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Im digitalen Zeitalter Mut zur Unschärfe zu haben, zeugt schon von einer gewissen Gelassenheit im Umgang mit den "Erfordernissen" aktueller Fotografie. :))
Für mich wäre dieses Bild ein wunderbarer Einstieg in die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit, mit Leben und Sterben. Den beiden Personen, die so zielstrebig auf das große weiße Nichts zugehen, möchte man spontan nachrufen: "Geht nicht so schnell!"
Unschärfe heißt auch, sich nicht festzulegen und offen zu bleiben.
Die einen nennen es Freiheit, andere nennen es Feigheit.
Ich, für meinen Teil, lege mich da nicht fest.
;-)
die Unschärfe ist es hier nicht allein, die das Bild sehenswert macht. Der Übergang ins Nichts gibt dem Treiben auf dem Bahnsteig genau die Flüchtigkeit des Lebens. Wir kennen uns nicht, wir wissen nicht woher wir kommen und wohin wir gehen werden.......
LG Ingrid