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Die Stiftskirche St. Paulin ist ein Juwel im Rheinland.
Ihre schlanke, äussere Gestalt und die überschäumende Buntheit der Innenausstattung gehören zu den Meisterwerken spätbarocker Kirchenbaukunst.
Der romanische Kirchenbau des 12. Jahrhunderts wurde 1674 von den Franzosen total zerstört.
Erst 1734 begann der spätbarocke Neubau nach Plänen Balthasar Neumanns.
Das grosse Deckengemälde im Innern mit Szenen aus der Paulinuslegende stammt von Thomas Scheffler (1743).
Die Kanzel wurde Anfang des 19. Jahrhunderts aus dem Zisterzienser Kloster Himmerod erworben.
An den Ecken die vier Evangelisten, und auf der Spitze steht ein Posaune blasender Engel.
Die barocke Orgel von (1756) von R.B. Nollet und W. Breidenfeld schmücken in Gold gefasste Figuren und Verzierungen, bekrönt vom Wappen des Kurfürsten F.G. Schönborn
Sie wurde aufwändig restauriert.
In der Krypta Reliquien von Bischof Paulinus und zahlreichen Märtyrern.
Die behäbige Stadt an der Mosel gehörte einmal zu den vornehmsten Zentren der alten Welt.
Ein Kalender des 4. Jahrhunderts nennt Trier in einem Atemzug mit Rom, Alexandria und Konstantinopel. Trier war sogar eine Zeitlang die Hauptstadt des Römischen Weltreichs: Sieben römische Kaiser regierten hier.
Einer von ihnen war Constantin der Grosse. Er lebte mit seiner Familie in einem Palast unweit des Doms. In Trier empfing er die Gesandten aus seinem riesigen Reich, von hier aus ergingen die Befehle an die Präfekten und Feldherren von Britannien bis Ägypten.
Trier ist die älteste Stadt Deutschlands. ( "urbs antiquissima")
Die Vielfalt der hier vorhandenen Epochen und Stile verleihen der Stadt ihren unverwechselbaren Charakter.
Die frühen Bauten und Ruinen atmen eine zweitausendjährige Geschichte.
In Trier war es, wo die antiken Strassen sich kreuzten, und in ihrem Gefolge Kunst, Religion, Wissenschaft, Politik und Lebensart gepflegt wurden.
Das antike Trier, mit seinen prachtvollen Bauten, der Römerbrücke, der Porta Nigra, den Kaiserthermen, der Aula Palatina des Kaisers Constantin, heute Basilika genannt und dem Amphitheater, ziehen jeden Besucher in ihren Bann.
Bis zum Ende des 4. Jahrhunderts war Trier mit 70.000 Einwohnern die grösste Stadt nördlich der Alpen.
Das mittelalterliche Trier mit dem mächtigen Dom aus dem 9. Jahrhundert, das Trier der Gotik, der Ranaissance, das barocke Trier mit dem Kurfürstlichen Palais nach Plänen Balthasar Neumanns.
Die Geschichte hat die Stadt nicht geschont.
Brandschatzung, Plünderung und Zerstörung waren an der Tagesordnung.
Hunnen, Franken, Normannen, Spanier, Franzosen, Schweden - Kriegshorden vieler Nationen fielen hier ein und machten nieder, was soeben erst wieder aufgebaut worden war.
Die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs waren verheerend.
Benutzte Literatur: Auszüge aus Merian: "Trier" und "Die Mosel"
Bild Atlas: "Trier"
Buch: "Trier" von Hans Scherer und aus diversen Schriften der
Tourist - Information in Trier.
Wir freuen uns, wenn unsere Aufnahmen und die Erklärungen dazu gefallen haben und danken im voraus für Eure Anmerkungen.
Dieses Highlight von Trier kenne ich noch nicht und werde es beim nächsten Besuch der Stadt bestimmt aufsuchen. Sehr schön habt Ihr das Innere dieses Gotteshauses präsentiert.
MfG Günter
St. Paulin sehe ich fast jeden Tag, und es begeistert mich immer wieder, dass dieses spätbarocke Kunstwerk aus einem Guß bei uns in Trier steht.
Eure Aufnahmen finde ich gelungen!
Gruß Hermann