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Venedig gehört wohl zu den meistfotografierten Plätzen auf Erden, was nicht verwunderlich ist, denn seit den Tagen eines Canaletto hat die Stadt eine nachgerade magische Anziehungskraft auf Maler und Fotografen. Wenn man an einen solchen Ort, reist, muss man natürlich ein wenig Dokumentationsfotografie betreiben. Wie anders als mit Fotos vom Dogenpalast, Campanile, Gondeln und der Rialto-Brücke, will man den Daheimgebliebenen sonst vermitteln, wo man gewesen ist ? Zum eigenen Pläsier kann man aber den Versuch unternehmen etwas Neues zu schaffen. Wenige Meter entfernt vom Standpunkt von dem aus dieses Foto entstand, liegt das „Danieli“. Millionenfach ist die rote Fassade des noblen Luxushotels fotografiert. Hier, nur wenige Meter weiter beginnt eine fotografisches Erlebnis, das ich so in keinem Bildband gefunden habe.
Jedes kleinste ihrer Teilchen scheint tausendmal betrachtet und abgebildet, aber, als entstände Venedig immer wieder neu,
ist jeder der es sieht, überzeugt, es sei etwas ganz für ihn allein aufgehoben worden durch die Jahrhunderte, ein Brunnen
oder ein schwarzes Tafelbild, eine einzigartig gekrümmte Brücke, eine Gasse, manchmal auch eine der über hundert Inseln.
(Eva Demski - „Venedig – Salon der Welt“)
Der Kopf ist rund - man muss nur die Sichtweise / Perspektive mal ändern und schon gibt es so viel Neues zu sehen und zu erfahren:-)
Liebe Grüße Barbara