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du hast mal geschrieben, dass unter den besseren bildern meist die wenigsten anmerkungen stehen. demnach müsstest du nur noch schund hochgeladen haben, denn der sturm auf deine bilder wird mehr und mehr, wie ich finde. soviel zur theorie...
dein equipment verspricht dir gute tonwerte oder tolle schärfe, aber viel neidischer bin ich auf die tollen momente, die du findest. auch dies ist ein bild, was mir sehr gefällt. nice
@Roman:
das mit den "wenigsten" Anmerkungen war vermutlich relativ gemeint von mir.
7 Anmerkungen unter Käse müssten 300 Anmerkungen unter Qualität nach sich ziehen. Ist aber nicht so.
Eine Kamera bzw. ein Objektiv alleine macht keine guten Tonwerte und keine angenehme Schärfe. Eine Kamera ohne Autofokus und manuell betätigt funktioniert gar nicht von alleine. Die Leicas sind wie Musik-Instrumente, deshalb liebe ich sie. Jemand der sich nicht wirklich intensiv und ausgiebig mit einer Stradivari beschäftigt, entlockt ihr gar schreckliche Tonwerte. Aber das weißt Du ja (prinzipiell gemeint, überhaupt nicht auf mich im Besonderen bezogen).
Das + gab ich gern für Deine wunderbar emotionale Fotografie voller Harmonie.
VG, Johannes
du hast viel feedback und das zurecht. nicht zuletzt durch deine wachsende popularität, die wiederum von deiner arbeit her rührt. is ja toll, dass es so ist.
ja, ich weiss - ich knips ja auch nicht mehr mit af. aber ganz ehrlich - mehr kann ich aus der d60 nicht mehr rausholen. da gibts halt grenzen. hab heut mal m8-dngs getestet - ein traum gegen meine knipsbüx-quali.
@Roman Tripler....seit wann machen gute Tonwerte und eine tolle Schärfe ein gutes Bild aus? Das Einzige was in der Fotografie zählt ist der Moment - der Rest ist Sekundär. Und was ist bitte am AF so verkehrt? Wenn er da ist, sollte man ihn nutzen - oder besser gesagt ist es Situationsabhängig - die Leica M9, oder M8 ist eine Kamera für Puristen - und das ist auch gut so. Und egal ob Leica, Canon, Nikon, etc....wer mit seiner "Stradivari" spielen kann wird auch dementsprechend gute Bilder machen. Und es ist sicherlich ein Trugschluß zu glauben - ich kauf mir eine Leica und mach dann gute Bilder - die Bilder macht in erster Linie der Fotograf - die Kamera ist nur sein Werkzeug - je besser der Fotograf wird umso besseres Werkzeug wird er sich kaufen - die Nuancen sind zum Teil sehr gering, die nur Leute sehen, die sich ernsthaft mit Fotografie auseinandersetzen.
Beispiel: 10 Fotografen, selbes Equipment - ein Motiv - und jeder macht ein anderes Bild. ;-)
>>seit wann machen gute Tonwerte und eine tolle Schärfe ein gutes Bild aus? Das Einzige was in der Fotografie zählt ist der Moment - der Rest ist Sekundär.
das halte ich für waghalsig formuliert.
klar ist nicht das equipment entscheidend für ein gutes motiv, aber es hebt das niveau einer arbeit noch einmal an. anders herum - ich habe eher selten erfolgreiche bilder gesehen, die technisch mäßiger qualität entsprachen und ich hab nich wenig gesehen - live, nich im netz. ich habe übrigens nicht geschrieben, dass die genannten merkmale ein generell ein gutes bild ausmachen. da musste meinen ersten text noch mal lesen. was ich mit meinen anmerkungen sagen wollte, war, dass die gute qualität des equipments die qualität der bilder von johannes mit breitem strich unterstreicht. ja, auch mit ner leica kann man viel falsch mache, aber das ist hier ja nicht der fall.
>>Und was ist bitte am AF so verkehrt? Wenn er da ist, sollte man ihn nutzen - oder besser gesagt ist es Situationsabhängig - die Leica M9, oder M8 ist eine Kamera für Puristen - und das ist auch gut so.
nix is daran verkehrt. ich empfinde das manuelle fokussieren selbst an meiner kleinen büchse mittlerweile als angenehmer, da ich meinen schärfe-bereich optisch genau definieren kann und es einem das gefühl gibt, wie johannes es für seine m9 beschrieben hat. es fühlt sich wie ein instrument zu spielen an. man komponiert anders mit einem mf. jedenfalls trifft das für mich bei streets zu.
>>Und egal ob Leica, Canon, Nikon, etc....wer mit seiner "Stadivari" spielen kann wird auch dementsprechend gute Bilder machen. Und es ist sicherlich ein Trugschluß zu glauben - ich kauf mir eine Leica und mach dann gute Bilder - die Bilder macht in erster Linie der Fotograf - die Kamera ist nur sein Werkzeug -
richtig. ne m9 ist aber auch ein großer gewinn gegenüber einer d60 - einen vollformatsensor zu haben und super linsen, die einem etwas mehr spielraum geben.
>>je besser der Fotograf wird umso besseres Werkzeug wird er sich kaufen - die Nuancen sind zum Teil sehr gering, die nur Leute sehen, die sich ernsthaft mit Fotografie auseinandersetzen.
wenn er ordentlich pinke hat. und nuancen sind immer gering ;) das bedeutet das wort. die unterschiede der kameras sind meines erachtens über die sensorqualität hinaus sehr groß. geh mal mit ner 1d oder d3 dezente streets machen...
ich denke, Ihr meint beide das Gleiche, mit fein unterschiedlichen Nuancen.
Aus einer Stradivari kann ein Meister natürlich Unglaubliches herausholen, aber die Aufnahmen von Charlie Parker auf einem Plastiksaxophon (er war mal wieder pleite) sind trotzdem ganz wunderbar und unübertroffen.
Auch mit einer selbstgebastelten Lochkamera kann gute Fotografie gemacht werden.
Ich habe in so manchen Ausstellungen herausragende Fotografie in nicht besonderer technischer Qualität gesehen. Natürlich wäre es schön, wenn die technische Qualität hohes Niveau hat, aber das ist ganz einfach nicht immer möglich. Und ist dann halt auch nicht wichtig.
Seit es Photoshop und Hilfs-Softwares gibt, sehen viele Bilder technisch ganz gut aus, sind aber großer Mist.
Autofokus ist hin und wieder praktisch, aber unnötig.
Was Roman in Bezug auf mich sagt, möchte ich gern kommentieren, da ich ein leidenschaftlicher Exhibitionist im seelischen, geistigen, kreativen Sinn bin.
(von unten nach oben ... *g*):
also, Pinke habe ich leider keine, aber für eine große Liebe verzichte ich gern auf Auto, Klamotten oder Essen gehen. Das heißt nicht, dass ich splitternackt durch Kreuzberg spaziere. Das Auto fällt auseinander und bleibt lieber stehen, als dass es läuft nach bald 20 Jahren. Fahrrad hat eh fast nur Vorteile. Und essen tue ich auch ausreichend.
Ratenzahlung ermöglichte mein Equipment. Meine Reisen sind immer sehr billig, 350 EURO Berlin - Delhi und zurück, dort braucht man kaum Geld.
Den Leuten, die sagen, ich kann mir eine gute Kamera nicht leisten, aber 3 x die Woche in ner Kneipe essen, trinken und rauchen, fehlt die Passion, sonst würden sie das ändern.
Feed back in der fc hatte ich von Anfang an, vor 3 - 4 Jahren mehr als heute.
Im der um Welten wichtigeren Realität hast Du Recht, da wird es besser, was ein völlig normaler Prozess ist, wenn man lange, konsequent, selbstkritisch und mit unbedingter Liebe (Liebe, nicht Narzissmus) seiner Leidenschaft nachgeht.
Folgend ein paar Beispiele der allerersten Anfänge meiner Knipserei. Selbstverständlich würde ich nach 12 Jahren Erfahrung einiges anders machen. Dass da ein fc-Sternchen dabei ist, sollte wurscht sein, ich verlinke es, weil ich es trotz einiger Schwächen mag und weil es tatsächlich, wie die anderen Beispiele auch, nach wenigen Wochen meiner Fotografiererei aus meiner Kamera kam. Equipment hatte (Body und Objektiv) gerade mal ein paar hundert Deutsche Mark gekostet.
Hätte ich damals über mehr Erfahrung in der Dunkelkammer verfügt, wären die Bilder so, dass niemand sehen könnte, wenn sie an der Wand hängen, mit welcher Ausrüstung ich an die Sache rangegangen bin.
Ich kenne einen jungen aufstrebenden Berliner Profifotografen und ihm gefallen die Leica-RAWs (DNGs) überhaupt nicht besonders. Er sit mit seiner Canon digital (nicht mal eine der teuren Profikameras) zufriedener.
Im Übrigen sind die besten Canons und Nikons weitais teuerer als die beste Leica (im digitalen Sektor)
Bei Roman und Alexander gebe ich sehr gern ausführlich Auskunft, ich schätze beide sehr und bin von ihrem Talent gepaart mit honetter Philosophie überzeugt.
@Roman Tripler....danke erstmals für Dein ausführliches Statement. Ich möchte eigentlich den Worten von Johannes nichts mehr hinzufügen, ich denke er hat es sehr passend "umschrieben". Nur ein kleines Schlüsselerlebnis in meinem Leben möchte ich hier noch als Denkanreiz geben.
In München war eine Ausstellung über Henri-Cartier Bresson. Bei dieser Ausstellung war auch ein Film von ihm zu sehen. Er erzählte über die Art wie er fotografierte und berichtete wie er Menschen portraitiert. Er erzählte in einem bewußt gewählten monotonen Ton, dass er zu den Leuten nach Hause ging, sie in ihrer gewohnten Umgebung über ihr Leben erzählen ließ und dabei die Kamera in Bereitschaft hielt um plötzlich im passenden Moment - BAAAAM - das Foto zu machen - dieser Moment riss mich förmlich aus dem Stuhl - die Begeisterung dieser Art war faszinierend - und das war er DER MOMENT - und genau das ist es, was Fotografie ausmacht, egal in welchem Bereich - das Equipment bezeichnete er ebenfalls als Sekundär.
@Johannes....danke für die netten Worte, ich dachte ich wär Talentfrei....*gg*...ach ja und Du weißt ja für mich bist und bleibst Du der Henri-Cartier Bresson des 21. Jahrhunderts....auch wenn Du das nicht hören willst. :-)))))))))
geht mir genau so.
deine (alexander) ausführungen treffen für street photography vollends zu, es gibt aber auch andere sujets, die diesen BAAAM-moment nicht benötigen. da ich gerade darüber geblogt hatte: mitch epstein mit american power wäre ein beispiel. aber ich versteh, was du meinst.
danke euch beiden
vg
roman
oh, hier wird ja gar nicht rumgegiftet.
Seht, seht.
Ein Bild von JB und kein Rumlästern?
Es besteht also noch Hoffnung...
Freut mich sehr denn es geht doch um gute Fotografie, gelle.
Das Bild beeindruckt mich sehr, der intensive Blick, schwarzweiß und nicht zuletzt der niedrige Standpunkt des JB verleihen dem Bild die nötige Würze um es längern anzusehen.
pro
@Emily von der Laggies: wie jetzt? Zensur und Meinungsmanipulation in einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft? Wie geht so was? Was wurde denn da so schlimmes geagt?
Sabine R. Görlich, 26.11.2010 um 18:22 Uhr
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