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Leni-Riefenstahl-Ausstellung von Bri Bri

Leni-Riefenstahl-Ausstellung


Von 

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26.12.2004 um 18:04 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Ernst Barlach Museum Wedel, November 2004, Mühlenstrasse in Wedel/Schleswig-Holstein

Dokumentation über Leni Riefenstahl als Tänzerin, Filmstar, Regisseurin und Fotografin. Bis 1945 konnte sie unter der persönlichen Schirmherrschaft Hitlers und einzigartigen Produktionsbedingungen NS-Propagandafilme herstellen. Nach 1945 wurde sie dafür verachtet. Mit Vergangenheitsverdrängung versuchte sie einen neuen Start als Fotografin und Filmerin. Bekannt sind ihre Fotos von den Reisen nach Afrika zu den Nubas. Ebenso faszinierend ist ihr Unterwasserfilm. Sie war eine geniale Künstlerin, wurde aber immer wieder von ihrer Vergangenheit eingeholt und blockiert. Sie starb im September 2003.

junger Fischer #4 von Bri Bri
junger Fischer #4
Von
26.11.04, 18:46
12 Anmerkungen

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Anke M., 26.12.2004 um 18:08 Uhr

eine Frau, die mich schon immer fasziniert hat ... auch ihre Geschichte ... und im hohen Alter ist sie immer noch aktiv gewesen ... selbst getaucht ist sie noch ...
Ein Foto mit interessanter Perspektive ...
LG Amelie



Jutta Schär, 26.12.2004 um 20:06 Uhr

du hast hier einen wirklich interessanten bildausschnitt gewählt....
für mich ist diese frau allerdings kein thema... !!!
lg jutta



H.D. R., 26.12.2004 um 21:24 Uhr

Zeitzeugen...Zeugen der Zeit...Vorbilder????Erinnerung an die Vergangenheit...mehr nicht.....HaDi


Bri Bri, 27.12.2004 um 15:35 Uhr

@ Anke
Mich fasziniert diese Frau auch, wenn ich mir erlaube nur das Künstlerische zu sehen. Mich haben auf der Ausstellung die Portraitfotos von Mick Jagger und seiner Frau beeindruckt. Den Unterwasserfilm habe ich auch in guter Erinnerung. Im Vergleich zu dem Unterwasserfilm "Atlantis" gefällt mir der Leni-Riefenstahl-Film besser. Ganz besonders fasziniert mich, dass sie sich im hohen Alter von 90 Jahren an die Arbeit mit dem PC heran gewagt hatte, um ihre eigenen Filme zu bearbeiten.

@ Jutta
Verstehe. Mir ist ihre Persönlichkeit jenseits ihrer künstlerischen Befähigung sehr unangenehm.

@ HaDi
Dein Begriff "Vorbilder" mit vier Fragezeichen läßt mir auch die Haare zu Berge stehen. Ich habe mich besonders für ihre von Hitler beeinflußte Vergangenheit interessiert. Sie ist 101 Jahre alt geworden und konnte sich lange genug dazu äußern. Sie ist aber nie von ihrem Standpunkt abgekommen, gezielt politischen Einfluß durch ihre Filme gehabt zu haben.
Bribri



Bri Bri, 29.12.2004 um 23:21 Uhr

@ Mono Chromie
Ich glaube, sie nahm die "Spalt"-Tablette ein.
Bribri



Bri Bri, 30.12.2004 um 0:31 Uhr

@ Zu der Zeit haben viele eine ge"Spalt"ene Persönlichkeit gepflegt.
Bribri



Bri Bri, 30.12.2004 um 8:38 Uhr

@ Mono Chromie
Daher müssen wir gut aufpassen, vor welchen Karren w i r uns spannen lassen.
Bribri



Bri Bri, 30.12.2004 um 15:13 Uhr

@ Mono Chromie
Wer ist Sander? Bin ich deswegen schon ein Kunstbanause?
Bribri



Dieter Craasmann, 30.12.2004 um 16:20 Uhr

Irgendwie vermittelt mir das Bild von Hitler den wahren Charakter dieses Monstrums sehr.
Gruß Dieter



Dmitri Tioutin, 5.01.2005 um 19:49 Uhr

Der Künstler ist das Produkt seiner Epoche. Die Geschichte existiert unabhängig von unserem Bewusstsein. Hitler, Stalin, Cherchil'-kinder ihrer Zeit. Man darf die Stunden 20 Jahrhunderte nicht vergessen.


Bri Bri, 6.01.2005 um 7:57 Uhr

@ Mono Chromie
Danke für den ergiebigen Tipp

@ Dieter
Durch die Pinselführung verwischt seine Maske.

@ Dmitri
Es gibt wenige sehr gute Künstler, die mit dem Plan der Geschichte so verschmelzen wie Leni Riefenstahl. Meistens sind sie die Seismografen der Geschichte und legen den Finger in die Wunde oder sind extrem gegen den Strich gebürstet.

Bribri



Ramona H., 9.03.2005 um 21:05 Uhr

Ich finde sie als eine außergewöhnliche Frau, Filmregisseurin und Fotografin und bewundere sie deswegen sehr. Dass sie in den Jahren nach 1945 bis zu ihrem Tod diskreminiert wurde kann ich nicht ganz nachvollziehen, da es nach dem Krieg sehr viele ehemalige Nazis (insbesondere der männlichen Gattung) gab, die in Spitzenpositionen in Politik und Wirtschaft wieder den Ton angaben. Übrigens gab es vor zwei oder drei Jahren bei uns in Potsdam eine wunderbare Ausstellung im Filmmuseum über sie.
Ramona



Bri Bri, 9.03.2005 um 22:36 Uhr

@Ramona
Auch in meinen Augen ist sie eine große Künstlerin, deren Entfaltungsmöglichkeiten nach 1945 stark beschnitten wurden. Berechtigte Diskriminierung? Darüber möchte ich nicht urteilen. Sicher wurde auch anderen Menschen der Kreativitätsdrang arg abgeschnitten, wenn ihnen durch Haft usw. die Möglichkeiten genommen wurden z.B. den Juden.
Ich finde Leni faszinierend. Daher macht es mich traurig und auch wütend, dass sie mit ihren Fähigkeiten keine Vorreiterin für mehr Gerechtigkeit geworden ist. Die technischen Möglichkeiten, die sie wie keine andere Filmerin im Dritten Reich hatte, hätte sie auch für andere Zwecke verwenden können bzw. nach dem 2. Weltkrieg wie andere mit wenigen Mitteln ihr Talent im Sinne der Gerechtigkeit, der Aufklärung, dem Schutz verwenden können. Dieses Manko macht mich traurig.
Bribri



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