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Borgward von Christian Wiegand ´71

Borgward


Von 

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22.10.2010 um 20:16 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Vergangenen Sonntag bei der
HistoriCar zu Duisburg
http://www.historicar.net/index.htm

Borgward war ein Markenname, unter dem zwischen 1939 und 1963 in und um Bremen Personen- und Lastwagen hergestellt wurden.
Borgward war außerdem von 1920 bis 1969 Namensbestandteil verschiedener Unternehmen, die teils nacheinander, teils nebeneinander existierten. Alle diese Unternehmen waren durch anteiligen oder vollständigen Besitz oder durch ihre Gründung mit dem Ingenieur und Automobilfabrikanten Carl F. W. Borgward verbunden. 1961 geriet die Unternehmensgruppe, größter Arbeitgeber Bremens, in finanzielle Schwierigkeiten, die nach einem bis heute umstrittenen Krisenmanagement zum Untergang des Unternehmens und der Marke Borgward führten.

( . . . )

Nach Kriegsende bauten Mitarbeiter zunächst aus noch vorhandenen Teilen im Werk Sebaldsbrück das frühere Wehrmachts-Lkw-Modell B 3000 weiter und fertigten auch, ohne ausdrückliche Erlaubnis der britischen Besatzungsmacht, mit den wieder instandgesetzten Maschinen neue Teile.

Carl F.W. Borgward kam nach fast drei Jahren Haft im Sommer 1948 wieder frei und durfte erst nach dem Entnazifizierungsverfahren seine Werke wieder betreten. Während der Haftzeit arbeitete er weiter an einem Entwurf von 1940, aus dem später der Borgward Hansa 1500 wurde. Anregungen für die Form hatte Borgward während der Internierung amerikanischen Autozeitschriften entnommen, die ihm die Wachleute ausliehen. Die erste Neukonstruktion nach dem Krieg verfügte als erstes deutsches Auto über eine Pontonkarosserie.

Um mehr Rohstoffzuteilungen zu erhalten, teilte Borgward 1949 sein Unternehmen in drei Einzelunternehmen auf:
Carl F. W. Borgward G.m.b.H. Automobil- und Motoren-Werke
Stammwerk in Bremen-Sebaldsbrück
Goliath-Werk G.m.b.H., Werk in Bremen-Hastedt
Lloyd Maschinenfabrik G.m.b.H., anfangs auf dem Areal des Goliath-Werkes in Bremen-Hastedt, Anfang 1951 umbenannt in Lloyd Motoren Werke G.m.b.H und Umzug in das neue Werk in Bremen-Neustadt)

Die Unternehmen produzierten Fahrzeuge mit dem Namen
Borgward bzw. Hansa
Goliath (Modelle ab 1958 ebenfalls als Hansa)
Lloyd (Modell „Arabella" später als Borgward)

Als sehr erfolgreich erwies sich der Kleinwagen Lloyd LP 300 mit Zweitaktmotor und einer Sperrholzkarosserie mit Kunstlederbespannung. Er war im Marktsegment unterhalb des VW Käfer lange führend, in überarbeiteten Versionen behauptete sich die Modellreihe ein Jahrzehnt lang am Markt. Im Volksmund wurde dieser Verkaufsschlager „Leukoplastbomber" genannt. Mit dem Hansa 1800 Diesel war ein Pkw mit Dieselmotor im Borgward-Programm – niemand sonst außer Mercedes-Benz hatte ein ähnliches Modell.
Borgward entwickelte ab Ende der 1940er Jahre auch das erste Automatikgetriebe in Deutschland, ein Strömungsgetriebe. In den 1950er Jahren wurde Borgward der viertgrößte deutsche Automobilhersteller: Ende des Jahrzehnts arbeiteten fast 23.000 Menschen bei der Unternehmensgruppe. Auch im Automobilrennsport engagierte sich Borgward.

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Der Borgward Hansa 2400 wurde von 1952 bis 1958 gebaut, zunächst mit Schrägheck (bis 1955) und zusätzlich von 1953 bis 1958 als „Pullman“-Limousine mit Stufenheck. Wegen der schwachen Bremsen der frühen Exemplare und des unbefriedigenden selbstentwickelten automatischen Getriebes trug der ansonsten sehr aufwendig und solide gebaute Wagen Rufmängel davon; darüber hinaus traf möglicherweise die stromlinienförmige Fließheckkarosserie nicht den Geschmack der Oberklassekundschaft . Die „Pullman“-Limousine mit Stufenheck fand jedoch noch weniger Käufer. Trotz der stark verbesserten Neuauflage des „Pullman“ von 1955, von der in drei Jahren 345 Exemplare entstanden, kam es auf insgesamt 656 Fahrzeuge in einer Bauzeit von fünf Jahren. Vom 2400 mit Fließheck waren in drei Jahren 743 Stück gebaut worden. Nachfolger war 1959 der „Große Borgward“ P 100.

Größter Verkaufserfolg in der Mittelklasse wurde die 1954 vorgestellte Borgward Isabella (60 PS, 135 km/h, 1500 cm³ Hubraum), die, alle Ausführungen zusammengerechnet, 202.862 Mal gebaut wurde. Als TS-Version mit 75 PS erreichte die Isabella-Fahrleistungen der damaligen Sportwagen. Die Isabella war insbesondere als Coupé einer der deutschen Traumwagen der Wirtschaftswunderzeit schlechthin, allerdings hatte sie mit zahlreichen Kinderkrankheiten zu kämpfen; erst drei Jahre nach Serienbeginn galt sie als ausgereift. Sie wurde bis 1962 gebaut. Das Karosseriebauunternehmen Deutsch in Köln baute die Isabella zu einem sehr hübschen und heute begehrten Cabriolet um.

Der Chef bestimmte die Gestaltung fast aller Automodelle bis ins Detail mit. Weitere Modelle unterhalb der Isabella waren der Alexander und die Arabella, in der Oberklasse der P 100; erster deutscher Pkw mit Luftfederung. Wie viele andere Borgward-Modelle litt die Arabella in der Anfangszeit unter erheblichen Qualitätsmängeln, die das Image der Marke ungünstig beeinflussten. Die ersten Wagen dieses Modells mussten mit einem Finanzaufwand von insgesamt rund 1.000.000 DM im Werk nachgebessert werden. Später stellte sich heraus, dass der Preis der Arabella zu knapp kalkuliert war, jedes gefertigte Standardmodell brachte dem Unternehmen mehrere Hundert Mark Verlust ein.

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Auszüge aus Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Borgward

Weitere automobile Raritäten
der HistoriCar findet Ihr hier:

Anmerkungen:

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hanseat, 23.10.2010 um 11:59 Uhr

Großartige historische Beschreibung.
Glückwunsch.
Gruß Gerold



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