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Ich bin eigentlich kein Freund von ck, aber:
hier sieht es echt klasse aus, geb´ ich ja zu!!!
Und der Bildaufbau ist super durch die beiden parallelen Drahtseile!
LG Folker
Die Aufnahme hat eine gute Wirkung und Dynamik. Damit das Bild ein Gleichgewicht erhält könnte ich mir vorstellen, die 2 Stäbe links knapper Beschneiden und ich würde versuchen die zwei Figuren links unten wegzustempeln, damit das Bild auf das wesentliche reduziert wird. Ansonsten Topp. LG
Das Problematische an Color Key ist, dass es dem Betrachter die Arbeit der Bilderfassung und -analyse abnimmt, also mit brachialer Gewalt mit der Augennase auf den Punkt der Aussage stößt. Indem das CK so ‘kulinarisch’, also gefällig und plakativ ist, lenkt es auch leider allzu leicht von der Komposition ab. Viele Fotos 'profitieren' davon, bei anderen ist es schade. CK hat andererseits auch was Gutes, weil es die Aufmerksamkeit gezielt und fokussiert auf die eigentliche Aussage - sei es inhaltlicher oder formaler Art - lenkt, sie damit noch unterstreicht und mit zusätzlichen Informationen anreichert.
Bei Deinem Bild neige ich zur positiven Bewertung, auch wenn ich neugierig wäre, wie es in SW wirken – und ob ich automatisch die beiden Arbeiter bedeutungsmäßig auch so herauszoomen würde. Ich bin nicht hingerissen, aber es gefällt mir. Allerdings erst auf den 2. Blick, nachdem ich mich von den Farbenklecksen losgerissen und das Bild als Ganzes betrachtet habe. Ganz stark finde ich die beiden Stahlseile, die die prominentesten Elemente des Bildes darstellen und den Blick automatisch auf sich lenken, ja reißen, um ihn gleihc in zwei Hälften zu zerschneiden. Auch die beiden Balkenenden (oder was auch immer das sein mag) links unten unterstützen und ergänzen die Komposition, weil sie ein Gegengewicht und visuellen Bezugspunkt zu den beiden Arbeitern bilden. Dies umso mehr, als sie in deren Sichtachse und Blickrichtung liegen und so eine imaginäre Brücke über die beiden 'zerteilten' Bildhälften schaffen.
An anderer Stelle (@va bene) angemerkt wurde bereits die Körperhaltung der beiden Arbeiter, von denen wohl nur einer Arbeiter, der andere wohl aber Vorgesetzter, Polier etc. zu sein scheint. Jedenfalls spricht die unterschiedliche Physiologie der beiden Bände. Damit bietet das Bild zusätzlich noch eine Mikro-Sozialstudie – und mutiert en passant zu einer ernstzunehmenden Straßenfototografie.