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140 776 vom Bw Oberhausen-Osterfeld-Süd wurde versuchsweise mit automatischer Kupplung ausgerüstet und war zusammen mit einer Schwesterlok natürlich für die Beförderung des "Langen Heinrich" ausersehen, den sie in Rheine von Dampflok übernahm.
Auf dem Schild über der Kupplung stand folgender Text:
"Achtung!
Bedienungsraum zwischen den Fahrzeugen durch AK eingeschränkt! Erhöhte Unfallgefahr!
Erst nach dem Stillstand der Fahrzeuge den Raum zwischen den Fahrzeugen betreten und kuppeln!
Es geht hier um den sogenannten "Berner Raum" - das ist der zum Kuppeln freizuhaltende Raum, in dem sich das Personal gefahrlos aufhalten kann,
genau definiert nach Richtlinien der UIC(Union Internationale des Chemins de Fer).
Dieser Bereich war natürlich hier nicht nur eingeschränkt, sondern nahezu nicht mehr vorhanden.
Wie lange der gelbe Warnanstrich seinen hellen Ton behalten hat, entzieht sich meiner Kenntnis... die automatische Kupplung aber wurde leider dann doch nicht eingeführt, nachdem verschiedene europäische Bahnen sich dazu finanziell, aber vermutlich auch logistisch außerstande sahen.
Status Quo bis heute, von einzelnen Zugverbänden abgesehen...
Aufnahme aus dem Bw Rheine vom 19.5.1973, hinter der 140 eine abgestellte 01.10.
Das Schatzkästchen bei Dir enthält ja auch die passenden Infos, was die Bilder für uns noch wertvoller macht. Wenn ich heute in Rheine das Bw aufsuchen wollte, müßte ich lange suchen.
Munter bleiben, BP
Erhöhte Unfallgefahr ist Gut.
Bis man diesen Vierzeiler gelesen hat,
war man schon platt wie eine Flunder !
Den selben Effekt erreicht man übrigens auch,
wenn man sich beim Kuppeln zwischen
dieses Teil stellt ...
Das mit dem Berner Raum is mir total unbekannt.Allerdings lernten wir ja bei der DDR-Reichsbahn auch Rangieren und dementsprechend Kuppeln.Dazu gab es dann Arbeitsschutzanweisungen.Vielleicht hat man früher nicht so recht aufgepaßt....na ja es gab für uns Stifte manchmal eben auch andere wichtige Sachen :-)
Ach ja,auch die DR experementierte mit der Mittelpufferkuplung
Gruß Klaus
Seltenes Zeitdokument! Mit der Mittelpuffer-Kupplung wurde seinerzeit ja viel rumexperimentiert, um die Konstruktion bei größtmöglicher Einfachheit auch robust und zuverlässig hinzubekommen. Und gleichzeitig mussten auch noch die Rahmenbedingung erfüllt werden, dass die Kupplung mit der russischen AK und der auch in Entwicklung befindlichen Kupplung der DR (Ost) kompatibel ist. Krauss-Maffei war damals ja auch an der Entwicklung beteiligt (Federführung für die Güterwagen-Kupplung) und hat auch mit verschiedenen Loks rumgespielt (E41, V200, 111 003 etc und die Auflaufversuche mit einer 18.4 aus Minden).
Der Stromabnehmer, neee, um den geht`s ja nicht. Ich freue mich schon über den Anblick einer 140er in gn, über seltene Technikdetails, und der Erläuterung dazu. Danke dafür Tom, und beste Wünsche von der Küste. Bernhard