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... denke ich immer wieder, wenn ich das Ulmer Münster aus der Ferne sehe.
Den Wunsch, diesen Eindruck in einem Bild festzuhalten, hatte ich schon länger. Nach Möglichkeit sollten sich keine Zeichen von Zivilisation außer dem Münster im Bild befinden, weil sie meine Märchenidee stören würden. Außerdem sollte es ein stimmungsvolles Märchen werden, am besten mit der Sonne hinter dem Münster. Vor zwei Jahren suchte ich nach Standorten in exakt einer der vier Himmelsrichtungen, weil das Münster so teilweise durchscheinend ist. In diesem Jahr löste ich mich von dieser Vorgabe und mir fiel dieser Standort eher zufällig beim Vorbeifahren auf. Ich kam zurück, schaute genauer hin, machte Probeaufnahmen, maß und rechnete mit Karte und Sonnendaten, zeichnete die Sonnenbahnen der einzelnen Tage in die Probeaufnahmen ein und machte mich bereit.
Ich freue mich über das Ergebnis.
Ein paar Ideen für die Sonnendurchgänge der nächsten Jahre habe ich aber noch ;-)
EOS 3
4/300 mit 1,4x
f/11
Korrektur -1/3
T a g e b u c h
1. Tag
Schöner Sonnenaufgang, aber die Sonne steht noch zu weit links, so dass Brückenpfosten im Ausschnitt stören.
2. Tag
Bleibe wegen schlechtem Wetterbericht daheim, es wird wider Erwarten ein schöner Sonnenaufgang - leider ohne mich.
3. Tag
20 min vor Sonnenaufgang beginnt es zu regen, trotzdem hält sich ein heller Streifen am Horizont, dieses Bild entsteht.
4.Tag
Die Sonne sollte die Münsterspitze streifen. Fahre hin, leider hängt eine dicke Wolkendecke vor der Sonne.
5. Tag
Dicke Wolken, bleibe gleich daheim.
6.Tag
Muss früh zur Arbeit, auf dem Weg sehe ich eine schönen Sonnenaufgang. Wäre eine Chance gewesen ...
7.Tag
Die Sonne müsste zentral hinter dem Münster vorbeiziehen. Habe mir extra frei genommen, leider starker Regen, alles grau.
8.Tag
Habe mir noch mal den Sonnenaufgang frei genommen, leider wieder Regen und dicke Wolken.
9.Tag
Die Sonne geht laut Berechungen am Münsterfuß auf. Wolkenlücken im Osten! Fahre hin, dann doch dicke Wolken, wieder nix.
10.Tag
Dicke Wolkendecke, bleibe gleich daheim.
11.Tag
Geschlossene Wolkendecke, fahre trotzdem hin, es bilden sich Löcher am Horizont, leider aber nicht dort, wo ich sie brauche.
12. Tag
Wolken, Wolken, Wolken, bleibe daheim.
13.Tag
Langsam verlässt die Sonne mein Bild. Muss arbeiten, aber es gibt einen schönen Sonnenaufgang ... leider ohne mich.
Sandra Bartocha, 14.10.2003 um 18:58 Uhr
hallo stefan,
am schönsten finde ich den text und die entstehungsgeschichte.....dadurch bekommt dieses bild eine ganz andere bedeutung .....ich kenne das ulmer münster, so habe ich es allerdings noch nicht gesehen, das kann man wohl auch nur als einheimischer.
das warten und suchen hat sich in jedem fall sehr gelohnt. worüber ich noch nicht ganz sicher bin, ist die grosse schwarze region im unteren teil des bildes.....aber das liegt wahrscheinlich an meinem brutal dunklen bildschirm.
grüsse, sandra
Michael Sandholzer, 14.10.2003 um 19:14 Uhr
also wenn man das so hört, merkt man, dass du ein fotograf mit leib und seele bist - einer der mit herz und biss an die sachen dran geht und erst aufhört, wenn er sein perfektes bild hat... und das fasziniert mich sowohl an dir als auch an deinen bildern: dein unglaublicher perfektionismus... der lohnt sich bei jedem bild das du hochladest...
das bild hier find ich neben dem vom bodensee für eines der schönsten..
lg und gut licht
michael
Carlo Stuppia, 14.10.2003 um 20:38 Uhr
Stefan, es ist wunderschön geworden! So toll, das mir die Worte fehlen – aber nur fast ;-)
Solche Bilder sind nur möglich, wenn man entweder a) ein Knipser ist, der einfach ein Riesenglück hat oder b) wenn man sich seit Jahren ein Motiv vorstellt und sich mit der Umsetzung beschäftigt, um es zum richtigen Zeitpunkt zu schiessen. Vorbereitung ist ja so wichtig! Du beweist es wieder mal!
Die Silhouette, die Wolken, das Sonnenlicht, alles vom Feinsten. Der Vordergrund, na, da muss ich zuerst noch überlegen... könnte das das Böse darstellen, das in jedem schönen Märchen danach dürstet, die Idylle zu zerstören? Eine unendliche Geschichte...
Gruss Carlo
Florian Wetzel, 14.10.2003 um 21:09 Uhr
HI Stefan!
Ich weiß, wie schwer das Ulmer Münster schön zu fotographieren ist und den richtigen Platz + Winkel zu finden; gerade deshalb muss ich dich wahnsinnig loben und ich beneide dich für diese Geduld, die du dafür aufgebracht hast! Aber nur so kommt man ans Ziel!!!
Supergenial gemacht und ein wunderschönes Foto!!!!!!
bis dann + viele Grüße!
flo
Chris Waikiki, 14.10.2003 um 21:40 Uhr
Du hast echt die Ruhe in dir. Wer würde schon soviel Geduld für sein Hobby aufbringen. Ich leider nicht. Bin da viel zu ungeduldig. Das Wetter hat dich hier wirklich belohnt. So hast du es sicher auch nicht planen können. Einfach doch noch etwas Zufall dabei ... sei stolz darauf. Das Bild ist genial geworden!
lg Chris
Giesbert Kühnle, 14.10.2003 um 22:01 Uhr
Auch ich finde, das es einfach phantastisch geworden ist. Wer weiß ob eine deutliche Sonnenscheibe nicht zu hell geworden wäre. So sind die Details gut zu erkennen und nichts ist vom hellen Licht angefressen. Die Silhouetten sind sicher original auch nicht ganz schwarz, weil sie bestimmt etwas im Dunst hängen? Ich habe das Bild trotzdem mal so eingestellt das die Vordergrundsilhouetten deutlich schwarz werden. Ich muß gleich noch dazu sagen das mein Monitor sehr gut leicht Kontrastunterschiede verarbeitet, wogegen mein alter Monitor, ähnlich wie Sandras, einen dunklen Grauton schon als schwarz anzeigte. Daher gefällt mir diese Variante etwas besser.
mag sein das es auf anderen Monitoren wiederum zu kontrastreich dargestellt wird. Ich bin mir allerdings nicht so ganz sicher, ob darunter jetzt nicht die Märchenatmosphäre leidet. Denke fast ja. Ansonsten wirklich ein sehr gutes Bild, an dem ich sonst nichts zu meckern finde! Aber wenigstens mit den Farbreglern musst Du mich mal rumspielen lassen. ;-))
Solche Eintragungen wie in deinem Tagebuch vorkommen, könnte ich auch von meiner Mondfotografie machen. :-) Schön das Du sie hier mal veröffentlichst, da doch viele hier sonst ein einfaches Motiv darin sehen würden.
Liebe Grüße,
Giesbert
Georg Bialas, gestern um 0:14 Uhr
klasse :)
Stefan Rohloff, gestern um 16:26 Uhr
Danke für eure Komplimente und Anmerkungen – die sind ja echt lang geworden :-)
Über das, was ihr, Sandra und Carlo, beim Vordergrund nachgedacht habt, habe ich mir auch schon beim Fotografieren meine Gedanken gemacht. Und zwar hätte ich mir während der Vorbereitungen gewünscht, eine Idee näher ranzuzoomen. Habe in dem Bereich aber nur die Festbrennweite. Allerdings versuche ich zur Zeit, mich davon zu überzeugen, dass man auch mit festgelegter Brennweite, oft einen günstigen Bildausschnitt finden kann – mit anderen Worten, dass ein Zoom vielleicht nicht so wichtig ist, wie ich dachte. Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich wohl etwas näher rangezoomt, allerdings mit folgendem Problem: Oben/unten kann man leicht was wegnehmen, links eher nicht, rechts gut – dann wäre aber das Münster in die Mitte gerutscht, oh je ;-) Also hatte ich dann wohl doch den linken Baum angeschnitten, das wäre natürlich gegangen (mit Zoom). Allerdings stört mich der Vordergrund so eigentlich nicht. Er hat keine Zeichnung, braucht er aber auch nicht, wie ich finde. Ich würde das Münster auch nicht zu arg einzwängen wollen, es braucht wohl schon Raum um sich herum, um sich „entfalten“ zu können.
Um ehrlich zu sein geht es mir so, Chris. Je mehr Zeit ich mit einem Motiv verbringe, desto mehr Freude hab ich an dem Motiv ;-)
Ich muss zugeben, deine nachbearbeitete Version gefällt mir auch besser, Giesbert, vor allem weil sie der Leuchtkraft des Dias näher kommt, als meine Version. Da ist mir die Optimierung wohl noch nicht so ganz geglückt. Zwar ist auf meinen Monitor der Vordergrund auch bei meiner Version schwarz genug, der hellere Gesamteindruck deiner Version gefällt mir aber ausgesprochen gut. Bei den Dias habe ich die hellen (0, +1/3) aussortiert, weil sie zu flau wirken, und die dunkleren (-1/3, -2/3) behalten. Das mit –1/3 Korrektur habe ich für den Scan genommen. Der war aber recht dunkel im Vergleich zum Dia. So habe ich ihn heller gemacht (Mittlerer Tonwertkorrekturschieber von 1 auf 1,1). Am liebsten hätte ich den Vordergrund gelassen und nur den Himmel aufgehellt, was so ungefähr auf dein Ergebnis rausläuft ;-) Wie hast du das denn genau gemacht? Vermute, du hast den Kontrast mit den Begrenzungsschiebern der Tonwertkorrektur verstärkt. Vielleicht nehme ich mir den Scan noch mal vor ...
Liebe Grüße, Stefan
Robert Bauer, gestern um 18:16 Uhr
*Staun* Bin wirklich begeistert über das, was du uns da vorzeigst. Und die Begleitgeschichte spricht für sich. Kommentieren muss man sie deshalb nicht. Wenn Foto-GRAFIE aus dem Griechischen übersetzt etwas mit "Malen mit Licht" zu tun hat, dann hast du hier leidenschaftlich gemalt und dein ganzes Herzblut investiert. Im Namen des Ulmer Münsters sage ich dir dafür ein herzliches Danke! *gg* - VGR
Giesbert Kühnle, gestern um 18:58 Uhr
Hallo Stefan,
im Prinzip habe ich in der Tonwertkorektur nur den Tiefenregler bis an den „großen Berg" herangezogen der die Gesamtsilhouette darstellt. Mit dem mittelsten Regler habe ich den Rest wieder etwas aufgehellt, da er durch den Tiefenregler ebenfalls dunkler wurde. Den Höhenregler habe ich nicht angefasst, wäre schade um die Rottöne. Da ich mich heute mal etwas mit Rahmen beschäftigt habe ( ja tatsächlich ;-) ) denke ich fast, das ein etwas breiterer ( dezent breiterer ) schwarzer Innenrahmen dem ersten Bild auch zu mehr Kontrast verhelfen würde, das muss ich nachher gleich mal ausprobieren. Meine Nebelkrähen wirken mit schwarzer Umrandung ja auch gleich viel besser und bei Nebel ist die Kontrasterhöhung ja eh nicht anwendbar.
Übrigens habe ich mir bei Belichtungsreihen immer kontrastschwächere Dias ausgesucht, die nach dem Scan annähernd dem Dia gleich kamen. Die Lichter verlieren dabei dann aber wiederum die Farben. Naja, der ewige Krampf ein Dia passabel auf den Bildschirm zu bekommen.
Liebe Grüße,
Giesbert
Carlo Stuppia, gestern um 19:55 Uhr
Bin ich glücklich, dass ich diesen Krampf nicht mehr habe... den mit dem Scannen, meine ich (oder nur noch ganz selten ;-) ... mein Flachbettscanner hat mich zur Verzweiflung getrieben. Mit einem Filmscanner hätt das wahrscheinlich gut geklappt, aber so...
Ich frage mich immer wieder, ob ich wirklich keine Dias mehr schiessen soll, analog also, aber die Vorteile der Digis lassen mich zögern, meine alte Maschine aus dem Schrank zu nehmen. Alles, was ich will, ist ja Fotos zu schiessen... und das geht digital wunderbar...
Hoffe, nicht impertinent zu sein, wenn ich frage, wies in diesen Belangen um die Befindlichkeit steht.
Gruss Carlo
Giesbert Kühnle, heute um 11:27 Uhr
Hallo Stefan,
ich habe es mal hier druntergeknallt :-). Könnte ja sein das es auch noch andere interessiert.
Deine QM
>>>
Ja, das ist manchmal wirklich ein Krampf mit dem Optimieren. Hab versucht, das nachzuvollziehen, was du gemacht hast. Habe es aber nicht ganz so hinbekommen: Entweder war die Helligkeit wie bei deiner Version, dann war es aber etwas flauer (besonders die dunkle Wolke oben) oder die dunkle Wolke oben war wie in deiner Version, dann war das Bild aber insgesamt dunkler. Wie weit hast du denn den Tiefenregler geschoben? Bis zu Anfang des Berges oder noch ein Stück hinein? (nebenbei: Kennst du eigentlich den Trick mit den Alt-Taste? Wenn man sie gedrückt hält, während man den Schieber mit den Maus betätigt, sieht man alle Pixel, die zu 0ern werden.) Und dann den Mittenregler ... wirklich nichts anderes? Hattest du da nicht noch einen Zauberregeler "Leuchtkraft erhöhen"? ;-) Bei mir will das so nicht klappen (in Ansätzen natürlich schon, aber es wird nicht genau so - das muss doch gehen, oder?)
Liebe Grüße, Stefan
<<<
Dein Bild hatte ich mit dem Programm iGrafx Image 1.0 bearbeitet (lag mal irgendeinem Gerät Ducker, Scanner bei ) Ich habe es mit Photoshop auf dieselbe Weise versucht, und war erstaunt darüber, wie unterschiedlich beide Programme die Bilder berechnen. Mit Photoshop musste ich, um auf annähernd dasselbe Ergebniss zu kommen, in der Tonwertkorrektur die Tiefen schon weit in den Berg hineinschieben, wo es bei dem anderen Programm an dessen Fuß reichte. Folgende Werte stellte ich bei PS ein:
Tiefen: 10
Mitten: 1,18
Bei PS musste ich eigenartigerweise zusätzlich noch die Höhen zurückziehen, Sozusagen der Zauberregler in PS ;-)
Höhen: 220
100%ig stimmt es dennoch nicht überein.
Weil ich es gar nicht so recht glauben wollte, stellte ich das Bild bei iGrafx auch noch mal ein. Hier gibt es statt der Tonwertkorrektur nur die Option Vierteltöne, welche aber genauso aufgebaut ist. Hier stellte ich folgende Werte ein:
Tiefen: 3%
Mitten:38%
Höhen:100% brauchte ich hier überhaupt nicht ändern.
ist hier mittels Prozenten gelöst. Die Ausgangseinstellungen sind:
Tiefen:0%
Mitten:49% ? warum nicht 50 ?
Höhen: 100%
Zur Einstellung legte ich meine erste bearbeitete Version direkt neben Dein Original, wodurch sie sich gut vergleichen ließen. War trotzdem recht schwierig. Besonders deutlich wird der Unterschied in den Farben um den Baum. Die iGrafx-Version ist eher rotfarbener während die PS-Version etwas mehr blau enthält. Mittels Farbeinstellungen wollte ich es noch weiter angleichen, aber mit Farben fällt mir der Umgang schwer. Das die Programme die Bilder so unterschiedlich bearbeiten, ist ja gut zu wissen, dann werde ich meine harten Bilder in Zukunft mit PS und die flaueren mit iGrafx einstellen. Das mit iGrafx eingestellte Bild finde ich etwas brillianter als die PS-Anpassung. Mit verschiedenen Aktionen ist das sicher auch mit PS zu erreichen, wenn man Spezi wäre. Ideal wäre zur Einstellung natürlich eine 16bit-Datei, da sich so doch einige Lücken im Histogramm bilden. Der Tipp mit der Alttaste war super!!! Den kannte ich noch nicht. Da läßt sich sogar auf einem kontrastschwachen Monitor ein Bild optimal anpassen. Meine ersten FC-Bilder sind auf meinem jetzigen Monitor schon recht flau. Auf dem Alten haben sie aber gut gewirkt. Hätte ich also damals schon besser einstellen können, wenn ich gewusst hätte wie. :-).
Die Idee mit dem schwarzen Rahmen fand ich dann doch nicht so geeignet. Um kontrastfördernd zu wirken, hätte er schon recht breit sein müssen und das mögen wir ja nicht so.
hier mal der Anpassungsversuch in PS
hat aber Spaß gemacht, an schicken fremden Bildern herumzupfuschen ;-)))
Gruß Giesbert
Giesbert Kühnle, heute um 11:51 Uhr
@Carlo
Digital ist schon eine schöne Sache die viele Vorteile hat. Seit einigen Monaten nutze ich hauptsächlich nur noch Die. Bei meinem Schneckenpilz tut es mir aber ehrlich leid es "nur" auf dem Monitor sehen zu können. Gern hätte ich mir das als Dia auf dem Leuchtpult gewünscht. Gegen die Brillianz des leuchtenden Dias kommt der Monitor nicht an, daher ja auch die Anpassungssorgen. Manchmal war ich von den Farben her recht enttäuscht von der Digitalen und habe oftmals mit der Sättigung nachgeholfen. Der Velvia hätte aus vielen Situationen noch mehr rausgeholt. Ich muss gestehen, das ich Farben kurz vorm Explodieren mag ;-). Für Tierfotografie nutze ich nur noch die Digitale, schon wegen des eingebauten 1,6x Konverters, für den Rest gehe ich wieder zum Film über, oder kombiniere Beides sofern möglich.
Gruß Giesbert
Stefan Rohloff, heute um 14:54 Uhr
Robert :-)
Giesbert, mir dieser Antwort hätte ich nun wirklich nicht gerechnet! Aber sie tut mir gut, plagten mich doch schon ernsthafte Selbstzweifel ;-) Und noch besser: Ermutigt durch deine Infos bin ich selbst noch mal auf die Suche gegangen und bin fündig geworden: Hab die Histogramme deiner beiden Versionen verglichen. Dabei fällt auf, dass iGrafix offenbar die Höhen stärker zusammenschiebt. Das kann man in PS auch tun, wie ich entdeckt habe: Wenn man die Helligkeit statt mit der Tonwertkorrektur mit der Gradationskurve einstellt. Und zwar auf folgende Art: Man setzt zunächst den Punkt (128/128), klickt dann auf den Ausgabewert und rollt diesen mit der Maus (und evtl. gedrückter Hochstelltaste) zu höheren Werten hin. So bei (128/160) hat man ziemlich genau dein iGrafix-Resultat. (Vorher habe ich den Tiefenregler in der Tonwertkorrektur auf 8 gestellt.) Anschließend habe ich mich mit dem Dia auf dem Leuchtpult noch an die Farben gewagt: Der Scan enthält zu viel Blau und zu wenig Rot. Dem Dia komme ich am nächsten, wenn ich in der Tonwertkorrektur bei Blau die Mitten auf 0,9 und bei Rot auf 1,05 stelle. (Statt (128/160) muss ich dann aber auf (128/168) etwas stärker aufhellen.)
Carlo, da hat sich bei mir bisher noch nix getan. Noch fühle ich mich mit dem Dia als Endprodukt und optionalem Scan sehr wohl ;-) Ist im Endeffekt aber eher unwichtig, denke ich.
diese Feststellung habe ich bei uns mit dem Burg auch gemacht. Es gibt im Jahr ein ganz knappes Zeitfenster, wo man ein ideales Bild schiessen kann. Wenn dann an dem Tag das Wetter nicht mitmacht, oder man hat den Zeitpunkt verpasst, muß man dann wieder ein Jahr warten. Schönes Foto und schöne Bildaufteilung.
Na Klasse, wieder was dazugelernt. Das Bild kriegt man mit der Gra... Gra...Kurve :-) ja richtig zum Leuchten. Noch viel besser als iGrafx das gemacht hat. 195, 240 bei vorheriger TWK der Tiefen auf 8 und gleichem 128,128 Ausgang - find ich ganz stark. Wie im Märchen eben. :-) Müsste man aber wirklich mit der tiff-Datei machen, beim jpg gibt’s dann schon die ersten Farbverpixelungen im Grau des Ulmer Münster. Auch die Wolken werden angenehm bläulich. Ich krieg direkt Lust, dass auch mal an anderen Bildern auszuprobieren.
Der Text war noch für das alte Bild gedacht :-) Ja so in etwa meinte ich das eben. Phantastisch was man da noch rausholen konnte.
Nicht nur ein hervorragendes Foto. So viel habe ich noch nie über Bildbearbeitung und Bildoptimierung gelernt. Ihr seid richtig gut. Danke.
Gruß, Herbert
Ich schlage dieses Bild für Natur > Landschaft vor. Ein einfach ruhiges Bild. Was dahinter steckt, ist die sorffältige Planung, mit viel Geduld und Beobachtung. Die Sonnte genau in diese Höhe und Position zu warten und dann mit dieser Farbe und Wolken ist die Belohnung dafür.
@Qingwei
Da war doch jemand schneller ;-). Ich hatte Stefan grade gestern gefragt was er von einem Vorschlag hält.
Für mich ein sehr ausdrucksstarkes und emotionales Bild, was durch die weiche Wolkenkante wie ein Traum wirkt. Eben - Wie im Märchen.
Seht es euch in Ruhe an und entscheidet fair.
das wollte ich als Begründung darunter setzen ;-)
pro
Sehr gelungene und stimmungsvolle Aufnahme!
PRO!
@Ailine: Du forderst fast vehement, daß man bei Deinen Bilder ein Contra begründen soll - selbst machst Du es bei anderen aber nicht oder erwartest, daß man Dich direkt anspricht. Mich würde schon interessieren, warum Du Contra votest - falls das nicht zuviel verlangt ist - man kann ja aus jeder Begründung nur lernen!
Schönes Wochenende allen!
Gruß Frank.
Ein Bild wie aus einem Fantasy-Film ! Die Mühen bis zur Aufnahme haben sich echt gelohnt. Leider war ich ein paar Tage weg und konnte nicht abstimmen - hätte gerne ein Pro dazugegeben.
Viele Grüße
Wolfgang
Tagebuch eines Naturfotografen.
Also mit Kalender und genauer Sonnenbahnplanung für die Ausschnittsfestlegung habe ich mich bisher noch nicht beschäftigt. Aber der Rest kommt mir bekannt vor: Motiv erkundet, Licht stimmt noch nicht, bzw. Blätter noch nicht farbig genug (aktuelles Herbstbeispiel, leicht komprimiert). 2 Tage gewartet, es wird langsam, 3. Tag: keine Zeit, 4. Tag, schlechtes Wetter, 5. Tag: noch ein Nachtfrost und dann heftiger Wind --> Baum schon zu kahl. Murphy für Naturfotografen :-(
Sehr schönes Bild - gefällt mir wirklich sehr gut.
Na sollte es nicht sein, ohne viel mit EBV nach zu helfen oder zu verfremden, schafft heute zu tage kaum ein Naturbild in die Galerie. Stefan, macht es nichts daraus und macht weiter.
Ja, schade, finde ich natürlich auch ... war schon etwas enttäuscht ... hab’s aber verdaut und freue mich darüber, dass es manchen von euch doch gut zu gefallen scheint.
Vom Kopf her habe ich mich schon vor einiger Zeit vom Voting freigeschaltet, gefühlsmäßig klappt es dann aber doch nicht immer ganz. Das Schöne am Voting ist für mich aber, dass manche dadurch auf das Bild aufmerksam werden und sich daran freuen, die es sonst nicht entdeckt hätten.
@Stefan
Das scheint nicht nur so, das ist auch so! Nach wie vor ein Spitzenbild. Aber viele sehen sicher nur - Sonnenauf-untergang = Contra. Außer ein zu dünner Kaffee und eine andere Gestaltungsmeinung hat sich ja mal wieder keiner die Mühe gemacht seine Abneigung zu begründen. Aber wie man liest, gibt es doch noch allerhand Leute, die sich für Märchen begeistern können. Insofern freuen wir uns auf ein Neues.
Gruß Giesbert
ein traumhaftes bild....schon lange kein so schöner sonnenuntergang mehr gesehen!!
von mir ein PRO..nachträglich,habe vc leider verpasst!
** schöne bilder bleiben schön,auch wenn sie der fc-galerie verwehrt bleiben..wieso auch immer...............** !!
hey, ich kenn das Münster, das kann das Gebäude nicht sein, das sieht immer ganz anders aus... :-)
Schön acuh mal jemand aus der Gegend hier zu treffen.. dumm nur, dass ich mich jetzt richtig anstrengen muss, wenn ich Münsterbilder hier reinstellen will... :)
Qingwei Chen, 18.10.2003 um 23:29 Uhr
Ich schlage dieses Bild für Natur > Landschaft vor. Ein einfach ruhiges Bild. Was dahinter steckt, ist die sorffältige Planung, mit viel Geduld und Beobachtung. Die Sonnte genau in diese Höhe und Position zu warten und dann mit dieser Farbe und Wolken ist die Belohnung dafür.