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Chichén Itzá von Damian H.

Chichén Itzá


Von 

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4.05.2012 um 22:19 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Blick auf die Nord-Ost Seite der Pyramide. (April 2012)

Im Zentrum der Tempelanlagen von Chichén Itzá befindet sich die als Castillo (spanisch für „die Burg, das Schloss“) bezeichnete große Stufenpyramide. Das dreißig Meter hohe Bauwerk hat als Zugang vier Treppen auf allen Seiten. Es wird spekuliert, dass in den Treppenstufen die Länge des Jahres der Maya codiert sei: Wenn alle vier Seitentreppen 91 Treppenstufen hatten (die heute existierenden sind das Ergebnis von Rekonstruktionen, deswegen ist diese Zahl nicht gesichert; außerdem ist das Gelände nicht völlig eben, weshalb die Treppen eigentlich ungleich lang gewesen sein müssten), dies mit vier multipliziert (Anzahl der Treppen bei vier Seiten der Pyramide) und die Stufe vor dem Tempel – eigentlich der Gebäudesockel – hinzu gezählt wird, ergäbe das die Zahl der Tage im Jahr der Maya.

Die Seitenflächen der Pyramide zu beiden Seiten der Treppen sind 9fach gestuft. Die (annähernd) vertikalen Seitenflächen der Stufen sind oben durch ein horizontales Band angeschlossen, der größere Teil besteht aus einem Muster von vier wie herabhängend ausgearbeiteten rechteckigen Flächen über einer etwas zurückliegendem glatten Außenfläche der Stufen. Die rechteckigen Flächen werden nach oben hin von Stufe zu Stufe aus Platzgründen kleiner, bei den beiden letzten Stufen ist auch ihre Zahl verringert. Die Ecken der Stufen sind leicht abgerundet.

Relief eines Kriegers am Tempeleingang des Castillo
Der Castillo trägt auf seiner Spitze den Tempel des Kukulkan, der Schlangengottheit der Maya, deren Namen sich mit dem toltekischen Quetzalcoatl inhaltlich deckt. Der sechs Meter hohe Tempel auf der Pyramide verfügt über einen von zwei Schlangensäulen getragenen Haupteingang nach Norden. Dieser führt in einen schmalen, die ganze Breite des quadratischen Tempels einnehmenden Raum, von dem aus man in den zentralen Raum gelangt, dessen Dach von zwei Pfeilern getragen wird. Um diesen zentralen Raum verläuft auf drei Seiten ein gangartiger Raum, zu dem Eingänge von den restlichen drei Seiten führen. Die Türlaibungen zeigen in Flachrelief toltekische Krieger.

Im Innern der Pyramide verbirgt sich eine weitere, kleinere (Seitenlänge ungefähr die Hälfte der späteren) Pyramide, die ebenfalls neun Stufen aufweist. Sie besitzt allerdings nur eine Treppe auf der Nordseite, die durch einen kurzen von Archäologen gegrabenen Tunnel von der Seite der späteren Treppe aus zugänglich ist (für Besucher gesperrt). Der frühere Tempel ist einfacher gestaltet als der spätere. Er hat nur zwei gleich große, hintereinander liegende Räume, von denen der hintere durch den vorderen zu betreten ist. Dort fanden die Entdecker einen Jaguar aus Stein, der in rot bemalter Form und Augen aus Jade als Sitz gestaltet war und vielleicht einst als Thron gedient haben könnte. Die obere Fassade dieses Tempels wurde teilweise freigelegt und zeigt dominierend Jaguare in Prozession.

Das Castillo ist der unbestrittene Publikumsmagnet in Chichén Itzá. Es besitzt diesen Rang allerdings nicht nur aufgrund seiner beeindruckenden Bauweise und Größe, sondern auch aus einem weiteren Grund: Zweimal im Jahr, zur Tagundnachtgleiche und einige Zeit davor und danach, versinkt bei Sonnenuntergang eine Seite der Pyramide fast vollständig im Schatten. Dann wird nur noch die Treppe von der Sonne angestrahlt und auf sie projizieren sich die Stufen der Pyramide. Dieses aus Licht bestehende Band vereint sich schließlich für kurze Zeit mit einem Schlangenkopf am Fuß der Pyramide und stellt so eine gefiederte Schlange dar. Es ist nicht nachweisbar, dass dieser beeindruckende Effekt von den Maya gleich interpretiert wurde und noch weniger, dass er beim Bau der Pyramide beabsichtigt war.

Entsprechendes gilt für ein Echo, mit dem die Fremdenführer Touristen zu beeindrucken pflegen: Steht man vor einer Seite der Pyramide, wird der Schall viele hundert Meter weit zurückgeworfen und verstärkt. Ein Händeklatschen hört sich dabei an wie ein Pistolenschuss. Das Echo entsteht zwangsläufig bei einer hinreichend großen glatten Reflexionsfläche.

Quelle: Wikipedia

Anmerkungen:

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Jenno W., 5.05.2012 um 14:30 Uhr

Schönes HDR und eine tolle Info.
LG Jens



Ralf Menczyk, 6.05.2012 um 10:49 Uhr

HI,

schöne Lichtstimmung. Wobei mir das Motiv etwas zu mittig ist.

Ralf



Luwwiss, 7.05.2012 um 15:09 Uhr

WOW !!!
Eine klassse HDR Aufnahme !!!
Gefällt mir wahnsinnig gut !!!
Kompliment !!!
LG
Nicole



Udo Krüger, 9.05.2012 um 0:00 Uhr

Das Foto gefällt mir sehr gut,
Weil es ein sehr dramatischen Himmel hat.
Gruß Udo



Nelofee, 11.05.2012 um 14:08 Uhr

Großartig.
LG Nelofee



ritayy, 14.05.2012 um 0:15 Uhr

wunderbare alte Architektur, in feiner HDR präsentiert... VG Rita


Wilfried de Vries, 20.05.2012 um 9:01 Uhr

Dir sind wirklich tolle Fotos gelungen. Ich werde im Dezember in Mexiko sein und mir das in natura ansehen.

Gruß Wilfried



Fotofroggy, 17.10.2012 um 18:56 Uhr

Als Kind habe ich mich mit Büchern in die Welt der Maya hinein versetzt. Sehr schön ein Stück mit dem tollen Foto zurück zu holen.


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Informationen zum Foto

  • Canon EOS 60D
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