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FB 224 Jahrtausendflut August 2005 # 01 von Helene Kramarcsik

FB 224 Jahrtausendflut August 2005 # 01


Von 

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29.08.2005 um 16:29 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
In der Nacht auf den 22. August wurde unser Bezirk Landeck schwer von vielen gleichzeitig losbrechenden Naturkatastrophen heimgesucht. Dieses Bild stellt keine fotografischen Ansprüche, sondern soll nur den Vergleich von einst und jetzt ermöglichen.
Es wurde auch beschriftet, um eine bessere Orientierung gewähren zu können.
Das Stanzertal ist jenes Tal welches Richtung Arlberg führt und das Paznauntal ist jenes, welches in die Silvretta führt. Pfunds ist dagegen im Inntal und führt von Landeck in Richtung Reschenpaß und Engadin.

Wer mehr Bilder dieser Art aus unserem Bezirk sehen will, für den habe ich 2 Adressen.
Filmberichte sind unter News bzw. im Archiv unter Kalenderwoche 35 http://www.landeck.tv/

Die Downloads dieser Lokalfernsehberichte vom Lokalfernsehen Landeck dauern jedoch mind. 1 Minute und mehr, je nach Dateigröße.
Schneller kann Bildmaterial unter http://www.alpinesicherheit.com/
betrachtet werden (siehe Bildergalerie Hochwasser 1 bis 4)

Das Katastrophenbild ist bewußt klein gehalten und das Bild aus einer noch heilen Zeit hat das Hauptgewicht erhalten, weil es auch Ausdruck dafür ist, daß es wieder aufwärts gehen wird. Die große Solidarität und Hilfe aus allen Himmelsrichtungen gibt Zuversicht und Hoffnung.

Spendenkonto:
"Die Bürgermeister der Gemeinden See, Kappl, Ischgl, Galtür, Pfunds, Strengen, Flirsch, Pettneu und St. Anton am Arlberg rufen zu Spenden für die am schwersten betroffenen Opfer der Hochwasser-Katastrophe auf. Als Plattform "Hochwasser-Opfer Bezirk Landeck" bitten wir um Spenden auf das Konto Nr. 5000 70008, Volksbank Landeck, Bankleitzahl 45850."
Das gaben die Bürgermeister in einem Aufruf nach einer Einsatz-Besprechung in der Bezirkshauptmannschaft Landeck bekannt. Als Sprecher dieser Plattform fungieren die Bürgermeister der Gemeinden Pfunds und Kappl, Gerhard Witting und Helmut Ladner. Es sind dies die obersten Gemeindevertreter der am schwersten vom Hochwasser getroffenen Gemeinden im Bezirk Landeck. Die Spenden sollen den sozial bedürftigsten Hochwasser-Opfern zugute kommen. Rückfragen bei der Bezirkshauptmannschaft Landeck, Bezirkshauptmann Dr. Erwin Koler.
Spenden aus dem Ausland: IBAN AT 8145850 00500070008, BIC (Swift) VB UE AT WW LAN


Auch wenn die derzeitgen Hilfen noch nicht abgeschlossen sind und noch lange notwendig sein werden, so will ich mich bei allen Mitmenschen, welche mit uns sind, schon jetzt herzlichst mit einem "Vergelt`s Gott" bedanken.

Auch wenn Landeck angesichts der großen Zerstörungen vergleichsweise mit einem blauen Auge davon gekommen ist, so ist auch dort der Schaden und vor allem sind die Folgeschäden groß. Die möglichen Kunden erreichen die Geschäfte nicht, die Gäste bleiben aus, das Handwerk und Gewerbe kann die Aufträge nicht fortsetzen, welche in den Tälern vorhanden waren und zu erfüllen wären und bis zur Wintersaison abzuschließen wären und auch unsere Industrie mußte den Betrieb schließen, weil deren Absetzbecken unterspült wurden und der Energielieferant (Kraftwerk Wiesberg) für die Produktion mit einem Totalschaden ausgefallen ist. Was in der Donau Chemie produziert wird, steht unter diesem Bild
10-04 Industriearbeit # 01 von Helene Kramarcsik
10-04 Industriearbeit # 01
Von
24.1.05, 17:54
51 Anmerkungen


All images are copyright © by Helene Kramarcsik - Alle Rechte vorbehalten!/All rights reserved!
Unauthorized copying or use of images is prohibited!

Anmerkungen:

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Thomas Th. Mayr, 29.08.2005 um 16:38 Uhr

wahnsinnig könnte manwerden!

Nochmal alles erdenklich Gute für Euch!

Hoffentlich wird die Menschheit schlauer und tut nicht noch mehr dazu, solche Unwetter mithervorzurufen als schon geschehen.

Liebe Grüsse
Thomas



Martin Perdun, 29.08.2005 um 16:49 Uhr

dein Vergleichsbild verschafft einen guten Eindruck darüber, wie schlimm euch die Flut getroffen hat und wie hilflos wir gegen die Kräfte der Natur sind.

Gruß, Martin



don ricchilino, 29.08.2005 um 17:04 Uhr

gegen die naturgewalten ist man gänzlich hilflos.
mutter natur zeigt ihre kraft.
dein bild ist sehr ansprechend und gut gemacht.
lg
don



Alfons Gellweiler, 29.08.2005 um 17:04 Uhr

Die Fotos und die zugehörigen Informationen sind wichtig und interessant. Ich weiß nicht einmal davon, welche Regionen wie stark betroffen sind von den Unwettern der vergangenen Wochen. Dank Helenes Informationen werde ich die Internetseite mal anklicken.
Verhaltensänderungen längerfristiger Art darf man sich allerdings nicht erwarten, denn @ Thomas: Die Menschheit, das sind wir, und wir werden sicher nicht schlauer. Man regt sich ein bisschen auf, ist ein bisschen betroffen, und dann geht´s weiter wie gehabt.

Jedenfalls wünsche ich euch Landeckern alles Gute und die Hilfe, die ihr sicher dringend benötigt.

Alfons




M@ry Sch, 29.08.2005 um 17:14 Uhr

Ich bin erschüttert über die Naturgewalten und den
Schaden den sie anrichten. Ich habe vor vielen Jahren
in Tarrenz bei Imst mal so ein Unwetter erlebt und
weiß wie verherrend das ist.
Ich hoffe Du bist nicht betroffen.
LG Marianne



Marguerite L., 29.08.2005 um 17:21 Uhr

Auch ich bin sehr beeindruckt von der Gewalt der Wasser, in Deinem wertvollen Bericht gut sichtbar.
Danke.

Wir wissen nicht mehr, bis zu welchem Punkt man zu weit gehen kann und traktieren unsere Erde so, als hätten wir einen aufblasbaren Ersatz im Kofferraum.
Grüessli Marguerite




Piroska Baetz, 29.08.2005 um 17:45 Uhr

du hast schöne zusammengestelt deine komposition,
gut gemacht
lg. piri



Deryk Gardener, 29.08.2005 um 19:21 Uhr

Hallo Helene,
Ein tolles Bild ! Sehr informativ!
Grüsse
Deryk




Matthias Naumann, 29.08.2005 um 20:08 Uhr

Ich weiß garnicht, was ich dazu sagen soll: Eine wichtige Dokumentation... ähnliche Bilder habe ich (neben der Arbeit) vor drei Jahren hier auch machen müssen ... nächste Woche wollte ich ursprünglich dahin Paddeln fahren...
LG Matthias



Trautel R., 29.08.2005 um 21:49 Uhr

sehr gute information zu der aktuellen lage und erschüttert mich sehr.
lg trautel



Raymond Funke, 30.08.2005 um 6:34 Uhr

Tolle Doku, da sieht man die Verhältnisse sehr gut!
Aber bedenke, das war ein Jahrzehnt-Hochwasser und kein Jahrtausend-Hochwasser. Das erzählen nur die Politiker damit sie nichts unternehmen müssen. Bei uns sind zwar vor 6 Jahren viele Ideen gesammelt worden, aber umgesetzt wurde nur wenig. Ich bin gespannt ob man diesmal das Geschehen in politischen Kreisen ernster nimmt! Mindestens kann man noch mit den Verantwortlichen von damals darüber sprechen.
lg remo



J.E. Zimosch, 30.08.2005 um 10:11 Uhr

Wunderbare Ecke aber im Ernstfall eine Falle.
Gruß
J.E.



Johannes Ekart, 30.08.2005 um 12:18 Uhr

Sehr Informativ
Alles Gute nach Tirol
lg
Johannes



Karin Hartwig, 30.08.2005 um 15:28 Uhr

Bei uns sind den Flutopfern 2500 Euro staatliche Hilfe zugesagt worden. Ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn der Gedanke auch in die Tat umgesetz wird. Aber immerhin.
Tirol hat es schlimmer getroffen als das Allgäu. Ich hoffe, dass sich so eine Katastrophe nicht so bald wiederholt.
Viele Grüße und gute Wünsche,
Karin



Christian Fürst, 2.09.2005 um 8:58 Uhr

traumhaft schön, dieses Bauwerk. Danke für die Info.

etwas später:
ich erkenne jetzt erst das kleine Bild (meine Augen....) das ist ja sehr tragisch alles. ich hopffe, man baut wieder auf)



Priska Zehentner, 2.09.2005 um 20:19 Uhr

Liebe Helene,
danke für deine ausführlichen Berichte. Man kann keine Worte finden für das große Unglück, das euch getroffen hat.Noch nie zuvor haben wir von dieser Gegend von größeren Überflutungen gehört, und nun dieses.....dass die Menschen dort verzweifelt sind, ist mehr als verständlich. da müssen wir alle zusammenhelfen, damit die Not und Verzweiflung geringer für diese Menschen wird.
Ich werde mir nun die Seite aufrufen.... spenden, werden wir natürlich auch...
liebe Grüße
Priska



Helene Kramarcsik, 2.09.2005 um 20:33 Uhr

@ Alle
Vielen Dank für Eure Anmerkungen und Eure Anteilnahmen. Bin mir bewußt, daß mein "Machwerk" fotografisch nicht hohe Ansprüche erfüllt, aber ich wollte Euch diese Informationen nicht vorenthalten.
Nachfolgende Gründe bewegten micht, dieses Bild einszustellen:
1.) Es tut gut Solidarität zu spüren.
2.) Bei der Ohnmacht gegenüber den Naturgewalten sucht man nach jeder Möglichkeit, einen kleinen Beitrag leisten zu können und sei er noch so klein.
3.) Auch wenn dieses Bild verhältnismäßig wenige erreichen wird, so wird es doch ein Denkanstoß sein und steter Tropfen höhlt den Stein. Mit der Zeit könnte auch dies zu einem Umweltbewußtsein führen, welches auch unsere Regierungen zum Umdenken bewegen kann. Viele kleine Maßnahmen werden in Summe sicher dazu beitragen, daß zumindest die Klimaerwärmung nicht weiter voran schreiten kann und noch ärgere Katastrophen verursachen wird.

Abschließend möchte ich festhalten, daß wir persönlich von dieser Katastrophe verschont wurden, aber allein in der Verwandschaft und in unserem Freundeskreis ist jeder Zweite davon betroffen.

@ Alfons
Du dürftest recht haben, aber derartige Ereignisse häufen sich nun zu oft und damit wird man künftig nicht so ohne weiters zur Tagesordnung übergehen können. Siehe nun auch in die USA.

@ M@ry
Ja, dieses Unwetter war auch schlimm, beschränkte sich aber auf einen ganz kleinen Raum. Diesmal waren aber schon die beiden gesamten westlichste Bezirke Tirols betroffen. Da die Natur aber keine Grenzen kennt ist der Raum viel größer, davon betroffen war auch Vorarlberg und die Schweiz und überall waren die Schäden ähnlich oder nahezu gleich groß wie bei uns.

@ Matthias
Deinen Zeilen entnehme ich, daß daraus wohl nichts mehr wird. Auch verständlich, wer will schon in einem Hochwasser führenden Alpenbach paddeln, wo Ufer und Zufahrten zerstört sind und eine braune Brühe das Bild beherrscht? Mit Deiner Anmerkung zeigst Du aber auch auf, welche sonstige nicht sichtbare Schäden damit entstanden sind. Die Sommersaison ist gelaufen, weil Gäste evakuiert werden mußten, teilweise mit Luftbrücken und neue Gäste nicht anreisen können.
In der Folge bleiben aber auch weitere Gäste aus, weil viel Infrastruktur zerstört ist, seien es die Zufahrtsstraßen und Bahnverbindungen, die Strom- und Wasserversorgung und die Abwassersysteme (Kanalnetze und Kläranlagen). Allein die über 100 Jahre alte Arlbergbahn wurde von damaligen Ingenieuren so schlau gebaut, daß sie ganz selten von der Natur unterbrochen wurde und wenn doch, dann nur kleinräumig für wenige Stunden. Aber nie wurde diese Anlage wirklich zerstört. Nun ist die Bahn auf ca. 30km derart zerstört, daß deren Schadenbehebung allein ca. 48 Millionen Euro verschlingen wird.
Wenn es nicht gelingen sollte, in den wenig verbleibenden Monaten bis zu Wintersaison hin, diese wichtigen Infrastrukturen wieder herstellen zu können, dann kommt erst das gesamte wirtschaftliche Desaster noch dazu. Tausende Arbeitsplätze würden mit einem Schlag verloren gehen. Einkommensverluste kommen dann noch zu den entstehenden Schulden dazu und ich wage nicht, dieses Szenarion bis zum bitteren Ende fertig zu malen.

@ Raymond
Auch wenn es ein Jahrtausendhochwasser war, fürchte ich, daß Deine Jahrzehntfeststellung richtig sein dürfte. All zu oft häufen sich nun derartige Horrormeldungen aus der ganzen Welt. Daher sollte man trotz aller Skepsis sich wirksame Maßnahmen überlegen, um dieser Umweltzerstörung Einhalt zu gebieten. Leben im alpinen Raum war schon immer mit Gefahren verbunden, aber sich daraus zurück ziehen, wäre der falsche Weg. Das hieße auch, eine wichtige Nord- Südverbindung des EU-Wirtschaftraumes der Natur zu überlassen.
Du hast aber insofern Recht, damals Verantwortliche können sich wegen der immer kürzer werdenden Wiederholungsperioden nicht mehr aus den Staub machen. Nur schade, daß es solange braucht, derartige volkswirtschaftliche Schäden entstehen mußten, bis endlich nun auch von Seiten der Politik wenigstens laut darüber nachgedacht wird, wie man solchen Katastrophen begegnen könnte.

@ J.E. Zimosch
Auch wenn es auf den ersten Blick wie eine Falle aussieht. Dank entsprechender Warnsysteme (Alpine Sicherheit = ASI) wurden rechtzeitige Evakuierungsmaßnahmen eingeleitet. Neben dem glücklichen Zustand von nächtlichen Ereignisbeginn und damit geringen Verkehrsaufkommen und dank der Erfahrungen der Verantwortlichen ist erklärbar, weshalb es in unserem Bezirk keine Menschenleben zu beklagen gab.

@ Karin
Die meisten der fast 1000 zerstörten Häuser standen nicht in einer Gefahrenzone. Kaum jemand ist gegen Hochwasserschäden versichert gewesen. Großzügige Unterstützung wurde von der Bundes- und der Landesregierung zugesagt. Wie hoch die Beihilfen wirklich sein werden, ist noch nicht bekannt, außer daß sie von der wirtschaftlichen Sitauation der Betroffenen abhängig sein wird.

@ Andrea
Deine Denkanstöße sind ein Teil der Summe von Möglichkeiten. Ich denke, daß eine gewisse Solidarität notwendig sein wird und dies erscheint mir doch auf freiwilliger Basis kaum unsetzbar zu sein. Daher sind unsere Regierungen gefordert, entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

@ Christian
Ich weiß nicht wie viel man davon im Fernsehen auch in Wien zu sehen bekam. Aber es handelt sich ja nicht nur um die zerstörten Einrichtungen, sondern daß es Monate dauern wird, bis alle Infrastrukturen wieder hergestellt sein werden. Wenn es nicht gelingen sollte, dies in weniger als 3 Monate wieder herzustellen, dann folgt ein wirtschaftliches Desaster, denn dann fällt eine Wintersaison aus. Tourismus ist unser Haupternährer und die Quelle unseres Wohlstandes. Die Folge wären unausdenkbar. Tausende Arbeitsplätze und damit Einkommen würden verloren gehen, damit auch Kaufkraft und die verschont gebliebene Wirtschaftsbetriebe würden dies deutlich zu spüren bekommen, abgesehen davon, daß auch dort Arbeitsplätze verloren gehen würden.
Der derzeitige Sachschaden ist noch gar nicht genau bezifferbar. Allein in unserem Bezirk beträgt er schon weit über 100 Millionen Euro. Im benachbarten Vorarlberg werden auch derartige Beträge bereits genannt.
An die 1000 Häuser sind bei uns zerstört.
30% aller Straßen samt Brücken, Galerien etc. sind zerstört. Die Eisenbahn ist auf eine Länge von ca. 30km so zerstört, daß deren Wiederherstellung mind. 3 Monate in Ansprich nehmen wird und an die 48 Millionen Euro verschlingen dürfte.

@ Alle
Vielen herzlichen Dank für Eure Anteilnahme. Leider wurden viele Familien heimgesucht, welche deren Lebenstraum erst erfüllt hatten und sich ein Eigenheim schufen und nun vor dem zerstörten Traum stehen. Mindestens 80% der zerstörten Objekte sind Eigenheime. Touristische Objekte blieben weitgehend verschont, wenn man von Lech absieht und wenn man von Einzelfällen im Stanzer- und Paznauntal absieht.

Weitere Gedanken zu diesem Thema findet Ihr auch unter nachfolgenden Bildern:
@ Priska
Vielen herzlichen Dank für Deine Anteilnahme und Deine Spendenbereitschaft.

Liebe Grüße aus Tirol
von Helene



Manfred Lang, 3.09.2005 um 14:14 Uhr

Ich kenne "die Ecke" von meinen jährlichen Urlaubsfahrten zu Ostern nach St. Anton!
Alles Gute euch allen! :-)))
Herzliche Grüße
Manfred



Helene Kramarcsik, 4.09.2005 um 9:27 Uhr


@ Manfred

Ich hoffe Du wirst trotzdem als Gast wieder kommen, auch wenn St. Anton nicht ungeschorren davon gekommen ist. War gestern mit Günter unterwegs auf eine seiner Baustellen in das Paznaun. Mußten dafür einen 3- stündigen Umweg in Kauf nehmen, für eine Fahrt welche sonst 20 bis 30 Minuten dauert. Da das Paznauntal von Landeck aus noch nicht erreichbar ist (angesichts des kleinen Vergleichbildes oben wohl verständlich), mußten wir über den Arlberg und somit auch über St. Anton und über das Montafon und die Silvrettahochalpenstraße zu seiner Baustelle anreisen.

Die Schäden in St. Anton sind aber vergleichsweise kleiner, als jene welche ich dann im Paznauntal sehen konnte. Nun sind aber einige Zahlen schon bekannt.

Der Gesamtschaden in Vorarlberg beträgt 180 Millionen Euro. In unserem Bezirk beträgt der Schaden allein an den öffentlichen Einrichtungen (Infrastruktur) schon 140 Millionen Euro, davon 48 Millionen Schaden auf 30km Eisenbahn. Hinzuzurechnen sind noch alle Schäden welche Betriebe und Private erlitten haben. Fast 1000 Häuser (genau 980) sind betroffen. Davon sind den letzten Meldungen nach 80% abbruchreif. Der Gesamtschaden in unserem Bezirk wird wohl die 200 Millionengrenze überschreiten. Die Schäden im nordwestlichen Nachbarbezirk Außerfern und im Unterland sind dabei noch nicht enthalten. Unser Bundesland Tirol hat es hart getroffen.

Die Arlbergbundesstraße wird noch einige Monate nicht passierbar sein. Gott sei Dank konnte über den in Bau befindlichen Strengener Tunnel (zw. Pians und Flirsch) eine Notverbindung in das Stanzertal (Arlberg) hergestellt werden. Die Südröhre konnte so weit fertig gestellt werden, daß sie nun als Notverbindung dienen kann. Seit gestern 14:00 Uhr ist die Verbindung nach Vorarlberg für Fahrzeuge bis 26to wieder geöffnet.

LG Helene



Manfred Lang, 4.09.2005 um 12:09 Uhr

@ Helene
Als Gast nach St. Anton werde ich sicherlich wieder kommen, selbstverständlich (!), denn eigentlich fahren wir in unser Appartement (Nasserein) schon wie in "unsere Wohnung" in den Osterferien!
Ich hoffe, dass dort auf dieser geschützten, leichten Anhöhe nichts passiert ist!

Über Schäden in St. Anton habe ich in den Medien in Wien eigentlich nichts erfahren!
Kannst du mir vielleicht sagen (nach deinen Eindrücken beim Durchfahren), was dort in etwa in Mitleidenschaft gezogen wurde?
Herzlichen Dank dafür!
Herzliche Grüße
Manfred



Helene Kramarcsik, 4.09.2005 um 12:57 Uhr

@ Manfred
Hier meine Feststellungen von der Durchfahrt:
Eine Brücke vor dem Ort wurde beschädigt.
Die Umfahrungsstraße (östliche Hälfte) wurde schwerst beschädigt, die Parkplätze sind großteils den Bach hinunter gespült.
Auf der anderen Seite liegt in größerer Höhe der Waldfriedhof. Dieser wurde ebenfalls teilweise zerstört.
Auf der Westseite des Ortes hat der Steißbach viel Material gebracht und so weit ich sehen konnte, hat er sein Material über der neuen Tiefgarage abgelagert.
Wir blieben jedoch nicht stehen um alles evtl. genauer betrachten zu können, denn wir wußten, daß wir erst ein Sechstel des Weges hinter uns gebracht hatten. Bis wir zurückfahren konnten, war es dann schon dunkel und wir zogen es vor, durch den Arlbergtunnel zu fahren. Daher kann ich Dir nicht viel mehr berichten, außer daß der Verkehr derzeit über Nasserein geführt werden muß.
Weiter Bilder kannst Du auch unter http://www.alpinesicherheit.com/
oder Filmberichte unter http://www.landeck.tv/
betrachten.
LG Helene



Manfred Lang, 4.09.2005 um 13:42 Uhr

@ Helene
Recht herzlichen Dank für die ausführliche Information!
Herzliche Grüße
Manfred



Gabi Weber, 5.09.2005 um 17:27 Uhr

Ich hatte wohl an Euch gedacht. ....
Gruß Gabi



Valeria Schiefelbein, 5.09.2005 um 19:58 Uhr

Sehr interessant!!
LG, Val



Helene Kramarcsik, 6.09.2005 um 9:53 Uhr

@ von Manfred bis Valeria
Vielen Dank für Eure Anteilnahme und Anmerkungen.
LG Helene



Carina Fürnkranz, 12.09.2005 um 20:54 Uhr

Es sieht sehr schrecklich aus! Wurde das Haus weggespült? Das sieht ja furchtbar aus!!


Martina Cross, 12.09.2005 um 21:51 Uhr

meine guete! da fuehlt sich der mensch so ueberhaben und in wirklichkeit haben wir doch gar nix zu sagen......schoen dokumentiert! ich hoffe es geht langsam wieder aufwaerts!
lg aus schottland
m



Helmut Nossek, 13.09.2005 um 7:47 Uhr

Die Natur zeigt uns immer wieder, dass sie stärker ist als wir alle glauben. Jeder Eingriff von uns Menschen in ein funktionierenden Ökosystem verstärkt die Kräfte der Natur von Jahr zu Jahr. Die Unwetter der letzten Monate und Jahre sollten uns alle wachrütteln und uns dazu bewegen, die Natur und die Umwelt, die für uns von besonderer Wichtigkeit sind schützen. Wir sollten bedenken, ohne funktionierender Natur gibt es für uns Menschen kein überleben auf diesem wunderschönen und einzigartigen Planeten.

lg helmut



Helene Kramarcsik, 13.09.2005 um 8:30 Uhr

@ Carina
Nein, das Kraftwerk steht noch, ist aber Totalschaden und die Wiederherstellung samt aller Wehren und Druckleitungen etc. wird an die 2 Jahren dauern. Nun sind es 14 Tage her und es wird noch immer Schotter und Schlamm aus der Anlage heraus transportiert.

@ Martina
Ja, da fühlt man sich ohnmächtig, ob solcher Naturgewalten. Die vollständige Wiederherstellung der Straßen wird noch mind. über 2 bis 3 Monate dauern. Allein die Eisenbahn wird noch 3 Monate unterbrochen bleiben.
Die Notverbindung in das Stanzertal (Rosanna) konnte bereits vor 1 Woche fertig gestellt werden und ins Paznauntal (Trisanna) konnte heute teilweise nur 1-spurig wieder geöffnet werden, allerdings mit Tonnagebeschränkungen von 26to bzw. 30 to.
Die Schulen konnten heute mit 1 Woche Verspätung wieder deren Pforten öffnen.

@ Helmut
Ja, Du hast vollkommen Recht! Hoffentlich wecken all diese Katastrophen nun endlich das Umweltgewissen der Menschheit!
Angesichts der Schäden, sollte das Gewissen wach gerüttelt sein. Allein in unserem Bezirk bewegt sich der Schaden auf über 300 Millionen Euro, laut derzeit vorsichtigen Schätzungen. Erst nach 14 Tagen war man im Stande, eine genauere Schadeneinschätzung vorzunehmen.

Vielen Dank für Eure Anmerkungen.
LG Helene



Mar T, 13.09.2005 um 14:57 Uhr

Ja da bin ich drüber geflogen - von der Kaserne in Landeck aus zum Einsatz nach Paznaun. Schlimm - aber gut zu sehen, wie viel Solidarität Tiroler aller drei Landesteile mit Tirolern haben. Wenn man bedenkt, dass gleichzeitig auf der anderen Hangseite - im Südtiroler Vinschgau - erhebliche Ernteschäden aufgrund der Trockenheit zu beklagen sind, dann wirft das nur eine von vielen Fragen auf ..............
Bin bei Euch!!!
Gruß
M
T



Jochen Schmidt-Oehm, 13.09.2005 um 16:35 Uhr

Wahnsinn!!!
schmoehm



Helene Kramarcsik, 13.09.2005 um 17:34 Uhr

@ Martin
Vielen Dank für Dein Feedback und tausend Dank für Deinen und den Deiner Kollegen Einsatz. Ich dachte mir schon, daß Du mit einem der 16 Hubschrauber in den Einsatz geflogen wurdest. In diesem Fall bist Du über unser Haus geflogen. Kann Dir aber versichern, wir wurden verschont. Aber das Getöse und der Lärm der Flut holte uns um ca. 22:00 Uhr auch vor die Tür und dieser höllische Lärm dauerte fast die gesamte Nacht an.
Ja, es ist schön zu wissen, daß man in höchsten Nöten nicht allein ist und daß sich jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten für den anderen einsetzt. Unsere Spendenfreudigkeit und frühere Hilfseinsätze bei Nachbaren in Not wird nun "zurück bezahlt". Aber eines möchte ich schon hervor heben, Südtirol zeigte immer schon großzügige Nachbarschaftshilfe, auch Eure Landesregierung, wie schon 1999 im Lawinenwinter. Auch damals erhielten wir viele internationale Hilfe, wie auch ein Bild von meinem Schatz Günter es eindrucksvoll zeigt

Nicht zu vergessen sind aber auch alle tatkräftigen Hilfen der vielen tausend Gäste, welche blieben und selbst mit Hand anlegten.

@ Jochen
Danke für Deine Anteilnahme. Ja, ist schon ein Wahnsinn, welche Kräfte die Natur entwickeln kann.

LG Helene



Helene Kramarcsik, 15.09.2005 um 12:26 Uhr

@ Ergänzungsinformation für alle Leser und Betrachter dieser Seite:

Die indirekten Folgen aus diesen Schäden an diesem E-Werk sind unter einer Anmerkung von mir unter diesem Bild
10-04 Industriearbeit # 01 von Helene Kramarcsik
10-04 Industriearbeit # 01
Von
24.1.05, 17:54
51 Anmerkungen
nachlesbar. Über 100 solche Industriearbeitsplätze sind nun gefährdet.

LG Helene




Günter Kramarcsik, 30.09.2005 um 11:06 Uhr

Habe nun auch ein ergänzendes Bild eingestellt



Zdenek Baranek, 2.10.2005 um 10:25 Uhr

Nicht alles hat man in Fernseher verfolgen können,so schlim es die Region getroffen hat.Gut,das es euere Reportagen und Bilder jetzt bei FC gibt.Es könte auch einige Hilfe mobilisieren.LG Zdenek


Helene Kramarcsik, 4.10.2005 um 15:50 Uhr

@ Zdenek
Vielen Dank für Dein Kommentar. Angesichts der Schäden bleibt nur zu hoffen, daß auch tatsächlich viel Hilfe kommt. Evtl. tragen auch unsere Bilder dazu bei?
Die Gefährdung dieser Arbeitsplätze der Donauchemie scheint nun doch abgewendet zu sein, nachdem das Land Tirol 50% Zuschuß aus dem Katastrophenfond versprochen hat, geht es nun mit diesem Werk auch weiter und die Kosten zur Reparatur dieses E-Werkes wurden mit ca. 6 Mio. Euro beziffert.
LG Helene



Ivy Ó Donóghúe, 15.11.2005 um 22:07 Uhr

Traurig wie schnall man selbst vergisst ... ich schrieb es bei Deinem Gatten schon unter das Bild, das ich mich dafür schäme. Aus den Augen aus dem Sinn .... nichts mehr in den Nachrichten und insofern auch nicht mehr präsent. Auch bei Dir kann ich nur sagen das Ihr beide sehr gute Arbeit macht. Wichtig das die Bilder zu sehen sind ... wichtig das man sieht, daß es für die Betroffenen noch lange nicht vorbei ist


Helene Kramarcsik, 11.01.2006 um 18:51 Uhr

@ Ivy
Vielen herzlichen Dank für Deine Anmerkung.
LG Helene



Helene Kramarcsik, 20.12.2006 um 13:19 Uhr

Vielen Dank für die Anmerkungen.
Mit nachfolgender Karte will ich allen KommentarschreiberInen ein frohes Fest wünschen,
Weinachtswünsche von Helene Kramarcsik
Weinachtswünsche
Von
20.12.06, 13:05
59 Anmerkungen
und mich gleichzeitig für die mir erwiesene Aufmerksamkeit bedanken.
Liebe Grüße
Helene



Wilhelm H., 14.10.2007 um 23:58 Uhr

was für eine Horrorsituation, gut, dass du uns drauf aufmerkdam machst
Gruß Wilhelm



Helene Kramarcsik, 21.10.2007 um 20:01 Uhr

@ Wilhelm
Ja, das war damals schon unheimlich. Diese große Flut kam gegen Mitternacht. Mächtiges Rauschen und Donnern erregte unser Aufmerksamkeit. Hörte sich an, als würde eine Lawine kommen, nur geht dieser Lärm auch mal vorbei und hier hielt er an.
Sirenen signalisierten, daß es sich dabei um eine ernste Hochwassersituation handeln mußte. Irgendwie war es schauerlich und so etwas hatte ich noch nie erlebt. Es grenzt an ein Wunder, daß dabei keine Menschenleben zu beklagen waren. Der Schaden war am Ende enorm hoch. Nun sind fast alle Schäden wieder behoben.
LG Helene



Eckhard Meineke , 5.12.2007 um 19:27 Uhr

Okay, das ist eine dokumentarische Aufnahme, zu der ich mich im Hinblick auf die Bildqualität nicht äußern muss. Katastrophen dieser Art wirken nach, Jahre in den Häusern, ein Leben in den Herzen. LG, Eckhard


Helene Kramarcsik, 6.12.2007 um 9:11 Uhr

Ja, die Nachwirkungen sind groß, mind. so groß wie der finanzielle Schaden. Zwar konnten innert 14 Tage Notwege und Provisorien errichtet werden, damit das Tal wieder auf dem Landweg erreicht und versorgt werden konnte und die Kinder wieder zur Schule gehen konnten, aber bis alle Schäden technisch gesehen behoben waren, dauerte es fast 2 Jahre. Die wichtigsten Infrastrukturen konnten zwar auch mit großer Anstrengung noch bis Ende November wieder hergestellt werden, so daß auch der wichtige Wirtschaftsmoto Tourismus ohne Stottern im Dezember in Betrieb gehen konnte. Der Ausfall vom Rest des Sommertourismus war ohne Schaden genug, welchen so mancher Betrieb deutlich zu spüren bekam.
So gesehen konnte mit Anstregung aller (Einheimische, Bundesbürger und auch Auslandshilfe) noch Ärgeres verhindert werden.
Obiges Bild könnte heute in besserer Qualität eingestellt werden, weil nun die Uploadgröße höher ist, als es damals der Fall war. So hat natürlich der Vergleich einst und jetzt besonders darunter gelitten, weil vor allem das Katastrophenbild eine so starke Verkleinerung und somit Datenkomprimierung nicht verlustfrei vertragen konnte. Lösung wäre gewesen, zwei getrennte Bilder einzustellen. Aber wenige klicken dann auch noch hin und her, selbst wenn die beiden Bilder verlinkt sind.
Danke für Deinen Besuch und Anmerkung.
LG Helene



Eckhard Meineke , 6.12.2007 um 17:22 Uhr

Na, wem das schon zu viel ist, zwischen zwei verlinkten Bildern hin- und herzuklicken ... aber seinerzeit waren ja auch die Übertragungsgeschwindigkeiten bei den meisten Leuten sicher noch auf Modem-Niveau. Im Grunde genommen dürfte die fc erst jetzt so richtig Spaß machen, wo die Technik schneller und die Bildqualität besser geworden ist; ich bin ja noch nicht einmal ein halbes Jahr dabei. LG, Eckhard


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