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"Tiefe nur zu ahnen ..." von Agora Bilddiskussion intensiv

"Tiefe nur zu ahnen ..."


Von 

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11.04.2012 um 19:47 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv




Wichtig:

1. Das Foto darf noch nicht auf der fotocommunity veröffentlicht worden sein
2. Der Fotograf bleibt bis zum Schluss anonym und darf sich erst in einem Schlusskommentar äußern, den er an uns ( Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net ) vorher sendet.
3. Bitte teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf ( UserID) nach der Diskussion genannt werden möchtest.
4. Schreibe 2-3 Sätze zur Entstehung des Fotos

Wer gerne selbst einmal ein Foto diskutieren lassen möchte, sende es bitte an: Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net

Der weiße Strich, die Spiegelung eines Birkenstamms im moorigen Wasser des Baches, verleiteten mich, ihn in einer Komposition zusammen mit den Uferstrukturen und der Spiegelung des Himmels unterzubringen.

Ich würde das Bild in die Sektion "Abstrakt" einstellen, wobei ich bezweifle, dass es abstrakte Fotos überhaupt gibt. Darüber möchte ich u.a. eine Diskussion anstoßen . Ist dieses Foto abstrakt?

Anmerkungen:





Agora Bilddiskussion intensiv, 11.04.2012 um 19:47 Uhr


Der weiße Strich, die Spiegelung eines Birkenstamms im moorigen Wasser des Baches, verleiteten mich, ihn in einer Komposition zusammen mit den Uferstrukturen und der Spiegelung des Himmels unterzubringen.

Ich würde das Bild in die Sektion "Abstrakt" einstellen, wobei ich bezweifle, dass es abstrakte Fotos überhaupt gibt. Darüber möchte ich u.a. eine Diskussion anstoßen . Ist dieses Foto abstrakt?



Alfons Gellweiler, 11.04.2012 um 20:00 Uhr


Uferschlamm (stellenweise leicht überstrahlt),
Wasser und darin gespiegelte Vegetation.
Alles schön gegenständlich unten (vorn) und
trüb, fade und nahezu konturlos hinten.
Ein Foto, das einem widerfährt, wenn man
beim Auspacken der Kamera zufällig den
Auslöser betätigt.
Insgesamt hochgradig langweilig und kein
bisschen abstrakt.
Nicht der Rede wert also: ab in den Papierkorb !



Clara Hase, 11.04.2012 um 20:35 Uhr

ich glaube, das ist ein Anfängerbild - und der Fotograf ist noch ganz hin- und weg von der Plastizität des Sandbodens in einem Fliessgewässers.

Aber wie das mit den Händen vor den Augen ist, ist es auch mit dem Schatten von Bäumen - sie dunkeln ab und man kann nicht auf den Grund sehen.
Insofern ist hier keine Dramatik.

Alfons spricht die Überstrahlung an - das sind die hellen Buckel, die noch nass sind und auf denen die Sonne reflektiert und leider auch die Struktur und die Farbe mit sich reisst.

Wasserbilder können durchaus abstraktes bringen - dieses ist ein schön gewöhnliches Ufer, in das in gerne einsteigen würde, wenn die Füsse erhitzt sind.

Es fallen von links noch weitere Schatten ins Bild - die dem ganzen irgendwie abträglich sind.
Da schon mit bracketing fotografiert wrude - also drei bilder mit über und unterbelichtung - könnte man sie fein säuberlich zusammensetzen und dem Schattenbereich mehr Farbe geben -
aber besser wäre eine neue Aufnahme zu machen und am besten nicht bei vollem Sonnenschein.

birken, die wie Nähgarn von der Rolle wirken, grien, bringen es hier auch nciht.
Nutze mal unterschiedliche Stunden oder Tage für das Motiv -



christine frick, 11.04.2012 um 21:08 Uhr

Ja, so am See zu sitzen ist sicher entspannend , möglicherweise ist es aber auch nur ein Bächlein, denn das andere Ufer kann ja wegen der Spiegelung nicht weit entfernt sein. Begrenzter Raum also.
Ja, die Überstrahlung ist bereits bemängelt worden. Mir persönlich gefällt auch der Schnitt nicht es sieht so ausgefranst aus auf der linken Seite. Da hätte ich entweder mehr Raum gegeben oder noch mehr geschnitten und oben rechts bietet es sich an den blauen Lichtstrahl ins Bild aus der Ecke kommen zu lassen.

Für mich jedoch auch so ein schönes Bild zum entspannen.
LG Chris



Kerstin Marsidis, 11.04.2012 um 22:52 Uhr

Laut Beschreibung war der Anreiz zu diesem Bild der sich im Wasser spiegelnde Birkenstamm. Ich denke mal, dass der Fotograf diesen Stamm in voller Länge abbilden wollte. Deswegen also der meiner Meinung nach ungünstige Schnitt.
Ich empfinde nämlich ab Bildmitte den oberen Teil als absolut unnötig. Das trübe dunkle nass dominiert hier und wirkt mir zu fad, zu langweilig.
Der vordere Bereich mit seinem Schlamm in Wellenform, mit vermoderten Blättern ist durchaus sehenswert. Und hält man den oberen trüben Teil mal zu, dann wirkt das Bild schon ganz anders.
So gefällt es mir leider nicht wirklich. Ich finde es auch nicht abstrakt.



Kirsten, 11.04.2012 um 22:56 Uhr

für ein abstraktion sind mir besonders im vordergrund zu viele gegenständliche dinge enthalten. eine reduktion auf ca 1/3 des uferbereichs und entsprechend einen schnitt links ohne die bereits angesprochenen ausfransungen wäre meine variante. wirklich ansprechen im vom fotografen gedachten sinn würde es mich dann aber wohl auch nicht.
lg
kirsten



I arkadas I, 11.04.2012 um 23:01 Uhr

es verwirrt mich . beim betrachten. ich find da nix, was meinen blick gefangen hält .. die spiegelung. ich find sie vom sehen her nicht begreifbar. ich mag das bild nicht... ehrlich gesagt kann ich mit dem bild gar nix anfangen........

lg..



Künzelmann, 11.04.2012 um 23:17 Uhr

Um die Frage gleich zu beantworten: Mir ist es nicht abstrakt genug. Man kann alles noch einordnen und identifizieren. "Abstrakt" heißt ja = "ohne Bezug zur Wirklichkeit". Dennoch tun sich Räume für die Phantasie des Betrachters auf. Das Bild besteht weiterhin aus 2 sehr gegensätzlichen Bildteilen. Dem sehr hellen Vordergrund und dem dunkleren Wasserteil. Dazwischen ist ein Übergang, der für mich am interessantesten erscheint. Jeder Bildteil wäre wohl ein besseres abstraktes Foto geworden. So dass wir wieder den Effekt haben, den ich hier oft erlebe: Dass zuviel reingepackt wird in die Bilder. Man will soviel wie möglich zeigen, um sicher zu gehen. Aber die Kunst besteht eben auch manchmal im Weglassen und im Sich-Entscheiden. Ein schwieriges Thema und so glaube ich, die wahre Fragestellung zu diesem Foto. VG Jörg


Heidi Schneider, 11.04.2012 um 23:43 Uhr

Ich kann mit dem Motiv etwas anfangen. Aber der Himmel stört mich gewaltig. So schneide ich links ein Drittel weg, rechts auch noch etwas, so dass der weisse Lichtstreifen in die Mitte kommt. Dann auch unten die angeschnittenen Formen weg und das Blatt im Vordergrund kommt besser zur Geltung. So gefällt mir das Bild.
Zu deiner Frage: Die Bildelemente sind nicht abstrahiert, da bist du nicht nah genug. Man erkennt Sand, Wasser, gespiegelte Bäume. Abstrakter würde das Bild bei entsprechender Bearbeitung: dunkler und mehr Kontrast z.B. so dass nur Vordergrund und der Lichtstreifen übrig bleibt.
Mir gefällt das Bild in einer weiter bearbeiteten Form recht gut. Bei dem eingestellten Bild vermisse ich mehr Gestaltung, aber trotzdem schaue ich es mir gerne an.



Jens Lotz, 12.04.2012 um 0:04 Uhr

Ich würde dem Fotografen die Frage nach der Abstraktion in seinem Foto mit Nein beantworten. Abgesehen von digitaler Erzeugung im Sinne von Digiart am Rechner muss ein "normales" Foto die Abstraktion ausgehend von einem realen Motiv schaffen. Dies durch eine Flüssigkeitsspiegelung zu erreichen geht nur über die Verschmelzung der reflektierten Welt mit der durch das Wasser durchscheinenden Welt oder die Verzerrung durch die optischen Brechungs- und Reflexionseigenschaften der Wellen selbst oder einer Kombination aus Beidem. Beides ist hier zu schwach.
LG jens



Unbekannter N°1, 12.04.2012 um 0:04 Uhr

"Tiefe nur zu ahnen"

Der Bildtitel passt, weil das Bild tatsächlich kaum räumliche Tiefe hat. Der helle Bereich links stört, die Überstrahlungen wurden schon angesprochen.
Was ich hier vermisse ist eine gestalterische Komponente, die dem Bild tatsächlich etwas Abstraktes verleihen würde, z.B. die Wasserline als Diagonale zu verwenden und den hellen Strich in der (fast) Mitte als weitere Diagonale. So könnte man dem Foto zumindest grafisch etwas abgewinnen.

So ist das in meinen Augen leider nichts, tut mir leid.



Dr. Labude, 12.04.2012 um 8:51 Uhr

Warum hat der Fotograf dieses Bild zur Diskussion gestellt? Er sagt, weil er eine Diskussion über die Frage anstoßen will, ob es überhaupt abstrakte Fotos gibt. Diese Frage möchte ich mit einem der jüngeren Bilder von Dragomir Vucovic beantworten, auf dem einfach eine Mauerecke abgebildet ist.

COM: Wall von Dragomir Vukovic
COM: Wall
Von
9.4.12, 9:36
5 Anmerkungen


Es gibt hier in der fc eine Menge wirklich abstrakter Fotos. Abstrakte Natur, abstrakte Portraits, abstrakter Akt, abstrakte Architektur. Vieles davon ist gut. Dieses Bild ist weder abstrakt noch gelungen. Spiegelungen im Wasser sind ein Klassiker der Abstraktion. Aber hier erkennt man genau, was sich spiegelt. Man erkennt genau, wie trübe das Wasser ist und man ahnt auch, wie glitschig der Sand/Schlamm aussehen könnte, wenn er das richtige Licht bekommen hätte. Der Fotograf hat erkannt, was für tolle Texturen das Motiv (vor allem der Vordergrund) bietet, und versucht, das einzufangen.

Das ist für mich weder technisch noch künstlerisch gelungen. Aber wie immer - Wertungen und Meinungen sind ja höchst subjektiv.



Janne Jahny, 12.04.2012 um 10:55 Uhr

Die Spiegelung der Birke war dem Bildautor wichtig, Leider ist diese Besonderheit als Eyecatcher nicht wirklich geeignet.
Es sind die plastischen Strukturen im Vordergrund, die ziehen meinen Blick an. Das ist aufnahme-technisch gelungen, könnte in der Tat auch viel schlechter ausfallen (ich weiss, wovon ich spreche ;-)) Ein kleiner Tipp: solche Strukturen leben (und sterben) mit dem Licht. Vielleicht hätten weitere Versuche bei verschiedenem Licht noch interessantere Ergebnisse hervor gebracht.
Was mich gar nicht befriedigt, das ist der quadratische Schnitt.
Ich meine, das Bild kann auf Folgendes verzichten: links der unergiebige Hinweis auf blauen Himmel, der kann weg. Unten würde ich den untersten Streifen wegschneiden, zu unruhig. Tja, und die Spiegelung ................... also ich finde sie überflüssig. Sie ist wirklich nicht das Wichtigste an diesem Bild. Könnte zu zwei Dritteln auch weg.

Nun bin ich aber nur eine Betrachterin. Und jeder Betrachter hat seine eigene Ästhetik. Das hat schon der berühmte Herr F. gesagt.

Der oben beschriebene Schnitt ergibt ein Verhältnis von 3,5 zu 10, ungefähr. Das ist schon fast ein Pano. So könnte ichs mir auch an einer Wand in groß vorstellen.
Ich will aber auch die Absicht des Fotografen würdigen und probiere den Schnitte andersrum: Die für ihn (sie) wichtige Spiegelung in Gänze lassen (unklare Strukturen) und unten (klare, plastische Strukturen) stärker beschneiden. Ergibt eine völlig andere Aussage. Nicht unbedingt besser (in meinen Augen), aber durchaus überraschend.

Fazit: Das Bild leidet an der Unentschlossenheit, was hier wichtig sein soll. Denn diese beiden so unterschiedlichen Bildteile sind nicht in Harmonie zu bringen.
Und abstrakt ist hier wirklich gar nichts, das wurde schon gesagt.

LG



Karpfen, 12.04.2012 um 11:10 Uhr

Also, der Bereich Wasser ist eigentlich nicht notwendig. (überflüssig).
Aus dem Bereich Schlamm hätte man unter Ausblendung der kleinen Äste/Halme ein interessantes Still-Leben gestalten könneen.



elevatorjwo, 12.04.2012 um 12:11 Uhr

Mir erscheint das gesamte Bild unstimmig.
Betrachtet man den Schattenverlauf im Schlick, stimmt er nicht mit dem Lichtverlauf in den Spiegelungen überein. Auch die diagonal verlaufenden 2 dunklen Spiegelungen im Wasser deuten, wie die Überstrahlung, auf eine unmotiviert verwendete Lichtquelle außerhalb des Bildes rechts unten hin. Zudem passt die Farbtemperatur eher zu einem externen kalten Licht als zu einer tiefstehenden Sonne, die solche Schatten in den Strukturen hervorrufen könnte. Schnitt hin, Schnitt her, diese Unstimmigkeiten bleiben. Für mich kein gutes Foto.
LG
elevator



AdiDu, 12.04.2012 um 12:18 Uhr

Mir gefällt das Motiv recht gut. Die Textur von Schlamm und vorallem spiegelnde Wasseroberflächen haben es mir auch angetan.
Was mich sehr stört ist der linke Bildrand mit den Konturen der Nadelbäume, hier würde ich was wegschneiden. Blauer Himmel und die eher olivgrüne Wasseroberfläche gefallen mir auch nicht so recht, ich finde, das lenkt ab.
Dieses Bild würde ich sehr gern einmal in sepia sehen. Der Schlamm würde so ein stückweit seine natürliche Farbe behalten und der Blick kann sich dann eher auf die verzerrten Formen und Linien konzentrieren. Oder eben ganz in schwarz-weiß.
Abstrakt ist das Motiv in meinen Augen nicht (denn ich erkenne ja noch das "Drumherum"), aber es geht ein wenig in die Richtung.



Claudia Jenniges, 12.04.2012 um 13:15 Uhr

Bildautorin stellte folgende Frage:

> Ich würde das Bild in die Sektion "Abstrakt" einstellen, wobei ich bezweifle, dass es abstrakte Fotos überhaupt gibt. Darüber möchte ich u.a. eine Diskussion anstoßen . Ist dieses Foto abstrakt? <

Für mich ist deine Frage nicht so einfach zu beantworten, aber wage mal einen Versuch.
Der Begriff "Abstraktion" hat je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungen und Verwendungen.
"Abstahieren" an sich, hat die Bedeutung "abziehen, trennen, entfernen".
Von daher gibt es Fotos, die abstrakt wirken können.
Nimmt man diese Übersetzungen ohne sie zunächst dem Kontext Kunst und/oder Philosphie (zu letzterem lehne ich mich hier nicht aus dem Fenster ;) zu zuschreiben, könnte man eine Gültigkeit finden, da sich das Ding "Birke" durch die Wasserspiegelung von Motiv "Birke" an sich schon entfernt, aber zu zuordnen bleibt 
- also wäre die Antwort "Ja".

In der Bildenden Kunst, würde ich sagen, "Nein", da die Abstraktion in der Kunst, insbesondere in der Abstrakten Kunst bedeutet die Dinge auf des wesentliche oder bestimmte Aspekte stilistisch zu reduzieren und/oder andere hervorzuheben.
In diesem Fall erfährt "Birke" in der Spiegelung eine Erweiterung, durch Auflösung. Wenn ich müsste, würde ich dieses Phänomen eher einer impressionistischen Wahrnehmung durch mich zuschreiben.

Zum Foto, die Lichtverhältnisse waren nicht einfach, durch den großen Kontrastumfang, vielleicht wäre die Aufnahme zu anderer Tageszeit glücklicher gewesen. 
Ich halte Format und Schnitt für überdenkenswert,
- etwas mehr Beschnitt links, dass die Konturen der Bäume verschwinden, 
- die Linie, Spiegelung des Stamms, im 8ter Raster z.B. auf 2 senkrecht, waagerecht ins Hochformat bringen, aber da du dies wohl nicht gesehen hast, ist dies Spekulation.

Dein Impuls diese Szenerie festzuhalten, halte durchaus für kreativ und das Foto für sehenswert und hätte gar kein Problem damit, es in "abstrakt" zu betrachten.



Der Jürgen, 12.04.2012 um 16:12 Uhr

für eine abstraktion fehlt mir hier die reduktion auf dieselbe. das bild ist mir zu gegenständlich, um als abstraktion herhalten zu können. und es ist mir zu anspruchlos, um überhaupt für irgendetwas, außer über die reine abbildung der szenerie, stehen zu können.


lophoto, 12.04.2012 um 18:31 Uhr

Ist dieses Foto abstrakt?


nein für mich nicht.........



Martina Taylor, 12.04.2012 um 20:05 Uhr

Als abstrakt würde ich das Bild nicht einordnen. Ich finde, das Bild hat was, trotz aller bereits genannten Mängel. Was mir gefällt, ist die räumliche Aufteilung, die ist finde ich sogar ganz gut gelungen. Außerdem hat das Bild durchaus etwas malerisches. Könnte mir vorstellen, so ein Bild in Öl auf Leinwand in einem Atelier zu sehen;-)
Wenn ich mir den dunkleren Bereich im Wasser Mitte links betrachte, erkenne ich längliche, schattenhafte Strukturen, die keiner Spiegelung entstammen und darauf hindeuten, dass hier etwas unter dem Wasser auf dem Grund liegt. Das weist tatsächlich auf die vertikal zunehmende Tiefe hin. Keine schlechte Idee.
Ich vermute mal, der Fotograf/die Fotografin hatte hier zwei Ideen zugleich, für die es sich sicher lohnen würde, sie einzeln umzusetzen:
Einmal den Tiefenverlauf - dann stören jedoch die Reflektionen (und die Überstrahlung sowieso).
Und zum anderen die Spiegelung der Birke auf dem Wasser.
Wasseroberflächen zu fotografieren ist grundsätzlich schwierig, aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen ;-)



Clara Hase, 12.04.2012 um 20:32 Uhr

ich denke, das sympathische an diesem bild ist das motiv an sich - etwas was man kennt und als kind mit stöckchen gerne eroberte.

als schlammig empfinde ich den untergrund übrgigens kaum - soviel sichtbarer sand - und schön bucklig -


mit diesen querstreben - ich sehe schon gespenster und auch ein gesicht darin - allerdings müsste man dann bild dann kippen - klar ist es nicht

der linke rand und davon bestenfalls 1 cm hat etwas surrealistisches, fantastisches - irgendwie. besonders die stelle wo es vom sand zum himmelsspiegel übergeht



Regine Brossmann, 12.04.2012 um 23:42 Uhr

Die Farbabstufungen von Hell zu Dunkel gefallen mir. Der weiße Strich (Birken-Spiegelung) ist das Tüpfelchen auf dem i, wenn er auch etwas schwach ist und als Birke nicht erkennbar. Ich mag Wasserspiegelungsbilder, was mir hier nicht gefällt ist das starke Übergewicht der 'massiv' wirkenden dunklen Baumspiegelungen, die mir zu statisch sind. Gute 'abstrakte' Spiegelungsbilder in der FC erfordern offenbar etwas mehr Dynamik bzw. Bewegung. Dies wird oft entweder durch 'bunte' Farben oder aber durch bewegteres Wasser erzielt, das zumeist auch zu mehr Abstraktion verhilft.- Frage mich ob es sich lohnte da nachzuhelfen - etwa einen Stein ins Wasser werfen...
Naja, die Dynamik steckt in den Schlickformen vorne...das ruhige Wasser ist der vielleicht notwenige Kontrast dazu, der dem Bild etwas Meditatives verleiht. Aber sonst ist es zumeist umgekehrt: das Bewegte ist bei abstrakten Spiegelungsfotos zumeist das Wasser.

LG,

Regine



Matthias von Schramm, 13.04.2012 um 9:32 Uhr

nun dem fotografen sei gesagt, dass abstraktion ja nicht willkür und zufall ist. dies ist eine andere bildsprache. abstraktion ist konzentration auf das wesentliche. dieses bild zeigt aber auch alles unwesentliche gleichermaßen. deswegen hat wohl der eine oder andere schwierigkeiten mit dem bild. ich auch. die einzelnen strukturen sind interessant, heben sich aber gegenseitig auf. das spannendste wäre noch die weisse linie die unter der wasserlinie zu zittern scheint. der hintergrund ist einfach eine masse nicht eingefasst motivisch. hier passt bei dieser willkürlichen gestaltung auch das quadrat qua nicht. viel mehr fällt mir eben auch nicht zu diesem bild ein.




Herbert Rieger, 13.04.2012 um 11:43 Uhr

Das Bild ist zwar schwer (oder kaum ? ) zu deuten.
Aber abstrakt ist es darum nicht.



bavare51, 13.04.2012 um 12:11 Uhr

es kommt immer auf die inneren einstellungen des betrachters zum Abbild an. Wenn man motive nicht mag hat das bild keine chance. hätte das ganze otto sander oder ein anderer pionier gemacht ich denke die kritiken wären besonders von den überfotografen gesehen aus positiv. also immer objektiv aus inneren empfinden bewerten oder wenn man gar nix zu sagen hat einfach mal den m und halten und sich nicht selber wichtig tun. mir gefällt das bild, ja die hellen stellen sind noch in der bearbeitung etwas abzuschwächen aber sonst ok. abstrakt ? die gedanken sind frei ....
lg werner



Janne Jahny, 13.04.2012 um 12:46 Uhr

Ich hab mich nochmal mit dem Thema Abstraktion auseinander gesetzt, denn das war der Wunsch des Fotografen/der Fotografin.

Inzwischen steht hier die Interpretation von MvS. Das sehe ich ähnlich. Abstraktion ist (so stehts im Wiki) die Loslösung vom Konkreten bzw. kein Bezug zum Gegenständlichen, die Reduktion auf Form- und Farbklänge.
Wenn wir aber Fotografien als Ausgangsmaterial haben, dann stellt der Betrachter-Geist immer einen Bezug zum Gegenständlichen her. Deswegen kann das Abstrakte eigentlich nur durch verfremdende Bearbeitung erreicht werden.
Ein gutes Medium für solche Spielerei ist natürlich das Wasser. Regine Brossmann schrieb es: Farben oder Bewegung sind nötig, um Wasser abstrakt darzustellen. UND: Vergrösserung !

Ich habe heute ein Foto gemacht: Wasser-Oberfläche in einem Springbrunnen-Teich. Angeregt durch dieses Bild hier, kam mir die Idee, den Begriff Abstraktion mal zu untersuchen.

Die Mittel:
Ausschnittvergrößerung, Farbverfremdung, Überschärfung.

Nur meine 2 Cents zum Thema Abstraktion - keine Konkurrenzveranstaltung ;-))


LG




Alfons Gellweiler, 13.04.2012 um 14:45 Uhr


Ich schätze den Schauspieler Otto Sander sehr.
Ich wusste gar nicht, dass er sich auch als Pionier
einen Namen gemacht hat. Auf diesem Marktplatz
lernt man allerhand.



Claudia Jenniges, 13.04.2012 um 15:00 Uhr

@Alfons, es geht um August Sander, habe leider auf die schnelle keine gute site gefunden mit seinen Aufnahmen.
http://de.wikipedia.org/wiki/August_Sander



Alfons Gellweiler, 13.04.2012 um 15:07 Uhr


Ich habe mir so etwas gedacht, mir aber einfach nicht
vorstellen können, wie man bei diesem Bildchen an
einen der besten Fotografen denken kann.
Den Gedanken an Pioniere hingegen legt das Motiv nahe.



Claudia Jenniges, 13.04.2012 um 15:31 Uhr

@Alfons, ich denke Matthias (Nachtrag, es muss Werner heißen), nutzte den "Sandervergleich" um deutlich zu machen, dass schon so manches Foto von Laien, als Knipsbildchen abgestempelt worden ist.
Sicher ist Sander, der Pionier der Fotodokumentation/reportage nicht unbedingt ein glücklicher Vergleich ;)

@all
http://www.netzfit.de/portfolio/blog/art_053.html



Clara Hase, 13.04.2012 um 15:39 Uhr

es ist wunderbar was hier durch einige Beiträge zum Begriff Abstraktion gelandet ist - endlich mal kein Gezänke hier.
Intuitiv weiss ich das auch - inhaltlich hätte ich das nicht ausdrücken können.

dein Beispiel Janna ist auch sehr ansehnlich.
durch den letzten Link bin ich nun ener Idee verfallen -



SenseiHades, 13.04.2012 um 20:03 Uhr

Das Lustige an abstrakten Bildern ist der Umstand, dass es sich um einen schlechten Schnappschuss bzw. Kritzelei handelt wenn es aus der Hand eines Laien kommt, das selbe Bild aus der Hand eines Künstlers jedoch große schöpferische Leistung darstellt.

Zum Bild selbst: Leider habe ich irgendwie gar keine Meinung. Das strahlende Licht im Vordergrund passt nicht zum faden Hintergrund und bietet auch als Kontrast keinen Reiz. Die Wasser ist für eine schöne Spiegelung zu unruhig. Aus dem Motiv hätte mehr rausholen können finde ich.




Matthias von Schramm, 14.04.2012 um 7:26 Uhr

@ Claudia

den unglücklichen und doch so vermeidbaren Sandervergleich vollzog einer, der mit Werner unterschrieben hat. Darauf möchte ich doch wert legen.



Claudia Jenniges, 14.04.2012 um 12:46 Uhr

@Matthias, oh ha, watt für ein Patzer.
Sorry, ich neige mein Haupt vor dir.
Grundsätzlich gefiel mir, was Werner unterschrieb,
dass ich es wohl nicht bewusst gerne dir zugeschrieben hätte.
Ich korrigiere es mal oben.

Lieben Gruß
Claudia



Claudia Jenniges, 14.04.2012 um 16:34 Uhr

@Michael, was du schreibst klingt ja ziemlich frustrierend.
Wollte man dein Bild hier nicht einstellen oder wurde dein
eingestelltes, hier in Agora, von den Mit-fclerInnen nicht besprochen?
Schicke es mir doch mal per FM, wenn du magst.



To Mars, 14.04.2012 um 19:01 Uhr

An der Anzahl der Kommentare sieht man, dass es an diesem Bild doch einiges zu besprechen geben muss.

Ich finde, dass dies DAS Bild ist, um jemanden zu erklären, was man mit: "Das Bild ist unruhig" meint.

Mir ist es noch nie passiert, dass ich ein Bild nicht lange anschauen kann, doch bei diesem rasen meine Augen übers Bild und suchen einen Anhaltspunkt wo sie verharren können und finden nichts. Mir wird fast schwindelig und ich versuche nochmals im Sand halt zu finden, doch auch das funktioniert nicht sehr gut.

Somit kann ich mit diesem Bild leider nichts anfangen.



eva-th, 15.04.2012 um 12:41 Uhr

Ich bin von dem Bild begeistert.
Das meine ich nicht hinsichtlich der Birke (diese kommt durch das Quadrat und durch das Verhältnis zum Gesamtbild, nicht zur Geltung) oder des Abstrakten (viel zu viel auf dem Bild), sondern vielmehr als Grundlage einer Diskussion.
LG Eva



Vielseitige, 15.04.2012 um 14:22 Uhr

Dieses Bild irritiert mich im allerhöchsten Maße,wenn ich den physikalischen Gesetzen folge. So wie es sich jetzt darstellt kann es nach meinem Empfinden nicht fotografiert worden sein. Uneinheitlich und unstimmig stellen sich Uferbereich und Wasserbereich dar. Den Anstoß zur Abstraktionsdiskussion hat nicht der Autor, sonder Agora gegeben, oder sehe ich das falsch?

Ich will versuchen mich zu erklären:
Die Strukturen im Ufersand ergeben sich aus der Fließrichtung des Wassers. Die vermeintliche Spiegelung von Birkenstämmen sind keine. Denn es spiegeln sich einerseits keine Birken sondern eher Weiden od. andere Bäume, und wenn man genau hinschaut fällt auf, dass sich diese ausgefransten weißen Linien nach links hin wiederholen. Der gesamte linke Bildrand wirkt ausgefranst, was wiederum darauf schließen lässt, dass sich hier der wirkliche Uferbereich befindet. Denn das Wasser fließt meines Erachtens von rechts nach links. Die "Birkenstämme" können durchaus kleine Wellen sein in denen sich das Licht bricht.
Diese Betrachtungsweise würde zumindest das Bildformat und die Wasseroberfläche erklären. Was mich irritiert ist - wie passen die Spiegelung und die Uferzohne in diesem Zusammenhang hinein. Für mich ist es ein, aus mehreren Ebenen gestaltetes Bild und kommt daher dem Begriff "abstrakt" doch sehr nahe.
Versucht mal meinen Blick nachzuvollziehen. Bin ich so weit weg mit meiner Interpretation?

LG Paula



Detlef Rüping, 15.04.2012 um 17:53 Uhr

Nach so viel Kritik wage ich einen Verbesserungsvorschlag: Den unteren Bereich mit den vermodernden Blättern eliminieren, um den Blick auf die Sandstrukturen zu lenken. Auch oben einen Streifen wegschneiden, um im nunmehr gestreckten rechteckigen Format eine Drittelung zwischen Sand und gespiegelter Vegetation zu erreichen. Dabei wird der untere dunkle Schattenstreifen zur angedeuteten Bilddiagonalen. Nun ist ein wenig Ruhe in dem unübersichtlichen Gewusel eingekehrt. Von Abstraktion kann natürlich keine Rede sein, solange ein Bild die klar erkennbare Realität abbildet.


bona, 15.04.2012 um 19:25 Uhr

Ich fürchte, dass dieses Bild vielleicht nicht so mein Ding ist (Wasserfarbe!).
Nichtsdestotrotz könnten etwa diese flachen Schlammformen möglicherweise interessant sein.
Am Bildrand unten links kann man also am Schatten der Halme
die Richtung des Lichtes ablesen.
Das Licht kommt von links oben, also traditionell und korrekt.
Und zB wie in der Reliefkartographie natürlich.
Nun zurück zum Schlamm.
Ausserhalb des Wassers, das übrigens von links nach rechts fliesst, kann man jetzt hin und wieder gar spannende kleine Ueberhänge identifizieren.

"Abstraktion" scheint mir in diesem Zusammenhang
eigentlich nicht das Thema.
Man könnte dagegen hier eher von Verfremdung und Ambiguität
leicht sprechen.
Solche würde man ganz einfach erzielen,
indem man ja die Richtung des Lichtes umkehrt,
sodass und wie bekannt sich dann Berge zu Tälern
und umgekehrt Täler zu Bergen verwandeln.

lg, bona



Clara Hase, 15.04.2012 um 20:11 Uhr

die vollen exifdaten sprechen gegen eine verfremdung des fotos
diese bäume - birken sollen es sein, irritieren mich allerdings auch in höchstem maße
und mittlerweile - wegen der art der äste und laubwerk - immer leicht hängend, würde ich fast behaupten, sie standen hinter dem fotografen und nicht am gegenüberliegenden ufer




Agora Bilddiskussion intensiv, 15.04.2012 um 22:18 Uhr

hier geht es weiter.

Wolf Schroedax - Dank für die Diskussion (und die Links), welche ich (für mich) folgendermaßen zusammenfasse. Ich hoffe, dass mir dabei nicht allzu große Misverständnisse unterlaufen.

> Abstrakt < ? - Also nein, ok.. Aus den verschiedensten Gründen, alle nachvollziebar, wenn auch die Charakterisierung
der abstrakten Bildsprache nur angdeutungsweise möglich zu sein scheint. - (Ich weiß es nicht besser).

Nach Michael Wagner (siehe Link vorgestern 15:31) scheint es mindestens drei große inhomogene "Dialektgruppen" der abstrakten Bildsprache zu geben :: 1. Die Abstraktion des Sichtbaren, 2. Bilder als Visualisierung des nicht Sichtbaren und 3. Bilder als Konkretisierug reiner Sichtbarkeit. Und schließlich sei alles heute nicht mehr gültig, weil alles möglich wäre. -
Selbstverständlich gilt auch das von vorgestern 12:46.

-- Wenn das Bild trotzdem weiter besprochen wurde, so vielleicht auch dem Motiv zuliebe :::

> Schnitt< - Beschnitten am linken und unteren Rand, wie mehrfach vorgeschlagen, gewinnt die vertikale gegenüber der horizontalen Blickführung die Oberhand. Das reduziert Irritationen und die Neutralisierung von Effekten. Einverstanden ! Das Quadrat dürfte m.E. beibehalten werden können, wenn auch rechts noch etwas wegkommt.

> Widersprüche; nicht Zusammenpassen von Ufer und Wasser < beruhen auf dem besonderen Licht : Die tiefstehende Sonne von rechts modelliert das Uferrelief fast überdeutlich, dies taucht in das braune Gewässer mäßig steil ab und verschwindet. Im Gegensatz dazu ist die Sonne an der optischen Gestaltung der Wasseroberfläche nicht beteiligt. Es ist nicht genau auszumachen, warum, weil eine eindeutige Schattengrenze nicht zu erkennen ist. - Gerade In dieser Lichtsituation sehe ich einen spannenden, befremdlichen Aspekt des Motivs. Wenn die Sonne nicht gewesen wäre, hätte ich das Bild so nicht gemacht. (Schließlich ist dies ein "Fundstück" und kein Artefakt).

Die > Spiegelung < zeigt ein stilles aber zittriges Gekräusel der Wasseroberfläche und trägt, wie ebenfalls bemerkt wurde, dort zur Spannung bei, wo sie sich dem Ufer nähert und das Wasser durchsichtiger ist.

> Unruhe < - Wieso soll der Blick auf einem Bild eigentlich nicht wandern dürfen. Warum darf ein Bild eigentlch nicht unruhig sein ??? > Unruhe < wäre vielleicht sogar ein guter Titel.

> Farbe < muss nicht sein. Hier aber war sie da, vor allem blau. Sie wird durch den o.g. Schnitt (s.o.) reduziert . Damit bin ich zufrieden.

> Schrägstellung der Linien< - kommt nicht infrage, um nicht dem Verdacht weitere Nahrung zu geben, das Bild sei beim Auspacken der Kamera entstanden. Sorry, gell !?! - Prinzipell aber eine nette Idee.

> Tonne < Das Verschwinden der Uferstruktur unter Wasser dürfte ähnlich interessant sein, wie die Struktur der zusammengeschobenen Einkaufswagen (s. Agorabild "Einkaufswagen"), die Spiegelung der Bäume so interessant wie die überbelichtete Wand, an der die Einkaufswagen stehen, und die weiße Zitterlinie so wie die Schilder, die die Sonderangebote anpreisen .... Bleibt noch ein Unterschied im kulturellen Stellenwert der Lokation, dem Kameratyp .... und der Tagesform der beiden Autoren beim Schreiben ihres jeweiligen Kommentars zu den Bildern ...

Hat mich gefreut ! Gruß Wolf

PS:

Das Ufer bekommt links und vorn auch Licht von links ..... Fliußrichtung von links nach rechts ...





 
Informationen zum Foto

  • Canon PowerShot G7
  • Unknown 7-44mm
  • 12.7 mm
  • f3.2
  • 1/400
  • ISO 100
  • 0EV
Schlagworte
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