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in mandelbachtal- bliesmengen - bolchen gibt es einen sehr alten mystischen platz mit schönem weitblick, einem wäldchen und einem wegekreuz, das sogenannte brudermannsfeld, um das sich folgende legende rankt:
Die Pfeilenmadonna von Brudermannsfeld
Im 13. Jahrhundert, noch vor der Gründung des Klosters Gräfinthal, lebte auf dem Bergrücken zwischen Bliesmengen-Bolchen und Bebelsheim ein frommer Mann, der sich ganz Gott und dem Gebet widmete. Aus reicher Familie stammend hatte er aller Lust der Welt entsagt, sich dort eine kleine Blockhütte gebaut und ein Madonnenbild Maria mit dem toten Sohn auf ihrem Schoß, eine "schmerzhafte Mutter Gottes" geschnitzt, die er mit wahrer Inbrunst verehrte. Er stellte das Bild in die Nische eines hohlen, alten Buchenstammes am Waldrand. Von dort aus sollte es segnend die Täler des Mandelbachtales um Bebelsheim und des Letschenbaches um Gräfinthal überschauen. Von weit her kamen Pilger und Ratsuchende zu dem frommen Klausner, teils aus dem Pfälzischen, dem heutigen Mandelbachtal und der Blieskasteler Gegend, teils aber auch aus der preußischen und lothringischen Nachbarschaft.
Eines Tages kamen Wegelagerer dort vorbei. Waren es abgewirtschaftete Soldaten oder einfach Räuber, die damals wie heute ohne festen Wohnsitz umherzogen, - wer weiß es. Der Klausner empfing sie freundlich und lud sie zum Essen ein. Die Wegelagerer aber, die vergeblich nach Diebesbeute suchten, schlugen stattdessen den frommen Mann und trieben ihr Spiel mit ihm. Schließlich kamen sie auf die frivole Idee, nach der Schmerzensmadonna in der Buchennische zu schießen. Zwar warf sich der Klausner mutig dazwischen, konnte aber gegen die drei Räuber nichts ausrichten. Sie lachten ihn nur aus und versetzten ihm Fußtritte. Fünfmal trafen sie das Marterbild mit ihren Pfeilen. Und da geschah das große Wunder, welches das freche und übermütige Lachen der Wegelagerer ersterben ließ: Aus den durch die Pfeile verursachten Wunden der hölzernen Figur floß warmes, rotes Blut wie aus einem menschlichen Leib. Die Wegelagerer flohen in Angst und Schrecken. Der Klausner aber verbreitete die wundersame Geschichte in der ganzen Gegend. Auch die Gräfin Elisabeth von Blieskastel hörte davon und ließ sich zu dem Klausner bringen, um das Wunder zu sehen. Da sie an einer schmerzhaften Augenkrankheit litt, bestrich sie ihre Augen mit dem Blut der Madonna in der festen Hoffnung, geheilt zu werden. Ihr Glaube wurde belohnt: Elisabeth wurde auf der Stelle gesund. Aus Dankbarkeit entschloß sie sich, der Madonna eine würdige Kapelle zu bauen. Sie ließ alsbald Holz und Kalkbausteine an Ort und Stelle bringen. Als aber die Bauleute mit ihrer Arbeit beginnen wollten, da war das Baumaterial plötzlich nicht mehr da. Sie suchten und fanden es schließlich im Tal des Letschenbaches in der Gemarkung "Hopfenfeld". An einen Schabernack denkend brachten sie Holz und Steine wieder zur Klause zurück. Aber am folgenden Morgen lag das Baumaterial wiederum im Letschenbachtal. Nun erkannte Gräfin Elisabeth den Fingerzeig Gottes und ließ Kapelle und Kloster am Letschenbach errichten.
Seitdem heißt das Tal am Letschenbach nur noch Gräfinthal, Tal der Gräfin. Die Stelle, an der der fromme Klausner gehaust, gebetet und das Wunder der Pfeilenmadonna erlebt hatte, heißt heute "Brudermannsfeld". Ein steinernes Kreuz, errichtet im Jahre 1695, erinnert dort auch heute noch an die Legende vom frommen Klausner, dem ""Brudermann" mit der Pfeilenmadonna.
Obwohl das Madonnenbild selbst sich heute in der Klosterkapelle zu Blieskastel befindet und dort weiter verehrt wird, hat Gräfinthal trotz mehrerer Zerstörungen seinen Charakter als Anziehungspunkt für Wallfahrer und Beter bis heute stets bewahrt. Wie man aus der Darstellung der Legende unschwer erkennen kann, hat auch die Himmelsmutter genau um die Schönheit des Plätzchens Bescheid gewußt, als sie der Gräfin Elisabeth den Fingerzeig zum Bau der Kapelle gab. Nur wer Gräfinthal selbst gesehen hat mit seiner Idylle, die auch die Romantik der vergangenen Jahrhunderte noch vermittelt, kann das richtig einschätzen, und wer Gräfinthal gesehen hat, kommt immer wieder dorthin.
Über die Story war ich schon gestolpert,
als ich auf der Fährte vom Strudelpeter wandelte.
Hier nun Deine originelle Illustration dazu.
Wieviele Scheinewerfer waren denn da im Einsatz
um die Bäume zu kreuzigen?
Gut gemacht, auch der kleine Spot bei der Bank!
Schönen Freitag
Hannes
Mit deiner neuen genialen Beleuchtung kommt das Brudermannsfeld echt zu Ehren. Richtig gut gemacht.
Bei unserem letzten Spaziergang sah der Platz ziemlich verlottert aus.
LG Ditta
Die Geschichte zu Deinem Bild ist sehr interessant. Auch die Idee mit dem "dazugemogelten" Kreuz finde ich gut. Vielleicht noch ein wenig nachschärfen.
Das ist ja interessant!
Die Beleuchtung läßt das Bild in besonderem Glanz erstrahlen. Der Spot mit dem Kreuz und die Ausleuchtung des Baumes ergeben eine gelungene Dreieckskomposition.
VG Ernst
Dort hatte ich als Kind schon gespielt,
und so mystisch wie du diesen Ort betonst hatte ich ihn mir damals schon vorstellen können.
Gute Idee und Umsetzung.