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"Für die Frösche gibt es Dresche!!!"  (1) von Helmut - Winkel

"Für die Frösche gibt es Dresche!!!" (1)


Von 

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27.03.2009 um 0:56 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
B i l d g e s t a l t u n g u n d - b e a r b e i t u n g :

A d o b e P h o t o s h o p 6 . 0



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Sämtliche Texte und Bilder, die hier zu dem Thema

„ M e i n e K i n d h e i t “ persönlich von mir gestaltet,

kreiert und präsentiert werden, sind autobiografisch

zu sehen und zu verstehen.



Es ist dies ein subjektiver Lebensrückblick, stellvertretend

auch für viele Kinder und Jugendliche - in eine Zeit vor etwa

sechzig Jahren - als Erziehung, Ethik und Moral noch einen an-

deren Stellenwert zu haben schienen...die dann auch hier und da

die eine und/oder andere vermeintliche P r ä g u n g erzeugten...


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"Für die Frösche gibt es Dresche!!!" (1)



Jedesmal wenn ich Frösche oder auch Kröten

sehe, fällt mir dazu stets ein ziemlich gemeiner

Bubenstreich ein, den mein Bruder und ich

- damals sechs und sieben Jahre alt -

einst unserer kleineren, vierjährigen

Schwester im Sommer 1954 spielten.



Poetisch kurz und bündig auf den Punkt gebracht:



Für's Schwesterlein gab's mittags Frösche,

dazu noch einen Riesenschock;

und Abends für die Brüder Dresche

fest hinten drauf mit dem Rohrstock.



Und d a s passierte folgendermaßen:



Mein Bruder und ich, wir schlichen uns damals

in unseren ersten Sommerferien an einem frühen

Morgen mit unseren leeren Schulranzen zu einem

großen Weiher und fingen dort ein Dutzend Frösche.



Zu Hause lockte ich unsere vierjährige Schwester

in den Keller, sperrte sie dort kurzerhand ein und mein

Bruder schüttete dann alle gefangenen Frösche von

draußen durch das Kellerfenster über sie aus.



Wir Buben amüsierten uns dann ganz köstlich, als

wir erlebten, wie unsere Schwester voller Panik

und Entsetzen schrie, in die Hose machte und mit

den Fröschen dort im Keller um die Wette hüpfte.



Die Frösche quakten und unsere kleine Schwester

qiekte! Und so ging das abwechselnd hin und her!



Es war einfach ein Bild für die Götter!!!



Aber nicht, dass man denkt, ich würde unseren Streich

heute noch gutheißen, auch wenn’s damals für uns

überaus lustig war - zumindest bis zum Abend.



Unsere Zwerchfelle haben unsere Bauchmuskeln so stark

strapaziert, dass wir sie noch nach Tagen spürten - abgesehen

von unseren G e s ä ß m u s k e l n - deren nachträgliche Be-

schwerden allerdings nicht durch Lachanfälle unsererseits, son-

dern vielmehr durch Wutanfälle unserer Mutter ihrerseits, mit ent-

sprechend schmerzhaften und nachdrücklichen Konsequenzen

- sprich: M a m a + R o h r s t o c k = D r e s c h e - hervorgerufen wurde.



Zurück zum hüpfspringenden Quiek-Gequake.



Als unsere Mutter, durch das Geschrei angelockt,

hinterm Haus erschien, flüchteten wir Schlingel

natürlich schleunigst in den nahegelegenen Wald.



Dadurch waren wir vorerst noch mal einer zu erwartenden

Erziehungsmaßnahme durch unsere Mutter entgangen...

was aber logischerweise nur solange dauerte, wie wir

von zu Hause fernblieben.



Doch spätestens bei Einbruch der Dunkelheit

sahen wir uns wohl oder übel veranlasst - schon

etwas reumütig, aber auch ein wenig zerknirscht

über uns selbst und unseren Unsinn - den wir mal

wieder verzapft hatten - nach Hause zu schleichen.

Und d a s mit zunehmend w e i c h e n Knien und

einem sehr m u l m i g e n Gefühl in der Magengrube...



Denn wir konnten uns ja lebhaft ausmalen, dass uns unsere Mama

mit ihrem verflixt biegsamen Rohrstock bestimmt schon sehnlichst er-

warten würde - natürlich zum Leidwesen für unsere Erziehungsflächen.



A u B a c k e ! ! ! Endlich zu Hause angekommen, gab's

dann aber wirklich ein s e h r ausführliches und gemein-

sames "Rohrstock-Tänzchen" mit Mama im "Dreivierteltakt" in der

Waschküche auf unsere, von ihr zuerst s t r a m m g e z o g e n e n

Hosenböden, danach aber auf unsere s p l i t t e r n a c k t e n Allerwertesten!



Und wir spielten lautstark jammernd die entsprechende Begleitmusik dazu...



Und die Engelchen im Himmel hörten wir auch noch singen!



Natürlich stimmte auch Großvaters

Schäferhund wieder prompt mit ein.



Das machte der ja auch immer, wenn man uns

Buben mit dem Rohrstock das blanke Fell gerbte.



Zwar sind die wohlverdienten Rohrstockstriemen

auf unseren Kehrseiten natürlich längst verblasst,

- mein Bruder hat sich leider 1999 sogar ganz und

gar "aus dem - irdischen - Staub gemacht", doch hat

unsere Schwester die damals erworbene Froschphobie

bis zum heutigen Tag behalten, obwohl sie ansonsten

- ebenso wie ich auch - grundsätzlich a l l e Tiere liebt.



Doch trägt sie uns den damals begangenen

Streich schon lange nicht mehr nach, obwohl

mein Bruder und ich es doch tatsächlich - noch

im gleichen Jahr - fertigbrachten, ihren rechten

Zeigefinger auf Mamas Nähmaschine festzunähen!



Aber eine Nähmaschinenphobie bekam sie

glücklicherweise nicht, doch bei ihren Brüdern

ließ sich natürlich eine weitere, s e h r einfühlsame

und schmerzhafte "Rohrstock-Belehrung" nicht vermeiden.



Entsprechend dem Lehrsatz:

"Was du nicht willst, dass man dir

tu, das füg auch keinem andern zu".



Aber das ist eine andere Geschichte... (:-(o)



Nun, wir Jungs waren wirklich ganz verflixte "Früchtchen",

die es oftmals "faustdick hinter den Ohren" hatten und die

ständig irgendeinen Unsinn anstellten; so dass wir des öfteren

irgendjemandem einen mehr oder weniger derben Streich spielten,


- der ihn/sie zur Weißglut brachte und seinen/ihren Zorn entfachte -


wenn uns mal wieder "der Hafer stach" oder mit anderen Worten

umschrieben, uns ganz einfach die pure Langeweile plagte und wir

entsprechend übermütig wurden...ja..., wie sagt man doch auch?:


"Wenn's dem Esel zu wohl wird, geht er auf's Eis". (:-(0)



...Alle Frösche mussten wir übrigens noch am

selben Abend im Keller wieder einfangen und

zu dem Weiher zurückbringen...auch wenn uns

das Laufen dorthin doch etwas schwerfiel...



...dort angekommen tauchten wir aber erst einmal

unsere glühendheiß geschwollenen und schmerz-

pochenden Hinterteile ausgiebig in das kalte Wasser ...



...und d a s war für uns und unsere s o streng

gezüchtigten Kehrseiten fast s o schön, als ob

"Weihnachten und O s t e r n auf einen Tag fallen"! :-)))



© Helmut Winkel



 
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