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Ein Teehaus von Phi Nale

Ein Teehaus


Von 

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23.08.2004 um 7:48 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
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+++ ANNO 1948 +++
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+++ AKTUALITÄT +++
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+++ ANNO 2004 +++
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Anmerkungen:

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Phi +++, 23.08.2004 um 7:48 Uhr


Das Bild begleitet den Text - NICHT UMGEKEHRT !!!

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GLEICHNIS
DES BUDDHA VOM BRENNENDEN HAUS

Gothama, der Buddha, lehrte

Die Lehre vom Rade der Gier, auf das wir geflochten sind,
und empfahl,
Alle Begierde abzutun und so
Wunschlos einzugehen ins Nichts, das er Nirwana nannte.
Da fragten ihn eines Tags seine Schüler:
"Wie ist dies Nichts, Meister? Wir alle möchten
Abtun alle Begierde, wie du empfiehlst, aber sage uns,
Ob dies Nichts, in das wir dann eingehen,
Etwa so ist wie dies Einssein mit allem Geschaffenen,
Wenn man im Wasser liegt, leichten Körpers, am Mittag
Ohne Gedanken fast, faul im Wasser liegt oder in Schlaf fällt,
Kaum noch wissend, daß man die Decke zurechtschiebt,
Schnell versinkend, ob dies Nichts also
So ein fröhliches ist, ein gutes Nichts, oder ob dies dein
Nichts nur einfach ein Nichts ist, kalt, leer und bedeutungslos."
Lang schwieg der Buddha, dann sagte er lässig:
"Keine Antwort ist auf euere Frage."

Aber am Abend, als sie gegangen waren,
Saß der Buddha noch unter dem Brotbaum und sagte den andern,
Denen, die nicht gefragt hatten, folgendes Gleichnis:
"Neulich sah ich ein Haus. Es brannte. Am Dache
Leckte die Flamme. Ich ging hinzu und bemerkte,
Daß noch Menschen drin waren. Ich trat in die Tür und rief
Ihnen zu, daß Feuer im Dach sei, sie also auffordernd,
Schnell hinauszugehen. Aber die Leute
Schienen nicht eilig. Einer fragte mich,
Während ihm schon die Hitze die Braue versengte,
Wie es draußen denn sei, ob es auch nicht regne,
Ob nicht doch Wind ginge, ob da ein anderes Haus sei,
Und so noch einiges. Ohne zu antworten,
Ging ich wieder hinaus. Diese, dachte ich,
Müssen verbrennen, bevor sie zu fragen aufhören. Wirklich, Freunde,
Wem der Boden noch nicht so heiß ist, daß er ihn lieber
Mit jedem andern vertausche, als daß er da bliebe, dem
Habe ich nichts zu sagen." So Gothama, der Buddha.

Aber auch wir, nicht mehr beschäftigt mit der Kunst des Duldens,
Eher beschäftigt mit der Kunst des Nichtduldens und vielerlei Vorschläge
Irdischer Art vorbringend und die Menschen beschwörend,
Ihre menschlichen Peiniger abzuschütteln, meinen, daß wir denen, die
Angesichts der Bedrohung ihres Überflusses noch allzulang fragen,
Wie wir uns dies dächten, wie wir uns das vorstellten
Und was aus ihren Sparbüchsen und Sonntagshosen werden soll nach einer Umwälzung,
Nicht viel zu sagen haben.

[nach Bertolt Brecht, Kalendergeschichten, 1948]



Phi +++, 24.08.2004 um 10:42 Uhr

Noch eine Anmerkung meinerseits, aufgrund einer heutigen Zeitungsnotiz über den "Datenreport 2004", die ein wenig zum Thema passt. Dort heißt es:
"Demnach geht es den Deutschen inzwischen nicht mehr besser als ihren Nachbarn, sondern sie sind im europäischen Vergleich in vielen Bereichen auf mittlere und hintere Plätze abgerutscht."
Ja, warum denn sollte es ihnen "besser" gehen (... als ihren Nachbarn ???) ... bei nur noch mittelmäßiger Leistung (-sbereitschaft) in vielen Bereichen? - Bequem, satt und sonnig ausruhen ... ??? ... kämpfen allenfalls um die eigene Besitzstandswahrung ... ??? ... mit vollmundiger Prahlerei einerseits ... !!! ... erbärmlichem Gejammer andererseits ... !!! ... Klammern um jeden Preis ... !!! ...
an die eigene "Sonntagshose" wohlgemerkt ...

mlg phi+++



Vera Boldt, 24.08.2004 um 12:46 Uhr

@phi

zu deiner letzten Anmerkung passt dieses Bild von mir phantastisch, finde ich jedenfalls, und bekommt dadurch gleich noch eine andere Aussage dazu
LG
Vera




Phi +++, 24.08.2004 um 13:30 Uhr

Klasse, Vera, IDEAL ja fast ... !!! ... :-)))))
Es steht ja dort auch in deinen Anmerkungen ... durch die aufgebauschte Größe des Wachhundes wird die normalgroße Eingangstür zur Hundehüttentür.
Manchmal geraten Dimensionen und Relationen bei zu enger Sichtweise ganz schön aus dem Lot, denke ich.

mlg phi+++



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