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So saß sie heute auf dem Trampolin unseres Sohnemannes....
nach der Aufnahme wollte sie dann mit ihrer Beute das ganze Trampolinschutznetz hochklettern...hat sie dann aber dabei verloren...
Die Kotwespen haben einen schlanken, schwarz glänzenden Körper. Das erste Hinterleibssegment ist stilförmig ausgebildet. Die Segmente 2 - 5 sind mit gelben Binden versehen, wobei die Binde auf dem 4. Segment in der Mitte geteilt ist. Die Beine sind gelb mit Ausnahme der schwarzen Schenkelbasis. Auf dem Schildchen befindet sich ein großer gelber Fleck.
Körperlänge:
Weibchen: 11 - 14 mm
Männchen: 7 - 11 mm
Lebensraum:
Wegränder, Böschungen, Sandgruben (in offenen sandigen oder lehmigen Stellen).
Entwicklung:
Die Kotwespen findet man von Juli bis Oktober. Die Weibchen graben Nester bis etwa 30 cm tief, wobei der ausgegrabene Sand hügelförmig um den Ausgang aufgeschüttet wird. Das Weibchen begibt sich dann an Orte, wo sich viele Fliegen aufhalten. Das sind einmal Doldenblüten oder frische Kuhfladen und Exkremente anderer Tiere. Daher leitet sich auch der Name Kotwespe ab. Ist eine Fliege in der Nähe, schleicht sich die Kotwespe an, stürzt sich auf die Fliege und läßt sich mit ihr zu Boden fallen. Dann lähmt sie die Fliege mit einem Stich und fliegt mit ihr zum Nest. Die Wespe kriecht rückwärts in das Nest und zieht die gelähmte Fliege hinter sich her. Pro Ei werden etwa 6 Fliegen eingetragen. Manchmal werden die gefangenen Fliegen nicht gelähmt, sondern geknetet, so dass bei ihnen Flüssigkeit aus dem Rüssel austritt, die von den Kotwespen als Nahrung aufgesogen wird.
Erinnert etwas an bestimmte Szenen im Ersthelferkurs (unvergessen der Trompeter mit ordentlichem Lungenvolumen, der die Puppe beinahe gesprengt hätte), aber statt Erster Hilfe ist das eher die Letzte Ölung.
Eine großartige Situation, hier tritt im Vergleich zum anderen Bild für mich dann eher der Dokucharakter in den Vordergrund. Glückwunsch zum m. E. perfekten Makro!
LG, Regina