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Im Verlauf des Jordans, zwischen dem See Genezareth und dem Toten Meer verbinden drei Brücken Jordanien mit der Westbank
Zum Bild:
Der Grenzposten 500m vor dem nördlichsten Übergang ( Scheich Hussein Brigde) über den Jordan.
Ein Zugang zum braunen Wasser des Flusses ist fast unmöglich, da er hier die Grenze zwischen Jordanien und Israel, bzw. Westbank bildet und das Gebiet dementsprechend militärisch gesichert ist.
Für Interessierte
Zeitgeschichte
Am 29.11.1947 beschloss die UN-Vollversammlung die Teilung Palästinas
Anfang Dezember 1947 beginnen Angriffe und Terrorakte der ;Haganah; ( jüdische Untergrundorganisation) auf palästinensische Dörfer und Zivilisten
Bis zum Datum der israelischen Unabhängigkeitserklärung erobern jüdische Einheiten 21% des von der UN den Palästinensern zugesprochenen Staatsgebietes.
Fortsetzung folgt mit nächstem Bild
Weitere Bilder Jordanien
tja, deine infos sind goldes wert. richtigstellung der täter-opferrolle ist wichtig, denn es wird hier immer nur von den bösen palästinensern berichtet, die grundwurzel allen übels war die teilung des landes und des desinteresses der engländer, für friedliche koeistenz zu sorgen . . .
Dieses Bild sieht- trotz schönem Lichteinfall- irgendwie trostlos aus. Und das wiederum passt gut zum geschichtlichen Hintergrund. Die Situation des Plästinensischen Volkes ist ja auch trostlos.( spreche nicht von den Terroristen!)Th
wobei gerade diese trostlosigkeit zum terror führt . . .
denke, du bist ein 10 jähriger bub, zum leben zu wenig, zum sterben zuviel . . .
bombenangriff, deine familie ausgelöscht, du bleibst übrig, bombe kam von israelis . . . .
wie geht es dir dann ?
was geht in deiner gefühlswelt vor ??
eventuell hass, rache ??
und dann . . . . .
tja, alles ist logisch nachvollziehbar . . . .
nur der chef der israelis, dessen namen ich nicht mal schreiben will, der hat es noch nicht kapiert, der sollte statt vielem essen mehr in den kibuz und denken . . . .
Dein Foto mit dem Text dokumentiert die gesamte Trostlosigkeit des palästinensischen Volkes.
Dort wird es keinen Frieden geben, nicht in naher Zukunft und auch nicht später.
MfG Horst
Obwohl es auf Deinem Foto zwar trostlos aber auch friedlich aussieht, ist es ein immer wieder brodelnder Hexenkessel, in dem es auch wahrscheinlich nie Ruhe geben wird, wenn sich nicht das Denken aller Beteiligten ändert. Schade, für ein geschichtlich so interessantes und landschaftlich so schönes Land.
lg Ilona
Hallo Martin,
wieder ein herrliches Bild und interessante Infos über die Lage dort.
Ich bin damals über alle 3 Übergänge zwischen den Ländern einmal drüber. Der absurdeste ist der mittlere, welcher für Jordanien ja offiziell nicht mal als Grenzübergang gilt, da er ins Westjordanland führt. Ich hab damals mit meinem Rad für 3 Stunden in der brennenden Sonne auf der Brücke zwischen den beiden Ländern gestanden, da die Jordanier mein Visum nicht anerkannt haben (im Norden hat's mit dem gleichen Visum keine Probleme gegeben) und die Israelis mich nicht einfach wieder einlassen wollten, da es ihnen suspekt war, dass ich nach 5 Minuten wieder zurückwollte. So sass ich an der Brücke, unter mir der kleine, idyllische Fluss und über mir auf jeder Seite des Flusses Wachtürme, auf der sich im Abstand von 10 Metern die Soldaten den ganzen Tag grimmig anschauten. Im toten Niemandsland ringum zerschossene Häuser, Bunker und Minenwarnschilder. Kein tolles Gefühl.
Irgendwann hat mich dann ein Militärbus abgeholt und ich durfte mich etliche Stunden durchsuchen und befragen lassen, bevor ich wieder aus dem Gelände hinausgelassen wurde. Insgesamt habe ich 10 Stunden im Bereich den Grenzpostens zugebracht, ohne auch nur einen Meter vorwärts gekommen zu sein. Wenn man sich jetzt noch vorstellt, dass ich als "Ausländer" bevorzugt behandelt wurde, kann man sich ausmalen welche Hürden die Palestinenser überwinden müssen, um ihre Familien auf der anderen Seite zu besuchen.
Das war 2000, also als die Situation sich eigentlich zu entspannen schien. Ich denke seitdem haben sich die Verhältnisse und Bedingungen nicht gerade vereinfacht.
danke für die serie martin!
@denny, die behandlung für die palästineser sieht heute so aus, dass sie an den granzübergängen z.b. raffah warten müssen, teilweise 3-4 wochen. sie kommen weder rein noch raus. ein bekannter hat für eine strecke von 25 km von gaza-stadt bis raffah (grenze sainai) 12h gebracht, an der grenze wurde er abgewiesen mit der begründung "für heute ist schluss". fragt man sich, warum man 12 h braucht für die strecke, sei folgendes angemerkt. die straßen zwischen den städten im gazastreifen und auch die angrenzende landschaft richtung meer wurde 3x3m ausgebaggert. d.h. aus dem taxi mit gepäck aussteigen, bis zum meer laufen entlang dem graben und dann wieder zurück, diese prozedur hinter jeder stadt, dann noch die israelischen posten, da wartet man auch ein paar stunden bis man durchgelassen wird. usw. bei dir kamen auch 10h zusammen.
@l.eric, ich schließe mich deinen ausführungen unter einer einschränkung an. diese betrifft den "chef der israelis". es ist ein trugschluss das palästinaproblem an diesem herrn festzumachen.. kein israelischer premierminister war bis dato bereit die besetzten gebiete zu räumen.
diesem herrn haben wir es zu verdanken, dass die brutalität einer besatzungsmacht transparent gemacht wurde. er möchte gern den palästinakonflikt hinter den weltweiten kampf gegen den terrorismus verstecken. man nennt ihn zwar immer als auslösende person für die 2. intifada, aber die auslösung ist die unerträgliche situation für die palästinenser in den besetzten gebieten.
Nun brodeln die Emotionen hoch. Sicher bei diesen Thema selbstverständlich.
Das Zeigen von Macht, die Lust an der Willkür, - das Ende jeder Vernunft und Einsicht.
Was sind wir Menschen doch für erbärmliche Geschöpfe.
Die Art wie Du Deine Doku vorträgst finde ich sehr, sehr gut!
Gruß Frank
ich merke doch dass ich im Geschichtsunterricht irgendwie nie so recht aufgepasst habe
schön dass es dich hier in der FC gibt um dieses Manko auszugleichen :-))
lg
gerdi