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Stolen land von Agora Bilddiskussion intensiv

Stolen land


Von 

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18.01.2013 um 17:05 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv


Wichtig:

Hier werden unkonstruktive und/oder verletzende Anmerkungen gelöscht. Wir bitten darum die Diskussion aufs Bild zu fokussieren und persönliche Streitigkeiten, genauso wie irgendwelche Vermutungen über den Bildautor, aus der Diskussion herauszulassen.

1. Das Foto darf noch nicht auf der fotocommunity veröffentlicht worden sein
2. Der Fotograf bleibt bis zum Schluss anonym und darf sich erst in einem Schlusskommentar äußern, den er an uns ( Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net ) vorher sendet.
3. Bitte teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf ( UserID) nach der Diskussion genannt werden möchtest.
4. Beschreibe, warum Du das Foto genau so aufgenommen hast. Welche Idee steht dahinter?

Anmerkungen:





Agora Bilddiskussion intensiv, 18.01.2013 um 16:56 Uhr

Der Fotograf schreibt:

Das Foto wurde in dem Palästinensischen Dorf Bil'in während einer Demonstration gegen den Grenzzaun zu Israel der sich durch das Land des Dorfes zieht aufgenommen.

Es zeigt die lokale Bäuerin Najah Abu Rahma in einer gewaltfreien Konfrontation mit Truppen der israelischen Armee.



Joliette, 18.01.2013 um 17:00 Uhr

Was für ein Moment !!!!
Für so einen Moment manche
bezahlen mit dem Leben.
Mutig !!!
Toll !!!
Viele Grüße !!!



Chris830, 18.01.2013 um 17:22 Uhr

Es ist eine gewagte Aufnahme in diesem Land, ein mutiger Fotograf. Es ist daher schwer etwas zu kritisieren, da wahrscheinlich keine Zeit blieb um die Komposition zu überdenken. Mir persönlich würde es besser gefallen, wenn der Bäuerin die Füße nicht abgeschnitten worden wären und man diese als ganzes sehen würde. Aber wahrscheinlich war dies durch den Blickwinkel nicht möglich. Trotzdem Kompliment zur Aufnahme. VG


Herbert Rieger, 18.01.2013 um 17:26 Uhr

Ich halte das Bild für eine erstklassige Aufnahme, es zeigt auch ohne Kommentar die Hilflosigkeit der tapferen Frau gegenüber der martialischen Mauer der bewaffneten Männer.
Das Bild sollte um die Welt gehen.
Vielleicht sieht es auch jemand aus dem "Zentralrat",
vielleicht bewirkt es auch eine Änderung der Einstellung gewisser Leute in Israel ?
Tapfer finde ich aber auch die "AGORA", ich bin fast sicher, daß bald die Beschwerden aus dem kämpferischen Lager eingehen werden.



DKFFM, 18.01.2013 um 17:39 Uhr

Eine beeindruckende Dokumentationsaufnahme. Die Hilflosigkeit der Frau - die rechte Hand bandagiert, in der linken die Fahne, die Arme ausgestreckt, um auf die Waffenlosigkeit hinzuweisen - auf der einen Seite steht im Kontrast zu den mit Helmen und Schilden geschützten Soldaten in voller Montur auf der anderen Seite. Beide Standpunkte kommen gut zur Geltung. Das grün bewachsene Land im Hintergrund zeigt, wie schön es sein könnte, wenn es den Konflikt nicht gäbe. Auch der Himmel ist zweigeteilt. Links über der Frau praktisch wolkenlos, rechts über den Soldaten dünne, weiße Schleierwolken. Bemerkenswert, dass eine solche Aufnahme hier zur Diskussion gestellt wird.


LIBOMEDIA, 18.01.2013 um 18:11 Uhr

Ein sehr aussagkräftiges und bewegendes Bild !
Dieses Bild hat eine größere Öffentlichkeit verdient.
Es zeigt auch mal wieder, wie wichtig Fotojournalismus ist.



Detlef Rüping, 18.01.2013 um 18:32 Uhr

Die message des Fotos ist so eindeutig und gewichtig, dass die übliche Bilddiskussion von vorneherein belanglos erscheinen muss. Die Gedanken des Betrachters kreisen um die politische Problematik, die hier thematisiert wird. Das Foto transportiert also schwere Last. Wer will sich da noch allen Ernstes über "abgeschnittene Füße" mokieren?


mia taugts, 18.01.2013 um 19:28 Uhr

@Chris830
Du bewunderst den Mut des Falschen.
Die Bewunderung und der Respekt gehört der Frau und nicht dem Fotografen.
Die Aussage des Bildes dazu ist doch eindeutig: Eine sehr mutige palästinänsiche Frau steht eines Front von israelischem Militär gegenüber.
Die Überlegungen zu Bildschnitt usw. gehen angesichts des Motivs doch am Thema vorbei.

Im Übrigen: Dass derartige Bilder ein Umdenken bei den handelnden Entscheidungsträgern bewirken, wage ich zu bezweifeln.
Was z.B. haben die Bilder von Kevin Carter und der Pulitzer-Preis am Hunger in der Welt geändert ?



kuehn.wt, 18.01.2013 um 20:08 Uhr

in schwarze getrofen


brOOmStick, 18.01.2013 um 21:11 Uhr

Das Bild ist wirklich sehr aussagekräftig und eindrucksvoll.

Oliver



trotz Köpfchen, 18.01.2013 um 21:45 Uhr

Losgelöst von der politischen Aussage: die Tiefe des Fotos, die offene Geste, die so aussieht als wenn die Frau sagen würde, was soll das Ganze und dann diese verwischten Schleierwolken, die alles so banal erscheinen lassen. Genial, auch wenn diese Intepretation so nicht vorbedacht war!


Claude Goergen, 18.01.2013 um 21:53 Uhr

Was mich an diesem Bild stört ist dass die Haltung der rechten Hand der Frau (in dem Winkel wie sie fotografiert wurde) vermuten lassen könnte dass sie ein Wurfgeschoss in der Hand hällt (ist es ein Taschentuch?) womit mir die Haltung der Frau eher agressiv erscheint. Von vorne gesehen wird ihre Körperhaltung, durch ihre abgesenkten und ausgebreiteten Arme sicherlich Hilflosigkeit ausdrücken (das ist aber nicht auf dem Foto zu sehen, sondern muss vom Betrachter einterpretiert werden).
Des weiteren bedauere ich dass das Gesicht der Frau kaum zu sehen ist. Die eigentliche (hilflose?) Körperhaltung lässt sich nur vermuten (ist dem Betrachter überlassen) da der linke Arm leider vom Körper verdeckt ist. Was die Polizeimauer angeht erscheint sie mir keinesfalls bedrohlich sondern eher unverrückbar (es sind keine Schlagstöcke zu sehen). Ausserdem finde ich den Hintergrund etwas zu hell,
Meine persönliche Einstellung zu der Situation in Palestina tut nicht zur Sache. Hier geht es um ein Foto, dass sicher unter Stress, Aufregung, Angst, Zeitdruck aufgenommen wurde. Sicherlich eine einmalige "Chance" für den Fotograf (nicht für die betroffenen Bewohner), aber ist es nicht genau unter solchen Umständen wo der Fotograf intuitif das perfekt Bild schiessen sollte.
Nicht dass ich der Meinung wäre dass es sich um ein schlechtes Foto handeln würde, oder dass ich schon ein ebenbürtiges geschossen hätte.
Eine symbolische Deutung kann ich natürlich auch noch reinlegen: Die Übermacht der Polizei rechterhand welche nicht unbedingt als Individuen zu erkennen sind, sondern als grüner Block, dem die Frau lediglich Ihren Körper entgegenstellen kann, als Rückhalt eine Stofffahne welche ihre Hoffnungen ausdrückt.
Leider ist bei dieser Interpretation die mittige Aufteilung des Fotos unpassend da das Kräfteverhältnis dadurch ausgewogen erscheint: eine Frau mit Fahne nimmt den gleichen Platz im Foto ein wie eine ganze Reihe beschildeter Polizisten.



Murat Kurt, 18.01.2013 um 22:07 Uhr

Ein Doku vom feinsten....!


gabi44, 18.01.2013 um 23:49 Uhr

Dieses Foto entzieht sich meiner Kritik. Es ist ein journa-
listisch hochkarätiges Bild, wo es um Aussage und nicht
um Styling geht. Es zeigt und macht deutlich, um was
es hier geht. Hervorragend und mutig aufgenommen.
lg gabi 44



Volker a.H., 19.01.2013 um 9:14 Uhr

Das Ziel dieses sehr mutigen Fotografen ist hier eindrucksvoll mehr als erreicht worden.

Über bestimmte handwerkliche Mängel brauchen wir uns bei diesem ausdrucksstarken Bild, das wohl unter extremen Stress und Lebensgefahr des Fotografen entstand, keine Gedanken machen.
Es geht hier allein um die Aussage dieses Bildes !

Vor Fotoreportern oder Kriegsberichtserstattern, die in Krisengebieten solche tiefgehenden Aufnahmen machen,
habe ich einen grossen Respekt.
Fotojournalismus, gehasst und geduldet in seiner reinsten Form.
Ohne ihn hätten Tyrannen wie Assad oder Gaddafi keine Grenzen mehr.

Im Gegensatz zu dem Bild, hat die politische Situation in Palästina/Israel eine völlig andere Dimension.
Man darf sich von der offensichtlichen Wirkung dieses Bildes nicht täuschen lassen.
Die bewaffneten Soldaten werden ihre Schilde wohl kaum gegen die demonstrierende Frau benötigen.

Vielmehr sind es die nicht sichtbaren und versteckten
radikalen und fanatischen Gruppierungen auf beiden Seiten mit unterschiedlichen sehr weltlichen Interessen, die die Belange dieser Frau wohl nicht im entferntesten zum Ziel haben !
Sie ist nur ein Werkzeug und Mittel zum Zweck.
Das hat sich in den letzten 2013 Jahren nicht geändert.

Die Mehrheit der Bevölkerung auf beiden Seiten werden diesen,
seit Jahrhunderten schwelenden Konflikt, nicht wollen und nicht gewollt haben.

Aber wohl ein Dutzend andere Länder mit genauso vielen unterschiedlichen Interessen sehen keinen Sinn an einer Einigung und schüren durch Waffenlieferungen und gezielten Terror, teils auch gegen die eigenen Leute, den Konflikt,
sobald auch nur der Hauch einer Einigung sichtbar ist.

Das alles hat DER Messias, in welcher Religion auch immer, nicht gewollt.
Sein Ziel war Einigung, Liebe und Nächstenliebe.
Denn nur so sind höherwertige Ziel zu erreichen !

Gruss Volker



Ofengeist, 19.01.2013 um 9:19 Uhr

*


Henrika Tröster, 19.01.2013 um 9:37 Uhr

Ich habe auch länger überlegt, ob ich etwas zu diesem Foto schreiben kann oder will. Aber warum nicht einfach ausdrücken, was beim Betrachten dieses Fotos in meinem Kopf vorging.
Allererster Eindruck war "wow", was für eine Szene gleich im nächsten Moment fielen mir aber sofort Dinge ins Auge, die mich irritierten und sogar störten. Zum einem wirkt die Szene auf mich fast auf "unheimliche" Art emotionslos, was wohl u.a. damit zu tun hat, dass ich vor allem die Augen der Frau, aber auch aller anderer Personen nicht sehen kann. Die Soldaten wirken auf mich wie eingefroren, auf jeden Fall nicht aggressiv. Was die Szene auf mich fast gestellt wirken lässt, das sind beim näheren Hinsehen die Personen im Hintergrund, die wie Touristen anmuten. Ich kann sie einfach nicht genau erkennen
Das ganze könnte genauso gut eine Szene aus einem Filmdreh sein. Die Landschaft ist beliebig und man könnte auch z.B. in Italien sein. Man sieht nicht, was sich links und rechts vom Bild abspielt, da könnten genauso gut Kameras stehen und die Leute im Hintergrund gehören zum Filmteam.

Als Einzelbild einer Reihe von vielen Bildern, die dann ein ganzes ergeben, bestimmt gut. Aber so sagt es mir nichts.




FOTObuch, 19.01.2013 um 11:03 Uhr



daVON möchte ich mehr , ZEIGT UNSERE WELT.



die NICHT GEsehen WIRD!







100% STERNE REIF** ** **über alles andere möchte ich mich nicht unterhalten.WILL ICH AUCH NICHT MOMENTAN !!! mich interessiert nur DAS FOTO " und das ist gut "




f o t oBUCH





Silvad Ramic, 19.01.2013 um 11:12 Uhr

.. kaum vorstellbar, wie es den Familien und der Bäuerin in diesem Moment zu Mute ist

/ traurige Geschichte / gut festgehalten / tolles Foto



michael se.........., 19.01.2013 um 11:16 Uhr

sehr gute reportage-aufnahme... mehr gibt es... meiner meinung nach... nicht zu sagen/schreiben.

mögen die fotoklub-menschen sich detaillierter äußern, wenn sie denn unbedingt müssen.



Johannes Lunenburg, 19.01.2013 um 11:25 Uhr

Mir geht es auch so, das ich erst mal eine Nacht darüber geschlafen habe. Hier wurde ja anfänglich der Gedanke ins Spiel gebracht, ob es nicht besser gewesen wäre, einen anderen Schnitt zu nehmen. Die Frau ganz mit mit ins Bild zu nehmen wäre eine von zwei Möglichkeiten. Die hier gewählte ist Ausschnitt ist eine von dieser beiden. Jetzt hier darüber zu schreiben ob das Gesicht gezeigt werden sollte oder nicht, kommt sehr oberlehrerhaft bei mir an. Solche Gedanken darf man in den Fashion und Portraitbereich verschieben. Das hier ist wohl jedoch eher Reportagemäßig zu sehen.
Hier wird jedoch die Hilflosigkeit einer alten Frau gegenüber einer Staatsmacht deutlich gemacht. Das transportiert dieses Bild hervorragend. Es wird nicht reichen um irgendwelche Preise zu gewinnen, dazu fehlt in Tat etwas die Qualität.

Insgesamt gesehen bleibt dieses Foto im Kopf und das ist eines der wichtigsten Ziele eines Fotografen.

LG Jo.



H.M.Brandy, 19.01.2013 um 11:32 Uhr

Hochachtung vor dem Mut der Frau UND des Fotografen !
Hier trifft der Spruch: EIN BILD SAGT MEHR ALS 1000 WORTE





Matthias von Schramm, 19.01.2013 um 12:00 Uhr

eine reportageaufnahme funktioniert oder funktioniert nicht. diese funktioniert hervorragend. der kontext ist mühelos geschaffen und selbst für politisch uninteressierte menschen gut erkennbar. erkennbare gesichter und frauenfüße braucht so ein bild nicht. die handlung ist sichtbar - die hand in der mitte des bildes symbolisiert die art der kommunikation. die landschaft ist keinesfalls beliebig. man braucht nicht einmal dort gewesen zu sein, um sie zu erkennen in der heutigen zeit. der rest sind kleinste details, deren besprechung ich für müssig halte. aber die emotion stimmt und zwar auf den punkt.


Henrika Tröster, 19.01.2013 um 12:07 Uhr

Wichtig in der Diskussion gerade um ein solches Bild ist nach meiner Meinung, dass jeder seine ganz persönlichen Eindrücke zu diesem Bild schildern darf, was er persönlich gut oder weniger gut findet und was ihn berührt oder nicht. Aber es sollte ohne Angriffe auf die Äußerungen anderer Teilnehmer geschehen. Und es sollte schon gar nicht um politische Inhalte und Meinungen gehen, die haben hier nichts verloren.


Mega-Pixel, 19.01.2013 um 12:51 Uhr

Geniales Bild und Titel
Reflektiert mit einem Blick die traurige Situation des paläsinensischen Volkes (Christen & Moslem)



knypen, 19.01.2013 um 13:26 Uhr

pro


Ambitious, 19.01.2013 um 13:30 Uhr

Einfach nur klasse! Ich denke es bleibt nichts hinzuzufügen was nicht schon gesagt wurde. Das Foto hat meine volle Aufmerksamkeit auf sich gezogen.


J.Vogelgesang, 19.01.2013 um 14:47 Uhr

Mir gefällt der Mut der Wehrlosen und die gekonnte Darstellung

VG Jochen



Lady Askot, 19.01.2013 um 15:49 Uhr

Eines der aussagekräftigsten Bilder, die ich je gesehen habe. LG


harry k., 19.01.2013 um 16:20 Uhr

Tolles, aussagekräftiges Bild, gut gemacht und eigentlich positiv Bilddiskussionsunwürdig ;-)
Was mir auffällt: Es ist eine überlegte Komposition, auch die angeschnittene Fahne und die Verdichtung durch die Nähe (WW) gehört dazu, sowie die sehr gute Entscheidung, einen tieferen Standpunkt zu wählen und damit die Hand in den optischen Mittelpunkt zu nehmen oder auch die Köpfe ganz hinter die Schilde zu setzen. Damit passt dann auch die Schärfeverteilung gut dazu.
Alles richtig gemacht. Auch, zu diesem Zeitpunkt an diesem Ort zu sein ;-))



Rene Hugo Weseler, 19.01.2013 um 17:51 Uhr

WOW, stunning.


Sebastian Tröger, 19.01.2013 um 20:34 Uhr

Das Foto ist eine absolute Meisterleistung!

Diese Momentaufnahme spricht so eine starke Sprache, dass man kaum eine Erklärung dazu brauch.

Ich würds mir an die Wand hänge ;)!



Der Jürgen, 19.01.2013 um 20:37 Uhr

überaus bemerkenswert


I arkadas I, 19.01.2013 um 22:05 Uhr

sehr besonders.. !
lg



Sitar, 19.01.2013 um 23:17 Uhr

Ich bin wirklich beeindruckt.
Dieses Bild zeigt, dass es bei Fotografie eben doch um mehr geht, als Schärfe, Megapixel und Rauschen.
Respekt vor dem Mut des Fotografen.
Ein zugleich trauriges Bild, wenn ich mir vorstelle, dass man auf dem Bild nur Verlierer sieht.
Die Palästinenser, die seit Jahrzehnten den Fanatismus einiger von ihnen ausbaden müssen und auf der anderen Seite die Israeilis, die in ihrer Heimat nie sicher sein können.



mia taugts, 20.01.2013 um 9:03 Uhr

@Yo-everywhere
@Claude Georgen

In den Anmerkungen des Fotografen, ist ausdrücklich von einer "gewaltfreien Konfrontation" die Rede. Woher nehmt Ihr die Interpretation, die Frau würde einen Stein in der Hand halten ?

Damit wird man der Aussage des Bildes nicht gerecht



Una oder Wölfcheni, 20.01.2013 um 9:08 Uhr

Mir persönlich gefällt der Blickwinkel gut. Der Kontrast zwischen der Mauer aus Soldaten und der einen Frau mit ihrer Landesflagge ist sehr ausdrucksstark. Große Ehre dem, der dieses mutige Foto gemacht hat!


roswitha v.g., 20.01.2013 um 9:37 Uhr

na endlich! ein bild der besonderen art!
es ist alles zu diesem bild gesagt und ich schließe mich ganz spontan den worten von harry k. an.

danke für´s zeigen! mehr davon!
lg kerstin



elstp, 20.01.2013 um 9:37 Uhr

Wie sich die Bilder gleichen:
Im Alten Testament und auch im Koran wird diese Begegnung wohl ähnlich beschrieben:

Es rettet der Hirtenjunge David sein Volk und auch das Land, das seinem Volk seit langem gehört, vor Goliath und seinen kampfentschlossenen Leuten.


Auf die heutige Zeit übertragen, sehen wir anstelle des Hirtenjungen eine muslimische Frau, der lauter bis an die Zähne bewaffnete, d.h. physisch überlegene, unter Kommando stehende Soldaten gegenüber stehen - und wieder fordert das unterlegene Volk durch seinen Sendboten ,Denkt doch mal nach!!!!

Ich glaube nämlich, dass David nicht König wurde, weil er mit einem Stein ein verwundbares Ziel zwischen Goliaths Augen getroffen hat, sondern weil er mit einem treffenden, gewichtigen Argument seinem Gegner vor Augen gerufen hat, dass beide Völker eine Daseinsberechtigung haben, und ich bin überzeugt davon, dass man sich seinerzeit geeinigt hat, denn sonst wäre ja dort nichts besonderes passiert.


Dass es sich um eine Komposition, ein inszeniertes Foto handelt, kann man daran erkennen, dass sich Soldaten in Phalanx aufgestellt haben, um eine (wahrscheinlich vorhandene) Menschengruppe zurückzudrängen, die sich weit genug links befinden müsste, um die Botin, die die Friedensbereitschaft signalisieren will, alleine stehen zu lassen. Weiter sieht man Fotografen hinter der Soldatengruppe, die, wie der Autor, ihrer Aufgabe nachkommen, die Weltöffentlichkeit zu informieren (oder so ähnlich). Beide Parteien stehen ruhig - die eine Seite drängt nicht, die andere ,wagt sich nicht ,heran.
Gegen eine gestellte Szene ist nichts einzuwenden, aber es ist wichtig, um sich das Bild besser erschließen zu können, denn der Autor stellt am aktuellen Beispiel einen sich überall auf der Welt und in jeder beliebigen Größenordnung seit Menschengedenken wiederholenden Konflikt dar.

Daher ist dieses inszenierte Bild, das von allen Beteiligten gemeinsam (!) geschaffen worden sein muss, gedacht als Appell an die Öffentlichkeit:

Ich fühle mich aufgefordert, mir Gedanken zu machen, mich ,einzumischen'.



GeoSch, 20.01.2013 um 10:02 Uhr

Stolen land, so sehen es beide Parteien. Das Bild zeigt eindringlich die Situation im Nahen Osten: Die sich eher ängstlich hinter Wällen verschanzenden Israelis, weil ihnen ihr Existenzrecht abgesprochen wird und die einfache palästinensische Bäuerin, die anscheinend kein Interesse an Gewalt hat, obwohl natürlich eine Flagge immer einen Besitzanspruch einer Gruppe demonstriert. Und der Blick über das weite und fruchtbare Land, um das es geht.
Ein Problem, das uns in Zukunft überall auf der Welt immer häufiger begegnen wird, wenn das Übel dieser Welt, das hemmungslose Bevölkerungswachstum nicht gestoppt wird. In die Grenzen des Wachstums hat der Club of Rome schon 1972 diese Szenarien beschrieben und er hat leider recht behalten.



Kommissar Lohmann, 20.01.2013 um 11:00 Uhr

Mich irritiert der Umstand, dass das BIld von einem professionellen Fotojournalisten stammt.

Es wundert mich irgendwie, dass ein professioneller Fotojourmalist sein Bild zur Beurteilung in ein Amteurfotoforum, wie die FC eines ist, einstellt.
das verstehe ich einfach nicht ...

(oder aber es wurde gestohlen und die AGORA Redaktion hat ein bischen geschlafen...)



Burkhard Scherkamp, 20.01.2013 um 11:28 Uhr

Für mich erschließt sich die Bildaussage sofort:
Ohnmacht !

Gestellt hin oder her - der Bezug ist augenblicklich vorhanden !

L.G.
Burkhard



Drea - H, 20.01.2013 um 12:54 Uhr

Ein Foto, das Emotionen auslöst.
Ich sag danke für´s zeigen, es macht mich im Moment sprachlos, als Bild an sich, von mir die volle Punktzahl.
Grüsse Andrea



Matthias von Schramm, 20.01.2013 um 14:36 Uhr

herr kommissar, ich finde es sehr gut, dass ein (vielleicht agentur fotograf) in einem amateurforum ausstellt und es auch für eine diskussion zur verfügung stellt, wohl wissend das die blickwinkel und kompetenzen unterschiedlich sein müssen. es ist aber auch verständlich, dass es wenige tun.


michael se.........., 20.01.2013 um 14:44 Uhr

und die es taten wurden rausgeekelt.


Matthias von Schramm, 20.01.2013 um 14:44 Uhr

ja, so isses.


uschr, 20.01.2013 um 16:38 Uhr

Was ist Fakt ?
Du hast es mutig gezeigt .
Es bleibt im Kopf.



Henning B., 20.01.2013 um 18:33 Uhr

Eine Reportageaufnahme der der besten Sorte. Wie viele Andere auch sehe ich es als einen Vorteil an das ich ihr Gesicht nur erahnen kann. Dann Bild steht eben so für viele Situationen an vielen Stellen dieser Gegend. Ihre Geste vermittelt mir deutlich die Quintessenz meines Lebens. Die normalen, kleinen Menschen auf der Welt wollen eigentlich nur leben, ihre Kinder großziehen und ihr Auskommen haben. Da ist es auch egal wo sie Leben und welchen Glauben sie haben.
Ich persönlich bin nicht davon überrascht eine solche Aufnahme hier zu finden. Es gibt sie die hochkarätige Fotografie hier in der fc. Ich freue mich immer wenn ich solche Perlen wie diese hier sehe.



Wolfgang Fendt, 20.01.2013 um 18:48 Uhr

Das ist ein Bild, wo sich jegliche Diskussion um Bildeinteilung usw. verbietet. Das sind die Bilder, die die Geschichte der Welt demonstrieren. Hervorragend.


harry k., 20.01.2013 um 18:52 Uhr

Was der Bildautor vom Verbieten von Diskussionen hält, zeigte er mit seiner Entscheidung, dieses Bild bei Agora einzuschicken.


M.Weber, 20.01.2013 um 19:15 Uhr

Dieses Bild hat das Potenzial Weltbekannt zu werden.


Max Stockhaus, 20.01.2013 um 20:44 Uhr

Auch friedlich demonstrierende Palästinänser werden den weiteren Raub ihres Landes nicht verhindern können.
Leider ist das so.

lgm



Tobias Scha, 20.01.2013 um 20:58 Uhr

Mutig oder verzweifelt


Jonas Albrecht, 20.01.2013 um 22:24 Uhr

Sehr aussage kräftig! Und darum geht es bei Fotos nicht um Ausschnitt oder technische Spielerein!


Maik Gr., 21.01.2013 um 4:16 Uhr

Wie authentisch ist dieses Bild ?
Das Stichwort lautet Pallywood.
Die "Touristen" im Hintergrund lassen vermuten, dass es eine der vielen Inszenierungen ist, bei der Kinder und alte Frauen vorgeschickt werden, um medienwirksam in der Weltpresse dargestellt zu werden.
Das, was dort wirklich passiert, ist auch auf diesem Bild nicht zu sehen.



MTfoto, 21.01.2013 um 8:34 Uhr

eine dramatische ungleichgewichtige Konfrontation -
als solche prima dokumentiert !
mit Gruss MT



elstp, 21.01.2013 um 9:22 Uhr

@Maik Gr. (21.1.13, 4:16 Uhr)
Der Autor schreibt von einer friedlichen Demonstration.
Ich würde sogar noch weiter gehen und von einer (vlt. bei dieser Gelegenheit entstandenen) Inszenierung sprechen. Und das hat seine Berechtigung:

Beide Kriegsparteien stehen sich für dieses Bild gegenüber - sie sind sich zumindest in diesem Punkt (!) einig:
Die Weltöffentlichkeit soll aufmerksam gemacht werden auf einen Jahrzehnte schwelenden, immer wieder eskalierenden Konflikt, den sie, die Gegner, allein gar nicht mehr allein zu lösen imstande sind.

Die Völker, für die die beiden Parteien stehen, die schwache Frau auf der einen und die bewaffneten Soldaten auf der anderen Seite, hoffen also tatsächlich auf Medienwirksamkeit. Es sind verschiedene Fotografen dort, und die transportieren hoffentlich eine Botschaft in die Welt.

Du kannst schon hier in der Agora-Diskussion lesen, dass selbst kritische Betrachter darauf verzichten, Qualitäts-Details als die Botschaft einschränkend zu bezeichnen. Zumindest das wird aus diesem Bild ja deutlich: Es sind ganz ungleiche Kräfte, und dadurch kommt es mal hier zu einem Vorteil für die einen, und dann entwickelt sich - gerade, weil Waffen und Ungerechtigkeit so mächtig sind - wieder Vorteile für die andere Seite. Aber es gibt keinen Frieden.

Der Appell, den der Fotograf transportiert, stammt nicht aus dem Studio, sondern der ist authentisch, auch wenn hier etwas gestellt sein sollte.
Ich wünschte wirklich, dass der legendäre David seinen Gegner Goliath mit einem Argument ,erledigt hätte und nicht mit einem gezielt geworfenen Stein. Wir verwenden doch auch Metaphern, wenn wir eine Situation ganz knapp darstellen wollen, warum sollten die Bibel und der Koran das nicht schon gekonnt haben?



Kommissar Lohmann, 21.01.2013 um 9:35 Uhr

Nachdem ich jetzt einen Rüffel von Agora bekommen habe, weil ich hier nicht zu beweisende Vermutungen aufgestellt habe, will ich mich noch mal mit dem Photo an sich auseinandersetzten.

Mein 1. Impuls war: "wow was ein super Foto! rechts das Militär sieht wirklich aus wie die schreckliche Mauer um (bzw. auf) dem Land der Palästinenser"


Dann ist mir aufgefallen, dass ein Teil meiner Assoziation auf Tatsachen beruhen, die ich schon weiß. Wir alle wissen um den Konflikt. Wir wissen um die perfide und uneinsichtig harte Haltung der Konfliktparteien. Wir wissen um die Machtverhältnisse.

Was will mir der Fotojournalist sagen?

Und wie will er mir seinen Inhalt vermitteln?

Spätestens hier bin ich zu dem Schluß gekommen, dass das Bild einen ziemlich suggestiven und manipulativen Charakter hat. Und das liegt vor allen Dingen an der Perspektive. Aber auch an vielen anderen Aspekten...

Dass das funktioniert kann man auch an einem Großteil der unkrtischen Jubelkommentare (ich dachte eigentlich, dass das hier nicht vorkommen soll) ablesen.



Ich -für meinen Teil- muss nicht noch weiter emotionalisiert werden. Ich weiß um das Elend in Nahost. Ich wünsche mir genau das Gegenteil.

Ich wünsche mir eine Versachlichung!

..



Maik Gr., 21.01.2013 um 11:32 Uhr

@ estlp
Es ist eine Inszenierung, aber keine von beiden Seiten geschaffene.

Mit Inszenierung meinte ich nicht, dass man sich für's Foto aufstellt.
Die Inszenierung dort beinhaltet allwöchtentliche Demonstrationen, die keinesfalls friedlich bleiben. Ebenso werden die israelischen Soldaten provoziert Gewalt anzuwenden, um sie und Israel als Agressoren dazustellen, während die Gewalt der Palästinenser nicht gezeigt wird.

Pallywood will ein falsches Bild vom Konflikt erzeugen. (Was auch sehr gut funktioniert, wie man an den Kommentaren sieht.)
Wenn man sich die Homepage des Fotografen ansieht, sieht man, dass der Fotograf dies fördert.



Das Herminsche, 21.01.2013 um 11:46 Uhr

Der Typ macht gute Bilder. Punkt.
http://www.simonkrieger.com/



Siegfried Hansen, 21.01.2013 um 14:52 Uhr

eigentlich ein gutes Foto , aber gestaltungstechnisch ist in der Mitte ein Loch ( durch das man unnötigerweise durch das Motiv, ins Hinterland durchguckt ) und das man durch die Wahl des Standpunktes ändern könnte .. das Motiv nicht wirklich neu oder ungewöhnlich gut umgesetzt
für ein Profi wohl eher ein Standard Foto .. würde man auf jeder Demo so fotografieren .. Polizei/ Demonstrant
----
die Bedingungen vor Ort ,ob es gefährlich war etc. sind für eine neutrale Bildbesprechung hier in der fc ja wohl zweitrangig

@ das Herminische
gut ja, aber nicht außergewöhnlich gut



Thorsten Strasas, 21.01.2013 um 16:32 Uhr

Ja, gutes Standardbild. Eigentlich alles richtig gemacht, hebräische Schrift und palästinensische Fahne erklären das Bild.
Das Loch wäre für mich weniger schlimm, wenn da nicht Leute gelangweilt rumstehen würden. Insgesamt fehlt mir ein wenig das Emotionale.

Dabei hat der Fotograf aus meiner Sicht wesentlich besseres - auch hier in der FC. Der Blick ins Portfolio lohnt definitiv.



Johannes Barthelmes, 21.01.2013 um 18:58 Uhr


eine interessante Situation.
Wenn ich in diesem Moment dort gewesen wäre, hätte ich mich vermutlich hinter die Dame gestellt. Man sieht ja so eh kaum etwas von ihrem Gesicht (was sicher auch spannend wäre, also auch hinter der Armee wäre eine wunderbare Möglichkeit), also wäre das kein Hinderungsgrund.
Sie von hinten, mit hilflos ausgebreiteten Armen und die Gesichter der Armeemitglieder als geschlossenen Hintergrund
oder eben ihre Gesichtsregung und die Soldaten von hinten im Vordergrund
und natürlich gut fotografiert,
das wäre es hier für mich gewesen.
So, alle "nur" von der Seite, keinerlei Emotionen eingefangen, mit dem weiten leeren Hintergrund, finde ich das nicht sehr gelungen, so ist das für mein Dafürhalten ein "diese Möglichkeit verpasst haben".
VG, Johannes



Max Stockhaus, 21.01.2013 um 19:27 Uhr

@Elstop, betrifft David und sein "Steinwurf"

Zunächst einmal: Klar kann man dem Bildautor hier unterstellen, dass er mit seinem Bild "manipulieren" will,
links die Palästinänserin mit der Fahne Ihres Landes in der Hand (Ihr Land?), rechts die Mauer aus behelmten und bewaffneten Soldaten oder Polizisten, von der man nicht weiß, ob sie sich wirklich auf dem von Israel anektiertem Gebiet befindet.
Hätte der Autor zugunsten Israels manipulieren wollen, hätte er steinewerfende Palästinänser abgelichtet (und die scharf zurückschießenden Israeli tunlichst nicht mit ins Bild aufgenommen).

Zur Legende, dass David mit seinem Steinchen den übermächtigen Goliath getötet haben soll:
Das ist ein Märchen, aufgeschrieben einige hundert Jahre später, nachdem es passiert sein soll, von Juden, die Exil gefunden hatten in Babylon.
Die neusten Forschungenn hierzu ergeben eine ganz ganz anderes Bild dieser Bibellegende.
Demnach war König David ein überaus kriegerischer Tyrann, der nicht einmal vor Morden in seiner Familie zurückgeschreckt hat, um seine Macht auszuweiten.
Soviel zur Manipulation...

lgm



Matthias von Schramm, 21.01.2013 um 19:46 Uhr

ja es gibt immer leutchen die die füsse nicht still halten können, bis der autor genannt wird.


Johannes Barthelmes, 21.01.2013 um 20:09 Uhr


@Matthias:
ja, darüber hinaus eine sehr magere Anmerkung von Herminchen
...klingt so absolut...und weil's so absolut vorgetragen wird: kann sie das überhaupt beurteilen?



michael se.........., 21.01.2013 um 20:10 Uhr

offensichtlich matthias.


roswitha v.g., 21.01.2013 um 20:17 Uhr

@hohannes, ich sehe es bei diesem bild nicht ganz wie du:
"Sie von hinten, mit hilflos ausgebreiteten Armen und die Gesichter der Armeemitglieder als geschlossenen Hintergrund oder eben ihre Gesichtsregung und die Soldaten von hinten im Vordergrund und natürlich gut fotografiert, das wäre es hier für mich gewesen.
So, alle "nur" von der Seite, keinerlei Emotionen eingefangen, mit dem weiten leeren Hintergrund, finde ich das nicht sehr gelungen, so ist das diese Möglichkeit verpasst."

das bild zeigt für mich sehr wohl sehr viele emotionen, aber eben einmal ganz leise, ganz still, ganz anders und eben sehr feinfühlig. warum muss es immer reißerisch sein, frage ich. das bild spricht für mich eine ganz besondere sprache! gerade der blick in die tiefe des landes verstärkt für mich die feine bildsprache, verstärkt sie für mich sogar in bezug auf "stolen land".
lg



Dr. Labude, 21.01.2013 um 20:34 Uhr

Mir ist der Bildausschnitt viel zu suggestiv. Ich habe während der Intifada einige Monate in Israel gelebt und persönlich nicht die Erfahrung gemacht, dass sich die Armee so für eine Konfrontation mit einer alten Frau rüstet. Manchmal zeigt ja erst der größere Blick die ganze Wahrheit - dann aber natürlich nicht so eindrucksvoll. Das Bild ist nicht Journalismus, sondern Parteiergreifung. Das ist ja OK, wenn man es kenntlich macht. Was wir hier denken sollen, sagt uns schon der tendenziöse Titel des Bildes.

Die Israelis, die ich kenne, moderne, liberale, weltoffene junge Menschen und Intellektuelle, mögen weder den Zaun noch ihre gegenwärtige Regierung besonders. Aber Bomben im Bus zur Uni finden die auch ziemlich doof.



Johannes Barthelmes, 21.01.2013 um 20:56 Uhr


@Kerstin:
ich verstehe Dich gut möchte aber etwas einwenden.
Bei diesem Genre der Fotografie bin ich gar ein Feind reißerischer und effekthascherischer Fotografie, auch wenn heutzutage nur so wichtige Wettbewerbe gewonnen werden können. Was wurscht ist.
Wer meine Bilder kennt, weiß das und dazu habe ich mich etliche Male geäußert, nicht unbedingt hier in der fc.

Wer wie hier die Köpfe mitfotografiert, sich aber entgehen lässt, Gesichter zu zeigen, hat in meinen Augen eine große Gelegenheit vertan. Hier auf alle Fälle. Das Bild wirkt so statisch und etwas langweilig.

Dazu ist mir natürlich immer auch die Bildkomposition äußerst wichtig, die so oft zu kurz kommt. Oben von mir und auch z.B. von Siegfried Hansen angesprochen.
Und die wäre selbstverständlich von einem anderen Standpunkt aus viel gelungener möglich gewesen.
VG, Johannes



Kommissar Lohmann, 21.01.2013 um 22:04 Uhr

für mich trägt die Anonymisierung (das gesichtslose) zu dem suggestive Charakter des Bildes bei ..


harry k., 21.01.2013 um 22:24 Uhr

Ich finde das Bebildern der zwei Seiten gut - und das Land steht zwischen ihnen.
Abgesehen davon, dass der Fotograf auch mich als Betrachter zwischen die beiden Seiten gestellt hat.



Anna und Martin, 22.01.2013 um 7:47 Uhr

Ich finde das Bild wirklich sehr stark. Die Komposition finde ich so sehr toll, abgeschnittene Füße hin oder her. Ich persönlich hätte mich das wahrscheinlich nicht getraut, denn in dem Land ist man als Fotograf, der die Wahrheit festhalten will, wirklich in Gefahr.

lg Anna und Martin



pixobox, 22.01.2013 um 9:36 Uhr

Die Eindeutigkeit seiner Aussage scheint das Bild nun doch nicht davor zu schützen, auf die übliche Weise "zerpflückt" zu werden. Da lese ich z.B. zu meiner Überraschung, das Bild habe "gestaltungs-technisch in der Mitte ein Loch". (@Siegfried Hansen) Ich reibe mir die Augen und sehe in der Mitte die drohenden Schatten der Soldaten. Weiter hinten erkenne ich das Land, um das es geht und dessen geographische Beschaffenheit zumindest angedeutet wird. Da dürfen sich auch Menschen aufhalten, zufällig, ohne Bezug zum Geschehen im Vordergrund. Dann ist da noch der Wolkenschleier am Himmel, den man zumindest als Struktur und nicht unbedingt als Symbol für irgend etwas wahrnehmen könnte. Ohne das alles hätte allein die Distanz zwischen den beiden Seiten ihre gestalterische und inhaltliche Bedeutung, die Distanz, deren Überwindung vorerst noch utopisch zu sein scheint.


Andreas Reich, 22.01.2013 um 10:11 Uhr

ich finde das bild ein wenig zu gestaucht. ein anderer ausschnitt hätte es m.e. besser rausgeholt. vielleicht ein wenig mehr schild rechts und fahne links und weniger himmel hätte das ganze noch komprimiert. ich denke auch das man die highlights ein wenig senken und die tiefen ein wenig heben hätte können, um den gewollten mangel an tiefenschärfe durch ein wenig mehr kontrastumfang zu bereichern. das ist aber persönlicher geschmack. ausserdem hätte ich gerne auch gesichter gehabt. und ich wüßte zu gern was hinter den protagonisten vor sich geht. es scheint sich ja hier um eine punktuelle konfrontation zu handeln die 10 m später eine andere ist. wenn man die hügel runterschaut sieht man dort weitere menschen, die nicht beteiligt aussehen. wenn man einen propagandistischen effekt mir dem bild erzielen wollte, dann fände ich es besser die beiden im hintergrud nicht drauf zu haben. apros hintergrund. menschenverstand sagt mir das mindeste sechs armeepolizisten (annahme) ein overkill für eine alte frau sind. ich würde gerne wissen was hinter der alten frau alles passierte.

im großen und ganzen finde ich das foto fotografisch sehr gut, inhaltlich aber sehr propagandistisch. es überzeugt mich nicht. mein erstes gefühl war, 'das bild kennst du, hast du tausend mal gesehen, hier versucht der / die fotograf_In deine menschlichkeit auszubeuten'. mich überzeugt es nicht.



roswitha v.g., 22.01.2013 um 10:50 Uhr

@johannes, ich gebe dir völlig recht, was deine sichtweise anbeterifft! ich kenne deine art zu sehen sehr, sehr gut, schätze sie, diese atemberaubende direktheit in der sache und besonders deine unverwechselbare nähe zu den meschen.

vermutlich hätte ich es sogar - wenn ich die gelegenheit dazu gehabt hätte - ganz anders bzw. ähnlich dir gemacht. - aber trotzdem, ich mag dieses stille bild, was den betrachter dazu animiert, die geschichten zu sehen, die dieses bild erzählt - auch von der weite dieses "stolen land".

endlich mal wieder eine diskussion, die sich wirklich mit dem bild beschäftigt und den verschiedenen sichtweisen von mir sehr geschätzter fotografen! danke!
lg kestin

edit:
@andreas, was ist an diesem bild "propagandistisch"? - die fahne? die ist angeschnitten, ihr gegenüber die masse der schilde. - warum sollte ich mich hier menschlich ausgebeutet fühlen? -

betrachte doch das bild ganz einfach einmal ohne die kenntnis der situation vor ort. - hier tritt eine einzelne in kommunikation mit mehreren anderen. frage: wie gestaltet sich diese kommunikation, ganz ohne voreingenommenheit, wie du dich selbst mit all deinem wissen entscheiden würdest. - das ist für mich objektive bildbetrachtung, in der man sich letztlich viel besser gegen oder (wie ich) für das bild entscheiden kann.

:-)



D. Russmann - Mal sehen, 22.01.2013 um 11:06 Uhr

Moin,
für mich ist das Bild mit dem Titel zusammen ein schlechtes Bild, weil es dieses komplizierten Konflikt für mich sehr einseitig darstellt und mit Emotionen arbeitet, um eine Sicht der Dinge, darzustellen. Ja, diese weckt das Bild bei mir.

Bilder in solchen Regionen sollten für meine Begriffe die Situationen vielschichtiger darstellen - dieses gelinkt wahrscheinlich dann auch besser mit mehreren zusammenhängenden Bildern. Ein Einzelbild ist dafür nicht geeignet. Es ergreift einseitig Partei, was ich ablehne.

Man könnte jetzt eben fragen, ist diese Frau wirklich so harmlos, wie es dieses Bild zeigt? Hat sie nicht vielleicht auch die Terrororganisation HAMAS gewählt? Dieses Bild ist sicherlich gut, wenn es um Lobbyarbeit geht. Aber es beschreibt in keiner Weise, den Konflikt dort. Aber diesen Anspruch habe ich an solche Bilder(serien), wenn sie gut sein sollen.

LG
Mal sehen



michael se.........., 22.01.2013 um 11:09 Uhr

ein foto (graf) darf und soll stellung beziehen!

ps. menschen die eine partei wählen... haben stets gewichtige gründe... so auch diese frau.



Andreas Reich, 22.01.2013 um 11:36 Uhr

@kerstin: ganz ehrlich, was ich sagen wollte sagte ich. alles andere was ich noch sagen würden wollte, endete nur in einer langen debatte die ich nicht mehr in foren führe, sondern nur noch face-to-face




D. Russmann - Mal sehen, 22.01.2013 um 11:52 Uhr

@michael se
Wenn die Frau Gründe hat (wenn sie denn die HAMAS gewählt hat), eine Terrororganisation zu wählen, die das Existensrecht vom Staat Israel und das Existensrecht der Juden (die wollen eben alle Juden vertreiben oder töten) ablehnt, dann ist sie sicherlich keine unschuldige Frau. Sie mag Gründe haben, ( die jeder Mensch, der für die allgemeinen Menschenrechte ist, ablehnen sollte), aber sie ist nicht unschuldig.

Ganz ehrlich: Israel würde doch blöd sein, wenn sie freiwillig Land abgeben an Menschen, die überwiegend eine Terrororganisation gewählt haben. Die Terrororganisation will das Land Israel inkl. der Bewohner vernichten. Da kann ich es nachvollziehen, das Israel kein Interesse hat, dass der Staat Palästina entsteht.

Ohne dauerhaftes Existensrecht von Israel und deren Bewohnern, kann es in meinen Augen, keinen Frieden dort geben.



Kommissar Lohmann, 22.01.2013 um 12:00 Uhr

@kerstin

also da sich Andreas hier ausklingt möchte ich dazu nochmal was sagen - ich finde es ist uns eben nicht möglich dieses Bild "objektiv" (was immer das sein soll) zu betrachten. Wir können unser Wissen nicht negieren und zu einer Bildbetrachtung gehört für mich auch eine ethische Komponente.

Das heisst; was soll das Bild bewirken und ist das, was es bewirken soll, wirklich hilfreich!

Wie ich ja bereits schon beschrieben habe finde ich dieses Bild durchaus manipulativ.

links eine einzelne Frau mit einer wehenden Fahne, machtlos, anklagendend, alleine unterlegen

und rechts die anonyme übermächtige gesichtslose Mauer der Agressoren..


dazu die Perspektive, die die Mauer noch größer erscheinen lässt als sie ist ..

Für mich hat das Bild eindeutig propagandistische Tendenzen und davon habe ich genug und gerade weil der Konflikt so aktuell ist, finde ich es so höchst unangemessen

Tendenziöse Berichterstattung macht die Situation nur noch schlimmer. Keiner der beiden Konfliktparteien ist damit letztendlich gedient.

@ D.Russmann
eine rein politische Diskussion finde ich in diesem Forum allerdings auch unangebracht.



Siegfried Hansen, 22.01.2013 um 12:13 Uhr

@ pixobox
ja ich finde deine Sicht ist mit deiner Erklärung völlig in Ordnung
--
ich habe nun mal ein ausgeprägten Sinn für Bildgestaltung und eine spezielle Sichtweise auf Motive und Fotos ..
und ich denke wenn du es mal sacken lässt , ist meine Ansicht mit Sicherheit nicht völlig vom Tisch zu wischen
der Fotograf hätte nur 10 cm nach links gehen zu brauchen ,das " Loch" wäre geschlossen ..
das ist nur ein formaler Gestaltungshinweis aus meiner subjektiven Sicht
speziell für dieses Foto
vielleicht kann der Fotograf was damit anfangen, aber vielleicht ist der Fotograf von seiner Arbeit so überzeugt und er würde das Foto immer wieder so machen
dann ist auch gut .. dann weiß er was er will , und die überwiegenden Kommentare sind auch äußerst positiv
meine Meinung ist nur eine Anregung und keine "übliche Zerpflückung eines Bildes"




Matthias von Schramm, 22.01.2013 um 13:23 Uhr

@ Johannes

ich weiß es nicht. mich interessiert michaelas meinung jedenfalls meistens. wir sind zum glück nicht immer der selben.

@ Siegfried

bei mir schließt sich das Loch im Kopf beim beobachten. Das heisst aber nicht, dass im Kopf dann ein Loch übrig bleibt und dies ist selbst dann so, wenn Schattenbilder oder Hamasaktivistinnen oder "Touristen" auftauchen. Verstehen kann ich aber die, die für eine direktere Bildsprache stehen, wie z.B. auch der Johannes.



santana45, 22.01.2013 um 14:10 Uhr

Fototechnisch ist das Bild erstklassig und unverfälscht.
Menschlich betrachtet zeigt es die Hilflosigkeit einer mutigen Einzelperson, die sich dem Unrecht entgegenstellt. Die DDR-Mauer ist gefallen - und hier wird eine neue aufgebaut...bedenklich.
vg



D. Russmann - Mal sehen, 22.01.2013 um 16:50 Uhr

@Kommissar Lohmann:
In meinem 1. Beitrag habe ich das Bild bewertet zusammen mit der Aussage, die es für mich transportiert.
Im 2.Beitrag ging ich auf die einen Beitrag von "michael se" ein, welcher mich direkt angesprochen hatte.



christine frick, 22.01.2013 um 18:36 Uhr

Ob jetzt gestellt oder nicht, Hauptsache ist doch dass das Bild eine Botschaft transportiert und das tut es.
Erstklassig.
LG Chris



Kommissar Lohmann, 22.01.2013 um 19:06 Uhr

@

also ich verstehe nicht wie Du auf die Idee kommst, dass die Sonne im Osten steht - vielleicht steht sie ja auch im Westen?

noch weniger verstehe ich was das für eine Bedeutung haben soll in diesem Kontext von Gewalt und Unterdrückung?

Ich finde den Begriff "Kitsch" -egal wie groß du ihn schreiben magst- ziemlich diffus und unglücklich gewählt

Ich zumindest verstehe unter Kitsch etwas plüschiges, samt-rosa fabenes oder vielleicht ein Porzellandalmatiner in der Vitrine einer älteren Dame oder ähnliches -

aber sicher nicht ein Bild aus einem chronischen kranken Krisenherd dieser Welt.



Detlef Rüping, 22.01.2013 um 20:41 Uhr

Zweifellos hat es bei der Definition von Kitsch schon viele Fehlversuche gegeben. Meines Wissens wurde aber diese Bezeichnung bisher nicht auf journalistisch-dokumentarisches Bildmaterial angewandt, auch dann nicht, wenn es sich inhaltlich zur Meinungsmanipulation eignete oder sich bewährter Klischees bediente. Ganz im Gegenteil, immer wieder wird angemahnt, gute Fotos sollten doch gefälligst eine "message" haben. Davon gibt´s hier reichlich. Ob diese Botschaft manipuliert, aufklärt, informiert, langweilt, aufrüttelt - oder was auch immer - liegt allein im Hirn des Betrachters.


Datou, 22.01.2013 um 20:48 Uhr

Eine ältere Palästinenserin baut sich vor israelischen Soldaten auf und hält eine palästinensische Fahne in den Wind.

Mehr wissen wir nicht. Bzw. alles weitere, das wir wissen, wussten wir auch schon vorher oder durch Recherchen. Weder ist es eine gewagte Aufnahme durch einen tapferen Fotografen noch ist die Aktion der Palästinenserin mutig, sondern kalkuliert, und so wirkt sie auch auf mich. Die Dame macht das nicht zum ersten Mal. Die Situation ist ruhig und vollkommen unter Kontrolle. Die Soldaten haben nicht das geringste Interesse an einer Eskalation und wirken auf mich auch nicht aggressiv.

Dies hier ist nicht der chinesische Student, der sich am Tian'anmen mutig dem Panzer entgegenstellt. Kein Vergleich, nicht einmal im Ansatz.

Was ich an diesem Foto bemerkenswert finde ist die gedachte Linie, die die beiden Bildhälften trennt. Orient auf der einen, Occident auf der anderen Seite. Und die Grenze verläuft genau hier!

Man kommt anhand der von dem Fotografen dankenswerter Weise zur Verfügung gestellten Informationen übrigens leicht an Hintergrundinformationen. Seit 2005 kommt es wöchentlich zu Demos. Es gibt auch eine Homepage des Ortes Bil'in, auf der sich tausende von Fotos befinden, die meisten wohl von eben diesen Demos. Auf einigen ist, was nicht verwundert, auch die Dame auf obigem Foto zu sehen.



lophoto, 23.01.2013 um 9:31 Uhr

STOLEN LAND

dieser titel greift meinungsbildend auf das foto zu.
klar wer hier der gute und wer der böse ist.
und jeder weiß, das bis jetzt jeder versuch es friedlich zu regeln, an den jeweiligen betonköpfen der seiten gescheitert ist.

im internet gibt es 1000ende fotos zu dieser demo auch aus der anderen richtung. für wirklich interessierte ein leichtes sich die info zu beschaffen.
auch ein blick in googleearth lohnt, zeigt es doch den genauen verlauf des sogenannten "The apartheid wall".

an der grenze der beiden länder ist so ein foto der alltag.
wer im recht ist oder nicht wird sich wohl nie finden, und auch dieses foto gibt diese auflösung nicht. es ist nur sehr stark einseitig, auch wenn es aus der mitte fotografiert wurde.
die frau allerdings war nicht alleine dort, sie hatte hunderte mitdemostranten.

das foto hat ein gutes, es zeigt mal kein blut!



ValeriesWorld, 23.01.2013 um 9:45 Uhr

der Respekt, die Bewunderung und Achtung für das Moment geht zweifellos an die Protagonistin des Bildes: in diesem Fall der FRAU! Die Botschaft der Körpersprache: "ich stehe da..offen...biete meine ganze Person an,,,überwinde die Angst und halte fest die Fahne meiner Heimat...vor euch allen!" dieser Mut ist einfach beeindruckend! Ein Danke dann an den Fotograf (oder Fotografin?), der/die das in dem Moment ablichten konnte!


WMeyer, 23.01.2013 um 10:46 Uhr

Wer sich mit dem Projekt "Photojournalism Behind the Scenes" des italienischen Fotografen Ruben Salvadori bafasst hat, wird sich möglicherweise veranlasst sehen, seine grundsätzliche Haltung gegenüber dieser Art von Bildern einer kritischen Überprüfung zu unterziehen. Die distanzierte Betrachtung, wie sie sich aus einigen Statements ergibt, geht in diese Richtung. Gerade bei Situationen mit höchster Komplexität sollte man nicht vergessen, dass ein Foto lediglich einen einzigen Moment von der Dauer der Belichtungszeit widerspiegelt und auf einen räumlichen, frei manipulierbaren Rahmen beschränkt ist, mithin also nicht den Prozess, sondern - ich wiederhole mich - einen zeitlich/räumlichen und eng beschnittenen Teil widerspiegelt. Wer sich intensiv - auch über Bil'in - informieren möchte, braucht nicht, was die Phantasie aus diesem Bild macht, sondern findet genug Quellen unterschiedlichster Provenienz. Steinchen in dem Mosaik können natürlich auch die Bilder bzw. das Buch von Simon Krieger sein. Sein Portefeuille in der fc stößt bis dato allerdings auf ein eher mäßiges Interesse.


Henrika Tröster, 23.01.2013 um 15:39 Uhr

Ich habe mir mittlerweile auch mal die Internetseite dieses noch jungen Fotografen angeschaut und bin doch ziemlich beeindruckt. Was mir auffällt, ist die hohe fotografische Qualität seiner Fotos es sind in meinen Augen ganz brillante Aufnahmen mit hohem gestalterischen Wert. Vielleicht ist es das, was mich irritiert.. auch wenn ich das hier diskutierte Bild im Kontext mit den anderen Fotos in seinem Portfolio jetzt mit anderen Augen sehe. Aber wenn ich an den israelisch-palästinensischen Konflikt denke, sind es einfach keine Hochglanzbilder, die mir in den Kopf kommen und ich frage mich, wie soll man hier über ein solches Foto mit diesem Hintergrund diskutieren???? Ich denke, es ist an dieser Stelle einfach fehl am Platz.
PS. Fotos dieser Art findet man in Zeitschriften wie GEO Das ist als Kompliment gemeint, dort kann man sie aber auch entsprechend "einordnen".



Claudia Jenniges, 23.01.2013 um 17:00 Uhr

Alles, was ein Reportagefoto braucht, Licht, Kontext, Aufbau :)

Siggis Gestaltungsvorschlag kann ich nachvollziehen,
vermute der Autor wird dies wahrscheinlich wohl auch können ;)




Dietrich Kunze, 24.01.2013 um 8:05 Uhr

Natürlich zeigt ein Foto die Sicht des Fotografen auf eine bestimmte Situation,
das ist in diesem Fall sehr eindringlich gelungen, wo es eigentlich gar keinen
Bildtitel gebraucht hätte.
Sehr hilfreich fand ich die Ausführungen von Johannes Barthelmes (obwohl ich in diesem
Genre völlig unbeleckt bin).

Was mir völlig gegen den Strich geht: Vertreter anderer Meinungen als "Mob" zu bezeichnen -
offenbart mehr über sich selbst als über andere.


Servus
Dietrich



Agora Bilddiskussion intensiv, 24.01.2013 um 10:14 Uhr

Hier geht es weiter:
Portrait von Agora Bilddiskussion intensiv
Portrait
Von
24.1.13, 10:01
51 Anmerkungen


Simon Krieger schreibt:

"Besten Dank für die intensive Diskussion. Ich werde wenn ich etwas mehr Zeit habe alles noch einmal durchlesen und sicher einige Punkte in meine weitere Arbeit einfliessen lassen.

Auf gewisse Anmerkungen möchte ich hier noch eingehen:
Natürlich ist das Foto nicht gestellt. Genauso wenig wird irgendjemand vorgeschickt. Klar befinden sich links (übrigens Osten) weitere Demonstranten und rechts mehr Soldaten. Klar ist dies nur ein Ausschnitt und es versteht sich, dass Fotos dadurch immer Subjektiv sind. Diese Demonstrationen, an denen auch Israelis teilnehmen, sind losgelöst von politischen Parteien und als Graswurzelbewegung zu verstehen. Das Foto soll somit Symbolisch sein und die Situation kompakt vermitteln, was von vielen ja auch so wahrgenommen wird (obwohl ich Najah, im Gegensatz zu ihrer Situation, nie als hilflos sondern als seht stolze Frau wahrgenommen habe).

Die Kritik, dass das Gesicht nicht zu sehen ist, kann ich gut nachvollziehen. Ob ich diese Variante gewählt hätte, weiss ich nicht, da ich weiter rechts ganz offensichtlich nicht erwünscht war.

Und nein, ich bin kein Professioneller Fotojournalist, nehme das aber gerne als Kompliment auf ;)

Nochmals danke dafür, dass ihr euch damit auseinandergesetzt habt."





 
Informationen zum Foto

  • NIKON D3S
  • AF-S Zoom-Nikkor 24-70mm f/2.8G ED
  • 27.0 mm
  • f5.6
  • 1/4000
  • ISO 500
  • 0EV
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