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Ist das hier ein schönes Schnappschuss oder ist es ein Fotomontage? Wenn das ein echtes Bild ist, Respekt, sonst finde ich den Vogel nimmt den Blick und lenkt vom rest der Bild ab.
Allgemein finde ich schon das Foto sehr stimmungsvoll. Schön!
@Anja: eine sehr palstische Wirkung, wie ein Traum, fast unwirklich und trotzdem kontrastreich und plakativ.
Ich tu mich schwer zu beschreiben warum mir das Bild so gefällt,.......
VG Walter
Anja für mich ist es eine Montage aber ok , einzig was mich stört die Bäume im hinteren Bereich haben einen leichten "Kranz" auch der Mast leichte helle Schleier. Das kannst du besser es wirkt auch ein Tick Überschärft..von der Stimmung her finde ich es genial!!
lg Christin
ist es so wichtig, ob die Möwe reingebastelt ist? Finde ich weniger; aber spannend, daß die Frage so bewegt ;-) Es ist auf jeden Fall ein technisch ausgereiftes und wirklich phantasievolles Werk. Hitchcock liegt da nahe.
Rainer Bröckelmann geb.Schlotzhauer
"Die Vögel" von Hitchkock (schreibt der sich so?) kommen wieder, und er hätte seinen Spaß an dem Bild, weil er das hier diskutierte Problem nicht hätte.
Im Gegenteil!
Auf Grund dieser Real-Irreal-Diskussion habe ich meinen Profil-Text geändert, weil ich es leid bin, ständig Anmerkungen bezüglich der amateur-typischen, kleinkarierten Auslegung photographischer Kreativität in die Stammbücher der Betreffenden zu schreiben.
VLG,
Rainer
oha, bahnt sich eine spannende Diskussion anläßlich Anjas Bild an?
Dann darf ich mal die Frage an Stefan stellen: Wäs wäre, wenn das Bild nicht aus der digitalen Richtung käme, sondern in der Dunkelkammer eines der echten Experten auf diesem Gebiet in der FC (z.B. Stefan Loeliger) entstanden wäre? Interessiert mich einfach und ist nicht provokativ gemeint.
@Rainer: Schönes Profilbild ;-) Ansonsten glaube ich aber nicht, daß "amateur-typisch-kleinkariert" der richtige Einstieg in eine Diskussion ist (wobei ich hinsichtlich der Möwe Deiner Meinung bin).
um alle zweifel auszuräumen und als antwort auf marc sigrist schon weiter oben: der vogel kommt aus einem anderen bild, von einem anderen tag und einem anderen ort.
dass ich ein wenig mit meiner antwort wartete, ist das interesse daran, wie authentisch es wirkt. schreibt man montage unters bild, sieht es für die meisten eh zweifelhaft aus. es ist ja nicht nur der freisteller und die perspektive, sondern vor allem auch das licht, das stimmen muss ... daher vielen dank fürs rätseln :)
ansonsten gebe ich stefan recht: das bild war eine bastelstunde nicht den vogel betreffend, sondern um die kontraste vor allem im himmel zu überreizen ...
ja christin, der helle schleier und die leichte überschärfung ... das bild ist ganz sicher nur eine abendliche spielerei :)
was weitere diskussionen angeht: es wird immer zweierlei meinungen geben. für mich persönlich ist das endprodukt wichtig ... arbeiten aus der dunkelkammer bestehen ebenso wie die digitalen durch einfühlungsvermögen, handwerk und viel routine ... beides kann gute und schlechte ergebnisse hervorbringen!
@ Peter
als reamateurisierter Profi kenne und beobachte ich seit Jahren beide "Lager". Was die reine photographische Arbeit betrifft, müsste der Hobby-Photograph in vielen Aufgabegebieten das bessere Ergebnis als der Profi liefern, weil er sein eigener Auftraggeber ist, unabhängig von Terminen und durch die digitale Technik eine erschwingliche Kontrolle und Produktion seiner Arbeit hat. Also gibt es den Amateur eigentlich gar nicht mehr (s. auch fc).
Ich wende ihn deshalb jetzt auch auf jene kleingeistigen
Photo-Sittenwächter an, die -wären sie konsequent- ihre Emulsionen eigentlich noch selber gießen müssten oder die die photo-technische Entwicklung und deren kreative Möglichkeiten "verteufeln".
Aber sie sind ja gar nicht konsequent, sondern am Punkt maximaler Schärfe, Rauschfreiheit und Tonwertumfang , also rein labortechnischer Daten, die für sich genommmen, nix mit Kreativität zu tun haben, stehen geblieben.
....und indoktrinieren mit ihren Maximen Anfänger auf der Suche nach ihrem Standort.
Kurz: Sie stehen dogmatisch und intollerant auf der kreativen Bremse.
VLG.
Rainer
nun, wenn ich jetzt ausführlich antworte, wird das unter dem Photo off topic, bzw. hat mit ihm nur noch sehr wenig zu tun. Trotzdem ganz kurz : Amateur kommt ja nun eigentlich eher vom Begriff der "Liebe" zur Sache, als der Profession, bzw. des Ergebnisses. Und die wiederum mag ja stets durchaus unterschiedliche Spielarten haben. Wobei ich Deine Grundsatzausage ja teile.
stefan ... mal abgesehen von der tonwertigkeit, habe ich (meistens) auch eher ein etwas matschiges digitales gefühl ... aber das stark bearbeitete bild da oben ist kein maßstab für solche vergleiche ...
wenn, dann nehme etwas vergleichbares hierfür! vg :)
stefan rohner ... du möchtest unter meinem bild diskutieren? gerne! aber du postest hier vier bilder untereinander, woraufhin ich dir mit einem zurückgeposteten antworte ... warum diskutierst du nicht auf einem sachlichen level weiter?
kommentare wie "ja genau! ein wachsames AUGE sieht alles, ein PS auge halt :)" verstehe ich kein stück, wen meinst du damit und was??
@Lutz
@Stefan
der Musik-Vergleich ist prima (deren Reproduktion mein zweites Hobby ;-))
Brachte mich auf den viel näher liegenden Vergleich mit dem Maler. Wir Photographen sind (übersetzt) "Lichtmaler" und als solche sicher nicht dazu verdammt, die Realität möglichst authentisch zu reproduzieren, weil das zunächst ihr Vorteil gegenüber der Malerei ist.
"Zunächst", denn abgesehen von den Photo eigenen, reichlich vorhandenen technischen Fesseln, ist die Realität ja auch nur selten so clean, wie es unserem jeweiligen Interesse (Bild-Botschaft) entspricht.
Bei derTelephonleitung, die dein sonst stofflich wie atmosphärisch hochauthentisches Motiv buchstäblich durchkreuzt, hört vermutlich auch bei dir,Stefan, der "Spaß" an der Verantwortung zur Realität, die du oben anführst, auf. Übrigens beginnt die Manipulation ja nicht erst in der Nachbearbeitung. Kamerastandort, Wahl der vom Auge abweichenden Brennweite, S/W-Film, Filter, "künstliches" Licht usw., sind schon gezielte Manipulationen der Realität im Vorfeld.
Unsere Diskussion um die "Manipulation" photographischer "Glaubwürdigkeit" ist fast so alt, wie die Photographie selbst und (s.o) zumeist Wunschdenken.
Warum soll sich dann die reine Phantasie des "Licht-Malers" nicht so gut als möglich in Richtung "glaubwürdig" bewegen dürfen, wenn er es möchte?
So gesehen, denke ich, tragen nur die dokumentarisch Photographierenden (Journalisten, Polizei, Wissenschaftler ...) Verantwortung zur maximalen Realität.
@ stefan loeliger: nein, das hat mit photographie nichts zu tun, das stimmt, und das habe ich auch nicht gesagt :) das ergebnis der bearbeitung ist realitätsfern, unsauber und matschig geworden, keine frage.
ich schätze deine arbeiten sehr, aber du bist in einem forum, wo augen aufgeweißt und frauen zu puppen geglättet werden auch eher eine andere kategorie!
zum thema photographie und realität stimme ich aber rainer zu: harte kontraste durch papier, unschärfe durch blendenwahl und abwedeltechniken in der duka sind für mich zum teil (!) vergleichbare techniken wie sie am pc entstehen.
vg :)
" .... harte kontraste durch papier, unschärfe durch blendenwahl und abwedeltechniken in der duka sind für mich zum teil (!) vergleichbare techniken wie sie am pc entstehen "
Das sehe ich genauso und in die Richtung ging auch meine Frage an Stefan als er weiter oben von Bastelstunde sprach.
@Rainer: Deine Ausführungen sind dem Grunde nach auch alle richtig; nur halte ich den logischen Schluß für falsch, daß sich aus der Erkenntnis, daß es keine wirklich absolute Realität gibt, der Schluß ableiten soll, daß man damit keine Verantwortung für die maximale Realität hat. Aber nun wird es wohl langsam philosophisch. Im Grunde stimme ich den Aussagen von Stefan Loeliger weitestgehend zu. "Verantwortung gegenüber dem Betrachter" ist eine gute Formulierung.
@ fast alle....
nicht ohne Grund stand schon in meinem ersten Profil-Text ganz oben: "Die Botschaft bestimmt immer!!!!!! der Empfänger."
Das ist keine billige Flucht vor der Realität hier, sondern die wissenschaftlich belegte Realität.
Wir haben sie in der Diskussion gerade erlebt.
Es gibt viele Ambitionen, Wertvorstellungen und entsprechend "Allergien". Ich habe sie natürlich auch.
Anfang und Ende sind dabei leider nicht definierbar.
Wenn die "Verantwortung" darin liegt, dass jeder sein Bestes gibt, wie es wohl gemeint ist, waren wir uns immer einig: Anja gab ihr Bestes :-))))))
Übrigens: Bussi-Bussi Kommentare anstatt, sollten in keinem Fall das Resümee sein, hoffe ich.
Grüße,Rainer
hi anja...
wunderschönes bild mit bestechender tiefenwirkung.
was mich ein wenig stört, ist der schein, der am übergang haus bzw. bäume und himmel entstanden ist.
also dann - machs gut - jörg
Eine interessante Diskussion.
Das Musikbeispiel will ich aufgreifen und weiterführen :
Einem Anfänger könnte aus folgenden Gründen abgeraten werden, mit einem Keyboard anzufangen :
Diese Instrumente verfügen über keine „aufgeladene Seelenhaftigkeit“, die einem alten Flügel bspw. innewohnen kann.
Außerdem ist meistens die Mechanik viel zu leicht zu bedienen :
Wer eine elektronische Taste drückt, entwickelt selbst bei simulierter Anschlagsdynamik nicht das Gefühl für den Ton und er trainiert seine Hände nicht so wie ein mechanisches Instrument das ermöglicht.
Es werden ja nur elektronische Kontakte ausgelöst, denen keine Hebelwirkung zugrunde liegt.
Wenn später einmal ein großer Flügel bespielt werden soll, wird der Keyboarder erst einmal nach 5 Minuten entkräftet die Arme sinken lassen, weil das Gewicht der echten Mechanik Muskelaufbau verlangt, der am Keyboard nicht geschult wird. Obwohl dieses Training nachholbar wäre, kenne ich nur wenige Menschen, welche die Ausdauer besessen haben, über den erst einmal scheinbar begrenzteren Klang eines mechanischen Instrumentes hinwegzusehen um sich die Mühe zu machen, Fingerfertigkeit zu schulen, die ein Keyboard nicht verlangt.
Die Manualbreite ist oft auch am Keyboard nicht so groß, auch wenn enorm viele Sounddatenbanken viele Instrumentesimulationen ermöglichen, finde ich die Palette inhaltlich kleiner – man spielt doch nicht stundenlang am Keyboard Tuba, auch wenn es in den tieferen Tonlagen verdammt echt klingen kann.
Es fehlt auch das Mitschwingen des Instrumentenkörpers – die Töne umkreisen einander nicht und simulierter Raumklang ist kein echter Ersatz. Meistens dünnen hohe Töne auch unnatürlich aus, wenn man sie lange nachhallen lässt.
Trotzdem lässt auch das Keyboard manchmal (aber eben nicht so häufig) Momente zu, die auch für einen echten Musiker der alten Schule selten sind, und das ist der Kern dessen, warum ich hier schreibe, weil ich meine, dass er für die Fotographie auch gilt und andere Diskussionen von dem Wesentlichen ablenken, das ich nun darzustellen versuche :
Ich habe bisher drei Arten erlebt, zu improvisieren.
Die erste ist, dass man etwas nachspielt, von dem man weiß, dass es zusammen passt. Man mischt bekannte Formen zu scheinbar Neuem.
Dabei kann man sich selbst langweilen, ab und an aber kann aus dieser Arbeit heraus spontan eine Geburt von Höherwertigerem erfolgen – sozusagen Basisaufwärmen für die zweite Stufe :
Die zweite Stufe ist, dass man originell wird und Formen erstellt, die einem selbst noch nicht bekannt waren.
So wie wenn man sich selber eine Geschichte erzählt, die man selbst noch nicht kennt und den Faden spontan immer weiter spinnt.
Dabei kann man staunend beobachten, dass System sich zeigt, wo man es selber nicht bewusst gesetzt hat.
Die dritte Phase ist, dass man beginnt, einer Fremdart zuzuhören, die sich selbst durch den Körper des Spielenden offenbart.
Dann lauscht man fremden Klängen, die Sphären entstammen, zu denen man in gewöhnlichen Momenten keinen Zugang hat.
Dann ist man fast so etwas wie ein Medium, man folgt den Eingebungen einer Kraft, auf die man lernen muß, zu hören - der man persönlich Platz macht, damit sie eine Zeit lang die Kontrolle hat, ganz leicht muß man werden und das Zentrum der eigenen Aufmerksamkeit in Passivität verlagern, damit dieser hochsensible Zustand nicht gestört werden kann.
Diese Phase ist schwer funktionalisierbar, man kann ihr die Wiege bereiten, sie aber nicht halten oder zwingen und man erreicht sie immer schwerer, je länger man sich in der ersten Stufe aufhält – sie endet auch nach ihr eigenen Regeln, diese Zyklen kann man willentlich nicht aufhalten.
Ich habe diese Prinzipien in der Fotographie noch nicht erlebt, weil ich gerade erst anfange, aber nach der Summe meiner bisherigen Erfahrungen kann man das analog übertragen.
Die Diskussion über die Technik soll auf keinen Fall den Blick verschleiern für dieses Wesenhafte hinter den Bildern, das wohl auf beiden Wegen erreicht werden kann, obwohl ich glaube, dass die Technik den Zugang zur dritten Stufe erschwert, da bin ich mir aber nicht ganz sicher, es kann daran liegen, dass sie von mir noch zuviel Aufmerksamkeit erfordert, weil ich sie nicht in erforderlichem Maß beherrsche.
Möglicherweise ist dem Geübten, dem das Handwerkliche an der Fotographie einfach so nebenbei gelingt, der Zugang zum dritten Prinzip genauso leicht.
Wie dem auch sei, der Seelenaspekt an der Kunst soll den Rang einnehmen, der ihm gebührt : Der Erste.
Die erste Frage nach deiner "Langmerkung" galt mir selbst: "Wie bin ich eigentlich vorprogrammiert?".
Dahinter steht die Frage des persönlichen Potentials,
wahrzunehmen und meiner kreativen Sende-Qualität.
Dann die Fragen:"Wer will mich, kann mich, soll mich empfangen?".
Ich denke, wenn wir uns alle diese Fragen mal selbst beantworten, erklärt sich die Vielfalt bzw. das Chaos in Bild und Wort hier inklusive (Sternchen)-Niveau von selbst
...und sollte allgemein nicht bedauert werden. Sollte!
Allergien lassen sich ja auch ganz einfach vermeiden ;-)
Ich hoffe, die Länge ist nicht unzumutbar - ich hatte schon gekürzt, fand dann aber den Rest nicht verzichtbar.
Das mit den Kontakten ist eine schwierige Sache - und "Teil"-"Nehmer"n eines öffentlichen Forums liegt das Teilen ja nahe.
Bei der Erstellung auch des zu Teilenden liegt mir persönlich die Einsamkeit in der höchstmöglichen Form, um so frei wie möglich zu sein für das beste Ergebnis. Die von Ihnen genannte Vorprogrammierung hat - wie ich glaube - in ihrer Entstehung und Ausprägung einen beträchtlichen Anteil in den Erwartungen der Anderen, von denen man sogar in deren Abwesenheit nicht immer frei ist.
Oder meinen Sie das "Programm", das man in der Wiege, noch ohne irdischen Einfluß, bereits in sich trägt ?
Diese Linien halte ich für noch viel tiefer verwurzelt.
Ich bin Ihnen dankbar für den Hinweis und beeindruckt von der sofortigen Reaktion, an sich selbst zu arbeiten.
Vielleicht ist der Anspruch an das beste Ergebnis hierfür bereits ein Hemmschuh ...
Die Diskussion zu diesem Bild ist ungewöhnlich und es freut mich, daß so unterschiedliche und ausgeprägte Haltungen sich hier begegnen, Anja schüttelt wahrscheinlich schon Ihren hübschen Kopf dazu :)
... absolut nicht!
ich hatte die zeilen überflogen; eine antwort würde mich im moment die zeit kosten, die ich nicht habe ... hole das nach :)
ich hatte aber rainer noch bescheid sagen können, da ich wusste, dass er deinen beitrag interessant finden würde ... jetzt ist dieser thread ja wieder aktuell in seinen diskussionen :)
im übrigen finde ich diskussionen wie diese viel zu selten hier ... vg :)