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Schwarzwasser von Agora Bilddiskussion intensiv

Schwarzwasser


Von 

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29.04.2012 um 18:38 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv


Wichtig:

1. Das Foto darf noch nicht auf der fotocommunity veröffentlicht worden sein
2. Der Fotograf bleibt bis zum Schluss anonym und darf sich erst in einem Schlusskommentar äußern, den er an uns ( Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net ) vorher sendet.
3. Bitte teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf ( UserID) nach der Diskussion genannt werden möchtest.
4. Schreibe 2-3 Sätze zur Entstehung des Fotos

Schwarzwasser ist der Name des "Bächleins - das ausnahmsweise einen so niedrigen Wasserstand hat. Links im Bild der erste Frost auf farbigen Blättern - rechts oben spiegelt sich noch der farbige Herbst.

Anmerkungen:





Agora Bilddiskussion intensiv, 29.04.2012 um 18:39 Uhr

Der Fotograf schreibt:

Schwarzwasser ist der Name des "Bächleins", das ausnahmsweise einmal einen so niedrigen Wasserstand hat.

Links im Bild der erste Frost auf farbigen Blättern - rechts oben spiegelt sich noch der farbige Herbst.



Ingo Engelmann, 29.04.2012 um 19:39 Uhr

Ich sehe Wasserarme, die von oben nach unten durchs Bild laufen. Die rechten scheinen zu stehen, im linken schäumt es gen Tal. Das Flussbett scheint aus glatten Felsformationen zu bestehen, in die die Läufe des Wassers eingefräst sind.

Es gibt mehrere Ebenen, auf denen sich im Bild Zusammengehörigkeiten finden: Die Farben, die Bewegung, die Vegetation. Auf allen Ebenen findet sich Gegensätze oder Verläufe zwischen Polaritäten. Dem bläulich schäumenden Wasser steht das spiegelnd ruhige Wasser gegenüber, ind dem sich rotbräunlicher Herbstwald spiegelt. Die Vegetation verläuft von spärlichst am rechten Bildrand bis nur noch karg links, die Farbe geht von einem rot-grün-Gemisch zu gepunkteltem Dunkelrot. Die Bewegung ist am extremsten in der Unterschiedlichkeit: das stille Wasser rechts gegen das rauschende im linken Kanal.

Das soll alles so akribisch benannt sein, weil es einen in meinen Augen entscheidenden Mangel des Bildes erzeugt: es ist alles ein bisschen zu viel. Soll ich / will ich auf das schäumende Wasser blicken oder die Ruhe genießen, die das stille Wasser ausstrahlt? Auf welche der mindestens vier vorherrschenden Farbtöne möchte ich mich fokussieren? Soll der harte Fels oder das weiche Wasser mioch faszinieren? Jede von solchen Einzelentscheidungen kann ich treffen, aber nicht alle auf ein mal. Deswegen bin ich nervös, gucke hin und her, und die viele, viele Substanz in dem Bild verwirrt mich leider mehr als mich zu erreichen. Und jede einzelne Ebene ist spannend ins Bild gesetzt, die Bewegungsunschärfe des fließenden Wassers ist Geschmackssache. Die Unschärfe des gespiegelten Waldes stört mich, aber das sind so subjektive Empfindungen, insgesamt gefällt mir das Bild in seinen Elementen gut, im Ganzen ist es überladen.



Jens Lotz, 29.04.2012 um 20:31 Uhr

Im Prinzip hat Ingo Engelmann eigentlich auch meinen Eindruck von diesem Bild wiedergegeben. Spannende strukturelle Kontraste und Farbkontraste. Vielleicht etwas zu viel in einem Bild. Linke Hälfte als Hochkant, rechte Hälfte als Hochkant, Schnitt von oben zum Pano etc., alles denkbare Möglichkeiten (die der Fotograf natürlich selbst entscheiden muss!) um es ein wenig zu reduzieren und dabei mehr Wirkung auf mich als Betrachter zu erzielen.
LG jens



Alfons Gellweiler, 29.04.2012 um 22:04 Uhr


Ich denke, wenn man sich bemüht, ein Foto so reinlich wirken zu lassen, sollte man das auch konsequent durchziehen. Rechts deutlich beschneiden - das Gestrüpp muss weg - und es könnte vielleicht »Galerieniveau« erreicht werden. Das Foto ist sicher nicht schlecht, aber so wirkt es unruhig und nicht zu Ende gedacht.



taradi, 29.04.2012 um 23:21 Uhr


mir gefällt hier die linke Hälfte in Hochkant und das
untere Drittel als Panorama am besten; als ganzes
wirkt es mir irgendwie zu unharmonisch und unruhig
wobei der Fotograf ja links den Frost und rechts den
Herbst festhalten wollte ~ Also das untere Drittel mit
einem bunten Laubblatt auf der rechten Seite oder so.



Künzelmann, 29.04.2012 um 23:24 Uhr

Ich glaube, das Foto wäre ideal als großes Poster, weil man viel darin entdecken kann. Es hat etwas Abstraktes und es spielt mit Farben und Formen. Ich denke, genau das wollte der/die Fotograf/In ausdrücken. Komischerweise wirkt es auf mich nicht überladen. Nein, ich finde dieses Foto genau richtig. Es hat was von abstrakter Malerei und das ist gut so.


Clara Hase, 30.04.2012 um 0:28 Uhr

ich sehe es auch wie kunzelmann
das bild hat was - in gross im warteraum kann ich mich auf die felsen begeben -wovon der zweite sich geradezu anbietet - in die tiefen schauen
an ein bächlein denke ich garantiert nicht

es hat was abstraktes und doch wieder natürliches - bzw nicht abstrakt sondern unwirkliches.
etwas was die phantasie anregen könnte ohne zu sehr scientific zu sein.
Das Gesträuch oben rechts hätte könnte - weg sein können, dafür mehr Fels
ich emfpinde es als ungewöhnlich und dekorativ



Wolf Schroedax, 30.04.2012 um 9:09 Uhr

Ein brilliantes reiches Bild. Von mir aus könnte viel mehr drauf sein. (Es wird hier m.E. unterschätzt, dass die Größe des Abbildes wesentlichen Einfluß darauf hat, ob ein Bild als ruhig, unruhig oder überladen empfunden wird. Diese Empfindungen bemessen sich nach der Fläche, die das Abbild auf unsrer Netzhaut beansprucht, ....)

Fallendes und stilles Wasser von gleicher Quelle gespeist und säuberlich getrennt kanalisiert. Viele Elemente/Materialien. Sie zeigen ihre Farbe und Stofflichkeit von der "besten" konkreten "Seite". Nur beim fallenden Wasser gelingt dies nicht, bzw. nur gleichnishaft mittels Bewegungsunschärfe. Das bedaure ich zutiefst, weil ich es als fotografische Mode betrachte, fließendes Wasser wie Zuckerwatte aussehen zu lassen .... irgendwie klebrig .... ein Dilemma ???



Jens Lotz, 30.04.2012 um 11:19 Uhr

@ Wolf: Ich finde Deinen Hinweis zur Darstellungsgrösse sehr gut. Ändert zwar jetzt nichts daran, dass ich dass Bild hier nur in Monitorgrösse wahrnehmen kann, aber natürlich kann ich es mir auch in Postergrösse vorstellen.Und zumindest für mich bleibe ich bei dem Gefühl. dass hier ein prägnanterer Ausschnitt der Bildwirkung gut tun würde.
Würde dann aber zwei grafische Schwachpunkte beseitigen. Beim Betrachten bleibe ich ständig in der rechten oberen und rechten unteren Bildecke kleben oder werde dort wieder hingezogen. Grafisch ist die Platzierung von hochaktiven Figuren (Dreieck rechte obere Bildecke auch noch mit Hauptanteil des Grün im Bild) oder extremen Kontrasten am Bildrand
( dunkelste Stelle im Bild rechts unten) nicht optimal für die Blickführung in und durch das Bild.
LG jens



Wolf Schroedax, 30.04.2012 um 11:47 Uhr

@Jens :: Mein Blick folgt immer der Perspektive der Rinnen und - wie sollte es anders sein - immer und immer wieder (wenn nicht dieses Wischiwaschi in der linken wäre ...! -))


Wanderer7, 30.04.2012 um 12:01 Uhr

Und ich ueberlegte lange, was mir der linke Wasserstrom ins Gedaechtniss ruft. Ja, die Zuckerwatte!
Oder nein - eigentlich eine hellblaue Milch. Aber nicht, weil diese zu `mager` waere, sondern speziell eingefaerbt (mit einem Tropfen dunkelblauen Tinte aus alter Zeit) waere. Diese alberne Ueberlegungen zeigen schon alleine, dass das Bild `interessant` ist, viele Gedanken, Ueberlegungen, Eindruecke weckt. Nicht bloss ein Naturbild, sondern eine Art Essay...



Wolf Schroedax, 30.04.2012 um 14:22 Uhr

Oh glücklicher Wanderer, Du !
mag steil sein der Steig,
mag still sein dein Herz,
findst dennoch nicht Ruh ?
{:-))



Thomas Lorbeer, 30.04.2012 um 17:24 Uhr

Das Bild hat etwas, was genau kann ich auch nicht besser beschreiben als meine Vorredner. Es fesselt mich mehr als 5 Sekunden und das ist in unserer medialen Welt eine Leistung.
Ein paar handwerkliche Sachen würde ich aber ändern: Das Abstrakte im Bild kommt meiner Meinung nach besser zur Geltung, wenn man links und unten so schneidet, dass der linke Kanal nahezu identisch zum ganz Rechten angeschnitten ist. Ein wenig mehr Kontrast unterstützt die Bildwirkung weiter.

Und in dieser kleinen Darstellung fällt mir noch auf, das die rechte obere Ecke noch ein wenig Licht vertragen könnte. Hatte ich vorher gar nicht bemerkt - die Größe ist eben doch sehr wichtig für die Bildwirkung...

Thomas



Herbert Rieger, 30.04.2012 um 17:45 Uhr

Ich kenne ein "Bächlein" mit diesem Namen und das erinnert mich an eine grausige Zeit vor vielen Jahren.
Dazu hätte eine SW-Version mit starkem Kontrast gepaßt.
Na ja, vielleicht ist es ein anderer friedlicher Bach und da ist die Darstellung wohl OK



elstp, 30.04.2012 um 19:25 Uhr

Es ist nicht das, was man mit einem Foto macht, aber das ist genau das Faszinierende, was ich empfinde:

Ein bildender Künstler könnte mit ein bisschen Knete Knetmasse kaufen und, ohne seine Augen vom Foto abzuwenden, ein Relief schaffen, das einem Nicht-Sehenden über den Tastsinn ein großartiges inneres Bild vermitteln würde.
Die vielen Elemente lenken uns zwar ab, aber sie fesseln doch auch. Mein erster Impuls war auch die Vorstellung, wie bei anderen Diskussionsteilnehmern, dass wir uns bei einem Poster zurücklehnen und genießen würden. Wir können (!) uns auf eines der kompositorischen Elemente beschränken.
Übrigens, das rechte obere Viertel erinnert an die fließenden Strukturen, die Dali berühmt gemacht haben - und auch bei dem fühlt man sich irritiert.



Wolf Schroedax, 30.04.2012 um 20:48 Uhr

Ja, Dali ist zu Farben und Formen eine schlüssige Assoziation ....


Ophelia Herz, 1.05.2012 um 0:25 Uhr

nicht nur...


Clara Hase, 1.05.2012 um 0:56 Uhr

im gegensatz zu einigen oberen vorrednern zieht mein auge immerzu in die rechte obere ecke - ich möchte da mehr von
und doch dann eher links weniger fels
rechts oben wird es richtig spannend irgendwie
mag ja sein, dieses herbstrot, das das mich so anpeilt wie die sonnenuntergänge die man auch immer "schön" findet

Teil II
was mich noch interessieren würde - ob das eine ganz flache miniaufnahme von dem bach ist oder wie die tatsächlichen grössenverhältnisse sind
denn so wie wir das hier sehen, hat bestimmtnoch nie wer ein flussbett angeschaut - die frage ist aber, ist es ein flussbett, oder sind es minimale rinnsale?

und, der Begriff Wasser und seine Geschwindigkeiten, ist mir nicht so deutlich, wie vielen anderen, auch wenn Bach drüber steht
ich habs noch nicht ganz



Wolf Schroedax, 1.05.2012 um 1:14 Uhr

@Clara :: Der Schriftzug >Schwarzwasser< stellt ca. 30 cm dar , schätze ich .


elstp, 1.05.2012 um 10:20 Uhr

@Herbert Klose:
Die Fotografie stellt eigentlich nur ein Instrument dar, mit dem wir das, was wir festzuhalten versuchen, mit Mitteln versuchen, die die Höhlenmaler noch nicht hatten.Die Tontafeln haben dann Zeichen eingeritzt bekommen, die stark vereinfacht und leicht kopierbar 'Bilder' festgehalten haben. Seit sie mit Farben und Pinseln und Spachteln operieren, nennen sich die Menschen Künstler.
In FotoCommunity kann man fast das gesamte Spektrum finden, das der Mensch als Beobachter, als Archivar, als Erzähler, als Designer und auch als Technik-Freak erzeugt. Beim 'Durchblättern' finde ich etliche Aufnahmen nicht der Rede wert, aber andere sprechen. Ansichtssache im besten Sinne des Wortes also.



Judy, 1.05.2012 um 10:47 Uhr

Das Motiv hat mich seinerzeit auch fasziniert und ich find es hier als Ausschnitt sehr schön gezeigt, wenn auch die Zweiteiligkeit bei längerem Betrachten stärker hervorkommt... hätte man das Bild (unter-)teilen können? Jedenfalls die Spiegelung der Herbstbäume ist wunderschön, genauso wie der sprudelnde Teil links...die ausgewaschene Fels gibt die nötige Struktur um es interessant zu machen, farblich sehr schön....
Letztendlich aber alles Geschmacksache, find ich...



Matthias von Schramm, 1.05.2012 um 11:18 Uhr

das foto macht aus einem naturmotiv ein knautschig farbig wirkende plastikkulisse mit kuscheligem fließwasser. 1,6 sekunden himmelblauer bonbonbach. die struktur der steine und seine farbe erinnert mich an künstliche kletterwände in der stadt. man stelle sich vor, die dolomiten und die sächsische schweiz sähen auch so aus. so präsentiert finde ich das foto ziemlich uninteressant.


Wolf Schroedax, 1.05.2012 um 11:39 Uhr

@Matthias :: Kennst Du dem Bundsandsein, dem Dunkelheit des Orts, des Himmels Bläue, der Blätter Gelb, die Zickerei der Monitore ??? Wenn ja, schau es in s/w an ! Kuschel nur, ein Fuß passt rein. Vielleicht wird er hinterher schwarz sein und schwer wie Blei oder blau . Obacht, vielleicht ist es rutschig ... Vielleicht ist links wirklich der Bläue zu viel ... Ich sagte schon : Ein Dilemma für AutorIn ...



Günter von Fleisbach, 1.05.2012 um 11:53 Uhr

Auf jeden Fall schön bunt. Aber auch nicht mehr.
Zumindest für meinen, zugegebenermaßen recht subjektiven Geschmack.



Claudia Jenniges, 1.05.2012 um 12:27 Uhr

Habe lange überlegt, ob ich meinen Eindruck zu diesem Foto hier schreiben kann/soll, ob es unterstützend wirken, zum Nachdenken anregen kann; möchte darauf hinweisen, dass meine subjektive Wahrnehmung keine Allgemeingültigkeit hat.

Nach mehrmaligem Betrachten erschließt sich mir dieses Foto nicht, ich erkenne in der Gestaltung weder eine Spannung, noch eine Entspannung für das Auge, durch die Grafik.
Mein Eindruck ist, als hätte sich FotografIn nicht entscheiden können, ob Eiswasser, linke Bildhälfte oder Farbspiel (rechte Bildhälfte, rostrot/hellblau) die Hauptrolle spielen soll.

Spannend finde ich, dass die Bewertung/Kritik fast durchweg positiv ausfällt, da werden sogar Assoziationen zu ehemaliger Avantgardisten benannt.
Für mich bleibt dieses Foto wenig bedeutungsvoll und wird keine Impression hinterlassen. Für BildautorIn kann und wird dies anders sein, da die Szenerie vor Ort erlebt wurde. Mich würde sehr interessieren, warum gerade dieser Ausschnitt gewählt wurde und hoffe, dass meine Anmerkung nicht mutlos macht, sondern als Anregung dient.



Clara Hase, 1.05.2012 um 12:38 Uhr

judy, hänge mal deine naturalaufnahme hier mit ein bitte -
daran erkennt man die gesamtsituation und formation des felsens sehr gut - und klar, ist es bei dem hier besprochenen bild etwas der naturalen welt entrückt
aber grad das macht es auch zu etwas besonderem.

das unnatürliche des felsen, mit seinen scharfen kanten, keine Plastikkulisse, das ist so nämlich matthias und eben nicht softwareverzaubert - lediglich ausschnitt und der farbspiegel macht es völlig anders

als standort hätte ich mir mehr weiter rechts gewünscht - aber evtl ist das nicht ohne Seilakrobatik möglich

ich verlinke es nun selbst einmal



Matthias von Schramm, 1.05.2012 um 13:04 Uhr

ob das so ist in der farbgebung, wie es hier zu sehen ist, weiß ich nicht. glaub ich aber nicht, weil das meistens nicht so ist. es gibt hier in der fc und auch überall sog. höhlenfotografie. so beige abstufungen. das ist für mich edelkitsch und dann aufwertbar, wenn da grafisch mitgedacht wurde. hier scheint mir der schnitt noch dazu ein wenig unklar, nicht bedacht wie es auch claudia schreibt. viele können daran gefallen haben. durchaus auch verständlich. es werden die ersten sinne für naturformen angesprochen. ich beurteile aber das bild als jemand, der versucht einen fotografischen blick drauf zu werfen und nicht in erster linie zu gucken, dass diese "naturfarben" vielleicht doch ganz hübsch sind. bereits die dinge, die wir in der natur finden, zeigen uns ob man dinge mit einem eher kitschigen, oder sagen wir eher farbfindungsfreundlichen blick sehen wollen, oder ob wir der deko noch etwas fotografischen inhalt hinzufügen wollen. der fehlt mir hier komplett. farbig fließendes kuschelwasser kann ich nun mal schwer fotografisch ertragen und ernst nehmen.

dennoch, in einem wartezimmer einer tagesklinik für psychosomatische erkrankungen (farbblindheit aufgrund von stress z.B.) würde das bild sicher in groß an der wand gute dienste vollbringen und möglicher weise ein lächeln in das gesicht der patienten zaubern. so etwas ist auch ein dienst eines fotos, den ich nicht absprechen kann. ich aber interessiere mich für das foto im rahmen mehr oder minder kritischer geister, die sich am bilder betrachten üben.

und da gibt es für mich einige gründe, warum das bild für mich durchfallen muss.

sw reduzierte das ganze übrigens mehr aufs grafische. dennoch wäre es immer noch nicht zwingend ein gutes foto.



Clara Hase, 1.05.2012 um 13:12 Uhr

weisst matthias, ich verstehe dich grad überhaupt nicht
einerseits wird hier auch immer in den agora bildern , nach dem künstlerischen ausdruck gesucht, oder sogar zugeschrieben
nun macht das wer, da kommst du mit farbenblindheit und psycho an - überdenke das mal bitte.

welche aussage ein bild hat, ist auch immer sehr unterschiedlich durch den betrachter interpretiert - hier eine naturalvorlage - die einen denken an die luft, die anderen an so schön grün - abgelegt ist das von mir verlinkte bild unter amphibien -
schon alleine das zeigt wie unterschiedlich wahrnehmung ist. Deshalb muss sie nicht im Sinne von "krank" abgestempelt werden.



Clara Hase, 1.05.2012 um 13:15 Uhr

zudem, besucht man südlichere sonnedurchflutete landschaften und guckt sich dort bilder, nicht fotos an
dann kreischen für meine norddeutsche gewohnheitsblicke die farben wenn ich sie in meine stube hängen würde - in der landschaft wo sie entstanden, vermitteln sie einen völlig anderen eindruck und passen sich ein



Matthias von Schramm, 1.05.2012 um 13:24 Uhr


"Clara Hase, heute um 13:12 Uhr
weisst matthias, ich verstehe dich grad überhaupt nicht
einerseits wird hier auch immer in den agora bildern , nach dem künstlerischen ausdruck gesucht, oder sogar zugeschrieben
nun macht das wer, da kommst du mit farbenblindheit und psycho an - überdenke das mal bitte."

ich kann mir nicht vorstellen, dass der fotograf hier aus gerechnet die intention nach "künstlerischem ausdruck" hatte. er wollte ein schönes stück natur ohne technische kinkerlitzchen abbilden.

und fröhliche farben sind nun mal fotografisch geeignet um menschen mit psychischen krankheiten zu einem wohlgefühl zu verhelfen. deswegen dachte ich daran. deswegen meinte ich genau etwas anderes als krank, sondern eher als heilmittel geeignet.

aber fotografisch eben nicht als allheilmittel.



Künzelmann, 1.05.2012 um 14:19 Uhr

@Matthias: Es wäre schön, wenn Dir Dein arroganter Stil Deiner Kommentare mittlerweile selbst auffallen würde, was Du hier von Dir gibst. Das ist mir nun nicht nur bei diesem Bild hier aufgefallen. Wenn ich mir Deine eigenen Bilder anschaue, dann wundert mich Deine Kleinkariertes und Wichtigtuerisches, weil Du selbst Dich nicht daran hältst, denn Deine Fotos haben markante Formfehler. Sorry - das gehört nicht hierher, aber das musste ich mal loswerden.


Matthias von Schramm, 1.05.2012 um 14:43 Uhr

@Künzelmann,

ich versuche immer noch dem Channel hier gerecht zu werden. Und dem werde ich nicht gerecht, indem ich ein Bild welches ich ganz und gar nicht gut finde in letzter Konsequenz mit ganz nett abtue. Sondern ich versuche auch zu sagen, warum das so ist. Selbst wenn ich gar keine Fotos machen würde, wäre es immer noch berechtigt so vorzugehen. Und selbst wenn meine Fotos Formfehler enthalten (keine Ahnung was du damit meinst) hätte ich dieses Bild in dieser Form erst gar nicht hochgeladen. Du kommentierst doch auch hier, trotz Deines Portfolios ... also wer wird jetzt hier wohl wem oder was gerecht?



GünterG1, 1.05.2012 um 16:50 Uhr

Vorab: das Bild gefällt mir!

Subjektive Erklärung: ich mag Farben und Farbkontraste, die hier zum einen durch die starke Komplementarität von intensivem Blau (Wasser) und Orange (Reflektion Herbstlaub) in Erscheinung treten, zum anderen durch die weniger intensiven Farben, die klar von den starken Farbelementen getrennt sind. Zum anderen mag ich Formen und Strukturen, streng geometrische, aber auch natürlich chaotische.
Hinzu kommt noch der Kontrast zwischen Dynamik (fließendes Wasser) und Ruhe im gleichen Element. Das ist gut gesehen (vielleicht unbewusst, aber Fotografie und Malerei sind häufig von unbewussten Momenten geprägt).

Versuch einer objektiven Erklärung: die Evolution hat uns einen Sinn für Formen und Strukturen gegeben, weil es offenbar von Vorteil ist, Dinge modellhaft erfassen und memorisieren zu können. Sie hat uns den Blick für starke Kontraste gegeben, weil starke Kontraste i.a.R. informativer sind und Information einen Vorteil in der Evolution verschafft.

Was das Bild vielleicht noch besser machen könnte:
- rechts etwas abschneiden, um die Symetrie zw. Fließend und Ruhend sowie Blau und Orange noch etwas zu steigern
- die beiden "Flecken" im rechten Blau entfernen
- hellen Steine im oberen rechten Bachlauf etwas abdunkeln, vielleicht auch den zw. den beiden Rinnen

Alles in Allem: Gratuliere zu dem Foto!

Gruß
Günter



Claudia Jenniges, 1.05.2012 um 17:59 Uhr

Es tut niemandem gut, wenn sich auf persönlicher Ebene auseinandergesetzt wird.
Wem nutzt dieses, der, dem FotografIn sicher nicht. Warum fällt es einigen Leuten hier schwer, die Meinung anderer gelten zu lassen, als identifizierten sie sich mit einem "fremden" Foto?

Was mir auffällt, ist dass hier in Agora eher selten interessante Fotografie zur Diskussion steht, noch die meisten "KritikerInnen" sich mit Bildiskussion/besprechung und der Bandbreite der Fotografie auskennen.
Beides ist nicht grundsätzlich kritikwürdig, es ist eben so - und so nehme ich dieses - und versuche durch meine Beiträge die BildautorInnen zu motivieren, sich mit ihrem fotografischen Wirken und Fotografie ein bisschen weiter zu beschäftigen.



Clara Hase, 1.05.2012 um 20:53 Uhr

@ Matthias
Zitat:
ich kann mir nicht vorstellen, dass der fotograf hier aus gerechnet die intention nach "künstlerischem ausdruck" hatte. er wollte ein schönes stück natur ohne technische kinkerlitzchen abbilden.

Nun, was der Fotograf wollte, wissen wir selten - wenn er es nicht sagt.
Wir betrachten ein Bild. Wir schieben es in uns bekannte Schubladen. Nicht mehr nicht weniger.

Ich fand deine reaktion auch menschlich, denn ich dachte daran, wie ich bei wirklich abstrakten bildern davor hocke und denke: das könnte dies oder das sein - spule also auch zurück auf das was ich kenne, um irgendwie an den fremden ausdruck heran zu kommen.
Genau das hast du hier mit dem fantastisch anmutenen Bild getan, es wieder auf Natur zurückgewünscht.

Deine Zweite Erklärung zur fabenblindheit ist besser und verständlicher und damit auch akzeptier.



Matthias von Schramm, 2.05.2012 um 7:52 Uhr


Claudia Jenniges, gestern um 17:59 Uhr
...

Was mir auffällt, ist dass hier in Agora eher selten interessante Fotografie zur Diskussion steht, noch die meisten "KritikerInnen" sich mit Bildiskussion/besprechung und der Bandbreite der Fotografie auskennen.
Beides ist nicht grundsätzlich kritikwürdig, es ist eben so - und so nehme ich dieses - und versuche durch meine Beiträge die BildautorInnen zu motivieren, sich mit ihrem fotografischen Wirken und Fotografie ein bisschen weiter zu beschäftigen.

...

na ich finde schon, dass man dies kritisieren könnte. deswegen fand ich schon, dass es angebracht war auf intoleranz gegenüber begründete sichtweisen zu antworten. dass sich dann dabei die ahnungslosigkeit auf der einen seite und der begründungsversuch auf der anderen seite nicht immer in der mitte treffen können, ist klar, aber auch nicht unbedingt ungesund, nimmt man diesen channel wenigstens ein bisschen ernst.



elevatorjwo, 2.05.2012 um 9:35 Uhr

Eigentlich wollte ich hier keinen Beitrag mehr schreiben aber Claudia Jenniges und Matthias von Schramm haben mich indirekt ermutigt.
Zunächst einmal sei gesagt, dass es bei Bildern allgemein eineige über Jahrhunderte bewährte Gestaltungsregeln gibt. Ich nenne hier nur Farbenlehre, Perspektive, Diagonale, Linie, Punkt, Drittelregel und Goldener Schnitt.
Die kreative Anwendung dieser Regeln macht den Unterschied zwischen Knipsen und Fotografieren und zwischen Foto und Bild.
Nun zum Bild:
Hier kann ich zwar erkennen, dass ein Motiv gut gesehen wurde aber keine dieser Regeln Anwendung bei der Gestaltung fand. Daraus ergibt sich Unruhe und nicht Spannung.
Nicht gut gelöst ist der Helligkeitsverlauf von links unten nach rechts oben. Hier könnte man jedoch noch ein wenig korrigieren.
Auch das schöne Orange als Kompementär zum Blau ist nicht klar genug herausgearbeitet. Darüber hinaus läuft es in einen "Wischi-Waschi-Braun" nach oben aus.
Das Bild hat sehr starke surrealistische Ansätze, welche nur betont werden müssten.
Ach, ja. Die Blätter vorn im Blauen haben da nach meiner Auffassung auch nichts zu suchen.
LG
elevator



Clara Hase, 2.05.2012 um 9:51 Uhr

einspruch wegen der blätter elevatorjwo

- so gross können die nicht sein, wenn du mal das naturalbild betrachtet hättest. das müssen auch gesteinszipfel sein



elevatorjwo, 2.05.2012 um 10:03 Uhr

o.k. könnte sein Clara :)


Christian Fürst, 2.05.2012 um 10:17 Uhr

für mich ein sehr gutes und spannendes Bild mit viel Dynamik auch in Farbe. ich sehe keine wirklichen Schwächen. In SW müsste es sehr gut umgewandelt werden, um gleich gut zu wirken
lg
Christian



Judy, 2.05.2012 um 10:29 Uhr

Gerade eben auf der Suche nach Fotoregeln fand ich dieses Zitat von Stefan Heymann:

"In jedem guten Buch zum Thema Fotografie kann man nachlesen, dass es nicht möglich sei, Regeln für gute Fotos aufzustellen. Natürlich kann man keine Regeln für eine künstlerische Tätigkeit aufstellen, denn genau diese Regel-Losigkeit macht ja die Kunst aus."

Nicht für ungut.... ich dachte nur, es passt irgendwie zu dieser Diskussion hier, smile.....

lg judy




elevatorjwo, 2.05.2012 um 10:32 Uhr

Und trotzdem wird unser wahrnehmerisches Unterbewusstsein eben von diese Regeln geführt oder auch verführt.
Es gibt sie eben, ohne dass man sie aufgestellt hat.



Judy, 2.05.2012 um 10:39 Uhr

@elevatorjwo: da stimm ich dir voll zu.. ich denke, das macht ja den guten Künstler aus, dass er eben diese Regeln von Natur her im Blut hat....


Matthias von Schramm, 2.05.2012 um 10:50 Uhr

der autor stefan heymann scheint davon auszugehen, dass fotografie zwingend eine künstlerische tätigkeit ist. sieht er das so, sagt das zitat wenig über fotografie und noch weniger über kunst aus.


Wolf Schroedax, 2.05.2012 um 20:48 Uhr

Gestaltungsregln hin oder her - - - Wer wei´ß, ob sie alle wirklich eine wahrnehmungsphysiologische Grundlage haben !?
Ich würde gern nochmal für die sinnlichen Qualitäten der drei Elemente Himmel, Wasser, Stein und die Rolle der Herbstfärbung des Laubs werben wollen, die das Motiv bestimmen. (Etwas ausführlicher vielleicht als es Christian Fürst tut). Die Farbe, die zwischen der des Steins und dem Widerschein des Himmels changiert, das Wasser, in dem sich an einer Stelle das Herbstlaub spiegelt. Natürlich muss man die Eigentümlichkeit eines solchen Ortes mögen oder bestaunen können auch wenn der Sonnenstand oder der fast bedeckte Himmel nicht so viel Brillianz erzeugen...



Agora Bilddiskussion intensiv, 2.05.2012 um 21:26 Uhr

Hier kann ein neues Foto diskutiert werden:
Guardroom von Agora Bilddiskussion intensiv
Guardroom
Von
2.5.12, 21:21
45 Anmerkungen


föteler bedankt sich für die Diskussion.



Matthias von Schramm, 2.05.2012 um 21:31 Uhr

ohne überlegungen keine regeln und keine brüche und ohne kopf und augen keine lehrbücher mit regeln. das leben ist manchmal schon ein mobile, also ein gebilde, welches sich mit leichtem hauch bewegt. oder?


Alfons Gellweiler, 2.05.2012 um 21:36 Uhr


@Klose: Wenn der Kopf aber nicht so gut ist von Natur aus,
könnten dann Gestaltungsregeln in Lehrbüchern
nicht vielleicht doch sehr hilfreich sein?

Die Abscheu gegenüber Lehrbüchern erwächst doch
meist nur aus übergroßer Faulheit und Bequemlichkeit.
So wie man sich gern zitierenderweise auf Feininger beruft,
um die eigene Schlampigkeit zu rechtfertigen,
ist es einfacher, sich in der Gewissheit zu wiegen,
ein Künstler zu sein als ein Buch zu lesen oder sich der Kritik auszusetzen. Dieses ignorante Verhalten ist nach meiner Erfahrung allerdings sehr typisch für diese Community.

Wer als Anfänger Gestaltungsregeln ignoriert, ist einfach nur beschränkt, weiter nichts.



jbw, 2.05.2012 um 22:43 Uhr

Die Bedeutung von Regelverfolgung in der bilnerischen Kunst, war auch immer ihrer Zeit geschuldet, in der sie vom Betrachter gefordert wurden.Heute weiß/akzeptiert man,dass jede Regel ebenso über den Haufen geworfen werden kann, wie sie zur stärkeren Gefälligkeit benutzt werden darf (je nach Zielpublikum).
Meiner Meinung nach hat der Fotograf ein interessantes Stück Natur fotografiert und seine 'Besonderheit' mit dem Ausschnitt hervorgehoben.Dass dazu das Wasser milchig gemacht wurde ist wohl der 'Jetztzeit' angepasst.
Würde ich vor dieser Szene stehen,könnte ich mich sicherlich begeistern;aber dann wären ja auch noch meine anderen Sinne in 'Aktion'.





 
Informationen zum Foto

  • Canon EOS 5D Mark II
  • Canon EF 24-70mm f/2.8L
  • 40.0 mm
  • f13
  • 1.6
  • ISO 100
  • 0EV
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