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Ehrenhausen der Bahnhof, das Schloß . und das Mausoleum ... von Hartmut Sabathy

Ehrenhausen der Bahnhof, das Schloß . und das Mausoleum ...


Von 

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10.02.2012 um 7:37 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
fotografiert aus der S-Bahn während der Rückreise nach Graz am 10.1.2012

hier die Infos zum Schloß:
Drei wichtige Aufgaben hatte die Burg Ehrenhausen einst zu erfüllen: Sie schützte die Furte über die Mur, sie bewachte den Eingang in das Gamlitztal und sicherte die einmal so wichtige Handelsstraße über den Platsch, welche die Römer schon benützt hatten. Wer den romanischen Wachturm aus der Zeit der Kärntner Mark im 11. Jahrhundert errichten ließ, ist nicht überliefert.

Viele Geschlechter haben ihre Herrschaft hier ausgeübt; eine Urkunde von 1240 spricht bereits von der bestehenden Feste und einem "Fridericus miles de Ernhus". Selbst die Habsburger waren um 1363 Besitzer dieser Burg. Nach den Pettauern und Schaumbergern kaufte 1543 Christof von Eggenberg das Schloss samt den Meierhof um 10.800 Gulden (entspricht 2005 etwa 3 Millionen Euro). Nach dem Aussterben der Ehrenhausner Linie konnte 1646 die Grazer Linie mit Johann Anton, dem einzigen Sohn des Fürsten Hans Ulrichs von Eggenberg, in den Fideikommissgütern nachfolgen. Dann ging die Herrschaft auf die Geschlechter Leslie und Attems über. Nach dem Tode von Adele Baronin Salvi kaufte das Schloss der resignierte Erzbischof von Olmütz Dr. Theodor Kohn. 1918 erwarben es der Deutsch-Mährer Theodor Haberhauer und dessen Gattin Agnes, ihnen folgten die Familien Weiss, Richter (1921) bzw. Csicsaky (1982).

Christof von Eggenberg (+1551) ließ durch italienische Baumeister die Burg im Renaissancestil umbauen. Die jetzige Gestalt erhielt das Schloss unter der Herrschaft der Leslie im 18. Jahrhundert. Heute ist die Familie Csicsaky bemüht die notwendigsten Sicherungsmaßnahmen der historischen Teile am Schloss durchführen zu lassen, dabei kommt es immer wieder zu überraschenden Entdeckungen von altem Mauerwerk und verfallenen Bastionen

zum Mausoleum:
m Jahre 1595 fasste General-Obrist Feldzeugmeister Ruprecht von Eggenberg (1546-1611), der Sieger in der Türkenschlacht bei Sissek (1593), den Entschluss, für sich und alle männlichen Nachkommen seines Geschlechts, sofern sie als Offiziere gedient und katholischen Glaubens seien, bei seinem Stammschloss eine Begräbnisstätte zu errichten. Sein Baumeister begann noch 1610 mit dem Mausoleum, doch der frühe Tod Ruprechts und auch der seines Erben Wolfgang (1580-1615) sowie finanzielle Schwierigkeiten verursachten eine lange Bauzeit, bis man 1680 die Steinmetzarbeiten wieder aufnahm. Stilkritische Untersuchungen bringen eine Verbindung zu Pietro de Pomis, dem Erbauer des Mausoleums für Kaiser Ferdinand des II. in Graz. Fischer von Erlach als Erbauer scheidet wohl aus, da dieser erst 1686 von seinen Studien aus Rom zurückkehrt und Entwürfe (1689/90) für Stuckdekorationen den Künstlern Alexander und Joseph Serenio liefert. Die manieristische Gestaltung der Schaufront (1682/88) mit den zwei antiken Kriegern aus Aflenzer Sandstein (Löwenfell, Keule, nackte Beine) und der zeitgenössischen Darstellung eines Renaissancecondottieri (Art des Helmes, Rüstungsdetails, Ausführung der Morgensterne und Schwerter) ist das Werk von Andreas Marx, einem eggenbergischen Bildhauer, der aus der Werkstatt von Fischers Vater stammte. Oberhalb der Tür befindet sich das Wappen der Eggenberger und deren Wahlspruch: POST ONVS HONOS (Nach der Last die Ehre).

Das Innere des Mausoleums zeigt in seiner Dekoration reinsten Barock mit seiner beschwingten Form. Der Kapellenraum ist ganz in Weiss gehalten und trägt einen mehrgliedrigen Stuckdekor der Künstlerfamilie Serenio. Vier größere sitzende Vollfiguren weisen auf den Ernst der Totenstätte hin und tragen Embleme des Todes: Stundenglas, Totenschädel, verrauchende und erloschene Fackel. Im Laufe der Baugestaltung wurden in das rechteckige Tonnengewölbe vier Säulen mit Weinlaub umrankt gesetzt, welche die achteckige Kuppel mit einer Laterne tragen.

Das Altarbild stammt von Hans Adam Weissenkircher (sign.1691). Es zeigt Maria und den heiligen Rupert, die von der heiligen Dreifaltigkeit den Sieg der christlichen Heere im Kampf gegen die Türken erbitten. Die beiden Kriegerbilder (in Kopien) stellen Ruprecht und Wolfgang von Eggenberg dar. Inmitten des schachbrettartig ausgelegten Fußbodens weist eine Falltüre aus Schmiedeeisen den Weg in die Gruft hinab. Das kleine Kellergewölbe bietet Platz für drei Sarkophage. Am nördlich stehenden Steinsarg des Ruprecht lesen wir "MORS RAPVIT DVCES" (Der Tod raubte die Führer), am südlichen des Wolf von Eggenberg "DVCVM EST PVGNARE" (Ein Führer muss kämpfen). Der Leichnam von Erzbischof Kohn (1845-1915), mit allen Pontifikalien versehen, ruht in einem dreifachen Sarg: Glas, Metall und Marmor.

Das Mausoleum ist seit 1920 Eigentum des Landes Steiermark und steht unter Denkmalschutz. Führungen sind gegen telefonische Voranmeldung bei der Gutsverwaltung des Schlosses möglich.
alle Angaben laut http://www.ehrenhausen.at/Historisches-Ehrenhausen.5.0.html


schönes Wochenende!

Anmerkungen:

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Danny Liska, 10.02.2012 um 10:06 Uhr

Ein Reisetipp. Gutes Foto, interessante Beschreibung.
LG Danny



Bickel Paul, 10.02.2012 um 15:10 Uhr

Ein schönes Bild mit dem Bahnhof vorne und das Schloss darüber. Danke für die tolle beschreibung.
Gruss Paul



Wolfgang Bazer, 10.02.2012 um 18:37 Uhr

Sehr interessant, Dein Foto und die Infos dazu!
LG Wolfgang



Karl H, 10.02.2012 um 19:05 Uhr

Stolze Burg!

lg Karl



Wolfgang Weninger, 10.02.2012 um 21:25 Uhr

und dann zur nächsten Buschenschank ... ein guter Ausgangsort in jedem Fall
Servus, Wolfgang



Klaus-Günter Albrecht, 14.02.2012 um 15:53 Uhr

Tja. So schön das nach außen aussieht, finanziell ist es eine Bürde.
Liebe Grüße Klaus



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