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@ Christian
Gesehen schon. Fotografiert selten. Gut und sensibel fotografiert noch seltener. Viel zu zeigen ohne die Privatsphäre zu öffnen - hier ist es gelungen.
@Ulrich: Durch das Bild in der Hand bildet es eine Verbindung in die Vergangenheit. Und ich finde es traurig, das selbst die Vergangenheit Vergangenheit ist. Menschen erinnern sich immer wieder gerne an die Vergangenheit, sind teilweise sehr stolz auf sich, wie sie damalas waren. Aber hier stirbt mit einem Menschen seine ganz persönliche Erinnerung. Verstehst Du? Die Gedankenwelt eines Menschen ist eine ganz eigene und eine sehr große, gefühlvolle Welt.
@ alle: Also, da ich der Einzige bin, der Vorbehalte hat, ziehe ich freiwillig den Kopf ein, bleibe aber bei meinen grundsätzlichen bedenken, und wenn es nur wegen der technik ist.
Vieleicht liegts auch daran, dass wir hier im nahen Osten täglich geballt mit dem Tod konfrontiert sind und scharfe leichenteile zum Handwerk gehören (das sollte zynisch sein, nur, damits nicht missverstanden wird)
ÜBRIGENS: Ich hab natürlich NICHT SKIP gevotet!!! (auch natürlich nicht CONTRA)
mei - ich bin schon ein wenig sprachlos, wieviele menschen dies bild anspricht - und verstehe es auch wiederum. der tod zeigt sich hier in quasi unscheinbarer weise im vergleich zu den tagtäglich vielen toten im fernsehen, ein bild wie schon häufig gesehen, und doch bewegt es ungemein. eben in seiner reduziertheit - und danke für eure sehr interessanten beiträge und anteilnahme.
oh barbara... das bild macht mich fast sprachlos.
dann noch das foto im foto, es erzählt so viel, ohne auch nur den ansatz der geschichte zu verraten, die dieser mensch hatte. dein bild lässt viel raum für eigene gefühle, erinnerungen u. gedanken. die gesetzte unschärfe im hinteren bereich unterstützt das, macht es vielleicht erst möglich.
mich stimmt es auch traurig, denn die ehrliche ausseinandersetzung mit dem tod ist mir noch nicht gelungen.
respekt für dieses grandiose foto, barbara!
liebe grüsse, katharina
RESPEKT
ist zunächst das EINZIGE was mir spontan einfällt...
das foto ist technisch aus meiner sicht, sehr gut gestaltet uuuuund
inhaltlich: ERSTKLASSIG, LIEB UND ECHT einfach
AESTHETISCH IN HÖCHSTEM MASSE .....
Der Tod ist ein Dandy ...
ein gedicht vom f:
ja in echt auch ich lebte einst
und täts auch heut gern in der stadt
doch trüber sinn und leerer bauch
der nur zum drittel etwas satt
die drängen nicht auf lebens pfade
wer sich hingegen füllt
den wanst ganz ohne klagen
dem kommt das lebensglueck zu pass
den ganzen tanz erzeugt der magen
es ist ein tanz
auf schmalem
grat
danke
frau bacher für dieses foto
smack
weg
f
ps.: ich vote nicht...aber wenn ich voten würde, würde ich hier pro voten....
es ist gut dein Bild! Es gibt Menschengruppen für die es zum Trauer- Ritual gehört ein letztes Foto von ihren Angehörigen zu machen, als ich das noch nicht wußte, stand ich eines Tages recht verdutzt mit einer fremden kamera in der Hand, am Totenbett eines von mir betreuten Patienten, und sollte ein Bild machen. Um die Angehörigen nicht zu verschrecken, habe ich es getan, ohne zu hinterfragen, das habe ich erst bei Nachbesuchen, (ja das gab es vor einigen Jahren noch, heute leider nicht mehr, zumindest nicht im Rahmen der Aufgaben einer Gemeindeschwester)
Ich selber bin mit Tod und Sterben von Kindheit an vertraut, und bedingt durch meinen Beruf, werde ich immer wieder an die Endlichkeit meines Seins erinnert.
Ein wirklich tröstliches Foto, auch die Art der Aufnahme beeindruckt mich sehr, das hinführen zu den Händen, zu den Erinnungen, und dem Mitgeben von etwas vertrautem. Egal welche Einstellung wir selber von dem haben, was danach geschieht, oder sein sollte, es hat was sehr tröstliches, auch wenn man nicht ans ewige Leben, Fegefeuer usw. glaubt.
Danke für dieses *anschauen dürfen* LG Ute
@Ute: Ja, es hat was trösdtliches, wenn man daran glaubt, dass irgendwann einmal alles vorbei ist. Ich finde den Gedanken an ein Leben nach dem Tod schrecklich! Wie sollte man dann noch aus diesem "Teufelskreislauf" herauskommen. Irgendwann einfach NICHTS mehr - das finde ich auch sehr tröstlich. Hoffentlich wird es so sein ;-)
Wie beiläufig abgebildet - und deshalb gut.
Wenn Du innerhalb kurzer Zeit mehrere - Dir nahe stehende - Menschen zu Grabe getragen hast, wühlt das hier nicht mehr auf. Ich denke, das sollte es auch nicht.
Selbst die Beklemmung, die Dich normalerweise befällt, wenn Du einen Toten siehst, weicht dann einer Form von Gleichgültigkeit.
Was bleibt, sind Erinnerungen an schöne und weniger schöne Momente - für diesen kurzen Augenblick gemischt mit Trauer und Unverständnis - nicht selten auch mit Schmerz, Wut, Ratlosigkeit und Leere.
Das, was Dir fehlt, nimmst Du erst später wahr - in jenen Momenten, in denen Du Dich friedvoll und dankbar an diesen Menschen erinnerst.
Diesen Menschen, den Du zu Grabe getragen hast.
Servus
Lutz
P.S.: Christian hat recht: es ist ein bisl unscharf - auch die Hände :-)
Ich finde das Bild grossartig und gebe gerne mein Pro. Allerdings verstehe ich Otmar's einwand insofern als ich mich frage, ob Du das Gefuehl aller Angehoerigen im Griff hast, wenn sie "Ihren" Toten im Internet finden. (Vom schwer sondierbaren Willen des Verstorbenen ganz abgesehen) Da waere mehr Information sicherlich hilfreich.
Arved
Arved D., 20.11.2003 um 16:01 Uhr
Ich finde das Bild grossartig und gebe gerne mein Pro. Allerdings verstehe ich Otmar's einwand insofern als ich mich frage, ob Du das Gefuehl aller Angehoerigen im Griff hast, wenn sie "Ihren" Toten im Internet finden. (Vom schwer sondierbaren Willen des Verstorbenen ganz abgesehen) Da waere mehr Information sicherlich hilfreich.
Wie schon weiter unten angemerkt ist dieses Foto das beste das ich in der FC bisher gesehen habe.
Ich hätte gerne eine Erklärung Karl-Heinz warum das Foto hier daneben sein soll?
Hier werden männliche und weibliche Geschlechtsmerkmale, bluttriefende Akte, Fetischfotos etc. veröffentlicht wo kein Hahn danach kräht und dann soll eine dermaßen gefühlvolle Aufnahme eines Totenbettes daneben sein?
Nochmal Kompliment an Barbara Du hast mein innigstes Pro!
Wie schon weiter unten angemerkt ist dieses Foto das beste das ich in der FC bisher gesehen habe.
Ich hätte gerne eine Erklärung Karl-Heinz warum das Foto hier daneben sein soll?
Hier werden männliche und weibliche Geschlechtsmerkmale, bluttriefende Akte, Fetischfotos etc. veröffentlicht wo kein Hahn danach kräht und dann soll eine dermaßen gefühlvolle Aufnahme eines Totenbettes daneben sein?
Nochmal Kompliment an Barbara Du hast mein innigstes Pro!
auch mich beschäftigt die Frage, warum man Tote fotografieen muss. Die Absicht ist aber hier wohl eher DEN TOD darzustellen. Persönlichkeitsrechte wurden vermutlich kaum berührt, da der Tote vermutlich nur von den Angehörigen zu erkennen ist.
Handwerklich wünschte ich mir, neben den Händen auch das Foto noch scharf.so wirkt die Schärfeverteilung eher zufällig.
auch mich beschäftigt die Frage, warum man Tote fotografieen muss. Die Absicht ist aber hier wohl eher DEN TOD darzustellen. Persönlichkeitsrechte wurden vermutlich kaum berührt, da der Tote vermutlich nur von den Angehörigen zu erkennen ist.
Handwerklich wünschte ich mir, neben den Händen auch das Foto noch scharf.so wirkt die Schärfeverteilung eher zufällig.
wenn dieses Foto in die Galerie kommt, ist meiner Meinung nach eine Grenze überschritten, die zukünftig zu viel Unmut und Diskussion führen wird. Denn wer weiß, welche Themen noch hochgeladen werden.
Ich könnte es sehr gut verstehen - unabhängig von der Güte des Fotos, wenn das Bild gelöscht würde vom Betreiber.
wenn dieses Foto in die Galerie kommt, ist meiner Meinung nach eine Grenze überschritten, die zukünftig zu viel Unmut und Diskussion führen wird. Denn wer weiß, welche Themen noch hochgeladen werden.
Ich könnte es sehr gut verstehen - unabhängig von der Güte des Fotos, wenn das Bild gelöscht würde vom Betreiber.
ich finde es nicht grundsätzlich geschmacklos, und gerade durch dieses bild wird durch einsatz von schärfe und perspektive eine sehr pietätvolle darstellungsweise exemplifiziert
pro
Grüße, Christoph
ich finde es nicht grundsätzlich geschmacklos, und gerade durch dieses bild wird durch einsatz von schärfe und perspektive eine sehr pietätvolle darstellungsweise exemplifiziert
pro
Grüße, Christoph
Ich skippe, denn ich bin mit mir nicht einig.
Auf der einen Seite kann ich die Begründung/den Galerievorschlag von Ulrich voll akzeptieren; das Foto selbst finde ich auch ästhetisch, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass es sonst vorgeschlagen würde.
Ich sehe hier auch das Thema Tod im Vordergrund stehen und nicht als Zurschaustellung des Toten.
Vielleicht würde eine weitere Erklärung zur Entstehung des Bildes (hab ich die vielleicht übersehen??) zu einem besseren Verständnis beitragen - Fotograf beruflich mit dem Thema beschäftigt, Todesfall in der eigenen Familie o.ä.
Das würde mir ein wenig bei der Entscheidungsfindung weiterhelfen.
LG Do
Ich möchte solche Fotos genau so wenig in der Galerie sehen, wie gewaltverherlichende oder pornografische.
Man versucht doch trotz der Unschärfe im Hintergrund das Gesicht zu erkennen.
Ich denke mal, daß dieser Mann Dir nicht unbekannt ist und ich respektiere, wenn es so ist, daß Du dieses Foto zum Gedenken an ihn gemacht hast, aber wie gesagt, nicht hier zum ausstellen.
Ich möchte solche Fotos genau so wenig in der Galerie sehen, wie gewaltverherlichende oder pornografische.
Man versucht doch trotz der Unschärfe im Hintergrund das Gesicht zu erkennen.
Ich denke mal, daß dieser Mann Dir nicht unbekannt ist und ich respektiere, wenn es so ist, daß Du dieses Foto zum Gedenken an ihn gemacht hast, aber wie gesagt, nicht hier zum ausstellen.
fotografisch sehr eindrücklich umgesetzt! geschmacklos finde ich das bild nicht, hängt vielleicht auch von der beziehung der fotografin zum verstorbenen ab, oder? ein vergleich dieses bildes mit pornografie oder gewaltverherrlichung u.ä. scheint mir hier völlig fehl am platz. denke, dass auch solche bilder platz in der galerie haben dürfen. PRO!!
greetz,
beat
fotografisch sehr eindrücklich umgesetzt! geschmacklos finde ich das bild nicht, hängt vielleicht auch von der beziehung der fotografin zum verstorbenen ab, oder? ein vergleich dieses bildes mit pornografie oder gewaltverherrlichung u.ä. scheint mir hier völlig fehl am platz. denke, dass auch solche bilder platz in der galerie haben dürfen. PRO!!
greetz,
beat
Man darf hier scheinbar wirklich nicht erwarten, das ein Bild wie dieses, so einfühlsam und "ästetisch" es auch fotografiert wurde, nur passende Komentare erhält...
Man darf hier scheinbar wirklich nicht erwarten, das ein Bild wie dieses, so einfühlsam und "ästetisch" es auch fotografiert wurde, nur passende Komentare erhält...
Ich empfinde dieses Bild in keiner Hinsicht als geschmacklos oder die Würde des Menschen verletzend.
Durch den Schärfe-Unschärfeverlauf ist das Gesicht unkenntlich, so dass hier nicht ein bestimmter Mensch identifiziert werden kann, was wohl auch nicht sein sollte.
Trotzdem weiß der aufmerksame Betrachter, um was es hier geht.
Verstorbene werden in Leichenhallen aufgebahrt, in der Kluturgeschichte gehört das Zeigen des Verstorbenen mit zur Trauerfeierlichkeit.
Und wenn dieses Thema so sensibel wie hier, abseits von jedem reißerischen Gesichtspunkt, verarbeitet wird, dann ist das eine fotografische Hochleistung, die es zu würdigen gilt.
Die verschiedentichen Vergleiche mit Akt-Fetisch-Prono oder sonstigen Aufnahmen liegen mE völlig neben der Sache.
Ich empfinde dieses Bild in keiner Hinsicht als geschmacklos oder die Würde des Menschen verletzend.
Durch den Schärfe-Unschärfeverlauf ist das Gesicht unkenntlich, so dass hier nicht ein bestimmter Mensch identifiziert werden kann, was wohl auch nicht sein sollte.
Trotzdem weiß der aufmerksame Betrachter, um was es hier geht.
Verstorbene werden in Leichenhallen aufgebahrt, in der Kluturgeschichte gehört das Zeigen des Verstorbenen mit zur Trauerfeierlichkeit.
Und wenn dieses Thema so sensibel wie hier, abseits von jedem reißerischen Gesichtspunkt, verarbeitet wird, dann ist das eine fotografische Hochleistung, die es zu würdigen gilt.
Die verschiedentichen Vergleiche mit Akt-Fetisch-Prono oder sonstigen Aufnahmen liegen mE völlig neben der Sache.
Das Voting kann nur persönlichen Umgang und teleologisches Umfeld des Betrachters mit dem Thema reflektieren. Die Generationen der Voter werden sich hieran scheiden.
Das Bild ist gut, wie es ist.
PRO
Das Voting kann nur persönlichen Umgang und teleologisches Umfeld des Betrachters mit dem Thema reflektieren. Die Generationen der Voter werden sich hieran scheiden.
Das Bild ist gut, wie es ist.
PRO
ich kann es nachvollziehen, wenn sich hier einige dazu äußern, dass der tod noch immer ein tabuthema ist, und sie deshalb fotos wie dieses hier für unangebracht halten.
aber respektos ist dieses nun wirklich nicht - ganz im gegenteil.
ohne jemanden etwas unterstellen zu wollen, gehe ich davon aus, dass einige derer, die sich über eine aufnahme wie diese aufregen (würden), eine große, bekannte tageszeitung lesen und dabei ganz sicher die reißerartikel nicht auslassen. hier kann es dem leser oft nicht blutig genug sein, aber über ästhetische aufnahmen wie diese wird der kopf geschüttelt...
als ich dieses foto öffnete, war ich im ersten moment auch "erstaunt", dieses hier zu sehen. auch ich habe probleme, aufnahmen von toten als "normal" anzusehen. nicht, weil ich sie nicht sehen will, sondern weil es meinerseits berührungsängste gibt. aber der tod gehört nun mal zu leben, und dieses sollten man sich einfach mal wieder vor augen führen.
für mich stellt dieses foto den tod dar, ohne die würde des verstorbenen zu verletzen. es ist eine gute aufnahme - respekt- und würdevoll.
PRO!
ich kann es nachvollziehen, wenn sich hier einige dazu äußern, dass der tod noch immer ein tabuthema ist, und sie deshalb fotos wie dieses hier für unangebracht halten.
aber respektos ist dieses nun wirklich nicht - ganz im gegenteil.
ohne jemanden etwas unterstellen zu wollen, gehe ich davon aus, dass einige derer, die sich über eine aufnahme wie diese aufregen (würden), eine große, bekannte tageszeitung lesen und dabei ganz sicher die reißerartikel nicht auslassen. hier kann es dem leser oft nicht blutig genug sein, aber über ästhetische aufnahmen wie diese wird der kopf geschüttelt...
als ich dieses foto öffnete, war ich im ersten moment auch "erstaunt", dieses hier zu sehen. auch ich habe probleme, aufnahmen von toten als "normal" anzusehen. nicht, weil ich sie nicht sehen will, sondern weil es meinerseits berührungsängste gibt. aber der tod gehört nun mal zu leben, und dieses sollten man sich einfach mal wieder vor augen führen.
für mich stellt dieses foto den tod dar, ohne die würde des verstorbenen zu verletzen. es ist eine gute aufnahme - respekt- und würdevoll.
PRO!
Es ist sicher bequemer ein werbefoto zu sehen. Nur leider dahinten ist ein haufen Lügen versteckt. Wahrheit abbilden oder sehen ist nicht so leicht...
pro mit Respekt.
Es ist sicher bequemer ein werbefoto zu sehen. Nur leider dahinten ist ein haufen Lügen versteckt. Wahrheit abbilden oder sehen ist nicht so leicht...
pro mit Respekt.
ich würde mir wünschen, das ein fürsorglicher Mensch mich bis zum letzten Atemzug begleitet,
das es diesem Menschen möglich sein darf und soll, ohne verletzende Worte, so zu trauern, wie er es möchte, und sei es, mit einem Foto das so viel Trauer, Zärtlichkeit, und Menschenliebe beinhaltet.
ich würde mir wünschen, das Menschen, die von Toleranz und Mitgefühl sprechen und schreiben, diese auch leben.
Ich würde mir wirklich wünschen, das jemand so ein Foto von mir macht.
Lieben Gruß Ute und danke Barbara
Ute Allendoerfer, heute um 11:43 Uhr
es ist gut dein Bild! Es gibt Menschengruppen für die es zum Trauer- Ritual gehört ein letztes Foto von ihren Angehörigen zu machen, als ich das noch nicht wußte, stand ich eines Tages recht verdutzt mit einer fremden kamera in der Hand, am Totenbett eines von mir betreuten Patienten, und sollte ein Bild machen. Um die Angehörigen nicht zu verschrecken, habe ich es getan, ohne zu hinterfragen, das habe ich erst bei Nachbesuchen, (ja das gab es vor einigen Jahren noch, heute leider nicht mehr, zumindest nicht im Rahmen der Aufgaben einer Gemeindeschwester)
Ich selber bin mit Tod und Sterben von Kindheit an vertraut, und bedingt durch meinen Beruf, werde ich immer wieder an die Endlichkeit meines Seins erinnert.
Ein wirklich tröstliches Foto, auch die Art der Aufnahme beeindruckt mich sehr, das hinführen zu den Händen, zu den Erinnungen, und dem Mitgeben von etwas vertrautem. Egal welche Einstellung wir selber von dem haben, was danach geschieht, oder sein sollte, es hat was sehr tröstliches, auch wenn man nicht ans ewige Leben, Fegefeuer usw. glaubt.
Danke für dieses *anschauen dürfen* LG Ute
ich würde mir wünschen, das ein fürsorglicher Mensch mich bis zum letzten Atemzug begleitet,
das es diesem Menschen möglich sein darf und soll, ohne verletzende Worte, so zu trauern, wie er es möchte, und sei es, mit einem Foto das so viel Trauer, Zärtlichkeit, und Menschenliebe beinhaltet.
ich würde mir wünschen, das Menschen, die von Toleranz und Mitgefühl sprechen und schreiben, diese auch leben.
Ich würde mir wirklich wünschen, das jemand so ein Foto von mir macht.
Lieben Gruß Ute und danke Barbara
Ute Allendoerfer, heute um 11:43 Uhr
es ist gut dein Bild! Es gibt Menschengruppen für die es zum Trauer- Ritual gehört ein letztes Foto von ihren Angehörigen zu machen, als ich das noch nicht wußte, stand ich eines Tages recht verdutzt mit einer fremden kamera in der Hand, am Totenbett eines von mir betreuten Patienten, und sollte ein Bild machen. Um die Angehörigen nicht zu verschrecken, habe ich es getan, ohne zu hinterfragen, das habe ich erst bei Nachbesuchen, (ja das gab es vor einigen Jahren noch, heute leider nicht mehr, zumindest nicht im Rahmen der Aufgaben einer Gemeindeschwester)
Ich selber bin mit Tod und Sterben von Kindheit an vertraut, und bedingt durch meinen Beruf, werde ich immer wieder an die Endlichkeit meines Seins erinnert.
Ein wirklich tröstliches Foto, auch die Art der Aufnahme beeindruckt mich sehr, das hinführen zu den Händen, zu den Erinnungen, und dem Mitgeben von etwas vertrautem. Egal welche Einstellung wir selber von dem haben, was danach geschieht, oder sein sollte, es hat was sehr tröstliches, auch wenn man nicht ans ewige Leben, Fegefeuer usw. glaubt.
Danke für dieses *anschauen dürfen* LG Ute
Wenn ich hier anfangen würde, käme ich sicher schnell auf Ignore bei einigen Leuten...
Darum nur kurz: Schärfe-Unschärfe-Diskutanten: nix verstanden, 6 - setzen!
Geschmacklos-Fraktion: Was zum Geier ist denn dann geschmackvoll?
Ah, so ja... Tod ansich ist geschmacklos?!. OK - aber schade, leider müssen wir alle mal ins Gras beißen. Sympthomatisch für eine Gesellschaft, die ihre Alten abschiebt und sich einem Jugendwahn hingibt...
Barbara, meine tiefen Respekt für diese Aufnahme. Du hast damit an diesem bedeutsamen Tag (Ja, Leute heute ist der Buß- und Bettag!) ein heikles Thema sehr gelungen umgesetzt.
Wenn ich hier anfangen würde, käme ich sicher schnell auf Ignore bei einigen Leuten...
Darum nur kurz: Schärfe-Unschärfe-Diskutanten: nix verstanden, 6 - setzen!
Geschmacklos-Fraktion: Was zum Geier ist denn dann geschmackvoll?
Ah, so ja... Tod ansich ist geschmacklos?!. OK - aber schade, leider müssen wir alle mal ins Gras beißen. Sympthomatisch für eine Gesellschaft, die ihre Alten abschiebt und sich einem Jugendwahn hingibt...
Barbara, meine tiefen Respekt für diese Aufnahme. Du hast damit an diesem bedeutsamen Tag (Ja, Leute heute ist der Buß- und Bettag!) ein heikles Thema sehr gelungen umgesetzt.
Dickes Pro!
lg manuel
Christian Hang, 20.11.2003 um 16:02 Uhr
wenn bilder von schwangeren, babys, verliebten, nackten und alten menschen eine existenzberechtigung haben, dann auch bilder deren inhalt der tod ist.
warum nicht?
geschmacklos keinesfalls
Christian Hang, 20.11.2003 um 16:02 Uhr
wenn bilder von schwangeren, babys, verliebten, nackten und alten menschen eine existenzberechtigung haben, dann auch bilder deren inhalt der tod ist.
warum nicht?
geschmacklos keinesfalls
ralf, ich kann dir nicht folgen. früher hat man totenmasken angefertigt, um dem gefühl und dem abschied auch ein gesicht zu geben. diese gesichter waren auch gesichter der toten und dieses verfahren hat eine sehr lange und anerkannte tradition, wird auch heut noch angewandt. ich finde dieses letzte erdliche bild sehr behutsam. es ist ein zeichen der sich wandelnden möglichkeiten der menschen, trauer um einen verlorenen menschen ausdruck zu verleihen. ich kenne einige, die ihre familienangehörigen in der trauerhalle ablichten, bzw. auch -lassen. das trägt zum verständnis des todes bei, meine ich. hier zeigt barbara ein solches bild, versteckt es nicht. ich finde das sehr mutig,vorbildlich. es ist EINER von vielen wegen, die trauernde gehen können. und das hat nichts mit geschmack zu tun, sondern mit erträglichkeit.
ralf, ich kann dir nicht folgen. früher hat man totenmasken angefertigt, um dem gefühl und dem abschied auch ein gesicht zu geben. diese gesichter waren auch gesichter der toten und dieses verfahren hat eine sehr lange und anerkannte tradition, wird auch heut noch angewandt. ich finde dieses letzte erdliche bild sehr behutsam. es ist ein zeichen der sich wandelnden möglichkeiten der menschen, trauer um einen verlorenen menschen ausdruck zu verleihen. ich kenne einige, die ihre familienangehörigen in der trauerhalle ablichten, bzw. auch -lassen. das trägt zum verständnis des todes bei, meine ich. hier zeigt barbara ein solches bild, versteckt es nicht. ich finde das sehr mutig,vorbildlich. es ist EINER von vielen wegen, die trauernde gehen können. und das hat nichts mit geschmack zu tun, sondern mit erträglichkeit.
Als Galeriekandidat, nur soweit "beispielhaft" für den Mut zum "totalen Knipsen" in jeder Situation und für den Geschmack jeden Schuß im Internet hochzuladen, mehr Nichts. Von mir kommt keine Empfehlung, diesem Beispiel zu folgen. Contra
Als Galeriekandidat, nur soweit "beispielhaft" für den Mut zum "totalen Knipsen" in jeder Situation und für den Geschmack jeden Schuß im Internet hochzuladen, mehr Nichts. Von mir kommt keine Empfehlung, diesem Beispiel zu folgen. Contra
Ja, der Tod ist ein Tabuthema!
Nein, die Darstellung ist nicht geschmacklos, nicht effektheischend oder sensationsgierig.
Alleine schon dafür, dass hier eine sehr tief gehende Diskussion um eines der zentralen Elemente unseres Daseins ausgelöst wurde, verdient ein großes
PRO - bei allem Respekt für diejenigen, die das hier anders sehen.
MfG
P. S:
Ja, der Tod ist ein Tabuthema!
Nein, die Darstellung ist nicht geschmacklos, nicht effektheischend oder sensationsgierig.
Alleine schon dafür, dass hier eine sehr tief gehende Diskussion um eines der zentralen Elemente unseres Daseins ausgelöst wurde, verdient ein großes
PRO - bei allem Respekt für diejenigen, die das hier anders sehen.
MfG
P. S:
viele schreiben hier, das bild selbst oder das veröffentlichen des bildes sei geschmacklos...
wenn sich guter, schlechter oder fehlender geschmack an gesellschaftlichen wert- und normvorstellungen orientiert, und - wie reinhard otto richtigerweise anmerkt - das öffentliche aufbahren, das 'zeigen des verstorbenen' ein ethnologisches und kulturhistorisches moment ist, dann würde ich meinen, dass die veröffentlichung dieses bildes dem vorherrschenden geschmack entspricht. zudem, wie schon mehrfach erörtert, keine persönlichkeitsrechte post mortem verletzt werden und die präsentation des körpers durchaus würdevoll geschieht.
ich gehe also davon aus, dass die vokabel 'geschmacklos' beschreiben soll, dass der persönliche geschmack des rezensenten/ der rezensentin nicht getroffen wurde. insofern, als jedoch in den meisten fällen keine weitere erläuterung erfolgt ('contra weil geschmacklos. punkt.'), ist der begriff 'geschmacklos' inhaltsleer, falls oben skizziertes zutrifft.
ich glaube, die meisten leser der kommentare hier wären dankbar für eine vertiefende erklärung der teilweise harschen ablehnung - das foto hätte es verdient, wie die diskussion zeigt.
viele schreiben hier, das bild selbst oder das veröffentlichen des bildes sei geschmacklos...
wenn sich guter, schlechter oder fehlender geschmack an gesellschaftlichen wert- und normvorstellungen orientiert, und - wie reinhard otto richtigerweise anmerkt - das öffentliche aufbahren, das 'zeigen des verstorbenen' ein ethnologisches und kulturhistorisches moment ist, dann würde ich meinen, dass die veröffentlichung dieses bildes dem vorherrschenden geschmack entspricht. zudem, wie schon mehrfach erörtert, keine persönlichkeitsrechte post mortem verletzt werden und die präsentation des körpers durchaus würdevoll geschieht.
ich gehe also davon aus, dass die vokabel 'geschmacklos' beschreiben soll, dass der persönliche geschmack des rezensenten/ der rezensentin nicht getroffen wurde. insofern, als jedoch in den meisten fällen keine weitere erläuterung erfolgt ('contra weil geschmacklos. punkt.'), ist der begriff 'geschmacklos' inhaltsleer, falls oben skizziertes zutrifft.
ich glaube, die meisten leser der kommentare hier wären dankbar für eine vertiefende erklärung der teilweise harschen ablehnung - das foto hätte es verdient, wie die diskussion zeigt.
hätte ich gewußt welches bild mich erwartet, hätte ich heute nicht gevotet.
muss man wirklich einen toten ablichten? nein sagen konnte er ja nicht mehr...
für mich ist mit diesem bild die grenze überschritten.
ein dickes CONTRA.
hätte ich gewußt welches bild mich erwartet, hätte ich heute nicht gevotet.
muss man wirklich einen toten ablichten? nein sagen konnte er ja nicht mehr...
für mich ist mit diesem bild die grenze überschritten.
ein dickes CONTRA.
Auch ich kann die Diskussion nicht ganz verstehen und glaube, dass einige derer, die hier aus "ethischen" oder Geschmacklosigkeits-Gründen contra voten, das nicht ganz durchdacht haben.
Für mich tun sich da Widersprüche auf:
Wenn ein Unbekannter auf dem Totenbett fotografiert wird, ist das geschmacklos, aber wenn es sich um eine berühmte Persönlichkeit handelt, dann ist das wertvoll?
Auch ich kann die Diskussion nicht ganz verstehen und glaube, dass einige derer, die hier aus "ethischen" oder Geschmacklosigkeits-Gründen contra voten, das nicht ganz durchdacht haben.
Für mich tun sich da Widersprüche auf:
Wenn ein Unbekannter auf dem Totenbett fotografiert wird, ist das geschmacklos, aber wenn es sich um eine berühmte Persönlichkeit handelt, dann ist das wertvoll?
Obwohl ich es letztendlich verstehen kann, bin ich überwältigt von der grossen Diskussion, die dies Bild ausgelöst hat. Das hätt ich nicht gedacht. Ich find das Bild als Fotografie nicht besser als andere die ich gemacht habe, die Schärfe/Unschärfe Relation trifft man in meinen Fotos häufig wieder, das Arbeiten mit allerletztem Licht und offener Blende ist auch nicht das erste Mal angewendet worden – hier ist das Motiv das bewegende Elelement im Bild.
Ja, es gibt sie, die Berührungsangst mit dem Thema Tod. Auch wenn im Fernsehen viele sterbende Menschen gezeigt werden, in Kino-Filmen wie in Dokumentationen und Nachrichtensendungen, so berührt uns das häufig weniger, denn auf meinem Foto sieht man einen Menschen wie Du und ich, einen Nahestendenden im doppelten Sinn - ich habe noch nie so nah an einem offenen Sarg gestanden.
Zudem hat so Mancher aufgebahrten Menschen die letzte Ehre erwiesen – meist jenen, die in der Öffentlichkeit standen – und somit Tote aus allernächster Nähe anschauen können – und niemand hat dies als geschmacklos empfunden. Doch ich vermute, eben weil es kein bekannter oder berühmter Mensch ist, löst dies Bild so viel aus.
Es zeigt Nähe, es ist keine Dokumentation.
Für mich ist das Bild ein Abschiednehmen-Bild. Es zeigt, wie ich von diesem Menschen mit all meinem Respekt vor seinem Leben, gemeinsam mit der Witwe des Verstorbenen Abschied genommen habe. Den Fokus habe ich bewußt auf die Hände gelegt. Blitzlicht habe ich in der Atmosphäre des zur-letzten-Ruhe-Gehens auf keinen Fall nehmen wollen – auch wenn die Dame vom Beerdigungsinstitut mir das gestattet hat. Das unter seine Hände geschobene Foto zeigt den emotionalen Hintergrund, die Anteilnahme beim Abschiednehmen, die Trauer. Und das sind Gefühle, die zum Leben dazu gehören. Das Foto berührt mich und schafft dennoch eine nachdenkliche Distanz.
Der kommende Sonntag ist der Totensonntag, wo der Toten gedacht werden soll. Dies ist mein Beitrag dazu.
Ich danke allen mit Nachdruck, die so intensiv und engagiert die Diskussion über das Bild geführt haben. Das ist mir noch viel wertvoller, als mit diesem Foto in der Galerie präsentiert zu werden.
Obwohl ich es letztendlich verstehen kann, bin ich überwältigt von der grossen Diskussion, die dies Bild ausgelöst hat. Das hätt ich nicht gedacht. Ich find das Bild als Fotografie nicht besser als andere die ich gemacht habe, die Schärfe/Unschärfe Relation trifft man in meinen Fotos häufig wieder, das Arbeiten mit allerletztem Licht und offener Blende ist auch nicht das erste Mal angewendet worden – hier ist das Motiv das bewegende Elelement im Bild.
Ja, es gibt sie, die Berührungsangst mit dem Thema Tod. Auch wenn im Fernsehen viele sterbende Menschen gezeigt werden, in Kino-Filmen wie in Dokumentationen und Nachrichtensendungen, so berührt uns das häufig weniger, denn auf meinem Foto sieht man einen Menschen wie Du und ich, einen Nahestendenden im doppelten Sinn - ich habe noch nie so nah an einem offenen Sarg gestanden.
Zudem hat so Mancher aufgebahrten Menschen die letzte Ehre erwiesen – meist jenen, die in der Öffentlichkeit standen – und somit Tote aus allernächster Nähe anschauen können – und niemand hat dies als geschmacklos empfunden. Doch ich vermute, eben weil es kein bekannter oder berühmter Mensch ist, löst dies Bild so viel aus.
Es zeigt Nähe, es ist keine Dokumentation.
Für mich ist das Bild ein Abschiednehmen-Bild. Es zeigt, wie ich von diesem Menschen mit all meinem Respekt vor seinem Leben, gemeinsam mit der Witwe des Verstorbenen Abschied genommen habe. Den Fokus habe ich bewußt auf die Hände gelegt. Blitzlicht habe ich in der Atmosphäre des zur-letzten-Ruhe-Gehens auf keinen Fall nehmen wollen – auch wenn die Dame vom Beerdigungsinstitut mir das gestattet hat. Das unter seine Hände geschobene Foto zeigt den emotionalen Hintergrund, die Anteilnahme beim Abschiednehmen, die Trauer. Und das sind Gefühle, die zum Leben dazu gehören. Das Foto berührt mich und schafft dennoch eine nachdenkliche Distanz.
Der kommende Sonntag ist der Totensonntag, wo der Toten gedacht werden soll. Dies ist mein Beitrag dazu.
Ich danke allen mit Nachdruck, die so intensiv und engagiert die Diskussion über das Bild geführt haben. Das ist mir noch viel wertvoller, als mit diesem Foto in der Galerie präsentiert zu werden.
Wundervolles Bild. Pro.
Ich finde es immer wieder schade, wie das Thema Tod im Moment von den meisten Menschen aus den Gedanken gedrängt wird. Tod gehört zum Leben, ohne Vergehen kein neues Entstehen.
Noch im letzten Jahrhundert war es btw. üblich, Photos von Verstorbenen zu machen, weil dies oft die einzige oder einzig bezahlbare Gelegenheit für die Photographie war. Dazu gibt es zwei wunderschöne Bildbände, die Beispiele von 1860-1930 zeigen, mehr dazu hier: http://www.sleepingbeauty2.com/
Wundervolles Bild. Pro.
Ich finde es immer wieder schade, wie das Thema Tod im Moment von den meisten Menschen aus den Gedanken gedrängt wird. Tod gehört zum Leben, ohne Vergehen kein neues Entstehen.
Noch im letzten Jahrhundert war es btw. üblich, Photos von Verstorbenen zu machen, weil dies oft die einzige oder einzig bezahlbare Gelegenheit für die Photographie war. Dazu gibt es zwei wunderschöne Bildbände, die Beispiele von 1860-1930 zeigen, mehr dazu hier: http://www.sleepingbeauty2.com/
Ich hatte mir ein skip vorbehalten, bis ich mehr Infos zum Foto habe.
Ich kann nun ohne Schwierigkeiten mit PRO voten, denn es gibt hier einige Beiträge (Ulrich Lindenthal, Antje Barghorn, Ute Allendörfer, Barbara Bacher), die mich beeindrucken und die die Worte gefunden haben, die mir zur Erklärung fehlten.
Danke für dein Bild!
LG Do
Oh, ein Toter im Voting. Der könnte ja die ganze schöne Galerie aus zusammengepixelten Sonnenuntergängen und sonstigen Nettigkeiten zerstören. Da muss man doch ...
PRO
Oh, ein Toter im Voting. Der könnte ja die ganze schöne Galerie aus zusammengepixelten Sonnenuntergängen und sonstigen Nettigkeiten zerstören. Da muss man doch ...
PRO
Pro - und Verwunderung über einige die hier laut 'geschmacklos' schreien. Ich kann verstehen dass manchen bei diesem 'Tabuthema' unwohl ist, aber geschmacklos? *kopfschüttel*
Pro - und Verwunderung über einige die hier laut 'geschmacklos' schreien. Ich kann verstehen dass manchen bei diesem 'Tabuthema' unwohl ist, aber geschmacklos? *kopfschüttel*
das wort "geschmacklos", was ja eigentlich "fade" bedeuten müsste hat mich schon immer befremdet, wenn es um empörung und dergleichen ging..nun aber habe ich endlich kapiert, warum:
"geschmacklos" begründet nicht inhaltlich, es grenzt nur aus, indem es einen nebulösen standard setzt. "WIR haben geschmack, die da nicht, die haben ballonseidene jogginganzüge, plastikvertäfelung an der wohnzimmerdecke und machen witze über schwangere frauen" - um mal ein paar typische "geschmacklosigkeiten" zu benennen. dieser begrif ist ist für mich ein zeichen von hilflosigkeit, die in dünkel umgesetzt wird. ähnlich wie "niveaulos". wenn ich nicht wirklich begründen kann, warum ich etwas ablehne, ist das ok, aber kritikwürdug, wenn auch verbreitet ist es, daraus eine hierarchie zu bauen, die dualistisch den eigenen standard über etwas anderes, hier das foto bzw die fotografin und ihre haltung, stellt.
pro. ho.
das wort "geschmacklos", was ja eigentlich "fade" bedeuten müsste hat mich schon immer befremdet, wenn es um empörung und dergleichen ging..nun aber habe ich endlich kapiert, warum:
"geschmacklos" begründet nicht inhaltlich, es grenzt nur aus, indem es einen nebulösen standard setzt. "WIR haben geschmack, die da nicht, die haben ballonseidene jogginganzüge, plastikvertäfelung an der wohnzimmerdecke und machen witze über schwangere frauen" - um mal ein paar typische "geschmacklosigkeiten" zu benennen. dieser begrif ist ist für mich ein zeichen von hilflosigkeit, die in dünkel umgesetzt wird. ähnlich wie "niveaulos". wenn ich nicht wirklich begründen kann, warum ich etwas ablehne, ist das ok, aber kritikwürdug, wenn auch verbreitet ist es, daraus eine hierarchie zu bauen, die dualistisch den eigenen standard über etwas anderes, hier das foto bzw die fotografin und ihre haltung, stellt.
pro. ho.
eins der überzeugtesten pro's von mir!
und meinen respekt an barbara!
der tod ist ein teil des lebens und verdient es, ebenso gezeigt zu werden.
und uli: tolle begründung! :)
eins der überzeugtesten pro's von mir!
und meinen respekt an barbara!
der tod ist ein teil des lebens und verdient es, ebenso gezeigt zu werden.
und uli: tolle begründung! :)
Absolut PRO!
Ich finde absolut nichts geschmackloses an diesem wirklich aussergewöhnichem Bild. Dass es nicht jeder mag, wenn das, was uns allen einmal bevorsteht so deutlich (und doch liebevoll!) gezeigt wird ist aber auch nachvollziehbar.
Ich emfehle jeden, sich die Ausstellung oder Bilder des jährlich stattfindenden "World Press Photo Award" anzusehen. Da sind immer wieder Fotos dabei die einen wirklich schlecht schlafen lassen. Reality bites - und doch ist es manchmal wichtig, sich diese vor Augen führen zu lassen. Nochmals Kompliment für das Foto!
LG
HELENA
"so, ich bin der tod, wir müßten jetzt .."
"CONTRA!"
"nein, wir müssen wirklich gehen, ich habe noch..."
"ich erschlag dich mit meiner digitalkamera!!!"
hier breche ich ab, ich weiß nicht, ob der tod lachen kann.
ach ja... und ich will mich auch bei Barbara für das Bild bedanken. Ich bedauere sehr das Ergebnis, aber wir sollen uns auch nicht täuschen: es war nichts anderes zu erwarten. Wir kennen mitlerweile sehr gut diese Galerie.
meine? *gg* keine ahnung. ich hab das nur schonmal erlebt. allerdings standen da die comments nicht doppelt drunter, sondern nur das ergebnis... ich hätt gern öfter pro gevoted als das eine mal, das normalerweise geht!
Wir schrieb ich heute, am 20.11.2003 um 16:02 Uhr:
Das Voting kann nur persönlichen Umgang und teleologisches Umfeld des Betrachters mit dem Thema reflektieren.
Die Generationen der Voter werden sich hieran scheiden.
Nun laßt Euch die beiden Sätze noch einmal auf der Netzhaut zergehen.
Bernd, resigniert? nein ich denke das Ergebnis ist gut, sogar sehr gut, für ein Foto das nicht unbedingt unseren Sehgehwohnheiten hier in der Fc entspricht.
Diese Diskussion hat mich in weiten Teilen beeindruckt.
ich sage danke an alle die hier ernsthaft ihre Meinung mitgeteilt haben. Lieber Gruß Ute
...so ein Ärger mit der Galerie. Hier wurde noch keines der Bilder reingewählt, das ich wirklich bewundere. Habe ich so eine seltsame Vorstellung von guten Fotos?
@ katharina - wenn man mal die liste der fc-fotografen aufruft und die kategorie "Anmerkungen" anklickt, so kann man die fc-ler sehen, die die meisten Anmerkungen erhalten habe und die die fc dominieren - ein mainstream wie auch die bilder in den hochglanz-fotomagazinen. doch deren massstäbe für gute fotografie sind nicht meine.
@ alle - noch einmal ein ganz grosses und ganz herzliches danke für die wahnsinnig intensive und anteilnehmende diskussion.
zum schluss möchte ich noch ein zitat anfügen:
Dennis Brudna in der aktuellen Photonews zu einer fotografischen Arbeit von Heike Marie Krause „4 Grad Plus“ (man darf an Bilder von Krematorien und ihre Mitarbeiter sowie auch an Leichen denken):
"Wie andere Grenzerfahrungen des Lebens lockt auch die Beschäftigung mit dem Tod bekanntlich den Fotografen an. ... stößt jeder, der sich aufmacht, den Tod zu portraitieren, an seine Grenzen. Denn überall dort wo man ihn vermutet, stehen meist durch Klischees verzerrte Stellvertreter, deren Abbilder selten über die Endgültigkeit des Lebens eine überzeugende Auskunft geben. Nur manchmal steht man mit Hilfe des Fotografen ganz nahe und verspürt den sanften Schwung der schwarzen Flügel. ...“
Ich denke, dass ich nicht den Mut gehabt hätte irgendeinen verstorbenen Verwandten im Tode zu fotografieren.
Auf alle Fälle ist es ein sehr bewegender Augenblick, wenn man dieses Bild betrachtet.
Für mich ist es nicht wichtig ob ein Bild scharf oder unscharf ist sondern eher ob es mich bewegt oder nicht. Und dieses Bild bewegt mich (ich kann hier nur von mir persönlich sprechen obwohl man ja die Reihe der Reaktionen auch sehen kann).
Ja, auch mir führt es den Tod vor Augen und es macht mich nachdenklich, sehr nachdenklich sogar.
Ich denke, dass dieses Bild viele Menschen bewegt und noch bewegen wird.
Ich hinterlasse eine Rose für den Verstorbenen und verbleibe somit in Gedenken...
VOTING-CENTER, 20.11.2003 um 16:01 Uhr
Dieses Foto wurde für die Galerie vorgeschlagen, aber leider mit 157 pro und 228 contra Stimmen abgelehnt. Vielleicht klappt es das nächste mal ;-)