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Normalerweise halte ich es mit der Naturfotografie und handele auch nach der Devise "Schuster bleib bei deinem Leisten".
Bisweilen übe ich mich freilich auch ein wenig in der Sportfotografie, zu fotojournalistischen Zwecken sowie für meine Homepage.
Dabei springt auch hier und da mal ein "Situationsportrait" heraus, nichts gestelltes, sondern aus einer Pose und Emotion des Augenblicks heraus entstanden.
So auch dieses des Regionalliga-Fußballspielers Christian Knappmann von Kickers Offenbach, den ich am Abend des 4. Juni in einem innerlich zurückgezogenen Augenblick ohne sein Wissen erwischte, als er gedanklich nochmals die zurückliegenden dramatischen 90 Minuten des Hessenpokalfinales gegen den SV Wehen (3:2) Revue passieren ließ und im gleichen Augenblick wieder ungläubig und fasziniert auf ca. 2.000 begeisterte Fans des OFC blickte, die den Pokalsieg frenetisch feierten.
Ich würde es als ein puristisches Situationsportrait bezeichnen, das in meiner Sicht reichlich Emotion transportiert. Wie seht Ihr es?
Rüsselsheim - 4. Juni 2003 - E 100 RS - 1/60 Sek. - F 3.5 - ISO 200 - 380 mm.
sieht aus wie woody harrelson in nbk. :) ja, prima gemacht. ich hätte auch gerne so n zoom. ohne trikot allerdings kaum rückführbar. bin auch kein 1. ligakenner ;)
@Thomas: die Überstrahlung an der linken Seite ist einzig und allein auf die Einstrahlung der für wenige Momente nochmals recht intensiven Abendsonne zurückzuführen und folglich auf dem Original ebenso vorhanden.
Viele Grüße, Stephan
@Susa: der verschwommene Hintergrund wurde aber keinesfalls, solltest Du dies meinen, nachträglich am PC, sondern schon fotografisch, durch die große Brennweite bewerkstelligt. Die Hintergrundfärbung resultiert aus der Farbe der in diesem Augenblick menschenleeren Tribüne hinter dem Fußballspieler. Wie gesagt, nichts geplantes oder arrangiertes, sondern einfach aus einem Augenblick heraus entstanden.
Gruß Stephan
@Christian: ganz exakt, das ist es, weswegen ich dieses Bild gerade zeigenswert finde, nämlich dieses Maß an ungläubigem Staunen im Ausdruck, eben nicht die übliche Jubelpose. Man kann es aber aus der oben geschilderten Situation heraus nachvollziehen, nicht enden wollende Ovationen und ein Happy-End nach einer zuvor ziemlich bescheidenen Saison, in der mehr Pfiffe und Schmährufe als Lob angesagt waren.
Gruß Stephan
ich betrachte die Bilder oft, ohne die Erklärungen oder Anmerkungen zu lesen.
Genau das, was du zu dem Bild geschrieben hast, ist mir durch den Kopf gegangen.
Es ist wahnsinnig ausdrucksstark - aber genau treffend!
lg - Irene
Sowas kenne ich noch nicht von dir und es hat echt was, die Emotion kommt pur rüber. Mach ruhig öfter mal Portraits. Der Typ aber wirkt auf mich wie ein echter Alien. Aber als Fussballer kriegt er sicher mächtig Kohle und das gleicht manches aus ;-)
LG Sonja
Ich stehe zwar nicht (mehr) so auf Fußball und verabscheue das brutale Geschäft, das dahintersteht, für mich eine Form des modernen Menschenhandels. Und die korrupten Verbände wie der DFB gehören auch komplett abgeschafft. Als Bürger des Rhein-Main-Gebiets werde ich ärgerlich, wenn ich sehe, welche Mengen Kohle in unnötigen Stadionneubauten für die WM und in Olympiabewerbungen "verbrannt" wird, während die Städte und Kommunen ihre Leistungen wegen des totalen Staatsbankrotts mittlerweile fast komplett einstellen. Aber das ist nur meine private Meinung: Brot und Spiele für die Leute, damit sie es nicht so merken, wie um sie herum alles zusammenbricht!
Aber mal losgelöst davon ist dir hier ein sehr ausdrucksvolles Portrait gelungen. Es spiegelt echte und nicht gespielte Emotion und hat daher den gewissen Kick. Der kahlköpfige Fußballer wirkt sehr ergriffen.
MfG P.P.
@Peter: Du wirst staunen, ich stimme Dir weitgehend zu, auch wenn man mich oft in Fußballstadien findet. Die Altherrenriege des DFB empfinde ich ebenso als lächerlich und korrupt und die Sport-Megalomanie, die gerade in Frankfurt und Rhein-Main von ehrgeizigen Polithanseln und Verbandsfunktionären, die sich Denkmäler setzen wollen, betrieben wird, ist angesichts der knappen Kassen skandalös und zutiefst unmoralisch. Aber das ist ein anderes Thema und man könnte viel dazu sagen/schreiben. Hier geht es nur um einen biederen Regionalligafußballer und dessen im Foto ausgedrückte emotionale Befindlichkeit nach einem Erfolgserlebnis, nicht um die großen Absahner.
Dies auch zu Sonja: die "große Kohle" hat dieser junge Spieler aus der 3. Liga mit Sicherheit noch nicht einmal gerochen.
Gruß Stephan
Ich glaube, er hat seinen Sieg emotionell noch nicht verarbeitet, als du auf den Auslöser drücktest. Ein sehr anspruchsvolles Portrait, weiter so! Lachende und strahlende Sieger sieht man auf vielen Fotos, aber dieses Sieger Portrait hat´s in sich!
LG Rose
stop, keine fußballdiskussionen in diesem forum, sonst gibt es die "rote karte". :-) mir gefällt hier die emotionale spontaneität und der nicht gekünstelte ausdruck besonders gut, kein 08/15 sportfoto.
*SVEN*
Ungewohntes Motiv von Dir.
Es wirkt rigendwie intensiv, ungekünstelt, unterstützt duch die Freistellung.
Gefällt mir.
ZUm Thema Fussball stimme ich Peter P. und Dir voll zu, aber das gehört wo anders hin.
Gruß, Wolfgang
Ja......mal was ganz anderes von Dir.Ist so eine Art Schnappschuss,das Spielergesicht kommt gut rüber,und man sieht in seiner Miene nicht die Spuren des Siegers.
Im Gegensatz zu unseren Bundesliga-Millionären,die dann bei einem Sieg dieShow abziehen.
Gruss York
Auch wenn es mal was anderes ist, ist auch diese Aufnahme gekonnt gemacht worden. Schnappschüsse habe sicher immer einige kleine Mängel. Die etwas helle Kopfseite stört mich nicht. Dagegen stören mich die Lichter in den Augen. Aber eben es ist ja keine gestellte Studioaufnahme.
Auch wenn ich Fussball völlig uninteressant und unwichtig finde, habe ich doch eine Meinung zu diesem Photo: Ich finde es ein gelungenes Portrait, weil es die emotionale Befindlichkeit eines jungen Menschen schön zum Ausdruck bringt. Die Lichtreflexe in den Augen gefallen mir gerade, weil sie noch mehr Lebendigkeit in den Ausdruck bringen.
Gruss Maria
Mal ganz was anderes von Dir, und: äußerst gelungen!
Ungläubiges Staunen vereint sich in dieser Mimik mit einer gewissen Erschöpfung und vverhaltener Freude. das Portrait ist in der Tat puristisch - ohne weitere Assecoires und ohne erkennbaren Hintergrund spricht das Gesicht Bände. Ich bin begeistert!!!