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Der Überfluss des Lebens von Helga J.

Der Überfluss des Lebens


Von 

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4.06.2011 um 8:00 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
oder

eine Bitte an die Welt

Reich beschenkt bin ich
und das Leben meint es gut mit mir!
Zwar bin ich nicht im Besitz von Reichtümern,
doch möchte ich mich so bezeichnen...
...mein Tisch ist gedeckt!
Und nicht nur das tägliche Brot
darf ich genießen.
Zu meiner Freude kann ich wählen
aus einem reichhaltigen Angebot!
Es kommt aus weiter Ferne
und liegt mir zu Füßen!
Ich darf zugreifen...
welch große Dankbarkeit hierfür!

Doch auch anderes habe ich gesehen!
Mütter, die mit einer alten Schüssel in der Hand
an den Stätten der Reichen
um die Gabe der Reste bettelten,
um ihre Kinder zu nähren!

Ich habe ein Heim,
ein sicheres Dach über mir.
Dort lebe ich geschützt
und genieße Rückzug.
Nicht nur Wärme und Geborgenheit
umfängt mich dort.
Es schmücken Blumen meinen Tisch
...welch großer Segen!

Meine Gedanken tragen mich
zu den Kindern,
die gelegen unter einer Decke aus Karton,
auf dem harten Asphalt der großen Stadt.
Mutterlos, heimatlos,
ausgeliefert und ungeschützt.
Noch klein und im Wachstum
wurde ihnen ihr Anrecht
auf Versorgung verwehrt!
So kämpfen sie Tag und Nacht
verzweifelt um ihr Überleben.

Ich bin in Besitz von Büchern,
gehe ins Museum und genieße die Natur.
Ich durfte Lernen und
mir wurde nicht verwehrt,
mich zu bilden.
Mir wurde gelehrt, mich zu informieren
und mich gesund zu erhalten,
da andere Menschen um mich sorgten
und mir beibrachten,
die Welt zu verstehen.
Ich hatte das Glück,
in eine wohlhabende Welt
geboren zu werden...
Dafür will ich danken!

Und andere Bilder drängen sich auf.
Von Menschen, ihrer Rechte beraubt,
weil man ihnen Bildung vorenthält.
Kaum versorgt sind sie
und der Kampf um sauberes Wasser
und Essen verbraucht ihre Kräfte.
Kinder, die hart arbeiten
um die Familie zu ernähren.
Schwerste Arbeit verrichten sie,
in den Tiefen von stickigen Bergwerken,
ohne Licht und Luft,
gebeugt und verbraucht.
Oder in den Hinterzimmern
nähen sie Fußbälle,
Stück für Stück!
Kleine Mädchen,
die Stunde um Stunde
kunstvoll und geschickt
Perlen auf Kleider sticken.
In gekrümmter Haltung
und die Nadel
fest mit den kleinen Händen umklammert,
ihrer Kindheit beraubt!

Wie hasse ich diese Ungerechtigkeit!
Die Ausbeutung menschlichen Lebens.
In Traurigkeit und Not
fühle ich das Schicksal dieser Kinder!

Allen Menschen gehört die Welt!
Wer maßt sich die ungerechte und empörende
Verteilung unserer Güter an?
Wie können sie in Reichtum leben,
ohne sich zu schämen?
Sie, die da leben im Überfluss,
der keine Grenze kennt...
B I T T E!
Lasst uns endlich Teilen!

Damit die Erde und der Mensch gesunden kann!



Copyright by
Helga J.

Anmerkungen:





fred 1199, 4.06.2011 um 8:10 Uhr

da hast du ja die goldenen äpfel gefunden ,einer davon würde mir reichen für die nächste reise
schöne saubere aufnahme
lg gerd



Yacarandá, 4.06.2011 um 8:39 Uhr

wortlos... deine zeilen berühren - Nicole


Klaus Gärtner, 4.06.2011 um 8:40 Uhr

Dabei ist teilen gar nicht so schwer - das ist toll gemacht.
Dein neues Logo finde ich nicht so schön eingebaut - ich ahne zwar den Sinn, aber es zerstört das Bild, und ist schnell zugestempelt wenn man will.
LG Klaus



Urmel57, 4.06.2011 um 9:11 Uhr

Ja, Deine Worte sind sooo wahr. Wir sollten alle dankbar sein. Wir haben trotz allem eventuellen persönlichen Leid allen Grund dankbar zu sein für das, was wir haben und was wir sind. Danke, daß Du diese Worte hier eingestellt hast. Jeder, der sich den Luxus erlauben kann, in fremde Länder zu reisen, sieht mit eigenen Augen, daß es auch ein anderes Leben gibt. Und was mich immer wieder berührt, daß diese Menschen teilweise freundlicher sind, als die "Wohlstandsmenschen". Ich meine nicht, die in bitterer Armut leben, sondern diejenigen, die so viel weniger haben wie wir. Machen wir doch mal unsere Kleiderschränke auf, was sehen wir dort ?! Öffnen wir unsere Küchenschränke, was sehen wir dort ?! Warmes Wasser und Strom aus der Steckdose....alles selbstverständlich. Daß wir zu einem Arzt nicht unzählige Kilometer fahren müssen....alles "normal". Aber ist es uns bewußt ?!?
Lieben Gruß
Inge Marie



Krebs, 4.06.2011 um 11:59 Uhr

Ja, und gut, sich daran zu erinnern.
Wie lange schon, gibt es Versuche, das zu ändern?
Viele Freiheitskämpfer der Kolonialzeit sind jetzt schmarotzende Despoten, kommunistische Weltverbesserer rotteten die Intelligenz aus, Wendepolitiker raffen selbst. Mir fehlt der Glaube, das hier Vernunft einzieht.
HG Peter



paules, 4.06.2011 um 13:56 Uhr

Spannendes Thema....LG Paul


denknix, 5.06.2011 um 9:34 Uhr

Sehr schöner "Füllkorb" statt eines Füllhorns als sehr gut gewähltes Motiv zu Überfluss und Armut. Ein Thema, das zukunftsweisend und -bestimmend für die Menschheit ist.
Deine Gedanken hinterlassen Spuren!

LG Rolf



Fritz Eichmann, 5.06.2011 um 9:44 Uhr

du hast vollkommen recht...
auf meinen beiden reisen nach lissabon und rom habe ich sehr viel von deinen gedanken erkennen können..
es gibt es aber auch in deutschland
lg. fritz



Gerlinde Kaltenmeier, 5.06.2011 um 10:23 Uhr

Aufnahme und Text berühren sehr, und ich gäbe etwas darum, dass sehr viele deine Zeilen lesen.
Gruss
Gerlinde





 
Informationen zum Foto

  • Canon EOS 1000D
  • EF-S18-55mm f/3.5-5.6
  • 39.0 mm
  • f7.1
  • 1/100
  • ISO 100
  • 0EV
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