailreichtum dargestellt - klasse!
Der Text ist sehr interessant. Ich staune immer wieder, was die Natur hervorgebracht hat! Danke für diese kleine Naturkundelektion!
lieber Gunther...
ein wunderschönes Bild......
habe gerade mit großer Freude und staunend Deine Fantastischen Aufnahmen genossen...es ist goßartig, was Du hier alles zeigst... Kompliment
lg aus München
Petra
Hallo Gunther,
eine sehr schöne Aufnahme, ich habe dieses Jahr nur ein einziges mal einen Bläuling aufnehmen können.
Naja, vielleicht nächstes Jahr. :o)
VG Dirk
Diesen herrlichen Falter hast Du wieder wunderbar abgelichtet auch Deine Info ist wieder sehr interessant... großartig was die Natur alles zustande bringt!
LG Petra
Das ist ein hinreißend schönes Falterchen von Dir in wunderbarer Kombination mit der Lebensblüte. Schade dass sie so selten sind und gar vom aussterben bedroht.
NWEG Marianne
Ein tolles Foto mit klasse Infos!
Vor ein paar Jahren konnte ich mal ein Weibchen bei der Eiablage beobachten, seitdem habe ich keinen mehr gesehen.
LG Andreas
Das Ist ja mal wieder dermaßen raffiniert ausgeklügelt.Solche Informationen könnte ich Stundenlang lesen.Fantastische Tierwelt.Auch die Präsentation des Falters ist mal wieder perfekt gelungen.Dir auch ein schönes We.LG Andreas
Da ich annehme das du so gut wie möglich die Naturgetreue Abbildung dieses Falters hier zeigst möchte ich dir ein Dankeschön aussprechen auch für deine Ausführung.
Dieser Falter war mir bis Dato unbekannt.lg.Rolf