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Dieses Bild zeigt den nukleargetriebenen Flugzeugträger USS "Enterprise" mit einem eigenen Versorgungshubschrauber.
Das Bild enststand 1996 vor Gibraltar. Ich war damals Schreibfunker an Bord der Fregatte "Schleswig-Holstein". Wir waren gerade auf einer viermonatigen Fahrt, die uns um ganz Afrika herumführte mit einem Abstecher in den Persischen Golf. Die Hinfahrt führte uns durch den Atlantik über Kapstadt und die Rückfahrt durch den Suezkanal ins Mittelmeer. Zum damaligen Zeitpunkt gab es gerade wieder "Streitigkeiten" zwischen den Amerikanern und dem Irak, weshalb die Enterprise in den Golf beordert wurde, von welcher ein paar vereinzelte Luftangriffe geflogen wurden. Unser eigentliches Ziel Kuweit durften wir deshalb auch nicht anlaufen, da deutsche Einheiten sich aus dem Konflikt heraushalten mussten. Wir fuhren deshalb nur bis in die Vereinigten Arabischen Emirate. Die ganze Zeit hatten wir Funk- u. Radarkontakt mit der Enterprise, die wir aber leider nie zu Gesicht bekamen. Sie wurde dann wieder aus dem Golf abgezogen und trat die Rückfahrt ins Mittelmeer an, wo sie routinemässig stationiert war bzw. fuhr. Wir verpassten den Sichtkontakt immer nur knapp. Und als sie einmal in Sichtweite kam, war es nachts und man hatte nix davon. Sie durchquerte den Suezkanal kurz nach uns, der extra für den Verband der Enterprise gesperrt wurde (höchste Sicherheitsstufe). Wir fuhren nach Kreta, die Enterprise irgendwo ins Mittelmeer und war schon so gut wie weg. Als wir von Toulon aus die Reise nach Cadiz in Spanien antraten, von wo aus es dann endlich kurz vor Weihnachten nachhause gehen sollte, kamen wir selbstverständlich auch an der Meerenge von Gibraltar vorbei. Und wir hatten riesiges Glück. Die "Enterprise" trat ihre Heimreise an und wurde nach sechs Monaten, vom Flugzeugträger "Theodore Roosevelt" abgelöst, der das nächste halbe Jahr im Mittelmeer die "Regie" übernahm. Die "Theodor Roosevelt" gehört zur "Nimitz"-Klasse, der grössten je gebauten atomgetriebenen Flugzeugträgergeneration. Und beide lagen nun dicht nebeneinander und versorgten sich gegenseitig mit Munition und anderen Gütern per Bordhubschrauber. Es war beeindruckend und auch einmalig, zwei solch riesige Kampfschiffe so dicht beieinander mit eigenen Augen beobachten zu können. Dabei waren ja nicht nur die Träger sondern auch ihr umfangreicher Begleittroß zu sehen. Jeder einzelne Flugzeugträger hat immer einen riesigen Kampfverband dabei, der ihn versorgt und gegen Angriffe verteidigt. Der besteht aus über zwanzig Kriegsschiffen, die aus mehreren Zerstörern und Fregatten der "Tyco"-Klasse, mehreren grossen Versorgern, Tankern und einem Atom-U-Boot bestehen. Und das Ganze mal zwei. Mir läuft heute noch ein Schauer über den Rücken, wenn ich an diese Armada zurückdenke, obwohl es schon acht Jahre her ist. Vor allem vor dem Hintergrund der letzten eineinhalb Jahre wird einem erst richtig bewußt, was für ein gefährliches uns schlagkräftiges Potenzial in diesen Verbänden steckt. Leider hatte ich damals noch keine vernünftige Kamera um bessere Aufnahmen zu machen.
Leider habe ich keine passendere Sektion gefunden.
habe gerade im Sammelwerk "Militärschiffe" vom Atlas-Verlag folgenden Text zur "Enterprise" gefunden:
"...Der erste atomgetriebene Flugzeugträger der Welt ist das achte Kriegsschiff der US-Marine, das den Namen "Enterprise" trägt. Sein Vorgänger war der berühmteste Flugzeugträger des zweiten Weltkrieges.
Die Entwurfsarbeiten für einen atomgetriebenen Flugzeugträger wurden 1950 aufgenommen, mussten aber wegen Verzögerungen bei der Reaktorentwicklung 1953 für ein Jahr unterbrochen werden. Die allgemeine Auslegung des Schiffs lehnt sich an die konventionell angetriebenen Träger der "Forrestal"-Klasse an. Die "Enterprise" wurde am 4. Februar 1958 auf Kiel gelegt und lief am 24. September 1960 vom Stapel. Am 2. Dezember desselben Jahres wurde der erste von acht Reaktoren kritisch. Die Indienststellung folgte am 25. November 1961.
Natürlich ist die "Enterprise" im Laufe ihres langen Lebens immer wieder modernisiert und kampfwertgesteigert worden. Ende 1967 erhielt das bisher unbewaffnete Schiff die ersten FlaFk-Starter NATO Sea Sparrow, die später durch drei sechsrohrige 20-mm-Fk-Abwehrgeschütze Phalanx ergänzt wurden. Zwischen 1979 und 1982 wurde die Insel umgebaut und mit den Suchradar SPS-48E und SPS-49(V)5 der "Nimitz"-Klasse bestückt. Weitere Modernisierungsmassnahmen betrafen den Einbau moderner Führungs-, Informations-, Fernmelde- und EloKa-Systeme. Im Rahmen der letzten "komplexen" Überholung von 1991 bis 1994 erhielt die "Enterprise" ihren fünften Satz Kernbrennstäbe; die vorigen besaßen eine Lebensdauer von neun Jahren.
Technische Daten:
Einsatzverdrängung: 93970 t
Länge über alles: 342,3 m
Tiefgang: 11,9 m
Bewaffnung: 3 Achtfachstarter für FlaFk NATO Sea Sparrow; 3x20mm
Antriebsanlage: 8 Druckwasserreaktoren; 4 Dampfturbinen von je 52250 kW; 4 Wellen
Geschwindigkeit: 33 kn
Besatzung: 3215 + 2480 Marineflieger !
Fahrbereich: praktisch unbegrenzt, der Flugzeugträger kann also jeden Punkt der Meere weltweit erreichen, ohne Treibstoff zu tanken
Die Zahl der von den amerikanischen Flugzeugträgern mitgeführten Luftfahrzeuge schwankte im Lauf der Jahre erheblich und nahm mit zunehmender Grösse der Flugzeuge zwangsläufig ab. konnte die "Enterprise" anfangs rund 95 Flugzeuge aufnehmen, so setzt sich ein typisches Trägergeschwader praktisch aller US-Flugzeugträger heute aus 56 taktischen Kampfflugzeugen (20 F-14D Tomcat, 36 F/A-18 Hornet), 4 EA-6B Prowler, 4 E-2C Hawkeye, 8 S-3B Viking und 6 Hubschraubern (4 SH-60F und 2 HH-60H Seahawk) zusammen.
mein Mann und ich hatten im August 1995 die Gelegenheit die USS Enterprise im Hafen Port Everglades in Fort Lauderdale zu besichtigen. Obwohl wir noch ein paar Kilomter entfernt waren konnte man schon die Aufbauten erkennen und als wir in Hafen waren und direkt davor standen war es sehr beeindruckend. Nachdem wir an Bord kamen wurden wir zuerst auf das Deck gebracht auf dem die verschiedenen Flugzeuge und Hubschrauber mit zusammengeklappten Flügeln/Rotoren standen. Danach sind wir mit dem Aufzug mit dem normalerweise die Maschinen an Deck gebracht werden eine Etage höher auf das Flugdeck gefahren. Danach wurde uns erklärt von wo gestartet wird. Dann wurden uns die Geschirre und Haken gezeigt die die Maschiene bei der Landung abbremsen. Von diesen gibt es 3 Stück wenn es dem Piloten bei der Landung nicht gelingt einen davon zu erwischen muss er durchstarten und nochmal zur Landung ansetzen. Das ist ein unheimlicher Streßfaktor für die Piloten. Dazu haben wir einem kurzen Film gesehen. Dann haben wir einen Teil der Deckaufbauten angesehen den Kartenraum, die Brücke. Danach ging es in den Bauch des Schiffes wir konnten Kabinen der Manschaft besichtigen, Die Küche in der Täglich für über 5000 Leute verköstigt werden. Mein Man hat auch einige Bilder gemacht. Außerdem sind wir einen Tag später mit dem Sportboot in den Hafen gefahren und haben uns die SS Enterprise vom Wasser aus angeguckt. Diesem gigantischen Anblick werden mein Mann und ich nicht vergessen. Mein Mann hat das ganze auch in Bildern festgehlten aber leider hatte ich noch keine Möglichkeit diese ins Nezt zu stellen.