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Jena, Einkaufszentrum "Neue Mitte" im Grundbau des Zeiss-Hochhauses und alte Mitte, 2004. Nikon F 801s mit Nikkor f/3,5-4,5 18-35 mm auf Kodak Elitechrome 400. Scan: Nikon Coolscan V ED mit 3000 ppi (12 Megapixel). Bearbeitung: Ulead PhotoImpact 11 (Tonwertkorrektur, Kontrastanhebung).
Nein, das war so gewollt, auch wenn das alle sagen, deren Bilder man kritisiert. Aber in der Tat geht es hier um den harten Kontrast; den zwischen dunkel und hell und zwischen alt und neu. Und natürlich um die Frage, was hier die "Neue Mitte" sein soll. Um das Ganze zu verstehen, müsstest Du vermutlich Jena besser kennen. HG Eckhard
Das Bild gefällt mir auf Grund der kontrastreichen Bildinhalte (Aussagen).
Hier scheint nicht nur Licht und Schatten zu korrespondieren, sondern auch Alt und Neu.
Evtl. hätte ich jedoch noch eine leichte Tonwert- und Kontrastkorrektur vorgenommen, um dieser Bildbotschaft eine Spur mehr Brillianz zu verleihen und so die Kontrastbotschaft dieses Bildes zu unterstützen.
LG Helene
Das Zentrum der Bildaussage besteht in der Tat in dem Kontrast zwischen Alt und Neu. Es ist in Jena sehr schön gelungen, den alten Baubestand mit dem neuen Einkaufszentrum "Neue Mitte" zu verschränken, das sich im Sockel und im Erdgeschoss des eigentlich fürchterlichen Turms befindet, den man in die alte Stadtmitte Jenas zu Zeiten der roten Fortschrittsfreunde gerammt hat. Im Hintergrund ist auch der alte Johannistorturm am Eingang der Johannisstraße zu sehen, der zusammen mit dem nahegelegenen Pulverturm einen weiteren wirkungsvollen Kontrast mit dem Turm-der-nicht-sein-darf bildet. Dieser Kontrast wird gespiegelt durch die harten Licht-Schatten-Verhältnisse, die der sich zuerst äußernde Fotofreund in ihrer Bezogenheit auf die Bildaussage leider völlig falsch verstanden hat. Und natürlich ist der Titel "Eine Frage der Perspektive" auf die freche Bezeichnung "Neue Mitte" des Einkaufszentrums bezogen. Es ist ja eigentlich die alte Mitte oder jedenfalls ein Teil davon. Fototechnisches: Das Bild machte Schwierigkeiten; vielleicht sollte ich es noch einmal später bearbeiten, wenn sich meine Einsichten vermehrt haben, und dann wieder zur Diskussion stellen. Die Mehrfeldmessung, die ich leider statt der Spotmessung eingesetzt habe, und die bei Superweitwinkelaufnahmen mit hohen Kontrasten im Bild fast immer versagt, fasste die Treppe fast zu hell auf, und wenn ich den Kontrast weiter erhöhen würde, würden die hellen Stellen ausfressen. Ich schätze, ich werde noch einmal ein anderes Foto von diesem Motiv machen. HG, Eckhard
Lieber Eckhard ich hab mal wieder in deinem Archiv gestöbert und solche Bilder gefallen mir auch von berufswegen. Die unkoordinierte Überbauung der Innenstädte führt zu visuellem Chaos und Beunruhigung der Menschen. Jeder bauherr besteht heute auf seinem Recht und will seinen Baugrund maximal ausnutzen.
Und so sieht es dann hinterher aus.
Übrigens hast du deine 1.Bemerkung sicher ediert, denn so würde sie sich auf eine vorhergehende Anm. beziehen, die nicht da ist ;-) einen schönen Tag dort, wo Goethe sagte: ...in Weimar, Jena lebt sich´s gut"
Lieber Gert, das Foto ist technisch etwas problematisch; ich habe es mit Diafilm aufgenommen und zu einer Zeit eingestellt, als ich die für den Diafilm notwendige technische Bearbeitung bei der digitalen Aufbereitung noch nicht beherrschte. Allerdings täuscht das Foto auch etwas über die für den Menschen wirksame Perspektive, da es mit 18 mm Brennweite auf Kleinbild aufgenommen wurde, also einen unnatürlich großen Bildwinkel hat. Die erste Anmerkung enthielt die Vermutung, dass das Licht wohl ungünstig gewesen sei. Leider hat der Fotofreund die Anmerkung nach meiner Antwort gelöscht. Eckhard
Lieber Werner, zu der Zeit, als ich dieses Bild einstellte, wusste ich noch nicht, wie ich sie für diesen Zweck optimal bearbeiten müsste. Heute würde ich es nachschärfen und den Kontrast erhöhen. Allerdings würde es dann etwas diese traumhafte Atmosphäre verlieren. So ist es vielleicht doch ganz gut, dass es so eingestellt wurde. Eckhard
Lieber Werner, das Ulkige bei Traum-Empfindungen ist ja, dass die geträumte Szene oft gar nicht so hell wie die Realität ist, wenn ich es recht sehe. Es ist, als ob das Bewusstsein zugleich mit dem Traum auch den Eindruck vermittelt, dass es tatsächlich etwas Vorgestelltes ist, aber nicht die Realität. Eckhard